Wildtiere in Not - was tun?

 

Immer wieder erreichen uns Anrufe von Leuten aus dem Lankreis Hameln-Pyrmont, die ein verletztes Wildtier gefunden haben und nicht wissen, was sie damit tun sollen. Oft wurden sie zuvor bereits beim Tierarzt mit einem Verweis auf den NABU abgewiesen.

 

Was viele nicht wissen: nach der Berufsordnung der Tierärztekammer Niedersachsen von 2013 sind ALLE Tierärzte zur Erstversorgung von Tieren bei Notfällen verpflichtet (§12 Absatz 12), wobei der Gesetzgeber NICHT zwischen Haus- und Wildtieren unterscheidet!

Wir vom NABU Hameln-Pyrmont können keine tierärztliche Versorgung vornehmen. Unsere Aufgabe besteht vielmehr darin, bei der Vermittlung von Kontakten behilflich zu sein, damit Wildtiere in Not in qualifizierte Hände übergeben werden können.

 

 

Bitte wenden Sie sich an einen der Tierärzte im Landkreis Hameln-Pyrmont. Zum Beispiel:

 
  • Dr. med. vet. Stefanie Klingeberg, Praxis für Kleintiere und Pferde - Aerzen
  • Dr. met. vet. Georg-Heinrich Klöpper - Tierklinik für Kleintiere - Bad Münder
  • Bad Münder OT Eimbeckhausen - Drs. med. vet. Philipp u. Juliane Kloene, Groß- und Kleintiere
  • Tierarztpraxis Dr. med. vet. Anja Rocksin - Bad Pyrmont
  • Dr. med. vet. Alexandra Reineke, Kleintiere - Coppenbrügge
  • Dr. med. vet. Friedemann Büscher, Groß- und Kleintiere - Emmerthal
  • Dr. med. vet. Petra Kopperschmidt, Kleintiere - Hameln
  • Betina Reinecke, Kleintiere - Hameln
  • Dr. med. vet. Axel Steinbiß, Tierärztliche Klinik für Kleintiere - Hessisch Oldendorf
  • Dr. med. vet. Anke Schilling, Arne Bosse, Kleintiere - Hessisch Oldendorf
  • Dr. med. vet. Barbara Glatz-Vinke, Chiropraktik, Akupunktur - Hessisch Oldendorf
  • Dr. med. vet. Rüdiger Schmitz, Kleintiere - Hessisch Oldendorf

Bitte informieren Sie sich vorher über die Kosten, welche die notwendige Behandlung nach sich ziehen wird. Nicht alle Tierärzte versorgen Wildtiere kostenfrei. Prinzipiell hat derjenige für die Kosten aufzukommen, der das Tier aufgenommen und zum Tierarzt gebracht hat!


Hilfe für verletzte Wildtiere & Greifvögel:

Wildtiere aller Art / unter Umständen auch Noeozoen - bitte informieren Sie sich vorab telefonisch!

Wildtier- und Artenschutzstation e.V.
Hohe Warte 
31553 Sachsenhagen

Telefon: 05725-708730

E-Mail: info@wildtierstation.de

Fax: 05725-708740

Website: http/www.wildtierstation.de

 

Das Wisentgehege nimmt nur Greifvögel / Eulen auf!

Niedersächsische Landesforsten
Wisentgehege Springe 

Wisentgehege 2 
31832 Springe 
Telefon: 05041-5828
                                                                               E-Mail: info@wisentgehege-springe.de

                                                         Website: http://www.wisentgehege-springe.de/


Singvögel

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind und von unzureichend informierten Spaziergängern mitgenommen werden. Dabei gilt: Wer auf einen einsam und hilflos wirkenden Jungvogel trifft sollte das Tier auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern es an Ort und Stelle belassen.

 

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wichtig ist, dass der Finder eines „aus dem Nest gefallenen“ Jungvogels besonnen die Situation beurteilt und sich möglichst fachkundigen Rat einholt, bevor er handelt. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

 

Bitte seien Sie sehr vorsichtig mit der Aufnahme von Jungvögeln - dies sollte immer der letzte Schritt sein, damit man den Tieren nicht, ohne es zu wollen, mehr schadet als hilft!

 


Fledermäuse

Beim Fund einer verletzten oder toten Fledermaus wenden Sie sich bitte an den Regionalbeauftragten für Fledermausschutz:  Rainer Marczek / 05151-62716 / sur-marcek@web.de


Igel

Igel sind fast allen Menschen bekannt. Umso Mehr verwundert es, warum so wenig Informationen über diese stacheligen Gesellen bekannt sind. Igel gehören zu den geschützten Wildtierarten. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Igel nur in Ausnahmefällen aus ihrem Lebensraum in der freien Natur - darunter fällt auch der eigene Garten - entnommen werden.

 

In folgenden Fällen ist grundsätzlich eine art- und fachgerechte Aufnahme in häusliche Pflege erlaubt:

  • verletzte Igel
  • mutterlose Igel (im Sommer)
  • von Maden befallene und torkelnde Igel
  • stark untergewichtige (bei Jungigeln Anfang November deutlich unter 500 Gramm)
  • bei Dauerfrost und/oder geschlossener Schneedecke - jeder aktive Igel

IGEL-Beratungsstelle Hameln

Sültstraße 53 / 31860 Emmerthal

Telefon: 05155-951009 / igelberatung.hameln@gmx.de

 

 

Die Beratungsstelle ist nicht mehr zu erreichen.

 

Wir bemühen uns, eine neue Stelle einzurichten.
Bitte haben Sie etwas Geduld.

 

 


Insekten

Wenn Sie Probleme mit Bienen, Hornissen und Wespen haben, wenden Sie sich bitte an die UNB des Landkreises Hameln-Pyrmont oder die UNB der Stadt Hameln.


Der NABU Hameln-Pyrmont verfügt über keinen "Hornissen-und Wespenberater" und darf daher bei Problemen mit den u.U. geschützten Insekten nicht tätig werden.

Untere Naturschutzbehörde

Süntelstraße 9

31785 Hameln

Telefon: 05151903-4403

E-Mail: landkreis@hameln-pyrmont.de

Website: www.hameln-pymont.de

 

Untere Naturschutzbehörde

Tier- und Pflanzenschutz

Rathaus, Hochhaus 4. OG

Telefon: 05151-202-1471

E-Mail: naturschutz@hameln.de

Website: http://www.hameln.de/


Amphibien

 Pestizide und andere Giftstoffe schädigen die Lurche und ihre Nahrungstiere (Insekten, Spinnen und Würmer) und sollten daher weder in der Landwirtschaft noch im privaten Garten in der Nähe von Laichgewässern ausgebracht werden. Schaffen Sie in Ihrem Garten eine Ecke, wo Amphibien leben und überwintern können, zum Beispiel durch die Anlage eines Gartenteichs, einer Totholzecke oder eines Laubhaufens. Sorgen Sie dafür, dass an Ihrem Haus Lichtschächte und Kellertreppeneingänge nicht zu Todesfallen für Amphibien und andere Tiere werden. Ein Brett längs der Treppen gelegt, kann Fröschen und Kröten helfen, sich zu befreien. Fliegendraht über den Lichtschacht sorgt dafür, dass Insekten und andere Kleintiere nicht elendig zu Tode kommen.

 

Bitte haben Sie als Autofahrer Verständnis, wenn Straßen für die Wanderzeit (im Frühjahr während der Abenddämmerung und nachts) gesperrt sind, achten Sie auf die Hinweisschilder und nehmen Sie einen kleinen Umweg in Kauf. Entnehmen Sie keinesfalls Lurche oder deren Laich und Larven aus der Natur.

 

Um Amphibien wirkungsvoll schützen zu können, müssen ihre Vorkommen, Lebensräume und Wanderwege bekannt sein. Melden Sie daher Ihnen bekannte Amphibienvorkommen an den NABU.