Streuobstwiesen...

...nutzen und erhalten...

in Hessisch Oldendorf und Hameln

Zur Erntezeit auf Streuobstwiesen bleiben Äpfel und Birnen vielerorts an den Bäumen hängen, weil es an Erntehelfern und Abnehmern mangelt.Streuobstwiesen haben in letzter Zeit beim Menschen beträchtlich an Wert verloren. Das liegt daran, dass Obst billig im Supermarkt gekauft werden kann - ebenso wie die Obstsäfte -, obwohl Naturschützer ihre Bedeutung für Flora und Fauna immer wieder herausgestellt haben.

Hochstammbäume sind heute als Heimat von Steinkauz, Grünspecht und Siebenschläfer bekannt. Darüber hinaus bieten die Streuobstbestände über alle Jahreszeiten hinweg einen lebendigen Anblick und werden deshalb von allen naturverbundenen Spaziergängern sehr geschätzt. Aus diesem Grund wird in vielen Ausgleichsplanungen, also wenn es gilt, ein Stück verloren gegangener Natur durch ein "Neues" zu ersetzen, mit der Neuanlage von Streuobstbeständen geliebäugelt. Dabei vergessen die Planer, dass eine Streuobstwiese ein Kulturbiotop ist, d.h. ohne, dass sie genutzt und gepflegt wird, verliert sie an Wert. Bevor man also neue Bestände anlegt, sollte man sich lieber um den Erhalt der alten Streuobstbestände bemühen, das heißt, die Mahd des Unterbewuchses sowie den Schnitt und die Betreuung der Obstbäume zu sichern. Dauerhaft ist der Fortbestand nur zu gewährleisten, wenn die Streuobstwiese auch wirtschaftlich ein "Sonderbiotop" wird, d.h. wenn es sich finanziell wieder lohnt, einen Streuobstbestand zu unterhalten.

Eine wichtige Rolle kommt dabei der Vermarktung und der Nachfrage nach Streuobstprodukten zu. In ersten Ansätzen haben engagierte Menschen bereits gezeigt, wohin der Weg gehen muss: nämlich mit Aufpreismodellen den Erzeugern mehr für Ihr Obst bezahlen und mit Gütesiegeln dem Verbraucher deutlich zeigen, dass er mit dem Kauf, z. B. beim Obstsaft den Streuobstbau unterstützt.
Als Verbraucher, als freiwilliger Helfer bei Arbeitseinsätzen oder als Pächter von Streuobstgrundstücken - helfen Sie mit, die Steuobstwiesen als Lebensräume für unsere gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und als belebende Elemente in der Landschaft zu bewahren.


Wehrbergen - 6. April 2013

Pflanzaktion auf der Streuobstwiese

Auf dem Pachtgrundstück wurden Nachpflanzungen durchgeführt. Der alte Obstbaumbestand war durch einige "Abgänge" dezimiert worden und musste deshalb "aufgefüllt" werden. Ein toter Obstbaum steht noch und stellt einen hervorragenden Biotop dar. Auch der liegengelassene Baumstamm ist Totholz und bietet vielen Tieren, darunter ganz vielen Insekten Lebensraum und Nahrung.

FOTOS: NABU/Ferdinand Alms


Hessisch Oldendorf - 23. März 2013

Arbeitseinsatz in Großenwieden

Im Rahmen des Gemeinschaftssprojektes mit der Zukunftswerkstatt pflanzten 15 Erwachsenen und 3 Kinder auf der von Dieter Rügge gepachteten Wiese 'Am Steinbrink' bei eisigem Wind 24 Obstbäume. Eingesetzt werden sie als hochstämmige Obstsorten, sie tragen alte Namen wie "Die Köstliche von Charneux", "Rote Sternrenette" oder "Schöner von Herrenhut". Mit Maschendraht werden die Pflanzlöcher gegen Wühlmäuse ausgelegt, Kompost, Hornspäne, Rindenmulch bilden das Füllmaterial um die Bäume, deren Wurzeln und Kronen zuvor zurückgeschnitten wurden. Vier Rundholzpfähle und Kokosstricke sorgen für den Halt der Stämme. Holzlatten und Wilddraht sollen vor den Kühen schützen, die im Sommer dort weiden werden.

Beitrag erstellt (2013)

FOTOS: Marco Meyer


Hameln - 12. Januar 2013

Arbeitseinsatz in Halvestorf.

Mit 16 großen und kleinen NABU-Aktiven wurde am Samstag, den 12. Januar, bei herrlichem Winterwetter ein Arbeitseinsatz auf einer Obstbaumwiese (Pachtfläche in Bannensiek) durchgeführt. Dabei wurden alte Obstbäume beschnitten und von dichtem Strauchwerk befreit. Das Schnittgut wurde zwischen den Bäumen in Haufen geschichtet. Im Anschluss an die zweieinhalbstündige Aktion erwartete alle Beteiligten eine heiße Suppe in der Gaststätte des Waldbades Halvestorf. Im Frühjahr wird die diesjährige Pflege durch das Nachpflanzen einiger Obstbäume auf dieser Pachtfläche ergänzt.

Beitrag erstellt Dr. Martina Meeske (2013)

FOTOS: NABU/Dr. Martina Meeske


Hessisch Oldendorf - 25. März 2012

Arbeitseinsatz in Hessisch Oldendorf.

In Ortsteil Zersen wird eine Obstbaumwiese angelegt. Auf einem 5200 Quadratmeter großen Grundstück, dass Landwirt Hartwig Meier kostenlos zur Verfügung gestellt hat, werden diverse Obstbäme gepflanzt.

FOTOS: NABU/K.-F. Alms)


Beitrag erstellt: Hans Arend (2012)

 

 

 

 

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