AG Biberschutz

Arbeitsgruppe begleitet Rückkehr des Ökosystemingenieurs ins Weserbergland

Frische Biberspuren an der Weser zwischen Ohr und Hameln (Foto: Ralf Schulte)
Frische Biberspuren an der Weser zwischen Ohr und Hameln (Foto: Ralf Schulte)

Seit einigen Jahren versuchen Biber wieder im Weserbergland heimisch zu werden. Im Landkreis Hameln-Pyrmont konnten die uferliebenden Nagetiere erfolgreich Reviere an der Weser, der Emmer und der Hamel gründen.

 

Biber gelten als Ökoingenieure, denn sie sind in der Lage, ihren Lebensraum durch das Fällen von Bäumen oder die Anlage von Biberteichen aktiv zu gestalten. Ihre Rückkehr erfolgt gerade zur rechten Zeit, denn ihre Wirkungen auf die biologische Vielfalt oder den Landschaftswasserhaushalt sind gerade in Zeiten von Arten- und Klimakrise durchaus positiv - sofern man sie lässt und ihnen hinreichende "Gestaltungsspielräume" in unseren Gewässerlandschaften bietet.

 

Die Biber finden in Niedersachsen jedoch Bäche und Flüsse vor, die ganz überwiegend weit davon entfernt sind, in dem "guten ökologischen Zustand" zu sein, der seit langem von der EU-Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird. Konflikte mit Landnutzenden liegen daher auf der Hand.


1. NABU-Biber-Bio-Blitz im Mai 2026

Wir wollen beweisen: Biber sind Naturschutzmacher!

Biber haben in Naturschutzkreisen einen guten Ruf. Schließlich gelten sie als Ökosystemingenieure, die die Artenvielfalt fördern und einen positiven Beitrag zum Landschaftswasserhaushalt leisten. 

 

Kritiker wenden ein, dass das nur für naturnahe Landschaften gelten würde. In unseren Kulturlandschaften verursachten Biber mit ihren Dammbauten hingegen nur Konflikte mit Landwirten und Anrainern. 

 

Beim 1. NABU-Biber-Bio-Blitz wollen wir am 8. und 9. Mai 2026 zeigen, wie wichtig das "System Biber" auch für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft und gesunde Gewässerlandschaften ist. Lust, mitzumachen? Der Download enthält mehr Infos.

Download
Einladung zum Mitmachen: Der 1. NABU-Biber-Bio-Blitz!
250311_StD_NABU_Biber_Bio_Blitz.pdf
Adobe Acrobat Dokument 657.9 KB

Was machen die NABU-Biberschützer*innen?

Die NABU-Biberschutz-AG begleitet die Rückkehr des Bibers ins Weserbergland. Wir möchten Verständnis dafür wecken, dass Biber nicht als Problem- und Konflikttiere gesehen werden, sondern als Motoren zukunftsorientierter Gewässerrenaturierungen und Förderer der Biodiversität verstanden werden.

 

Damit verbinden sie viele und ganz verschiedene Tätigkeiten. Das Spektrum reicht von der Suche von Biberspuren, der Kartierung von Biberrevieren bis hin zur Beratungs- und Informationsarbeit.

 

Die NABU-Biberschutz-AG versteht sich als Teil der Biberschutz-Netzwerks des NABU-Landesverbands Niedersachsen.

Bei NABU|naturgucker registrierte Bibernachweise (Screenshot: www.nabu-naturgucker.de)
Bei NABU|naturgucker registrierte Bibernachweise (Screenshot: www.nabu-naturgucker.de)

Biberspuren entdeckt? - Interesse Biberschützer*in zu werden?

Wenn Sie Biberspuren entdeckt haben und Ihr Wissen mit uns teilen wollen, dann melden Sie sich gerne. Gleiches gilt, wenn Sie als NABU-Biberschützer*in aktiv werden wollen.

 

Für Rückfragen:

Ralf Schulte

Mobil: 0173 241 8715

E-Mail: [email protected]


Download
Biberspuren - kurz erklärt
Die Präsentation gibt eine Einführung in die Bestimmung typischer Biberspuren.
Biberspuren_PPT_kurz.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.2 MB