Presse-Archiv 2011

DWZ - Bad Münder - 08. Dezember

Von Krötenzäunen und Zeltlagern / 30 Jahre Waldjugend Bad Münder: Vogel- und Insektenschutz

Bad Münder.

Natur nicht als Kulisse, sondern als Lebensraum zu begreifen und zu erfahren, das hat sich die Waldjugend zum Ziel gesetzt. Zur Feier ihres 30-jährigen Jubiläums trafen sich jetzt 30 Waldläufer nach einer zünftigen Wanderung zum Frühstück mit Gesang auf dem Süntelturm.

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Bekannt im Deister-Sünteltal wurde die Waldjugend vor allem durch die Krötenzäune an den Straßen. Die Waldläufer sammeln auch Müll und kümmern sich um das Süntelbuchenreservat des Heimatbundes. Auch Vogel- und Insektenschutz steht auf ihrer Agenda. Noch heute wird von den Kindern und Jugendlichen der Waldjugend am Süntel ein Krötenzaun betrieben. Jährliche Wanderfahrten ins In- und Ausland stehen auf dem Programm. Gemeinsame Aktivitäten zum Schutze der Natur werden heute mit der NABU-Ortsgruppe Bad Münder und dem Freundeskreis Süntelbuchenreservat im Heimatbund gemeinsam durchgeführt.

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Thomas Günther und Bern Krause berichteten vom Werdegang der Waldjugend in Bad Münder und Eimbeckhausen sowie der besonderen Bedeutung der Kleidung. "Aber das Wichtigste sind die gemeinsamen Gruppenstunden in der freien Natur", berichtet Bernd Krause. "Wir betreiben hier keinen Frontalunterricht und auch kein Überlebenstraining, wie manche glauben", schmunzelt er. Vielmehr gehe es um gemeinsamen Spaß bei Wind und Wetter, spielerisches Lernen im Wald.

DWZ - Hameln - 28. November

NABU-Vortrag: Mensch und Wolf

Afferde.

Es ist eine Sensation und aus Naturschutzsicht ein Riesenerfolg: Der von Menschen ausgerottete und über Jahrhunderte verteufelte Wolf lebt wieder in Deutschlands freier Wildbahn. Viele Menschen heißen den Wolf Willkommen, doch nicht immer ist der neue Nachbar unumstritten. Markus Bathen leitet das NABU-Projektbüro Wolf in der Lausitz, dort haben neun Wolfsrudel ihre Heimat. Am Freitag, 2. Dezember, berichtet er bei der Paritätischen Lebenshilfe in Afferde, Scheckfeldweg 1 über den aktuellen Stand bei Deutschlands wilden Wölfen und der Arbeit des Projektes: Das konfliktarme Nebeneinander von Mensch und Wolf bei uns.

HAMELNER MARKT - Hameln - 23. November

Schwarzstorch in Hameln

Hameln (red).

Der Schwarzstorch zählt zu den seltenen Tierarten und genießt den höchsten Schutzstatus. Dass er im Weserbergland wieder zu beobachten ist, gilt in Fachkreisen als Sensation. Mit seinem Vortrag will Christian Weidner vom Natur- und Umweltzentrum Hameln Anmerkung Webmaster: vom NABU Hessisch Oldendorf/Hameln zur Aufklärung über den außergewöhnlichen Brutvogel beitragen. Der Vortrag mit Bildern findet Mittwoch, 23. November, um 19 Uhr im Vortragssaal der Stadtwerke Hameln (Hafenstraße 14) statt. Der Eintritt ist frei. Anmerkung Webmaster: freier Eintritt nur für NABU-Mitglieder, ansonsten Eintritt 3 Euro.

DWZ - Hessisch Oldendorf - 22. November 

Diskussion über heimische Vögel

Heßlingen.

Am Donnerstag, 24. November, lädt Friedrich Budde vom Naturschutzbund Hessisch Oldendorf Anmerkung Webmaster: Hessisch Oldendorf/Hameln um 15.30 Uhr zu einer Diskussion über die heimische Vogelwelt ein. Die Veranstaltung findet im Erzählcafé des Senioren- und Pflegeheims Ramsauers Mühle in Hessisch Oldendorf, im Ortsteil Heßlingen, Zum Pollhof 9, statt. Der Eintritt der Veranstaltung ist frei, telefonische Anmeldungen sind unter der Nummer 05152/7870 möglich.

DWZ - Hameln - 21. November 

Auf Störungen reagiert er empfindlich / Der scheue Schwarzstorch galt lange als Unglücksvogel / Mit dem NABU auf Entdeckungsreise

Hameln (kar).

Er ist etwas kleiner als sein großer weißer Bruder und sehr viel scheuer: Wohl aus diesem Grund bekommt man ihn in freier Wildbahn nur äußerst selten zu Gesicht. Dabei ist er keineswegs aus der heimischen Region verschwunden: Im Süntel, Deister und Ith ist der Schwarzstorch noch zu Hause.

Adebar. So wird der Storch vom Volksmund genannt. Den weißen kennt jeder. Der bringt die Kinder. Davon kündet der Storchenbrunnen bei Schliekers Brunnen. Der Weißstorch bezieht sein Nest, wenn er aus dem Winterlager zurückkehrt und ist in Dörfern und Städten der Umgebung ein gern gesehener Gast. Der Schwarzstorch war dagegen lange unpopulär. Vom Mittelalter bis zur Neuzeit galt er als Gegenspieler des positiv besetzten Weißstorchs und wurde verfolgt. Der Vogel mit dem metallisch glänzenden dunklen Gefieder wurde als Vorbote von Unglück, Kriegen und Krankheiten verteufelt. Verdient hat er seinen schlechten Ruf nicht. Im Gegenteil: Er ist vielmehr eine faszinierende Art, die es zu schützen gilt. Heute gibt es nur noch rund 500 Brutpaare in Deutschland. Denn wenn auch der Aberglaube den eleganten Vogel nicht mehr bedroht und er in einigen Regionen wieder öfter zu beobachten ist, so hat der sensible Schwarzstorch doch immer noch große Überlebensprobleme. Er findet kaum noch geeignete Lebensräume. Im Gegensatz zum Weißstorch, den man recht häufig in Wiesen und Auen beobachten kann, ist der Schwarzstorch ein scheuer Bewohner alter, geschlossener Wälder mit Still- und Fließgewässern. Strukturierte, lichte Mischwälder, Bäume mit starken weit ausladenden Ästen für den Horst, nahegelegene Bäche, Tümpel oder Teiche und Ruhe vor den Spaziergängern, Hunden und Waldarbeitern im Horstbereich - dies alles sind elementare Bedingungen, unter denen der Schwarzstorch

DWZ - Hameln - 15. November 

Dieser Stadtbewohner ist schlau und gesellig / Dohle ist der Vogel des Jahres 2012 / Alte Fabrikgebäude ziehen ihn geradezu magisch an

Hameln (red).

Sie gelten als gesellig und schlau: Dohlen, die auch im Stadtgebiet immer noch zu finden sind. Die Dohle ist der Vogel des Jahres 2012, gekürt vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Jetzt will auch der Hamelner NABU Vorkommen auflisten (Anmerkung Webmaster: Die Dohle soll auch im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont gesucht werden).

Die geselligen Dohlen gehörten einst zu den Gewinnern menschlicher Besiedlung: Hohe Bauten boten ihnen Unterschlupf. Nahrung gab es zur Genüge auf den umliegenden Weiden, Feldern und Wiesen. Für die Menschen waren sie nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung. Jahrhunderte lang lebten Mensch und Dohle unter einem Dach.

Besonders gern nisten Dohlen in höheren Gebäuden und ungestörten Mauernischen, Kaminen oder Dachstühlen; Ruinen oder alte Fabrikgebäude ziehen sie geradezu magisch an. Aber auch in Schächten und überdachten Nischen moderner Gebäude finden die anpassungsfähigen Vögel geeignete Brutplätze. Unterhalb einer Gebäudehöhe von zehn Metern siedeln sie sich nur selten an, denn hoch über dem Boden ist ihr Nachwuchs vor Katzen geschützt.

Häufig fliegen in Städten nistende Dohlen kilometerweit hinaus in die umgebende Feldflur. Dort suchen sie Nahrung auf Viehweiden oder niedrig bewachsene Wiesen. Zu Beginn der Brutzeit halten sie sich gern auf Winterbrachen auf, im Spätsommer und Herbst dann auf abgeernteten Feldern. Da es in Städten wenige solche offenen Flächen gibt, gehen die Vögel auch in Parks und Grünanlagen wie den Bürgergarten auf Futtersuche.

Aus der Ferne betrachtet, trägt die etwa taubengroße Dohle Schwarz. Beim näheren Hinsehen reflektiert ihr Federkleid die Sonnenstrahlen in schillernden Farben. Hinterkopf, Nacken und Ohrdecken sind silbergrau gefärbt. Mit ihrem kurzen Schnabel und Schwanz wirkt die aufrechte Gestalt der Dohle klein und kompakt. Ihre hellblauen bis weißen Augen stechen besonders hervor. Das Federkleid der Jungvögel ist leicht bräunlich.

Dohlen sind Singvögel und besitzen ein vielfältiges Lautrepertoire. Neben dem markantgen "kja" oder "kjak", "schack" oder "kjöck" (auch gedehnt "kjarr" oder "kij"), dem Stimmfühlungslaut "jüb-jüb" und einem heiseren Warnruf verständigen sich die Vögel je nach Stimmungslage mit vielen weiteren Lauten.

Hamelner (Anmerkung Webmaster: aber auch alle Hameln-Pyrmonter), die schon einmal Dohlen beobachtet oder diese in jüngster Zeit gesehen haben, werden gebeten, ihre Beobachtung an den NABU, Telefon 05152/1581, oder per Mail info@NABU-hamelnpyrmont zu melden.

DWZ - Hameln-Pyrmont - 21. Oktober

Ein schlauer Vogel tritt ins Rampenlicht / Gesellig, treu und ein hervorragender Stimmenimitator: 2012 wird das Jahr der Dohle

VON KARIN ROHR

Hameln-Pyrmont.

Lange litt sie unter Imageproblemen: die Dohle. Erst Verhaltensforscher Konrad Lorenz gelang es, dem früher als Unglücksbringer geächteten Vogel Sympathiepunkte zu sichern. Seine Studien zur Lernfähigkeit und hohen Intelligenz der Dohle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die ehemals schlechte Meinung über diesen geselligen Rabenvogel geändert hat. Jetzt rücken der NABU und der bayrische Landesbund für Vogelschutz die Dohle bundesweit ins Rampenlicht: Sie ist der Vogel des Jahres 2012.

"Die Dohle ist weit verbreitet. Außer in Island oder im Norden Skandinaviens Russlands ist sie in Europa heimisch", sagt Hans Arend vom NABU Hameln-Pyrmont. "Aber in einigen Bundesländern steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten oder auf der Vorwarnliste." Der Grund: Trotz ihrer großen Anpassungsfähigkeit findet sie immer weniger Nistmöglichkeiten. Der Mensch hat ihr Revier dezimiert. Dabei gehörten Dohlen einst zu den Gewinnern menschlicher Besiedlung: "Hohe Bauten boten ihnen Unterschlupf, Nahrung gab es zur Genüge auf den umliegenden Weiden, Feldern und Wiesen. Für die Menschen waren sie nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung", stellt der NABU fest: "Jahrhunderte lebten Mensch und Dohle unter einem Dach."

Seit den 1960er Jahren aber ist der Dohlenbestand immer mehr zurückgegangen. "Viele Hausbesitzer haben aus Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit, zum Teil aber auch absichtlich, beim Renovierungen oder Sanierungen von Gebäuden die Brutplätze von Dohlen zerstört", weiß Arend. Der Einflug in Nischen, Mauerlöcher, Dachstühle oder Kirchtürme, in denen Dohlen gerne nisten, werde ihnen immer häufiger durch Absperrgitter verwehrt. Und auch das Futter wird knapp. Versiegelte Grünflächen und der massenhafte Einsatz von Pestiziden nimmt den in lebenslanger Partnerschaft lebenden Vögeln die Nahrung: Sie finden nicht mehr genügend Käfer, Heuschrecken, Würmer und Schnecken.

In Deutschland brüten nach gegenwärtigem Stand nur noch rund 100 000 Dohlenpaare, hat der NABU ermittelt. Tendenz: abnehmend. Nahezu aus allen Regionen werden rückläufige Zahlen gemeldet. "In unserer Region gibt es sie nur noch in größeren Städten wie Hameln", sagt Arend: "Wir werden vom NABU aber einen Aufruf starten, um zu sehen, wo Dohlen hier überhaupt noch leben und ihnen mit Nistkästen an Gebäuden und Kirchtürmen neuen Lebensraum bieten."

Dohlen lassen sich gut von anderen Rabenvögeln unterscheiden: Sie sind deutlich kleiner, ihr Gefieder schillert schwarz, sie besitzen eine auffallende graue "Kapuze" und helle blaue Augen. Wenn sie im Trupp unterwegs sind, "schwätzen" sie gern, gelten aber als ausgesprochen begabte Stimmenimitatoren. "Im Laufe ihres Lebens lernt die Dohle immer neue Töne, mit denen sie andere Tierarten und Artgenossen täuschen kann", wissen Naturschützer. Dohlen sind treu: nicht nur ihrem Partner, sondern auch ihrer Kolonie. Sie halten ein Leben lang zusammen.

Während abergläubische Menschen die Dohle früher mit Tod und Unglück in Verbindung brachten, weil sie angeblich Krankheiten wie die Pest ankündigte, fürchtet man heute, dass sie sich im Schornstein festsetzt, dort brütet und dabei ihre Nester aus dem Vorjahr "renoviert" und überbaut. Denn wenn giftiges Kohlenmonoxid durch den blockierten Schornstein nicht mehr abziehen kann oder verirrte Funken das Nest in Brand stecken, sind Menschen in Gefahr. Deshalb sollten Nester in benutzten Kaminen immer fachgerecht entfernt werden, rät der NABU: Mit einem Nistkästen kann man der Dohle dann einen neuen Brutplatz anbieten". Unbenutzte Schornsteine seien dagegen wichtige Rückzugsorte: "Hausbesitzer sollte sie nicht verschließen, denn dort können Dohlen auch für Menschengefahrlos brüten".

DWZ - Emmerthal - 20. Oktober

Wir von hier

Neues aus der Nachbarschaft

Die Verwaltungsmitarbeiter Evelyn Gockel und Thorsten Dohme verteilten mit Kerstin Wesemann selbst produzierten Apfelsaft an alle Emmerthaler Kindergärten und den Spielkreis Emmern. Im August ernteten Verwaltungsmitarbeiter gemeinsam mit der Emmerthaler Ortsgruppe im Naturschutzbund und der Hunde- und Seminarschule Weserbergland einige Hundert Äpfel von den gemeindeeigenen Straßenbäumen. „Für einen sozialen Zweck sollte es sein“, erinnert sich Evelyn Gockel. In der kleinen Privatmosterei der Familie Wesemann in Völkerhausen wurden die Früchte zu herrlich süßem Most verarbeitet. Die Kinder waren begeistert. „Da ist Apfelsaft drin“, staunte die 5-jährige Madeleine. Alle Kindereinrichtungen erhielten 15 Liter frischen Apfelsaft.

HAMELNER MARKT - Hameln - 19. OKtober

"Tag des Waldes" Samstag auf dem Finkenborn / Viele Aktionen von 10 bis 16 Uhr

Hameln (red).

Zum "Tag des Waldes" lädt das Stadtforstamt Hameln auf dem Finkenborn im Hamelner Stadtwald am kommenden Samstag, 22. Oktober, von 10 bis 16 Uhr ein.

 Forstunternehmen, Naturschützer, forstliche Nachbarn und Verbände, Transporteure, Waldkindergarten, Jägerschaft, Hochseilgarten und nicht zuletzt die Waldbesucher - vielfältig sind die Beziehungen, die das Stadtforstamt pflegt.

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Die Besucher erhalten vielfältige Informationen, können an kleinen Exkursionen zum Beispiel der Waldführer und Fledermausschützer teinehmen.

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DWZ - Hameln - 19. Oktober

Kommt mit Schwarz-Grün ein Kombibad? / Gruppenvertrag ausgehandelt - auch Wirtschaftlichkeit der Bäder steht auf dem Prüfstand

Hameln (HW).

Kommt die CDU mithilfe der Grünen zur Verwirklichung ihres Bäderkonzeptes? Der Gruppenvertrag ist ausgehandelt; die Ehe beider Fraktionen im Hamelner Rat nur noch vom Ja-Wort der grünen Basis abhängig, denn Fraktions- und Parteivorstand der Christdemokraten haben einer gemeinsamen Zukunft bereits zugestimmt.

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Dabei solle der Bürger künftig eng in die Entscheidungsprozesse der Politik mit eingebunden werden. Eine Erkenntnis aus dem Bürgerbegehren zur Fußgängerzone, was CDU und Grüne fortan gemeinsam korrigieren wollen. So sollen in der neuen Ratsperiode die Sitzungen der Fachausschüsse mit einer Einwohnerfragestunde beginnen und enden. Zudem sind themenbezogene Stadtteilversammlungen geplant, wenn entsprechende Entscheidungen anstehen. Und um Bürgernähe zu praktizieren, sollen nach den Plänen der künftigen Koalitionspartner BUND, ADFC und NABU einen gemeinsamen Vertreter in den Umweltausschuss entsenden. „Wir denken da an einen Hauptbenannten, den die drei Organisationen unter sich ausmachen können, und jeweils einen Vertreter, die sich dann austauschen und zu spezifischen Themen Stellung beziehen können“, erläutert Wehrmann das Modell. Auch die heimische Wirtschaft soll wieder eine beratende Stimme im Wirtschaftsausschuss erhalten.

Während die Grünen laut Wehrmann jetzt auch einen Prüfauftrag zur Überführung des Theaters in eine andere Rechtsform unterstützen („Das ist keine Kehrtwende, sondern haben wir gegenüber SPD und FDP nicht durchsetzen können“), hat sich die CDU für eine bessere Ausstattung der Integrierten Gesamtschulen ausgesprochen. „Um eine Gleichberechtigung zu Gymnasium oder Oberschule zu schaffen“, begründet Griese. Auch haben sich beide Fraktionen auf die Einführung einer flächendeckenden, aber objektbezogenen Baumschutzsatzung geeinigt. „Als Optimierung, und um die Naturschutzdenkmale auszuweiten,“ wie der Christdemokrat betont.

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NDZ - Bad Münder - 08. Oktober

Frisch vom Baum - der NABU lädt zur Ernte ein

Bad Münder (jhr).

Frischer geht es einfach nicht: Eben noch als Apfel hoch oben am Baum, Momente später als Saft im Glas. Die NABU-Ortsgruppe Bad Münder hatte zur Apfelernte auf die Streuobstwiese am südlichen Eilenberg geladen, und neben einigen Mitgliedern waren insbesondere auch Mitglieder der Nabu-Jugendgruppe gekommen.

Vor rund 20 Jahren hatte die Ortsgruppe des NABU die Streuobstwiese als Ausgleichsfläche für ein Baugebiet in Bakede angelegt und neben Pflaumen und Birnen verschiedene Apfelbäume gepflanzt. „Leider haben wir damals keinen Plan gemacht, welche Sorte wo steht – inzwischen ist es selbst für Kenner nicht ganz einfach, alle zweifelsfrei zu bestimmen“, sagt Matthias Großmann, Vorsitzender der Ortsgruppe. Mit der Pflege und dem Unterhalt der Wiese haben sich die NABU-Mitglieder auch das Ernterecht verdient.

Den Mitgliedern der Jugendgruppe erläuterte er am Beispiel der Streuobstwiese, wie unterschiedlich der Boden und entsprechend auch die Entwicklung der Bäume auf nur einer Wiese sein kann: „Im oberen Teil ist der Boden recht trocken, hier im unteren Teil sehr feucht, fast schon sumpfig. Einige Bäume konnten sich in dem weichen Boden nicht halten und sind umgestürzt“, erläuterte er.

Die Bedeutung einer Streuobstwiese für verschiedene Vogel- und Insektenarten wurde auch von Jörg Neumann, Umweltlehrer am Schullandheim in Nienstedt und Leiter der NABU-Jugendgruppe, herausgestellt, der Beitrag für den Erhalt einer großen Artenvielfalt war für die Kinder und Jugendlichen schnell zu entdecken – und auch zu schmecken: Die frisch gepflückten Äpfel unterschiedlicher Sorten wie Ingrid Marie, Geheimrat Oldenburg oder Boskoop wurden gleich vor Ort probiert, verglichen und teilweise auch zu Saft gepresst.

DWZ - Hameln - 05. Oktober

Der Stadtforst als intaktes Ökosystem / Am 22. Oktober können Hamelner ihr Kulturerbe entdecken / Ausstellung im Hochzeitshaus

Hameln (ch).

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus", lautet ein bekanntes Sprichwort. Was in diesem Jahr in deutsche und internationale Wälder gerufen wird, sollte eigentlich ganz besonders lauten Schall erzeugen. Denn 2011 ist das internationale Jahr der Wälder. Und so ruft die Bundesregierung auffordernd: "Entdecken Sie unser Waldkulturerbe."

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"Der Tag gibt uns eine Chance, die große Bandbreite unserer Kontakte aufzuzeigen". Von Umweltschutzorganisationen wie den NABU über touristische Waldnutzung durch den Hamelner Hochseilgarten und die Arbeit der Jägerschaft bis hin zu Brennholzproduktion, Abholzung und transport reichen die Verbindungen des Stadtfortsamtes.

Viele Firmen und Vereine werden am 22. Oktober von 10 bis 16 Uhr vor Ort sein, um über ihre Arbeit zu informieren. So sind Exkursionen der Waldführer und der Fledermausschützer geplant, und es wird vorgeführt, wie Brennholz aufbereitet wird. Zweimal am Tag wird eine Starkbuche gefällt werden, und die Arbeit dabei genau erklärt. Auch ein sogenannter Harvester (Vollertemaschine) kann besichtigt werden.

 Begleitend zum "Tag des Waldes" eröffnet am 21. Oktober die Ausstellung "HolzZeit" vor dem Hochzeitshaus. Sechs Tage lang wird die von den Niedersächsischen Landesforsten organisierte Ausstellung in Hameln zu sehen sein und über die vielen Facetten des Waldes und der Waldnutzung informieren. Die Hamelner sollen ihr Waldkulturerbe entdecken können.

DWZ - Hameln - 05. Oktober

Der Stadtforst als intaktes Ökosystem / Am 22. Oktober können Hamelner ihr Kulturerbe entdecken / Ausstellung im Hochzeitshaus

Hameln (ch).

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus", lautet ein bekanntes Sprichwort. Was in diesem Jahr in deutsche und internationale Wälder gerufen wird, sollte eigentlich ganz besonders lauten Schall erzeugen. Denn 2011 ist das internationale Jahr der Wälder. Und so ruft die Bundesregierung auffordernd: "Entdecken Sie unser Waldkulturerbe."

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"Der Tag gibt uns eine Chance, die große Bandbreite unserer Kontakte aufzuzeigen". Von Umweltschutzorganisationen wie den NABU über touristische Waldnutzung durch den Hamelner Hochseilgarten und die Arbeit der Jägerschaft bis hin zu Brennholzproduktion, Abholzung und transport reichen die Verbindungen des Stadtfortsamtes.

Viele Firmen und Vereine werden am 22. Oktober von 10 bis 16 Uhr vor Ort sein, um über ihre Arbeit zu informieren. So sind Exkursionen der Waldführer und der Fledermausschützer geplant, und es wird vorgeführt, wie Brennholz aufbereitet wird. Zweimal am Tag wird eine Starkbuche gefällt werden, und die Arbeit dabei genau erklärt. Auch ein sogenannter Harvester (Vollertemaschine) kann besichtigt werden.

 Begleitend zum "Tag des Waldes" eröffnet am 21. Oktober die Ausstellung "HolzZeit" vor dem Hochzeitshaus. Sechs Tage lang wird die von den Niedersächsischen Landesforsten organisierte Ausstellung in Hameln zu sehen sein und über die vielen Facetten des Waldes und der Waldnutzung informieren. Die Hamelner sollen ihr Waldkulturerbe entdecken können.

DWZ - Emmerthal - 04. Oktober

Traditionelles und eine heiße Sonderschicht / Mehr als 1500 Besucher kommen zum Erntedankfest / Handwerker zeigen traditionelle Arbeitsweisen

Börry (gm).

Eigentlich ist Schatzmeister Axel Bohne vom Museumsförderverein als Polizeibeamter mit Schichtdienst vertraut. Die Sonderschicht, die er am Sonntagmorgen übernahm, war allerdings eine ganz neue und heiße für ihn: Er war auserkoren, im Börryer Museumsdorf für Landtechnik und Landarbeit den historischen Steinofen im Museumsbackhaus für das Erntefest anzuheizen. "Um 4.30 Uhr schichtete ich die ersten Eichen- und Buchenholzscheite im Ofen", bilanzierte Bohne gegen 9 Uhr.

DWZ - Bad Münder - 04. Oktober

Nach dem gemeinsamen Dankgebet wird zünftig gefeiert / Veranstalter ziehen an einem Strang und sorgen in Nettelrede für ein großes Erntefest in und um Volkers Scheune

Nettelrede (oe).

Frisches Obst und Gemüse, Getreide vom Feld, viele Tiere und noch mehr Brauchtumspflege: Diese Mischung macht's bei den traditionellen Erntedankfesten. All das wird auch in Nettelrede seit vielen Jahren perfekt umgesetzt. Und so ist auch der Besucherandrang im kleinen Ort am Deisterrand jedes Mal besonders groß. Als Diakon Bernd Petermann die Feier mit einem Gottesdienst eröffnet und dann der Posaunenchor Bad Münder aufspielte, war die Scheune rappelvoll.

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Hobbygärtner aus der Umgebung, wie seit Jahren die Familie Frommelt, boten ihre selbst gemachten Marmeladen an. Aus eigenem Obst wurde frischer Saft gepresst. Die Saftpresse stellte der Naturschutzbund zur Verfügung.

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DWZ - Hameln-Pyrmont - 01. Oktober

Mitmachen beim "Birdwatch"

Hameln-Pyrmont.

Sie machen sich bereit zum Abflug: Zum Höhepunkt des Vogelzugs von Schwalbe, Star und Wildgans über Deutschland ruft der NABU im Rahmen des European Birdwatch zur gemeinsamen Vogelbeobachtung auf. Zwischen Flensburg und den Alpen stehen am 1. und 2. Oktober rund 120 fachkundig geleitete Exkursionen im Programm des NABU und des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV). Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont treffen sich Interessierte am Wochenende, um das faszinierende Schauspiel des Vogelzugs zu beobachten: Am Sonntag, 2. Oktober, um 10 Uhr in Großenwieden am Fähranleger und ebenfalls am Sonntag an den Fischbecker Kiesteichen (östlich des Fahrradrastplatzes, südlich der Bahnlinie) um 16 Uhr.

DWZ - Hameln - 27. September 

Die Welt der Moschusochsen / Attraktion in Norwegens Nationalpark / NABU-Referent lädt ein

Hameln (red).

Der norwegische Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark wurde am 1. Juni 2002 gegründet. Er ersetzte den Dovrefjell-Nationalpark, der 1974 gegründet worden war. Der Nationalpark ist 1.693 Quadratkilometer groß. Er wird durch die E 6 in einen größeren West- und einen kleineren Ostteil geteilt. Die Attraktion des Nationalparks sind die Moschusochsen die vor 70 Jahren aus Grönland eingeführt worden sind und sich innerhalb des Parks frei bewegen. Der Bestand dieser Tiere in Norwegen beträgt auf dem Festland zur Zeit etwa 80 Individuen. Moschusochsen sind dem Menschen relativ selten gefährlich. In Norwegen wurden erst zwei Menschen von angreifenden Moschusochsen getötet. Da sich bedroht fühlende Moschusochsen nicht immer flüchten, sondern ihre Verteidigungsstellung einnehmen und von dieser aus unversehens angreifen können, wird den Besuchern des Dovrefjells nahegelegt, einen Abstand von mindestens 200 m zu den Tieren einzuhalten.

Die Vorläufer der heutigen Moschusochsen begannen sich vor etwa einer Million Jahren in der Tundra des nördlichen Zentralasiens zu entwickeln. Heute leben Moschusochsen in größerer Zahl in Grönland, Kanada, Sibirien und Alaska sowie als kleinere Herden in Norwegen und Schweden. Allerdings ist nur ihr Vorkommen im Norden Kanadas und im Nordosten von Grönland natürlichen Ursprungs. Wiederansiedlungen in anderen Regionen Grönlands, in Sibirien und in Norwegen verliefen ebenfalls erfolgreich. Im norwegischen Dovrefjell-Nationalpark bedurfte es allerdings 20 Jahre dauernder Versuche.

Einen Dia-Vortrag über diese Tiere in der grandiosen Bergwelt Norwegens hält Ulrich Schaper-Krieglsteiner vom NABU Hessisch Oldendorf/Hameln am Freitag, 30. September, um 19 Uhr in Hameln bei der Paritätische Lebenshilfe in Afferde.

DWZ - Salzhemmendorf - 23. September

Alles dreht sich um süße Gartenfrüchte / Herbstmarkt mit Programm zum Thema Obst

Ockensen (sto).

Pünktlich zum Herbstbeginn lädt die Mosterei Ockensen auch in diesem Jahr wieder zu dem beinah schon traditionellen Herbstmarkt ein. Er findet statt am Samstag, 24. September, von 14 bis 24 Uhr und Sonntag, 25. September, von 11 bis 18 Uhr. Die weit über die Gemeindegrenzen hinaus beliebte Veranstaltung wird diesmal mit einem Mostfest zum zehnjährigen Bestehen der Mosterei verbunden.

Das Programm ist bunter denn je. Unter dem Motto „Die Mosterei im Live-Betrieb“ finden an beiden Tagen ein Schaupressen und eine Präsentation „Unsere Mosterei im Wandel der zehn Jahre“ statt. Stände mit Kunsthandwerk und Produkten aus dem eigenen Garten laden zum Schauen und Kaufen ein. Die kleinen Besucher können sich ihre Zeit vertreiben beim naturkundlichen Bauen mit dem NABU, auf einer Stroh-Hüpfburg, beim Kürbisschnitzen oder beim Kinderschminken. Für eine Besichtigungstour zum Wasserbaum werden Planwagenfahrten angeboten.

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HAMELNER MARKT - Hameln-Pyrmont - 21. September

NABU geht "in die Pilze"

Hameln-Pyrmont (red).

"Der feuchte Spätsommer hat in den Wäldern und auf den Wiesen Pilze sprießen lassen. Und schon sind wieder zahlreiche Menschen unterwegs, um nach Steinpilzen oder Champignons Ausschau zu halten. Doch oft die Ausbeute mager. Viele einheimische Pilzarten sind selten geworden. Was für den Liebhaber wohlschmeckender Pilzgerichte bedauerlich ist, muss als ernstes Alarmzeichen für den Zustand der Natur gewertet werden", sagt der NABU-Pilzexperte Michael Exner aus Bad Münder. Pilze haben eine wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur. Sie sind Abfallverwerter, zersetzen abgestorbenes Material und sorgen dafür, dass gebundene Nährstoffe wieder freigesetzt werden.

Obwohl die Pilze häufig wenig beachtet werden und ihre Gefährdung unspektakulärer sei als die des sibirischen Tigers oder des heimischen Weißstorches, ist ihr Verschwinden, ökologisch gesehen weitaus erschreckender. Ursachen für die bedenkliche Entwicklung sieht der NABU Hessisch Oldendorf/Hameln im Eintrag von Luftschadstoffen, der intensiven Düngung der Böden und der teilweise naturfernen Waldbewirtschaftung.

Um Aufklärung bemüht sich der NABU mit zwei Veranstaltungen, die zum Thema beitragen. Am Freitag, 23. September, findet in Hameln um 19 Uhr ein Familienseminar - Kinder sind willkommen - im FiZ (Eugen-Reintjes-Haus, Osterstra0e 46) ein Seminar zum Thema Pilze statt und am darauf folgenden Tag geht es bei einer Exkursion sozusagen "in die Pilze". In einem Waldstück bei Hameln erklärt der NABU-Pilzexperte Exner die einzelnen dort vorkommenden Arten und gibt Tipps zum Sammeln. Jeder Teilnehmer solle nach Möglichkeit ein Pilzbuch und ein Heft mit Stift mitbringen und wer hat, auch eine Kamera. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind angebracht. Für die zweitägige Veranstaltung werden fünf Euro erhoben.

Interessenten melden sich unter: (05152) 15 81 oder auf der Internetseite des NABU Hameln-Pyrmont www.NABU-hamelnpyrmont.de an.

DWZ - Hameln - 17. September 

Mit dem NABU "in die Pilze" / Erstmals Seminar in Hameln / Exkursion in den Wald folgt

Hameln (red).

Der feuchte Spätsommer hat in den Wäldern und auf den Wiesen Pilze sprießen lassen. Und schon sind wieder zahlreiche Hamelner unterwegs, um nach Steinpilzen oder Champignons Ausschau zu halten. Doch oft die Ausbeute mager. "Viele einheimische Pilzarten sind selten geworden. Was für den Liebhaber wohlschmeckender Pilzgerichte bedauerlich ist, muss als ernstes Alarmzeichen für den Zustand der Natur gewertet werden", sagt der NABU-Pilzexperte Michael Exner aus Bad Münder.

Exner: "Pilze haben eine wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur. Sie sind Abfallverwerter, zersetzen abgestorbenes Material und sorgen dafür, dass gebundene Nährstoffe wieder freigesetzt werden. Durch ihre Tätigkeit können aus toten Bäumen wieder neue wachsen. Ihr langsames Sterben ist ein deutliches Zeichen dafür, dass in den elementaren Ketten des Lebens bereits bedenkliche Löcher klaffen." Obwohl die Pilze häufig wenig beachtet werden und ihre Gefährdung unspektakulärer sei als die des sibirischen Tigers oder des heimischen Weißstorches, sei ihr Verschwinden ökologisch gesehen weitaus erschreckender. "Schließlich bilden Pilze die Grundlage für das Leben auf diesem Planeten", erklärt der Experte.

Ursachen für die bedenkliche Entwicklung sehen der NABU Hessisch Oldendorf/Hameln und Exner im Eintrag von Luftschadstoffen, der intensiven Düngung der Böden und der teilweise naturfernen Waldbewirtschaftung. Pilzsammler dagegen sieht Exner, sofern sie sich richtig verhalten, als unschädlich an. Wenn jemand ausschließlich Pilze ernte, die er selbst verzehren möchte, dann sei das kein schädlicher Eingriff in die Natur. Pilzsammler müssten aber wissen, welcher Pilz vorsichtig herausgedreht werden und vor allem, welcher Pilz ohne Selbstgefährdung abgeschnitten werden könne. Exner weiter: "Wer sich rücksichtsvoll und vorsichtig im Wald und auf dem Feld bewegt und wer ungenießbare oder giftige Pilze nicht sinnlos zerstört, der kann weiterhin mit gutem Gewissen seine Speisekarten um die eine oder andere Pilz-Kostbarkeit bereichern." Allerdings erwartet Exner von den Freunden des wohlschmeckenden Pilzgerichtes, dass sie sich für den Erhalt der Pilzvielfalt engagieren und gemeinsam mit den Natur- und Umweltschützern für saubere Luft, Reduzierung der Düngung und den naturnahen Waldbau eintreten.

Um Aufklärung bemüht sich der NABU Hessisch Oldendorf/Hameln mit zwei Veranstaltungen, die zum Thema beitragen. Am Freitag, 23. September, findet in Hameln um 19 Uhr im FiZ ("Familie im Zentrum", Osterstra0e 46) ein Seminar zum Thema Pilze statt, und am Samstag geht es bei einer Exkursion sozusagen "in die Pilze". In einem Waldstück bei Hameln erklärt der NABU-Pilzexperte die einzelnen dort vorkommenden Arten und gibt Tipps zum Sammeln. Exner weist darauf hin, dass diese Veranstaltung nicht dazu gedacht ist, die Pilzkörbe zu füllen, sondern vielmehr, um die Biologie der Pilze kennenzulernen. Kein Pilz stehe nämlich zufällig da, wo er gerade steht, sondern hauptsächlich eingebunden in Symbiosen mit Pflanzen. Habe man dieses Wissen einmal erworben, gehe man naturbewusster durch den Wald.

Jeder Teilnehmer solle nach Möglichkeit ein Pilzbuch und ein Heft mit Stift mitbringen und wer hat, auch eine Kamera. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind angebracht. Für die zweitägige Veranstaltung wird ein Kostenbeitrag von fünf Euro erhoben, der für NABU-Mitglieder entfällt (bitte Ausweis mitbringen). Weil nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist, wird um Anmeldung gebeten - entweder telefonisch unter 05152/1581 oder über das Internet unter www.NABU-hamelnpyrmont.de

NDZ - Bad Münder - 06. September

Vorbei an Schafen und schwarzen Galloway-Rindern

Bad Münder (gho).

Trotz des nicht besonders einladenden Wetters hatte sich jetzt eine stattliche Anzahl Mitglieder der NABU-Gruppe Sünteltal beim alten Hamelspringer Bahnhof eingefunden, um per pedes die wertvollen dem Naturschutzbund obliegenden Gebiete zwischen Böbber, Eilenberg, Hameltal und Süntelrand zu erwandern. Gut war der dran, der sich vorsorglich mit Gummistiefeln ausgerüstet hatte, denn es ging durch dick und dünn.

Vorsitzender Matthias Großmann gab den Anführer der Gruppe, während Heinz Osterkamp anhand von Kartenmaterial viel erklären konnte. Erstes Ziel war die Böbberbachniederung, in der der NABU seit vielen Jahren eine Reihe von Flächen gepachtet und im Sinne des Naturschutzes gepflegt und entwickelt habe. Hatten die Naturschützer schon in den 80er-Jahren neben der ehemaligen Kläranlage in Böbber zwei Grundstücke gekauft, Kopfweiden gepflanzt und Teiche angelegt, seien im Laufe der Jahre viele weitere Flächen hinzugekommen, sodass der NABU heute fast 20 Hektar in diesem Bereich bis zur Rahlmühle betreue, weiß Osterkamp.

Die Wanderer stießen auf weidende Schafe und Galloway-Rinder, die dafür sorgen, dass die Wiesenlandschaft nicht verbuscht. Insbesondere die freundlichen schwarzen Galloways hatten es vielen Exkursionsteilnehmern angetan, zumal sie einem NABU-Mitglied aus der benachbarten Gruppe Rodenberg gehören. Dies ganze Gebiet sei deswegen so wertvoll, erklärte Matthias Großmann, weil es hier sowohl feuchte bis nasse Wiesen als auch magere Trockenrasen am Eilenberg mit einer ganz besonderen Flora und Fauna gebe – wie sonst nur an ganz wenigen Standorten im Deister-Süntel-Tal. Der NABU habe sich zum Ziel gesetzt, diese Artenvielfalt zu erhalten und zusätzlichen Raum für seltene Pflanzen- und Tierarten zu schaffen, die andernorts auf den immer intensiver genutzten landwirtschaftlichen Flächen keinen Lebensraum mehr fänden.

Eine vor 20 Jahren angelegte Streuobstwiese am Eilenberg sei ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Arbeit des Vereins. Die Wanderer erreichten nach weiteren Stationen wie dem Hamelprojekt den Süntelrand und stärkten sich bei Leckerem vom Grill. Kurzfrist absagen musste der NABU-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann – sehr zum Bedauern der heimischen Vertreter, die ihm gerne einen Eindruck von der Arbeit der münderschen Naturschützer verschafft hätten.

DWZ - Hessisch Oldendorf - 06. September

Wenn Störche einfach nicht klappen wollen / Tiere sind bei der Partnerwahl eigen

Hessisch Oldendorf (red).

Der Herbstzug der Störche hat begonnen - nach und nach verlassen die Störche ihre Brutgebiete. Auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei in Hessisch Oldendorf, auf dem bislang jedes Jahr Störche nisteten, ist das Storchennest jedoch bereits Anfang Juni verwaist. "Der bis dahin dort weilende Einzelstorch hat schon lange der Stadt den Rücken gekehrt", sagt Dietmar Meier vom Naturschutzbund NABU Hessisch Oldendorf/ Hameln.

Bis Mitte Mai hätten die NABU-Mitglieder oftmals Störche im Wesertal beobachten können, die zwar versucht haben, auf dem Nest in Hessisch Oldendorf zu landen. Der Einzelstorch habe sich jedoch nicht sehr gesellig gezeigt und alle Störche erfolgreich abgewehrt, berichtet Meier.

Der eigenbrötlerische Storch sei ein sogenannter "Hagestolz", so Meier weiter, der alle Störche "wegkämpft". Der Storchenexperte vom NABU erklärt, dass solche Störche keinen Partner dulden, um zur Brut zu schreiten. Allerdings kehrten auch diese Störche einige Jahre lang immer wieder zu ihrer "Sommerresidenz" zurück, bis sie das Interesse an dem Nest verlieren und woanders ihr Storchenglück versuchen. "Das Verhalten ist nicht ganz ungewöhnlich", sagt Meier. Störche seien bei der Partnerwahl meist sehr anspruchsvoll. "Nicht jeder Storch ist mit jeder Störchin einverstanden und umgekehrt", weiß Meier, der berichtet, dass auch im Tierpark Bad Pyrmont zwei Weißstörche gebrütet hätten.

Allerdings sei dieser Versuch erfolglos geblieben. "Einer der Brutstörche zog sich eine schwere Beinverletzung zu, konnte bislang aber nicht eingefangen werden", so Meier. Der verletzte Storch sei noch nicht so vital, dass er sofort davonfliege, wenn man ihm helfen wolle. "Sollte er sich auf den Zug begeben, sind seine Überlebenschancen äußerst gering", befürchtet der Hessisch Oldendorfer. "Die Natur kann sehr schön, gleichzeitig aber auch sehr grausam sein, nur die starken und gesunden Tiere überleben."

"Und manchmal hängt das Leben der Störche auch gerade nicht von natürlichen Bedingungen ab. Dietmar Meier berichtet von einem unbekannten Storch, der in der Feldmark bei Groß Berkel einen Stromschlag erlitten hatte. "Vermutlich ist der Storch in eine Freileitung geflogen."

Ein Spaziergänger habe das verletzte und flugunfähige Tier gefunden und Hans Arend sowie Hans-Jürgen Wissel von der NABU-Ortsgruppe verständigt. Der "Bruchpilot" konnte der Wildtierstation in Sachsenhagen übergeben werden. Dort erholt er sich laut Meier derzeit von seinen Verletzungen.

Auch wenn es bei Störchen vereinzelt zu erfolglosen Brutversuchen komme, so seien die Bruterfolge bei den Störchen in der Region insgesamt jedoch "ganz ordentlich", meint Meier. Nach Recherchen des NABU liegt die statistische Zahl mit durchschnittlich 2,3 Jungen pro Brutpaar dieses Jahr deutlich über dem Durchschnitt mit 1,8 Nachkommen. Auffallend sind laut Meier viele vagabundierende junge Störche, die derzeit ihr Unwesen treiben. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife werden sie nächstes Jahr wohl im hiesigen Raum zur Brut schreiten. "Neuansiedlungen im Weserbergland sind daher in der kommenden Brutsaison nicht auszuschließen", hofft Meier.

DWZ - Emmerthal - 26. August

Fisch des Jahres kontra Vogel des Jahres / Zum Schutz der Äsche: Kormoran im Naturschutzgebiet Emmer steht weiter auf der Abschussliste

Emmerthal (cb).

Der Konflikt schwelt seit Jahren, da sowohl der Kormoran als auch die Fischart Äsche als schützenswert gelten. Vor diesem Hintergrund stand auch die Entscheidung des Landkreises Hameln-Pyrmont als Untere Naturschutzbehörde: Seit Mitte des Monats darf der Kormoran im Naturschutzgebiet Emmer wieder geschossen werden - allerdings unter besonderen Auflagen. Damit gab die Verwaltung dem Antrag der Fischereigenossenschaft der Emmer statt, nachdem die Behörde zunächst eine Kormoranproblematik angezweifelt hatte. Nun erteilte der Landkreis "die naturschutzrechtliche Befreiung zum Einzelabschuss von Kormoranen", wie es offiziell heißt. Der zuständige Fachdienstleiter Rainer Halbauer erhofft sich damit den Spagat zwischen den natur- und artenschutzrechtlichen Interessen. Dabei habe aber das Vergrämen des Vogels beispielsweise durch Störung mit Lärmattrappen Vorrang. Lippold von Klencke aus Hämelschenburg, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft: "Wir begrüßen sehr, dass damit die Vergrämung und Bejagung von Kormoranen fortgesetzt werden kann, da sie den artenreichen, natürlichen und wertvollen Fischbestand der Emmer bereits in einem bedrohlichen Ausmaß dezimiert haben und intensiv bekämpft werden müssen."

Wie berichtet, hatte Klencke besonders wegen des gefährdeten Äschen-Bestandes ("Ein wertvoller Fisch, der für den Kormoran eine leichte Beute ist.") den Antrag gestellt. Ob Fischräuber oder schützenswerter Vogel - da scheiden sich die Geister. Während der Naturschutzbund (NABU) den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 ("natürlicher Bestandteil unsere Gewässerökosysteme") erklärt hatte, konterten darauf andere Interessenvertreter wie der Verband Deutscher Sportfischer. Sie kürten die Äsche zum Fisch des Jahres 2011. "Der derzeit maßgebliche Grund für den Bestandsrückgang in zahlreichen Äschenpopulationen sind die europaweit immer noch weiter ansteigenden Kormoranbestände", kritisieren sie.

Halbauer erhofft sich mit der Entscheidung des Landkreises "eine Beruhigung auf beiden Seite". Zuvor seien dazu auch die anerkannten Naturschutzverbände, die Staatliche Vogelschutzwarte sowie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angehört worden. Selbst Oliver Gockel vom Emmerthaler NABU steht zu dem Beschluss, sieht darin einen Kompromiss, bis eventuell die Umflut für den Stausee in Schieder fertiggestellt sein sollte. Alle beteiligten Stellen, so Halbauer, hätten aber gefordert, die bisherige Melde- und Untersuchungsverfahren fortzusetzen. Dieses Verfahren hätte auch der früher erteilten - aber zwischenzeitlich ausgelaufenen - Einzelabschussgenehmigung zugrunde gelegen. Insofern gelten auch nach wie vor die Gebote, beispielsweise vordringlich Maßnahmen zur Vergrämung des Kormorans durchzuführen, Bestandszählungen vorzunehmen und Abschüsse dem Landkreis zu melden; hinzu komme, stichprobenartig die Mageninhalte erlegter Kormorane zu untersuchen, ob sie Äschen erbeutet hätten. Bei diesen Forderungen seien sicher Verbesserungen notwendig. Mit Blick auf die Vergangenheit erläutert Halbauer, dass dem Landkreis bislang jährlich 14 bis 16 abgeschossene Kormorane gemeldet worden seien. "Damit sehen wir keinen übergebührlichen Eingriff in die Population", meint der Fachdienstleiter. "Die Verhältnismäßigkeit bleibt damit gewahrt."

DWZ - Hameln-Pyrmont - 25. August

"Batnight" - Exkursionen zu den Fledermäusen / Ende August lädt der NABU in vielen Orten zu nächtlichen Ausflügen, Vorträgen und Festen ein

Hameln-Pyrmont.

Nur weil sie den Teufel im Leibe haben, können Fledermäuse in tiefdunkler Nacht mit rasender Geschwindigkeit durch die Lüfte kreisen, ohne anzustoßen. Diese Erklärung reichte dem Naturforscher Bischof von Padua, Lazzaro Spallanzani, Ende des 18. Jahrhunderts nicht mehr und er begann, mit Fledermäusen zu experimentieren. Aus heutiger Sicht mit rüden Methoden: Er stach den Versuchstieren die Augen aus, um nachzuweisen, dass die blinden Fledermäuse ebenso geschickt Hindernisse umfliegen und bei der Jagd erfolgreich waren wie unversehrte Tiere. Fledermäusen, denen er die Ohren verschloss, verloren allerdings ihre erstaunlichen Fähigkeiten. Kurz vor seinem Tode notierte er den Satz: "Kann man mit den Ohren sehen?" Erst 200 Jahre später gelang die endgültige Aufklärung des Phänomens: Harvard-Student Donald Griffin entdeckte 1930 zusammen mit dem Physiker G.W. Priece die Ultraschallrufe der Fledermäuse.

Bahnbrechend für die Fledermaus-Forschung waren die ersten mobilen Ultraschall-Ortungsgeräte, die Anfang der 1990er Jahre auf den Markt kamen. Mit dem "Bat-Detektor" gingen Fledermauskundler in der Natur auf die Pirsch, konnten nun die lautlosen nächtlichen Insektenjägern "hautnah" erleben.

Alle einheimischen Fledermäuse jagen und orientieren sich mithilfe der sogenannten Ultraschall-Echo-Ortung. Die Laute werden in einem Bereich von etwa 20 bis zu 100 Kilohertz (KHz) erzeugt. Jede Fledermausart hat dabei ihre besondere Rufcharakteristik und nutzt bestimmte Frequenzbereiche. Sie sind allesamt für den Menschen nicht wahrnehmbar, denn die menschliche Hörfähigkeit endet bei etwa 16 bis 18 KHz. Der "Bat-Detektor" überbrückt genau diesen menschlichen Schwachpunkt, indem er die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse in hörbare Laute abwandelt. Das Ergebnis ist je nach Fledermausart und Situation ein Stakkato von "singenden", "knackenden" oder "klickenden" Geräuschen. Der Ultraschallruf einer Fledermaus dauert nur wenige Millisekunden. Im normalen Suchflug erfolgt er Ortungsruf vielleicht 10-mal pro Sekunde. Wird Beute "erhört", steigert sich die Ruffrequenz auf 100 und mehr Einzelrufe pro Sekunde, bis der Fang erfolgt. Das Erkennen von Fledermausarten anhand ihrer Rufe muss allerdings erlernt werden.

Im Rahmen der 15. Europäischen Fledermaus-Nacht Ende August bieten NABU-Fledermauskundler nächtliche Exkursionen mit dem "Bat-Detektor" an. Unter fachkundiger Leitung können an vielen Orten Abendsegler, Wasser- und Zwergfledermäuse oder andere Arten entdeckt werden. Es gibt Fledermausfeste, Vorträge und Exkursionen.

  • In Bad Pyrmont findet die "Batnight" bereits am Freitag, 26. August, ab 21 Uhr statt: Nach einer thematischen Einführung erleben die Naturfreunde dort die Fledermäuse am Gondelteich. Treffpunkt: in der Mitte des Parkplatzes vor dem Gondelteich. Eine gute Taschenlampe sollte jeder mitbringen. Kinder sind willkommen.
  • In Hessisch Oldendorf findet am Samstag, 27. August, ab 19 Uhr eine Fledermausnacht mit Dia-Vortrag, Film, Kinderaktionen und anschließender Exkursion mit dem "Bat-Detektor" statt. Treffpunkt: Wilhelm-Busch-Realschule.

DWZ - Hameln-Pyrmont - 22. August

Startklar für den Flug in wärmere Gefilde / Zugvögel machen sich teilweise eher auf / Stare sammeln sich / Mauersegler und Kuckuck bereits weg

Hameln-Pyrmont (pj).

Es war noch nicht Mitte August und die Zugvögel machten sich schon auf den Weg in wärmere Gefilde. Die Mauersegler sind bereits weg. Schwalben werden folgen, zunächst die Rauchschwalben, danach die Mehlschwalben. "Wann die Zugvögel starten, ist wetterabhängig", sagt Hans Arend von der NABU-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf/Hameln.

Und noch etwas spiele eine große Rolle, das Nahrungsangebot. Ist es gut, dann zieht es die Vögel nicht so schnell weg. "Der Mauersegler gehört zu den Zugvögeln, die am wenigsten lang in unseren Breiten verbleiben. In wenigen Tagen wird auch der Kuckuck weggezogen sein", sagen die Vogelkundler der Umweltstiftung Nature-Life-International. Der spätsommerliche Vogelzug ist nach Angaben der Nachhaltigkeitsstiftung Nature-Life ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Natur langsam auf den Herbst und den Winter einstellt.

Imposant sind in diesen Tagen die großen Schwärme von Staren anzusehen. Sie proben ihre Flugkünste, wenn man sie beobachtet, glaubt man, dass sie bei ihren kreuz-und-quer-Fliegen, gleich zusammenstoßen. Doch weit gefehlt. Sicher steuern sie aneinander vorbei.

Hohe Bäume oder Stromleitungen werden von den Staren als Sammelplätze bevorzugt. Von dort starten sie in Trupps oder großen Schwärmen. Kleinere Trupps fliegen den Schlafplatz oft niedrig an. Sind die Schwärme groß, mit mehreren Hundert oder Tausend Vögeln, dann  sieht es so aus, als ob eine Wolke sich bewegt. Die Vögel fliegen meist schlauchförmig nach unten.

Im August machen sich auch die alten Störche auf ins Winterquartier. Die jungen schwarz-weißen Vögel aus der Familie der Störche starten später. Ihnen folgen Haus- und Gartenrotschwanz. Erst Ende September hören wir im Weserbergland die Kraniche schreien, wenn sie übers Land ziehen. Hans Arend weiß, dass sich die Kraniche auf dem Darß im Norden von Mecklenburg-Vorpommern sammeln, und von dort aus zum Flug in v-förmiger Keilformation in den warmen Süden abheben.

Die Ortsgruppe Hessisch Oldendorf/Hameln des Naturschutzbundes wird im Rahmen des European Birdwatch zu Zugvogelbeobachtungen einladen. Am 2. Oktober wird Hans Arend in Großenwieden, Treffpunkt 10 Uhr am Parkplatz Fähranleger und am gleichen Tag ab 16 Uhr in Fischbeck zu den Beobachtungspunkten führen.

Nature-Life-International hat angesichts des beginnenden Vogelzugs auf die Gefahren des Klimawandels für die Tierwelt hingewiesen. Schon jetzt seien Veränderungen im Zugverhalten mancher Vogelarten festzustellen. So würden manche Arten durch die milderen Winter weniger weit oder gar nicht mehr ziehen. Bei Kälteeinbrüchen seien deshalb ganze Populationen in Gefahr. Gleichzeitig würde die Ausdehnung des Trockengürtels durch den Klimawandel den Vogelzug erheblich erschweren. Wie sich der Klimawandel langfristig auf den Vogelzug auswirken wird, vermag nach Mittteilung von Nature-Life-International niemand mit Sicherheit zu sagen. Ein großes Problem, das gleichermaßen den Klimawandel als auch die Lebensbedingungen für Zugvögel verschärfe, sei die noch immer massive Zerstörung von Rast- und Überwinterungsplätzen entlang der großen Zugvogelrouten. "Noch immer werden irrsinnigerweise Sümpfe trockengelegt und es findet Landwirtschaft auf ehemaligen Mooren statt", erklärt Nature-Life-Präsident Claus-Peter Hutter. Dadurch würden Unmengen von klimaschädlichen Emissionen freigesetzt und wertvolle Lebensräume zerstört. Gemeinsam mit der Lufthansa engagiert sich Nature-Life unter anderem in Südafrika für die Erhaltung von Vogelzug-Rast- und Überwinterungsplätzen. Konsequenter Schutz von intakten Seen, Mooren und anderen Feuchtgebieten sowie deren Renaturierung. Damit wird versucht, einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewahrung der biologischen Vielfalt zu leisten.

HAMELNER MARKT - Hameln-Pyrmont - 03. August

Am 27. August werden Fledermäuse beobachtet / Dia-Vortrag, Film, Kinderaktionen und Exkursion

Hameln-Pyrmont (red).

Wer Fledermäuse in einer lauen Nacht entdecken will, muss schon genau hinsehen, um die schwarzen Silhouetten der wendigen Flugkünstler gegen den dämmernden Nachthimmel zu erkennen. "Einfacher geht es auf geführten Fledermauswanderungen, bei denen mit Hilfe von Ultraschalldetektoren den Fledermäusen bei der Insektenjagd zugehört werden kann", sagte NABU-Fledermausexperte Axel Roschen.

Höhepunkt des diesjährigen Fledermaussommers ist die 15. Europäische Fledermausnacht vom 27. auf den 28. August , bei der in über 30 Ländern Europas Veranstaltungen zu Fledermäusen angeboten werden. Veranstaltet wird die Europäische Fledermausnacht vom Europäischen Büro für Fledermausschutz EUROBATS (Bonn) und wird in der Bundesrepublik vom NABU organisiert. Die deutsche Hauptveranstaltung findet am 27. August ab 13 Uhr in der "Hauptstadt der Fledermäuse" Bad Segeberg am Kalkberg statt. Neben Informationsständen gibt es Spiel-, Bastel- und Malaktionen, mehrere Fledermausexkursionen und natürlich jede Menge Wissenswertes rund um die geheimnisvollen Nachtschwärmer.

Doch auch vor Ort ist ein Termin geplant: Am 27. August ab 19 Uhr werden in Hessisch Oldendorf ein Dia-Vortrag und Film sowie Kinderaktionen angeboten. Anschließend startet eine Exkursion mit dem Bat-Detektor im Rahmen einer Ferienpass-Aktion. "In Deutschland wird es in dieser Nacht sehr viele Möglichkeiten zur Fledermausbeobachtung geben", so Axel Roschen. Zahlreiche NABU-Gruppen und Fledermausexperten gewähren Einblicke in das Leben ihrer Schützlinge, um an diesem Wochenende wieder Zehntausende von Besuchern über die geheimnisvollen Nachtjäger zu informieren. Auf den Veranstaltungen können unter fachkundiger Begleitung an vielen Orten Abendsegler, Wasser- und Zwergfledermaus oder andere Fledermausarten entdeckt werden. Es gibt Fledermausfeste, Vorträge und Exkursionen.

Die Europäische Fledermausnacht ist eine Erfolgsgeschichte für die lautlosen Nachtjäger. Während es im Anfangsjahr bundesweit 60 Veranstaltungen gab, stieg diese Zahl kontinuierlich an. Von 122 im Jahr 2000 auf 164 im Jahr 2001 und auf knapp 250 im vergangenen Jahr. Für dieses Jahr sind bereits über 140 Veranstaltungen angemeldet. Ein Blick auf die Internetseite zur Aktion www.batnight.de lohnt sich auf jeden Fall, um festzustellen, ob auch in Ihrer Region eine Aktion zur Europäischen Fledermausnacht stattfindet. Ebenfalls unter www.batnight.de zu finden sind Porträts sämtlicher heimischer Fledermausarten, Tipps zum Fledermausschutz in Haus und Garten, Online-Spiele sowie ein Preisrätsel.

DWZ - Hameln - 03. August

Spannendes Über Fledermäuse

Hameln.

Rainer Marcek von der Arbeitsgruppe Fledermausschutz des Naturschutzbundes Hameln-Hessisch Oldendorf (NABU) Anmerkung des Webmasters: Hessisch Oldendorf/Hameln bringt Interessierten am Freitag, 5. August, das Treiben der Fledermäuse auf dem Werder näher. Dank einer strukturierten Landschaft mit Gewässern, Wäldern und Feldgehölzen finden Fledermäuse hierzulande noch relativ gute Lebensbedingungen. Rund 1000 Fledermausarten gibt es weltweit, die meisten leben in den Tropen, in Deutschland sind 23 Arten heimisch, 17 allein im Weserbergland. Wer mehr über die Tiere erfahren möchte, kommt am Freitag, um 21.15 Uhr ans Ende der blauen Fußgängerbrücke zum Werder.

DWZ - Hameln - 13. Juli

Lautlose Jäger in heimischen Wäldern / Fledermäuse finden bei uns noch gute Lebensbedingungen / NABU pflegt 300 Ansiedlungskästen

VON KARIN ROHR

Hameln.

Sie fliegen. Blitzschnell, zielsicher, elegant. Wie Vögel. Statt eines Federkleides tragen sie dichte Behaarung, zwischen Körper, Armen und Beinen spannt sich eine Flughaut, und als Säugetiere legen sie keine Eier, sondern bringen lebende Junge zur Welt: Fledermäuse. Seit 40 Millionen Jahren bevölkern sie die Erde. Damit sind sie - erdgeschichtlich gesehen - nur einen Wimpernschlag entfernt von den Dinos entfernt. Im Gegensatz zu diesen haben sie aber überlebt. Auch wenn ihnen die Menschen das Leben heute nicht leicht machen. Nahrungsnot durch den vermehrten Einsatz von Pestiziden und das Schrumpfen geeigneter Lebensräume nennt Rainer Marcek als Hauptbedrohung für die Fledermäuse. Der Gruppenleiter der AG Fledermäuse im NABU Hessisch Oldendorf/Hameln und seine Mitstreiter setzen sich seit über 25 Jahren für die kleinen Flugsäugetiere ein - mit Ansiedlungskästen, Bestandserfassungen, Pflege und Auswilderung von Tieren, Öffentlichkeitsarbeit, Filmen, Gutachten. Und mit Exkursionen in Fledermausreviere.

Wie jetzt wieder. Im Klütwald. Ein kleiner Trupp Naturfreunde darf dabei sein, als Marcek und drei weitere AG-Mitglieder 18 Fledermauskästen kontrollieren, die dort fernab belebter Wanderwege und geschützt vor neugierigen Blicken hoch oben in den Bäumen angebracht sind. Spannend wie jedes Mal, sagt Marcek, wenn er die Leiter an den Baum legt und nachschaut, wie es in so einem Kasten aussieht: "Man macht ihn auf, guckt rein und wundert sich oft, was drin ist." Denn auch andere Tiere nehmen die Kästen gern an: Wespen, Hornissen und Vögel nisten sich ein, ja, sogar Siebenschläfer schlagen hier bisweilen ihr "Lager" auf. "In einigen der kontrollierten Kästen haben wir auch große Mengen Fledermauskot gefunden", erklärt Marcek, der gehofft hat, dort noch die Wochenstube eines Braunen Langohrs vorzufinden: "Aber leider waren die Tiere schon weg", bedauert er. Immerhin: Am Ende des Kontrollgangs werden die Naturschützer doch noch fündig: "Als ich den Kasten öffnete, plumpste eine Fledermaus auf meinen Arm und flog davon", erzählt der NABU-Experte.

Fledermäuse faszinieren die Menschen seit ewigen Zeiten: Mythen, Legenden, unzählige Geschichten ranken sich um die lautlosen Jäger in der Dunkelheit, die per Ultraschall auf Beutefang gehen. Im Mittelalter wurden sie noch als Vampire verteufelt, haben dieses Image aber dank intensiver Aufklärungsarbeit längst abgelegt: "Die Einstellung zu Fledermäusen hat sich positiv verändert", weiß Marcek, gelten doch die seit 1936 unter Naturschutz stehende Flugsäugetiere doch als Indikator für eine intakte Umwelt. Kleinere heimische Fledermäuse ernähren sich ausschließlich von Insekten, größere fressen auch schon mal einen Lauf- oder Maikäfer.

Weltweit gibt es fast 1000 verschiedene Fledermausarten: Die meisten leben in den Tropen, In Europa gibt es 37 verschiedene Typen, 23 sind in Deutschland heimisch: "17 gibt es aktuell bei uns", sagt Marcek und freut sich: "Im letzten Jahr ist eine neue Art dazugekommen - die Mückenfledermaus." Insgesamt sei der Bestand im Weserbergland relativ gut: "Das hat mit unserer strukturierten Landschaft zu tun," ist der Fledermausexperte sicher: "Gewässer, Wälder, Hecken, Feldgehölze - das ist hier alles vorhanden." Fledermäuse seien auf "vernetzte Landschaften" angewiesen. Auch als Durchflugsgebiet für andere Fledermausarten sei die heimische Region attraktiv.

In der Stadt ist die Zwergfledermaus am häufigsten anzutreffen: "Weil sie abends schon früh ausfliegt, kann man sie gut beobachten", erzählt Marcek. Andere Fledermäuse gehen erst in völliger Dunkelheit auf Jagd. Während die Zwergfledermaus, das Große Mausohr, die Wasserfledermaus und der Gro0e Abendsegler bei uns recht häufig vorkommen und auch Große und Kleine Bartfledermäuse nicht mehr selten sind, machen sich andere Arten rar: Das Braune Langohr, die Bechsteinfledermaus und die Mopsfledermaus gehören dazu. "Und die Zweifarbfledermaus ist nur im Winter da", sagt Marcek.

Rund 300 Ansiedlungskästen werden von den Fledermausschützern des NABU betreut. Die Quartiere dienen den Tieren im Sommer als Unterschlupf und werden als Ersatz für fehlende Baumhöhlen angebracht; denn am Tag fallen die nachtaktiven Säuger in eine Art Lethargie, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. In der kalten Jahreszeit überwintern die Tiere in Felsspalten, Baumhöhlen, Dachböden, Ruinen, Tunneln und alten Bergwerken. Dort fallen sie in totenähnliche Winterstarre. Ihre Körpertemperatur sinkt dann so stark ab, dass sie auf keinen Fall gestört werden dürfen. Noch aber ist es noch nicht soweit. Noch machen die kleinen Flugsäugetiere nachts lautlos Jagd auf Insekten. Blitzschnell, zielsicher und elegant.

DWZ - Hameln - 05. Juli

Von Hausbesetzern und Wochenstuben

Hameln (HI)

Sie leben versteckt und sind erst in der Nacht aktiv: Fledermäuse, von denen es in Deutschland etwa 24 Arten gibt. Die Säugetiere, die mehr mit dem Menschen als mit Vögeln gemein haben, finden ideale Lebensbedingungen in den Wäldern rund um Hameln. Vor allem im Klüt sind sie zu finden, und genau dort hat der Naturschutzbund Hameln/Hesssisch Oldendorf (NABU) „Wohnungen“ für die Warmblüter angebracht. Und diese Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten werden regelmäßig kontrolliert.

Auch in diesem Sommer wieder machten sich Mitglieder und weitere Freiwillige auf den Weg in den Klüt, um die Behausungen der Fledermäuse in Augenschein zu nehmen. Dabei handelt es sich, ähnlich wie bei Vogelnistkästen, um sogenannte Ansiedlungskästen. Diese Quartiere dienen den Tieren im Sommer als Tagesunterschlupf und werden als Ersatz für fehlende Baumhöhlen angebracht. Denn gerade am Tag fallen die Säuger in eine Art Lethargie, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Deshalb sollten sie auch nicht gestört werden.

Ausgerüstet mit einer langen Leiter, machten sich die Naturfreunde auf, um die achtzehn Fledermauskästen rund um den Finkenborn zu kontrollieren. Die Teilnehmer lernten, dass längst nicht nur Fledermäuse die Kästen nutzen, sondern auch andere Tiere gern diese Quartiere bewohnen. Und in der Tat: Gleich der erste Fledermauskasten war von „Hausbesetzern“ mit Beschlag belegt worden – er beherbergte ein großes Wespennest.

Erwartungsvoll ging es dann von Kasten zu Kasten. Neben Hornissen- und Vogelnestern fanden die Fledermausfreunde in einigen Kästen große Mengen an Fledermauskot. Der Leiter der Fledermausgruppe im heimischen NABU, Rainer Marcek, weiß um die Hintergründe: „Hierbei handelt es sich um die Hinterlassenschaften einer sogenannten Wochenstube des Braunen Langohrs. Die Weibchen dieser Fledermausart bilden besonders im Frühsommer Gruppen, in denen sie ihre Jungen zur Welt bringen.“

Gegen Ende der ganzen Aktion wurde dann aber doch auch noch eine „richtige“ Fledermaus entdeckt: Marcek öffnete einen der vielen Kästen, eine Fledermaus flog aus dem Einflugschlitz, landete auf seinem Arm und machte sich anschließend davon.

Durch diese Spurensuche erhielten die Naturfreunde einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Fledermausschützer des NABU, werden doch insgesamt rund 300 Fledermauskästen von ihnen kontrolliert und betreut. Alle ermittelten Daten stellen sie übrigens am Ende der Aktion den zuständigen Forstämtern sowie der Stadt Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont zur Verfügung.

Ob Fledermauskot oder Reste von Wespennestern – die Naturschützer kontrollieren die Kästen nicht nur, sondern reinigen sie auch.

DWZ - Hameln - 05. Juli

Von Hausbesetzern und Wochenstuben

Hameln (HI)

Sie leben versteckt und sind erst in der Nacht aktiv: Fledermäuse, von denen es in Deutschland etwa 24 Arten gibt. Die Säugetiere, die mehr mit dem Menschen als mit Vögeln gemein haben, finden ideale Lebensbedingungen in den Wäldern rund um Hameln. Vor allem im Klüt sind sie zu finden, und genau dort hat der Naturschutzbund Hameln/Hesssisch Oldendorf (NABU) „Wohnungen“ für die Warmblüter angebracht. Und diese Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten werden regelmäßig kontrolliert.

Auch in diesem Sommer wieder machten sich Mitglieder und weitere Freiwillige auf den Weg in den Klüt, um die Behausungen der Fledermäuse in Augenschein zu nehmen. Dabei handelt es sich, ähnlich wie bei Vogelnistkästen, um sogenannte Ansiedlungskästen. Diese Quartiere dienen den Tieren im Sommer als Tagesunterschlupf und werden als Ersatz für fehlende Baumhöhlen angebracht. Denn gerade am Tag fallen die Säuger in eine Art Lethargie, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Deshalb sollten sie auch nicht gestört werden.

Ausgerüstet mit einer langen Leiter, machten sich die Naturfreunde auf, um die achtzehn Fledermauskästen rund um den Finkenborn zu kontrollieren. Die Teilnehmer lernten, dass längst nicht nur Fledermäuse die Kästen nutzen, sondern auch andere Tiere gern diese Quartiere bewohnen. Und in der Tat: Gleich der erste Fledermauskasten war von „Hausbesetzern“ mit Beschlag belegt worden – er beherbergte ein großes Wespennest.

Erwartungsvoll ging es dann von Kasten zu Kasten. Neben Hornissen- und Vogelnestern fanden die Fledermausfreunde in einigen Kästen große Mengen an Fledermauskot. Der Leiter der Fledermausgruppe im heimischen NABU, Rainer Marcek, weiß um die Hintergründe: „Hierbei handelt es sich um die Hinterlassenschaften einer sogenannten Wochenstube des Braunen Langohrs. Die Weibchen dieser Fledermausart bilden besonders im Frühsommer Gruppen, in denen sie ihre Jungen zur Welt bringen.“

Gegen Ende der ganzen Aktion wurde dann aber doch auch noch eine „richtige“ Fledermaus entdeckt: Marcek öffnete einen der vielen Kästen, eine Fledermaus flog aus dem Einflugschlitz, landete auf seinem Arm und machte sich anschließend davon.

Durch diese Spurensuche erhielten die Naturfreunde einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Fledermausschützer des NABU, werden doch insgesamt rund 300 Fledermauskästen von ihnen kontrolliert und betreut. Alle ermittelten Daten stellen sie übrigens am Ende der Aktion den zuständigen Forstämtern sowie der Stadt Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont zur Verfügung.

Ob Fledermauskot oder Reste von Wespennestern – die Naturschützer kontrollieren die Kästen nicht nur, sondern reinigen sie auch.

NDZ - Bad Münder - 22. Juni

Ersticken Sickerstoffe das Leben in der Hamel?

Bad Münder (st).

Gerade ist die groß angelegte Hamel-Renaturierung abgeschlossen, da macht der Wasserlauf der Sünteltal-Gruppe des Naturschutzbundes (NABU) und den Grünen schon wieder Sorgen. Feinste Sedimente drohen das Leben im Fluss zu ersticken. „Die Gefahr lauert vor allem am münderschen Oberlauf der Hamel“, sagt Grünen-Chef Helmut Burdorf. „Da werden die Teilchen von den angrenzenden Feldern abgespült.“

NABU-Vizechef Jens Becker erklärt das Phänomen: „Durch die hohe Zahl an Biogasanlagen herrscht ein solcher Flächendruck beim Anbau von Energiepflanzen wie Mais, dass zahlreiche Landwirte ihre Felder bis direkt an die Gewässergrenze heran bewirtschaften. Gerade in Hanglagen wie an der Hamel sorgt der Regen dann dafür, dass gute Humusbestandteile in den Wasserlauf gespült werden.“ Diese setzen sich dann laut Becker im sogenannten Sohlsubstrat, den Kiesbänken, ab. „Das hat zur Folge, dass Fische in diesen Bereichen nicht mehr ablaichen können“, erklärt Becker. Auch die große Zahl der sogenannten Wirbellosen – Krebse, Schnecken, Würmer – ist stark von einer solchen Entwicklung betroffen. „Durch die Verschlammung des Sohlsubstrates herrschen in den Bereichen am Grund des Flusses anaerobe Verhältnisse, es gibt keinen Sauerstoff.“ Die Tiere ersticken.

Zur Lösung des Problems müssten in erster Linie die Landwirte beitragen, indem sie ausreichende Gewässerrandstreifen auf ihren Felder anlegten, sind sich Becker und Burdorf einig. „Insgesamt müsste in den Talauen wieder mehr Grünland bestellt werden“, sagt Becker, und er fügt hinzu: „Es gehört auch nicht zum guten Ton der Landwirtschaft, auf einem Stück Land viele Jahre hintereinander Mais anzubauen, wie es an der Hamel zu beobachten ist.“ Das würde zusätzlich zur Bodenerosion beitragen. Wie überall gebe es auch bei den Landwirten solche, die ihren Beruf ernst nehmen und ihn gut machen, und solche, die es eben nicht tun, weiß Burdorf.

DWZ - Hameln-Pyrmont - 16. Juni

Am Oberkiefer leicht zu erkennen / Naturschutzbehörde fahndet nach dem raren Hirschkäfer

Hameln-Pyrmont (red).

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont biitet um Hinweise auf Vorkommen des Hirschkäfers. Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist der größte Käfer Europas. Die Männchen sind anhand ihres stark verbreiternden Kopfes und den mächtigen, geweihähnlichen Oberkiefers einfach zu erkennen. Sie erreichen eine Körperlänge zwischen 30 und 75 Millimetern. Die Weibchen mit ihren normal entwickelten Oberkiefer werden maximal 40 Millimeter groß.

Hirschkäfer leben bevorzugt innerhalb oder am Rande von lichten Eichenwäldern oder Eichenbaumreihen, welche einen hohen Anteil an Totholz oder zersetzenden Holz aufweisen. Ersatzweise werden auch Parkanlagen, Gärten und Obstwiesen mit altem Baumbestand besiedelt. Der Hirschkäfer gilt als besonders ortstreu und zeigt trotz seiner Flugfähigkeit nur eine geringe Tendenz zur Ausbreitung.

Zwischen Ende Mai und August fliegen die dämmerungs- und nachtaktiven Käfer um Baumkronen und sammeln sich an Saftflüssen ihrer Nahrungsbäume, vor allem Eichen. Dort führen die Männchen Kämpfe um die Weibchen aus.

Die Ablage der Eier erfolgt im Erdboden an der Außenseite vermorschter Wurzelstöcke von Bäumen. Gelegentlich findet die Eiablage auch im Kompost oder in Rindenmulchabdeckungen von Hausgärten statt.

Entscheidend für die Wahl des Eiablageplatzes sind der Zersetzungsgrad und die Feuchtigkeit des Holzmulms sowie die Anwesenheit bestimmter Pilze. Die Larven entwickeln sich im vermodernden Holz und benötigen in der Regel fünf Jahre für ihre Entwicklung. Zur Verpuppung verlässt die Larve das Moderholz und legt im Erdboden eine "Puppenwiege" an. Bereits im Herbst schlüpfen die Käfer, verbleiben aber bis zum kommenden Frühjahr noch im Boden. Die Lebenserwartung der erwachsenen Käfer an der Erdoberfläche beträgt dagegen nur drei bis acht Wochen.

Aufgrund der Seltenheit unterliegt der Hirschkäfer einem strengen gesetzlichen Schutz. Trotz seiner Größe gibt es über die Verbreitung und den Bestand jedoch nur unzureichende Informationen.

Hinweise zu Hirschkäferfunden nimmt das Team der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont unter 05151-903-4403 oder naturschutz@hameln-pyrmont.de gern entgegen.

DWZ - Emmerthal - 15. Juni

Jetzt fliegen Fledermäuse statt Tontauben / Bunker am ehemaligen Schießstand dient als Unterschlupf für die Tiere

Emmerthal (red).

Ein früherer Bunker am Tontaubenschießstand in der Grohnder Forst dient künftig als Unterschlupf für die Fledermäuse. Eigentlich wäre der Verein "Schießanlage Grohnder Forst e.V." als Betreiber verpflichtet gewesen, die Bunker abzureißen, nachdem der Pachtvertrag dort ausgelaufen ist. Doch: Seit langem war bekannt, dass die Bunker, in denen sich Wurfmaschinen für die Tontauben befanden, gern von Fledermäusen besucht werden, wie der Verein unter Vorsitz von Matthias Klett berichtet. Im Vorstand wurde deshalb überlegt, wie die Bunker als Fledermausdomizil erhalten bleiben können. Björn Wehrmann aus Hagenohsen hatte die Idee, den Naturschutzbund (NABU) anzusprechen. Rainer Marcek als Fledermausexperte des NABU war sofort begeistert. Nach Gesprächen zwischen Matthias Klett, Oliver Gockel von der NABU-Gruppe Emmerthal und Christian Weigel vom Forstamt Hessisch Oldendorf erklärten sich die Niedersächsischen Landesforsten als Verpächter bereit, auf den Rückbau eines Bunkers zu verzichten. An einer Wand befindet sich ein Einflugschlitz, außerdem wurden im Innenraum Hohlblocksteine aufgehängt, die Fledermäuse besonders gerne für den Winterschlaf nutzen. Der Schlüssel für den Bunker wurde nun Rainer Marcek übergeben.

Damit endet gleichzeitig eine jahrzehntelange Geschichte des Tontaubenschießstandes. Nachdem sich 1998 die Jägerschaft aus haftungsrechtlichen Gründen zurückgezogen hatte, wurde der Wurftaubenschießstand durch den Verein Schießanlage Grohnder Forst e.V. betrieben. Entsprechend der Satzung war die Anlage nur von Jägern des Hegerings Emmerthal genutzt worden, die ihre Schießergebnisse bei der Jagd auf bewegtes Wild verbessern und den Umgang mit der Waffe sicherer machen wollten.

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DWZ - Hessisch Oldendorf - 08. Juni

Bilanz der geretteten Amphibien kann sich sehen lassen / Rund 5000 Kröten, Molche und Frösche eingesammelt / Im Herbst müssen Zäune aus Leitplanken gerichtet instand gesetzt werden

Hessisch Oldendorf (dm).

 Die Bilanz der diesjährigen Amphibiensammelaktion des NABU Hessisch Oldendorf/Hameln kann sich sehen lassen: Rund 5000 Kröten, Molche und Frösche konnten auf diese Weise gerettet werden. Im Herbst sind weitere umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den aus alten Leitplanken bestehenden Amphibiensperreinrichtungen geplant, berichtet der Artenschutzreferent Dietmar Meier.

 Besonders hoch war dieses Jahr die Anzahl der wandernden Amphibien im Bereich des Waldbades Unsen. Hier wurden knapp 3000 Kröten, Molche und Frösche sicher über die stark befahrene Landstraße getragen. Im Bereich der Bannensieksmühle an der Kreisstraße zwischen Krückeberg und Zersen waren es weit über 1100 Individuen. Im Bereich Forellental und Posteholz waren es zusammen über 1600 Individuen.

 Neben den zahlreichen Helfern, die nicht nur beim Sammeln, sondern auch beim Auf- und Abbau der Zäune behilflich waren, wurde die Aktion an allen Wanderabschnitten durch die NABU-Jugendgruppe unter der Leitung der Jugendreferentin Maren Clavey unterstützt. Auch halfen Jugendliche des Aussiedlervereins aus Hameln beim Aufbau des Zaunes in Unsen, sagt Meier. Bei den Kindern, die unter der Anleitung und Aufsicht fachkundiger Erwachsener bei der Amphibiensammelaktion jedes Jahr helfen, ist das jährliche Ereignis immer etwas Besonderes. Kröten findet Bennet Winter (6) einfach super und bedauert, dass die Saison so schnell endete. An der Bestimmung und Zählung der Tiere ist er sehr interessiert. Im nächsten Jahr möchte er unbedingt wieder mit dabei sein. Leonie Wissel (7 Jahre) und Jannika Wissel (3 Jahre) sind besonders von den sogenannten "Doppeldeckern" fasziniert. Dabei handelt es sich um Männchen, die sich "huckepack" von den Weibchen zum Laichgewässer tragen lassen. Fenja Vogel (10) hilft besonders gern bei der Bestimmung der zahlreichen Molcharten. Feuersalamander haben es ihr besonders angetan. Dominik Sommerfeld (12), der des Öfteren im Tierheim vorbeischaut, findet es interessant, auch Tieren zu helfen, die kein Fell haben. Für Jonas Meyer (13) wird es richtig spannend und ist besser als Fernsehen, wenn er im Durcheinander zwischen Hin- und Rückläufern von und zum Laichgewässer helfen kann.

 Dietmar Meier weiß die Hilfe der heranwachsenden Naturschützer sehr zu schätzen, denn ohne die "NABU-Kids" sehe alles anders aus. Die Anzahl der erwachsenen Helfer ist begrenzt. An starken Wandertagen sind mehr als drei Personen am Zaun erforderlich.

 Die Pause bis zur nächsten Saison ist diese Jahr besonders kurz, denn die ganzjährig fest installierten Zäune aus Leitplanken müssen wieder gerichtet und instand gesetzt werden. Bei Forellental ist eine Verlängerung mit einer festen Amphibiensperreinrichtung von 100 Metern Länge aus Leitplanken geplant. Auch soll eine Leiteinrichtung für eine vorhandene Straßenunterquerung vorbereitet werden, teilt Meier mit. Alle Arbeiten sind im Spätsommer und Herbst dieses Jahres geplant.

HALLO SONNTAG - Hameln-Pyrmont - 05. Juni

Gartenrotschwanz melden / Aufruf des NABU / Nur noch 13000 Brutpaare

Hameln-Pyrmont (red).

Mit nur noch 13000 Brutpaaren ist der Gartenrotschwanz in Niedersachsen selten geworden. Um herauszufinden, in welchen Gebieten sich der Vogel des Jahres 2011 bevorzugt aufhält, ruft der NABU Hameln-Pyrnont alle Naturfreunde dazu auf, den Gartenrotschwanz zu melden.

Der Gartenrotschwanz ist ein typischer Singvogel. Der rote Schwanz war gleich für eine ganze Gattung namensgebend: die Rotschwänze ((Phoenicurus). Zu den nächsten Verwandten zählen recht unterschiedliche Arten wie die Fliegenschnäpper, die Schmätzer oder das Rotkehlchen. Mit ihnen zusammen bilden Rotschwänze eine Unterfamilie (Saxicolinae) der "Schnäpperverwandten" (Familie Muscicapidae). Weltweit werden die Rotschwanzarten unterschieden, von denen zwei bei uns in Mitteleuropa leben: der Gartenrotschwanz und der Hausrotschwanz.

Der Gartenrotschwanz sitzt meist auf niedrigen Ansitzwarten, Ästen oder kleineren Büschen. Zur Nahrungssuche fliegt er kurz auf den Boden und fängt Insekten während eines kurzen Fluges in der Luft. Das Nest wird ab Ende April in Baumhöhlen, Mauerlöchern, Mauersimsen, Nistkästen und manchmal in alten Schwalbennestern eingerichtet. Dabei befindet sich die Höhle in zwei bis fünf Meter Höhe. Dort baut das Weibchen ein lockeres Nest, in das sie Anfang bis Mitte Mai sechs bis sieben Eier legt. 13 bis 14 Tage lang werden sie bebrütet. Dann schlüpfen die Jungen. Nach 12 bis 14 Tagen fliegen die Jungvögel aus und werden noch zirka eine Woche von den Eltern gefüttert. Der Vogel ist als Höhlen- und Halbhöhlenbrüter stark an alten Baumbestand gebunden und besiedelt primär lichte und lockere Laubwälder, Lichtungen oder Waldränder. Häufig ist er auch in Siedlungsnähe anzutreffen, so in Parkanlagen mit lockeren Baumbestand, stark begrünten Villenvierteln oder Gartenstädten, Dorfrändern und Obstgärten.

Mehr als die Hälfte des Brutareals des Gartenrotschwanzes liegt in Europa. Er erstreckt sich von Portugal und Spanien bis hoch in den Norden Norwegens und über die Türkei bis in den Kaukasus und hin zum Baikalsee. In Mitteleuropa bilden Deutschland und Frankreich Verbreitungsschwerpunkte. Den Winter verbringt er südlich der Sahara in Afrika.

Die Bestände des Gartenrotschwanzes sind trotzt vereinzelter regionaler Erholungen spätestens seit Beginn der 1980er Jahre stark rückläufig. Als Hauptursachen dafür werden neben Lebensraumzerstörungen in den Brutgebieten vor allem tief greifende Veränderungen in den afrikanischen Überwinterungsgebieten angenommen.

 Wer den Gartenrotschwanz in unseren Gefilden sieht, kann ihn an (05152) 1581 oder info@NABU-hamelnpyrmont.de melden.

DWZ - Emmerthal - 04. Juni

Engagierter Einsatz für Politik und Natur / Emmerthaler Ortsbürgermeister feiert morgen seinen 75. Geburtstag

Emmern (gm).

Wenn Wolfgang Jürgens morgen seinen 75. Geburtstag feiert, dann sieht er beim Fest zunächst seine Familie mit Ehefrau, zwei Töchtern, einen Sohn, deren Ehepartnern und vier Enkelkindern im Mittelpunkt. Dabei werden aber viele andere Einwohner in Gedanken bei ihm sein, denn der langjährige Kommunalpolitiker aus der Emmerschen Holzfinnenstraße, der in vielen Vereinen beheimatet ist, gilt im Kernort als bunter Hund. 75jährige Emmersche Lebensfreude wird ihm nachgesagt. Ehrlich, pünktlich, humorvoll, kameradschaftlich, naturverbunden und kollegial sind nur einige Attribute, mit denen Jürgens, der seit 15 Jahren in Emmerthal das Amt des Ortsbürgermeisters bekleidet, nachgesagt werden.

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Wolfgang Jürgens ist seit über 25 Jahren Mitglied im Emmerthaler Naturschutzbund, in dem er auch 10 Jahre lang als Vorsitzender fungierte und darüber hinaus Fördermitglied in zahlreichen Vereinen.

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DWZ - Hameln-Pyrmont - 01. Juni

Ohne Naturgärten hat er keine Chance / Der Gartenrotschwanz ist sehr selten geworden: Landesweites Projekt zur Zählung des Vogels

VON KARIN ROHR

Hameln-Pyrmont.

"Doch, ja, wir haben so einen Vogel im Garten": Wenn es um den Gartenrotschwanz geht, meinen viele, ihn schon gesehen zu haben. Und irren fast immer. Denn das, was die meisten für den gefährdeten "Vogel des Jahres 2011" halten, ist in Wirklichkeit sein naher Verwandter: der weitaus häufigere Hausrotschwanz. "Dabei kann man zumindest die Männchen eigentlich nicht verwechseln", sagt Hans Arend vom heimischen NABU. Der Gartenrotschwanz sei "bunt", der Hausrotschwanz "schwarz mit ziegelroten Schwanz".

So einen besitzt zwar auch der Gartenrotschwanz, aber darüber hinaus schmückt ihn eine rostfarbene Brust, er hat einen weißen Kopf und ein schwarzes Gesicht und ist mit diesem Federkleid so auffällig, dass man zumindest das Männchen leicht erkennen könnte, wenn man den Gartenrotschwanz bei uns denn noch finden würde.

Er hat sich rar gemacht - der Vogel des Jahres, der früher weit verbreitet war, jetzt aber kaum noch in unseren Dörfern und Kleinstädten anzutreffen ist. Hauptproblem ist die Zerstörung seines Lebensraumes: "Schuld ist das Einheitsgrün vieler Gärten", sagt Arend:

"Sie sind nicht mehr strukturreich, es gibt kaum noch Streuobst." Einen artenreichen, naturnahen Garten aber braucht dieser Vogel, der als Insektenfresser nur im Sommerhalbjahr bei uns lebt und den Winter in den afrikanischen Savannen südlich der Sahara verbringt. Doch nicht nur die Monotonisierung von Gärten hat zu einem dramatischen Rückgang der Gartenrotschwanz-Population in unseren Breiten geführt.

Auch wo einst Grünland mit vielfältigen Hecken und Wallhecken war, gähnt heute durch die Vermaisung infolge des Biogasbooms und der Massentierhaltung eine "lebensfeindliche Wüste", kritisiert der NABU. Hecken seien verschwunden, Wallhecken degeneriert, Streuobstwiesen an den Ortsrändern überbaut oder verfallen und viele Gärten hätten sich zu "seelenlosen Exotenanpflanzungen" entwickelt: "Darin kann auch der Gartenrotschwanz keine Insekten als Nahrung mehr finden", so die Naturschützer. In der Brutzeit benötige er davon aber zur Aufzucht seiner Jungen eine besonders große Anzahl: "Oft ist er 16 bis 18 Stunden auf Insektenfang."

Die aktuelle Rote Liste der Brutvögel in Niedersachsen geht gerade einmal von rund 13000 Brutpaaren des Gartenrotschwanzes für ganz Niedersachsen aus. "Dies entspricht einer Abnahme des Bestandes um über 50 Prozent innerhalb von nur 15 Jahren", so Arend. Ein "Wimpernschlag der Naturgeschichte". Allerdings gebe es starke regionale Unterschiede, bestätigt NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers: "Nordöstlich der Weser und im Süden Niedersachsens ist er noch etwas häufiger zu finden als im Nordwesten, wo er gänzlich eine Rarität geworden ist."

Dem will der NABU in Niedersachsen nun durch "eines der größten Naturschutzprojekte in der Geschichte Niedersachsens abhelfen", stellt Wohlers eine landesweite Aktion vor, der sich der NABU Hessisch Oldendorf/Hameln angeschlossen hat. "Wir versuchen herauszufinden, wie es dem Gartenrotschwanz bei uns im Landkreis bestellt ist", erklärt Arend. Bislang hätten 24 Leute im Landkreis einen Gartenrotschwanz gemeldet. Während die Männchen der verwandten Rotschwanz-Arten gut zu unterscheiden seien, sehen sich die unscheinbareren Weibchen sehr ähnlich: "Für einen Laien sind sie kaum auseinanderzuhalten. Das Gartenrotschwanzweibchen ist lediglich etwas heller als das Hausrotschwanzweibchen." Eine Orientierung bietet der Gesang: "Der Gartenrotschwanz flötet mehr, der Hausrotschwanz stottert ein bisschen zu Anfang", weiß Arend.

Der Vorsitzende des heimischen NABU bittet alle Naturliebhaber, ihm Gartenrotschwänze zu melden, wenn sie diese sichten, und zwar entweder unter Telefon 05152/1581 oder per E-Mail an h.arend@NABU-hamelnpyrmont.de.

Übrigens: Der NABU Niedersachen bietet ein attraktives Infopaket zum Gartenrotschwanz an, das aus einer Bauplansammlung für Nisthilfen, der ausführlichen Broschüre zum Gartenrotschwanz und einem Farbposter zum Vogel des Jahres 2011 besteht. Es kann angefordert werden gegen Einsendung von fünf Euro beim NABU, Stichwort Gartenrotschwanz, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.

HAMELNER MARKT - Hameln-Pyrmont - 18. Mai

Blick in Naturidyllen des Landkreises

Hameln-Pyrmont (git).

Oft liegen sie versteckt und bleiben dem Blick von der Straße aus verborgen. Doch beim „Tag des offenen Gartens“ ist alles anders. Dann darf eingetreten werden, in die ganz privaten Kleinoasen von Hobbygärtnern. Seit über zehn Jahren wird die Aktion vom Kreisverband Hameln-Pyrmont des Bund für Umwelt und Naturschutz für unsere Region organisiert.

In diesem Jahr können insgesamt 23 Gärten von zehn bis 17 Uhr am 22. Mai und am 26. Juni besucht werden. „Die Resonanz war in all den Jahren enorm“, sagt Ralf Hermes vom BUND. Der Umweltverband schätzt, dass über die Jahre mehr als 10 000 Besucher in den verschiedenen Gärten zu Besuch waren.

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Auch der Koordinator des Tag des offenen Gartens, Christian Weidner aus Klein Hilligsfeld, wird mit seinem historischen Bauernhof wieder dabei sein. Am 22. Mai soll es laut der Organisatoren dort auch NABU- und BUND-Infomaterial geben. Wer den Umweltfreund auf seinem Bauernhof besucht, kann die Entwicklung des mehrteiligen Gartens miterleben. Der Zutritt in die heimischen Gärten ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Seit 2010 gibt es ein besonderes Logo, das an den beiden Sonntagen an den geöffneten Gartenpforten zu finden sein wird. Das Gartentagsprogramm ist als kostenloser Flyer im Natur- und Umweltzentrum (Hameln Berliner Platz 4) erhältlich. Oder es kann im Internet und unter www.hameln-pyrmont.bund.

DWZ - Aerzen - 14. Mai
Mit dem NABU unterwegs

Aerzen.

Der NABU Hessisch Oldendorf/Hameln veranstaltet am morgigen Sonntag, 15. Mai 2011, eine Vogelstimmenwanderung in Aerzen. Um 6 Uhr treffen sich die Teilnehmer auf dem Parkplatz der Praxis von Dr. Händchen, Pöhlenstraße 22, um dann etwa zwei bis drei Stunden entlang der Humme zu wandern. Dort wird nachgesehen, ob in Aerzen der Gartenrotschwanz, Vogel des Jahres 2011, vorkommt. Nebenbei wird auch noch den Stimmen des morgendlichen Vogelkonzertes gelauscht, die vom Experten des NABU, Hans Arend, erklärt werden. Es wird ein Kostenbeitrag von drei Euro erhoben, der für NABU-Mitglieder entfällt. Alle Teilnehmer sollten festes Schuhwerk anhaben und nach Möglichkeit ein Fernglas mitbringen. Jeder Teilnehmer erhält vom NABU einen kleinen informativen Vogelführer. In der ersten Stunde findet die Mitmachaktion des NABU, die Stunde der Gartenvögel, statt. Dort werden alle gesehenen oder gehörten Vogelarten notiert und dem Bundesverband gemeldet. Teilnahmeflyer gibt es vor Ort.

DWZ - Hessisch Oldendorf - 13. Mai

An der Dorfstraße hat ein neues Hotel eröffnet  / NABU hilft Kindergarten Lachem-Haverbeck beim Installieren einer Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten

Lachem (ah).

An der Lachemer Dorfstraße hat ein neues Hotel eröffnet - und zwar eines für Insekten. Unter der Anleitung von Hans-Jürgen Wissel, dem Vorsitzenden der NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf/Hameln, hat die örtliche Kindergartengruppe den Hotelbetrieb aufgenommen.

Umgeben von vielfältigen Spielmöglichkeiten, bauen die Kinder auf dem großzügigen Außengelände des Kindergartens Lachem-Haverbeck auch Gemüse, Erdbeeren und Kartoffeln an. "Wir sind viel draußen, machen Spaziergänge, sind eben sehr naturverbunden", erzählt die Leiterin Angelika Piepenbrink. Dass nun ein Insektenhotel aufgestellt werde, sei durch den Besuch des Bad Pyrmonter Tierparks gekommen, erinnert sie sich. Dort habe die Gruppe ein Insektenhotel entdeckt und den Entschluss gefasst: "So etwas möchten wir auch haben".

"Vor Ostern haben wir unser Projekt Insektenhotel gestartet", berichtet die Leiterin. Zur Vorbereitung gehören Spaziergänge zum Wasserschutzgebiet und das Beobachten von Insekten. Nützliche Informationen findet die Gruppe in Sachbüchern. "Dadurch haben wir erfahren, was Insekten alles können und wie wichtig sie sind", so Angelika Piepenbrink. Allen sei jetzt klar, dass sie nicht einfach gedankenlos mit dem Fuß auf ein Insekt treten dürfen, ergänzt sie.

Für das Installieren des von NABU-Mitarbeitern gebauten Insektenhotels holt sich die Gruppe mit Hans-Jürgen Wissel einen Fachmann ins Boot. Er weist auf die Probleme der Insekten, sprich: die fehlenden Lebensräume, hin und klärt darüber auf, dass in das Hotel keine stechenden Insekten einziehen. Vollsonnig und witterungsgeschützt müsse die künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten angebracht werden, so Wissel. Die Kinder richten ihr Hotel für die erwarteten Gäste gemütlich ein, indem sie in den unteren beiden Stockwerken Strohhalme in die großen Zwischenräume der Bachsteine stecken. In unmittelbarer Nachbarschaft haben sie bereits eine Blumenwiese angelegt, damit die Insekten zukünftig genügend Nahrung finden. Sand und Wasser stehen in greifbarer Nähe des Hotels, sie werden zum Verschließen nach der Eiablage benötigt. "Insekten sind kostenlose biologische Schädlingsbekämpfer und wahren das ökologische Gleichgewicht", fasst Wissel zusammen.

DWZ - Emmerthal/Aerzen - 05. Mai
Angebote die auch mal aus dem Rahmen fallen

Emmerthal/Aerzen (gm/ cb).

Ein vielseitiges Ferienpassangebot haben die Gemeinden Aerzen und Emmerthal mit der Unterstützung zahlreicher örtlicher Vereine und Institutionen für die Sommerferien ausgearbeitet. „An 38 Ferientagen gibt es 30 unterschiedliche Veranstaltungen“, berichtet Jugendpfleger Henning Bergmann für die Gemeinde Emmerthal. „Einige Veranstaltungen werden aufgrund des großen Interesses, wie uns die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt hat, gleich zweimal angeboten“, kündigt Bergmann an.

Bewährtes aus Sport- und Kreativangeboten, aber auch Abenteuerliches werden den Kindern ganz bestimmt die Ferien versüßen. „Wir fliegen nach Mallorca“, erzählen die achtjährigen Zwillinge Sina und Jule. „Aber davor und danach haben wir uns schon ganz viele Sachen ausgesucht“, sagen die Kirchohsener Schwestern übereinstimmend. Zwei Neuerungen sind allerdings doch dabei, denn erstmals geht es mit einem Gruppenfahrrad für 15 Personen vom Grohnder Fährhaus nach Bodenwerder. „Werden auf dem Hinweg noch die Beine beansprucht, kann auf dem Rückweg über die Weser gepaddelt werden“, erzählt Jugendpfleger Henning Bergmann. Die NABU-Ortsgruppe Emmerthal bietet erstmals ein zweitägiges Aktionswochenende auf Gut Sunder in der Nähe von Celle an. Richtigen Urlaub in den Ferien verspricht die Evangelische Jugend Ohsen, denn vom 6. bis zum 21. Juli geht es für 15 Tage nach Mittelschweden.

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NDZ - Bad Münder - 29. April

Grüne denken über eigenen Kandidaten nach

Bad Münder (mf).

Der Wahlkampf dürfte spannend werden: Sollten im Frühjahr Bürgermeisterwahlen erforderlich werden, weil Rathauschefin Silvia Nieber nach Stade wechselt, wollen die Grünen womöglich einen eigenen Bewerber ins Rennen schicken.

Parteichef Dr. Helmut Burdorf bezeichnet dies offen als vorstellbar und eine mögliche Option. Wenn die derzeitigen Erfolge der Grünen von Dauer seien, werde man über einen eigenen Personalvorschlag beraten. Wie das Beispiel Baden-Würtemberg gezeigt habe, gebe es durchaus die Chance, die augenblickliche Schwäche der großen Parteien zu nutzen. Viel hänge jedoch vom Ergebnis der Kommunalwahl am 11. September ab. „Wenn wir da gut abschneiden, würde das unsere Möglichkeiten sicher verbessern“, ist Burdorf überzeugt. Er zweifelt nicht daran, dass es ausreichend geeignete Anwärter für das Bürgermeisteramt in den eigenen Reihen gibt. Ob er selbst Ambitionen hat, lässt Burdorf offen.

Als potenzieller Kandidat wird nach NDZ-Informationen auch Gerd-Dieter Walter gehandelt. Im Hauptberuf Fachbereichsleiter Innere Dienste bei der Stadt Springe, gilt er als ausgewiesener Verwaltungsfachmann. In Bad Münder engagiert sich Walter seit langem beim Naturschutzbund (NABU), nimmt in dieser Funktion auch an Ausschusssitzungen der Politik teil.

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DWZ - Hessisch Oldendorf - 21. April

Fusion der NABU-Gruppen Hameln und Hessisch Oldendorf perfekt

Hameln.

Die Umbenennung der hiesigen Naturschutzbund-Gruppe ist mit dem Eintrag ins Vereinsregister abgeschlossen. Dies gab der Vorsitzende, Hans-Jürgen Wissel, bei der Jahresversammlung im Hessisch Oldendorfer Werkhaus bekannt. Die Gruppe nennt sich nun offiziell NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf/Hameln. In diesem Zusammenhang hat sich das Zuständigkeitsgebiet der Naturschützer deutlich vergrößert. Neben Hessisch Oldendorf gehören jetzt auch das gesamte Stadtgebiet von Hameln und der Flecken Aerzen zum Bearbeitungsgebiet der Naturschützer. Laut Auskunft von Hans-Jürgen Wissel beträgt die Größe der zu betreuenden Fläche nahezu die Hälfte der des Landkreises. Die andere Hälfte wird von vier weiteren NABU-Gruppen betreut. Wissel stellte auch den Veranstaltungskalender der fusionierten NABU-Gruppe für 2011 vor und dankte seinen Vorständen, Mitgliedern, Helfern sowie der unteren Naturschutzbehörde für die geleistete Arbeit und Unterstützung. Der Vorsitzende des NABU-Landesverbandes, Dr. Holger Buschmann, informierte über Umweltthemen im Bereich der Energie und die Beteiligung des NABU in diversen Verbänden.

Für ihre 20-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Rainer Marcek und Ulrich Schaper-Krieglsteiner mit der silbernen Nadel des NABU ausgezeichnet. Während Rainer Marcek sich dem Fledermausschutz widmet und Leiter der AG Fledermausschutz ist, war Ulrich Schaper-Krieglsteiner mehrere Jahre 2. Vorsitzender der NABU-Gruppe Hameln und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Auch er gehört der Arbeitsgruppe Fledermausschutz an.

Neben gewässerbegleitenden Anpflanzungen am Barkser Bach und am Nährenbach wurden in Barksen und Haddessen auch zwei Streuobstwiesen angelegt. Leider würden derzeit für den Naturschutz keine AB-Maßnahmen mehr bewilligt, was sich sehr auf die Landschaftspflege auswirke, da diese sich nicht nur auf NABU-Flächen beschränke, bedauert Wissel. Der Artenschutzreferent Dietmar Meier berichtete neben der Weißstorchbetreuung sowie Brut- und Gastvogelerfassung auch über ein neues Amphibienprojekt am Waldbad in Unsen. Das Thema Windenergie sei ebenso aktuell. „Der NABU wird im Zuge der Verbändebeteiligung an den geplanten Flächennutzungsplanänderungen für Vorranggebiete der Windenergie beteiligt“, sagte Meier. Die Jugendreferentin Maren Clavey berichtet, dass Helfer für die Gründung einer Jugendgruppe in Hameln und für Aktionen gesucht werden. Mit den Kindern wurde eine Nachtwanderung durchgeführt. Auch nahmen die „NABU-Kids“ bei einer Pflanzaktion teil und waren beim Aufbau des Krötenzaunes in Unsen tätig. Von den Kassenprüfern wurde eine ordnungsgemäße Kassenführung festgestellt. Gleich zwei Lichtbildvorträge rundeten die Jahresversammlung ab. Während Hans-Jürgen Wissel über den Gartenrotschwanz (Vogel des Jahrs 2011) berichtete, endete die Veranstaltung mit einem Vortrag über heimische Fledermäuse von Rainer Marcek.

NDZ - Bad Münder - 14. April

Kröten-Krater: Amphibien aus Loch befreit 

Böbber (st).

Völlig träge und teilnahmslos wirken die Kröten, die Heinz Osterkamp aus seinem Plastikeimer in einen Teich bei Böbber plumpsen lässt. „Die sind erschöpft, und es war kühl die vergangenen Tage“, sagt Osterkamp. Kurz zuvor hatte der NABU-Helfer gemeinsam mit drei weiteren Lebensrettern die Tbiere aus einem nahegelegenen Pumpwerkbecken der Oewa geangelt. Dort wären die Tiere elendig gestorben – und mit den nach Osterkamps Angaben rund 100 Kröten auch ihre Nachkommen: Abertausende Eier schwammen in dem Becken, in das die Tiere auf dem Weg zu ihren Laichplätzen gefallen waren.

„Unnötigerweise“, wie Retterin Monika Lüdtke aus Böbber findet. „Das passiert hier seit sechs oder sieben Jahren. Eine Meldung und wir hätten hier rund um das Becken einen Krötenfangzaun aufstellen können. Aber wir haben das erst kürzlich erfahren.“ Für die Zukunft überlegen die Naturschützer gemeinsam mit der Oewa, wie die Kröten vor dem Sturz in das ebenerdig angelegte Überlaufbecken des Abwasser-Pumpwerks (ehemalige Kläranlage) geschützt werden können. „Mal sehen, ob wir da ein Netz anbringen oder eine Plastikschürze“, sagt Osterkamp.

Unterdessen lässt er eine Kröte von seiner behandschuhten Hand in den Teich flutschen. Zunächst reglos macht sich das Tier dann doch auf in ein neues Leben in Freiheit. Osterkamps Frau Brunhild bringt unterdessen zwei weitere Eimer, in denen sich neben den Eiern bereits Kaulquappen befinden. „Die Kröten sind also nicht erst kurzzeitig in dem Becken, sondern schon mehrere Tage. Kein Wunder, dass die etwas erschöpft sind“, sagt Heinz Osterkamp.

Während das Ehepaar die Tiere in den Teich lässt, versuchen Lüdtke und Reinhard Schwarz weiter, Kröten aus dem Becken zu angeln. Mit langen Keschern fahren sie durch das trübe Wasser. „Das ist schwierig heute, in der Brühe sind die Tiere schwer zu erkennen“, sagt Lüdtke. Dennoch fischen sie und Schwarz eine Kröte nach der anderen heraus und legen sie in einen Eimer, den die Osterkamps dann zum Teich bringen. Und schließlich macht sich auch die letzte gerettete Kröte auf den Weg.

PYRMONTER NACHRICHTEN - Bad Pyrmont - 06. April

PN11 / Gurke für 0604

Wann haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eigentlich das letzte Mal mit Ihrem Nachbarn gesprochen? Das ist schon ein, zwei Wochen her? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen, denn vielleicht haben Sie etwas Interessantes verpasst, das sich direkt hinter Ihrem Gartenzaun ereignet hat. Sie haben selbst etwas Besonderes erlebt oder gesehen? Dann rufen Sie an (05281/ 9368616), schicken eine E-Mail (pn-redaktion@dewezet.de) oder einen Brief (Redaktion Pyrmonter Nachrichten, Rathausstraße 1, 31812 Bad Pyrmont). Oder werden Sie selbst zum Reporter: Unter www.wesio.de können Sie Ihre Bilder, Texte oder Videos auch direkt ins Internet stellen.

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Bei Vollmond und sternenklarem Himmel waren 25 Natur-Interessierte der Einladung des NABU Bad Pyrmont zur „Krötennacht im Schellental“ gefolgt. Nur den Kröten und Fröschen war es bei unter 5 Grad Celsius zu kalt zum Wandern, und so waren die Eimer am Krötenzaun fast leer. Einige Tiere wurden dennoch gefunden. Der Biologe Stefan Habenicht erklärte den Teilnehmern, warum die Tiere nur im Notfall angefasst werden sollten. Das diene nicht nur der Stressvermeidung – der menschliche Schweiß können den Kröten und Fröschen schaden. Vorheriges Händewaschen oder die Verwendung von Handschuhen seien angebracht. Im Taschenlampenlicht erspähten die Teilnehmer dann in den nahen Teichen den ersten Froschlaich und neben vielen Kröten und Fröschen auch Molche und Stichlinge. Anschließend konnten sich alle bei Tee und Kakao in der Gaststätte „Zum Schellental“ aufwärmen. Dort endete der Abend mit einem Diavortrag zur heimischen Amphibienwelt.

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PYRMONTER NACHRICHTEN - Bad Pyrmont - 18. März

Neues aus der Nachbarschaft

Die nasskalte Witterung hat dem Interesse der Teilnehmer keinen Abbruch getan: Die NABU-Ortsgruppe Bad Pyrmont hatte zu einer vogelkundlichen Führung an den Schieder-Stausee eingeladen. Gut zwei Stunden gab Professor Kordt Rehn Einblicke in die spätwinterliche Vogelwelt am und um den See. Rehn zeigte sich selbst erstaunt darüber, dass trotz widriger Umstände zahlreiche Vogelarten zu sehen waren, denn noch bedeckte eine Eisschicht den See. So tummelten sich die Reiherenten vorzugsweise im Fließgewässer der Emmer. In den eisfreien Randbereichen des Stausees entdeckten die Teilnehmer weitere Arten: neben Nil- und Graugänsen waren es vor allem Stockenten, Kormorane, Gänsesäger und Graureiher. Auch ein Silberreiher ließ sich kurz blicken, begleitet von vorüberziehenden Kranichschwärmen. Rehn betonte: "Gerade zu dieser Zeit lohnt sich der Besuch des Stausees, da viele Wasservogelarten bereits wieder in die nördlichen und östlichen Brutgebiete ziehen. Am Stausee rasten die Tiere, um ihre Energiereserven aufzufüllen. Man kann fast täglich andere Arten entdecken." Die nächste Exkursion dieser Art ist am Sonntag, 8. Mai, geplant.

NDZ - Bad Münder - 16. März

NABU: Maisanbau erhöht den Flächendruck

Bad Münder (hzs).

Nicht nur aus Sicht des Vertreters der Stadt, Harald Meyer-Achilles, ist die ehrenamtliche Landschaftspflege durch die Mitglieder des NABU Deister-Sünteltal Anmerkung Webmaster: NABU Sünteltal unentbehrlich. „Pflegen und pflanzen Sie weiter“, sagte auch Ratsherr Gerhard Fiedler von den Grünen zu den 18 zur Jahresversammlung erschienenen Mitgliedern der derzeit 427 Personen starken Naturschutzorganisation.

„Die Hamel ist jetzt wieder ökologisch durchgängig“, stellte deren zweiter Vorsitzender Jens Becker fest, doch würden Schwebstoffeintrag und Verschlammung durch fehlende Abstände zum intensiven Maisanbau ständig verstärkt. „Wir brauchen einen Schutzkorridor für das Gewässer“, forderte Becker.

Die derzeitige Anbaupraxis konterkariere alle bislang erfolgreichen Bemühungen um eine Wasserqualität, in der sogar Lachse und Flussmuscheln durchaus wieder heimisch werden könnten.

Auch der NABU-Vorsitzende Matthias Großmann kritisierte den durch Biogas-Anlagen bewirkten massiven Maisanbau, der zu einem „immensen Flächenverbrauch“ sowie zu „Erosion und Flächendruck“ führe. „Photovoltaik auf den Flächen dagegen bringt zehnmal mehr Energie und verschmutzt die Umwelt nicht durch Stickstoffeinträge“, ergänzte Becker.

Mastställe, gleich ob für Huhn oder Schwein, seien rechtlich wohl kaum zu verhindern, so Großmann, daher müsse die Abschaffung des „Privilegierungsparagrafen“ auf Landesebene gefordert werden. Ohnehin sei eine grundlegend andere Landwirtschaftspolitik vonnöten, betonte auch Grünen-Ratsherr Helmut Burdorf. Noch sei den hiesigen Bauern nicht klar, dass sie in einer künftigen Agrarindustrie keine Rolle mehr spielen würden. „Die bäuerliche Landwirtschaft wird zugunsten großer Agrarkonzerne verschwinden“, warnte Burdorf, der eine „neue Haltung der Landes-Grünen zum Thema Biogas“ ankündigte.

Mit einem „erst die Pflicht, dann die Kür“ umriss Meyer-Achilles die überaus eingeschränkten Unterstützungsmöglichkeiten des NABU durch die Stadt. Bei Heckenschnitt und Grünlandpflege sei der NABU unersetzlich. Auch weiterhin werde die Stadt daher die Schnittgutentsorgung übernehmen. Leider habe man die Pläne zum Schutzstatus der Rodenberger Aue nicht weiter verfolgt. Meyer-Achilles: „Das wäre ein gutes, gemeinsames Ziel.“

Auch Großmann hob die positive Zusammenarbeit mit der Stadt hervor, gab jedoch zu bedenken, dass „ehrenamtliche Arbeit nicht alles ersetzen“ könne. Angesichts der umweltpolitischen Themen blieb die NABU-Namensänderung nur eine Formalität. Künftig firmieren die Münderaner Naturschützer unter „NABU Gruppe Bad Münder“.

DWZ - Bad Münder - 14. März

Mit dem Krötenmann huckepack zum Löschteich / Erdkröten, Frösche und Bergmolche gehen auf Wanderschaft / Aufstellung von Schutzzäunen an der oberen Deisterallee

Bad Münder (hzs).

Gemütlich ist es frühmorgens kurz nach acht am Waldrand zwischen der Ziegenbuche und Wilhelm-Gefeller-Zentrum nicht. Aber die drei Ein-Euro-Jobber kümmert der Nieselregen wenig. In zwei Schubkarren haben sie alles mitgebracht, was für die Errichtung von Krötenschutzzäunen notwendig ist.

Anne Zuzmann vom örtlichen NABU Sünteltal zeigt ihnen wie's geht. "Auf den richtigen Abstand kommt's an", erklärt Dirk Fabian. Zusammen mit Wolfgang Meyer und Andreas Schmidt schlägt der die Befestigungsspieße in dfen feuchten Waldboden, dann wird die dunkelgrüne Krötenschutzplane daran befestigt.

"In Bad Münder gibt es hier oben an der Deisterallee, an der alten Ziegelei drüben am Süntel und auf dem Golfplatz beim Waldschlösschen Amphibienwanderungen", so Zuzmann, die sich diesmal besonders über die tatkräftige Unterstützung durch drei Männer von der Münderaner Arbeitslosen-Initiative (AIBM) freut. "Eine sinnvolle und auch interessante Tätigkeit." Und so erfahren die drei Zaunbauer, dass Erdkröten zum Laichen immer wieder an den Ort der Geburt zurückkehren.

In diesem Fall ist das der Löschteich des Wilhelm-Gefeller-Zentrum. Im mit Schilf umstandenen Gewässer hat sich bereits allerlei amphibisches Getier versammelt. Zu den quakenden Fröschen und abtauchenden Molche gesellen sich immer mehr Erdkröten. Zumeist kommen die im "Doppeldecker". Die etwas größeren Weibchen tragen die kleineren Krötenherrn huckepack zum Ablaichtümpel. "Toll. So muss es sein", lacht Andreas Schmidt. Sobald im März die Temperaturen auf über fünf Grad ansteigen, setzen die Wanderungen ein. An der Barriere vor der Straße ist aber erst einmal Schluss.

Tagsüber ist außer im Tümpel keine Kröte zu sehen. Zuzmann: "Die sind nachtaktiv und deshalb sammeln wir sie abends ein und zählen sie." In der Garage des Gefeller-Zentrums werden Eimer, Plastikwannen sowie die Zählbögen aufbewahrt. "Rund 1500 Amphibien pro Saison melden wir der Unteren Naturschutzbehörde", schätzt Zuzmann die Zahl der Tiere, denen ein gutes Dutzend ehrenamtlicher Helfer so allabendlich sicher über die Straße hilft.

Schon am ersten Abend nach Errichtung des Zaunes zeigt sich der Erfolg der Maßnahme. NABU-Jugendgruppenleiter Bernd Krause sammelt zusammen mit den mit Taschenlampen ausgerüsteten Helfern Luca, Paula, Mia, Desiree und Johanna mehr als 200 Erdkröten, Frösche und Bergmolche ein. "Eklig? Nö, kein bisschen," so die jungen Amphibienretter. Aber das die Krötenmännchen im "Doppeldecker" Richtung Löschteich reisen, Andreas Schmidt kann's noch immer nicht so recht glauben.

DWZ - Hessisch Oldendorf - 14. März

Pflanzaktion der Jagdgenossenschaft soll Konflikt entschärfen / Haddessener wollen zeigen: Intensive Landwirtschaft und Naturschutz passen zusammen / Mit NABU Streuobstwiese im Feld angelegt

Hessisch Oldendorf (bj).

"Ja, dass 'Gute Luise' eine Birnensorte ist, Eiß ich, aber die Apfelsorte 'Rheinische Schafsnase' kenne ich auch nicht", wundert sich Hans-Heinrich Kardinal, als er die Namensschilder liest. Die Rede ist von vierzehn Obstbäumen, die auf einer Wiese gepflanzt werden sollen. Bei allen Bäumen handelt es sich um alte Sorten, die so klangvolle Namen tragen wie 'Große Prinzesskirsche' oder 'Kaiser-Wilhelm Apfel'.

Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Haddessen hatten die Idee, auf einer brachliegenden Grasfläche in der Gemarkung des Sünteldorfes eine Streuobstwiese anzulegen. "Das war früher schon ein Baumhof, auf der Kühe und Rinder geweidet haben", erinnert sich der Jagdvorsitzende Hans-Heinrich Kardinal. "Wir haben keine Verwendung für das Grundstück, und sind froh, dass das Land wieder bewirtschaftet wird", freut sich Werner Engelke, der mit seinem Bruder Wilfried Eigentümer der Wiese ist.

Das Besondere an der Pflanzaktion ist, dass sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Naturschutzbundes Hessisch Oldendorf durchgeführt wird. "Der Vorsitzende des NABU, Hans-Jürgen Wissel, hat das Vorhaben der Jagdgenossenschaft sofort unterstützt und mehr noch, das Ganze auch zu einem Projekt des Naturschutzbundes gemacht", begrüßt Hans-Heinrich Kardinal das Engagement. Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft betont, dass eine Zusammenarbeit zwischen NABU und Jagdgenossenschaft als Vertreter der Landeigentümer nicht selbstverständlich sei. "Wir möchten mit solchen Maßnahmen den Konflikt zwischen intensiver Landwirtschaft und Naturschutz entschärfen, indem landwirtschaftlich nicht mehr oder nur schwer nutzbare Flächen im Interesse des Naturschutzes aufgewertet werden", erklärt Kardinal. Bei den Obstbäumen wurden nicht nur alte Sorten ausgesucht, die in den Regalen der Supermärkte nicht zu finden sind, sondern es wurde auch darauf geachtet, dass die Sorten standortgerecht sind. Nach dem Pflanzen werden die Hochstämme an zwei Pfählen befestigt, um ihnen den nötigen Halt zu verleihen. "Wir schützen die jungen Bäume außerdem mit Draht gegen Verbiss, denn der Wilddruck ist auf dieser Fläche ziemlich groß", beschreibt Werner Wallbaum, stellvertretender Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, das Vorgehen bei der Pflanzaktion. Alle Beteiligten freuen sich schon auf die Obsternte, die dann in einer Gemeinschaftsaktion erfolgen soll. "In den ersten Jahren wird das ja nicht viel sein, aber wir können uns vorstellen, dass wir in ein paar Jahren in der Biomosterei in Ockensen Saft pressen lassen können", sagt Hans-Heinrich Kardinal.

Bevor im Herbst weitere Pflanzungen folgen, haben sich die Mitglieder der Jagdgenossenschaft vorgenommen, ein Feuchtbiotop anzulegen. "Wir hoffen, dass wir unsere Mittel durch Geld aus der Stiftung Kulturlandpflege aufstocken können", wünscht sich der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft. Diese gemeinnützige Stiftung unter dem Dach des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen hat zum Ziel, Naturschutz und Landschaftspflege zu fördern.

DWZ - Bad Pyrmont - 12. März

So können Pyrmonter Kröten schützen / Tiere wandern jetzt / NABU warnt

Bad Pyrmont (red).

Holm Rengstorf bittet die Pyrmonter um Hilfe. Grund ist die Wanderung der Kröten in der Kurstadt. "Helfen Sie uns, die Tiere zu schützen, indem Sie jetzt auf Kröten achten", sagt der Vorsitzende des Pyrmonter Naturschutzbundes (NABU). "Denn nicht überall können wir Krötenzäune aufstellen".

Der Naturschutzbund Bad Pyrmont hat wie jedes Frühjahr zwar wieder Krötenzäune im Schellental in Höhe des Campingplatzes aufgebaut, um Erdkröten einen sicheren Weg zu den Teichen zu ermöglichen. "Aufgrund der Zählungen über mehrere Jahre haben wir festgestellt, dass bis zu 2000 Erdkröten sich dort auf den Weg machen, um zu ihren Laichplätzen zu kommen", sagt Rengstorf. Die Tiere wandern besonders an Tagen, wenn es regnerisch ist und die Temperaturen auf über acht Grad ansteigen. "Dann kommt es explosionsartig zu großen Wandertrupps der Kröten", sagt der Pyrmonter Chef der Naturschützer. "In diesen Tagen sind viele Tiere auf einmal gefährdet, durch Autos totgefahren zu werden.

Rengstorf bittet nun die Autofahrer, vorsichtig zu fahren. "Mehr als 30 Stundenkilometer sind tödlich", betont er. An einigen Straßen ständen Hinweisschilder. "Traurig zu beobachten ist hin und wieder das schwer nachvollziehbare Verhalten einzelner Autofahrer, die ganz gezielt Tiere überfahren", stellt er empört fest. "Ein solches mutwilliges Töten sollten Zeugen nach Möglichkeit zur Anzeige bringen, da es immerhin strafbar ist."

Rengstorf hat aber auch noch einen Tipp für Eltern und deren Kinder parat: "Die nächsten Tage oder Wochen bieten eine reizvolle Gelegenheit, Kindern mit der Taschenlampe in der Hand unterwegs in der Dunkelheit ein aufregendes Naturerlebnis zu bescheren", sagt der Naturschützer. Er warnt aber davor, die Amphibien ohne Grund anzufassen, da Stress, Handschweiß und -wärme der Gesundheit der Tiere schaden können. "Umgekehrt sollten Hautabsonderungen der

Tiere sowie möglicherweise zur Abwehr abgegebener Urin nicht über die Finger in die Augen gelangen," warnt er. Der nächtliche Spuk allein oder die goldenen Augen der Erdkröten sollten Kinder jedoch bereits begeistern können.

Wer Interesse hat, etwa über das Verhalten der Erdkröten zu erfahren, der kann am Samstag, 19. März, an einer Exkursion des Naturschutzbundes im Schellental teilnehmen. Treffpunkt ist am Wanderparkplatz an der Ecke Hessen- und Friedenstal in der Nähe vom Campingplatz. Los geht es um 20 Uhr. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden.

NDZ - Bad Münder - 04. März
Baumfällaktion des Realverbandes wirft Fragen auf
 

Bad Münder (jhr).

Eine Abholzungsaktion an einem Wanderweg zum Süntel auf Höhe des SSV-Heims bringt heimische NABU-Mitglieder auf die Palme. „Man muss nicht für jeden gefällten Baum gleich eine Bürgerinitiative starten, aber das hier wirft dann doch Fragen auf“, sagt NABU-Sprecherin Anne Zuzmann.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr auf dem Weg Richtung Tiefental viele Pappeln und Erlen gefällt worden seien, sei nun der Weg Richtung Süntel an der Reihe gewesen, kritisieren NABU-Mitglieder. „Der sonst im Sommer wunderschöne schattige Weg ist jetzt kahl. Es stehen nur noch einige wenige dünne Bäumchen, die keinerlei Schatten mehr bieten. Der Weg ist zerfahren, matschig“, sagt NABU-Unterstützerin Ute Rabe. Sie fragt: „Wem dient solch ein massiver Eingriff in die Natur? Dort fährt kaum ein Trecker, es gibt keine direkte Anbindung an ein Feld. Zumal gleich im Anschluss daran ein Naturschutzgebiet des NABU ist.“

Veranlasst wurde die Abholzung vom Realverband Bad Münder. Tobias Pischel, der bei der Stadtverwaltung die Belange des Realverbandes vertritt, erklärt den Hintergrund: „Bei Begehungen wurden die vorgesehenen Aktionen zur Unterhaltung besprochen, dann gab es noch einen Termin vor Ort mit einem Fachmann. Im Winter hatten wir in diesem Bereich Probleme mit herabfallenden dicken Ästen, die Pappeln hatten einfach ihre Zeit erreicht“, begründet er die Fäll-Aktion. Zwar hätte „der eine oder andere Baum“ noch ein bis zwei Jahre stehen können, doch jetzt werde der gesamte Bereich verjüngt – das werde in enger Absprache mit dem Umweltamt der Stadt passieren, allerdings erst in der nächsten Pflanzperiode, nicht im Sommer.

Für Ute Rabe ein nicht nachzuvollziehender Schritt: Insbesondere da durch diesen Eingriff laut Rabe nicht nur der Wanderweg für den Menschen an Attraktivität verliert, sondern weil Tiere ihren Lebensraum verlieren. „Solch ältere Erlenbestände bieten im Winter Nahrung für Vögel. Sie fressen die Samen aus den kleinen Zapfen, die nur an älteren Bäumen zu finden sind.“

Auch Hasen, Rehe und andere Arten seien von der Kahlschlag-Aktion betroffen.

DWZ - Bad Münder - 03. März
Umweltstation im Deister bietet FÖJ-Stelle an
Nienstedt (jhr).
Die Umweltstation am Deister hofft auf Kurzentschlossene: Weil kurzfristig eine Stelle frei geworden ist, sucht die Station im Schullandheim Nienstedt nun einen oder eine Interessierte, der oder die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren möchte.
Beim FÖJ handelt es sich um ein Angebot an junge Frauen und Männer, die ein Jahr lang im Umweltbereich arbeiten wollen und damit im Bereich der Umweltbildung sowie des Natur- und Umweltschutzes sammeln. Das Alter der Bewerber sollte zwischen 18 und 27 liegen. Neben der Umweltarbeit mit Schulklassen und der Anleitung von einfachen Projekten stehen Aspekte wie soziales Lernen, Projekte zum Thema Wald, Survival, heimische Tiere und gesunde Ernährung im Mittelpunkt, außerdem die Betreuung der NABU-Jugendgruppe Bad Münder. Gezahlt für das halbjährige Engagement ein Taschengeld. Unterkunft und Verpflegung sind möglich, erklart Jörg Neumann vom Schullandheim. Er benötigt eine Zusage bis zum 10. März. Interessenten erreichen ihn unter Tel. 05042/1430008 und neumann_j@hotmail.com.
DWZ - Hameln - 01. März
Auf den Straßen lauert der Tod auf sie
Für die Amphibien steht die Laichzeit bevor - die Frühjahrswanderung wird bald beginnen. In der Dämmerung der Morgen- und Abendstunden sind bei milden Temperaturen und gerade bei regnerischem Wetter Frösche, Kröten, Lurche und Salamander auf Wanderschaft. Um sicher ans Ziel zu kommen, benötigen die Tiere unseren besonderen Schutz und unsere Aufmerksamkeit.
VON MARINA FUCHS
Im Bereich der kreisregional bedeutsamen Amphibienwanderwege kreuzen bei günstiger Witterung Tausende von Tieren unsere Straßen, um zu den angestammten Laichgewässern zu gelangen. Hauptwanderzeit der Amphibien ist zwischen Mitte Februar und Ende April. Sobald die erste milde Witterung einsetzt, erwachen Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch in ihren Winterquartieren und beginnen mit der Wanderung zum Laichplatz. Regnerisches Wetter, Bodentemperaturen von mehr als 5 Grad Celsius und einsetzende Dämmerung lösen das Wanderverhalten aus. Oft werden dabei in mehrtägigen Etappen große Strecken zurückgelegt. Die Tiere sind am häufigsten zwischen 19 und 23 Uhr unterwegs.
Mit zu den Ersten bei der Frühjahrswanderung zählen die Erdkröten. Wie alle Amphibien, versuchen Erdkröten zum Laichen, zum Ablegen ihrer Eier, immer wieder zu den Gewässern zurückzukehren, in dem sie selbst geschlüpft sind. Denn sie wollen ihren Nachwuchs dort in die Welt setzen, wo sie selbst schon als kleine Kröte gute Lebensbedingungen hatten. Erdkröten gehören deshalb zu den ortsgebundenen Amphibien.

Um zu ihren ursprünglichen Laichgewässern zurückzufinden, haben die Erdkröten in ihrem Gehirn ein besonderes Organ. Damit können sie die verschiedenen Himmelsrichtungen feststellen. Außerdem können sie sich sehr gut an Waldwegen und Waldrändern orientieren. Und wenn sie in der Nähe ihres Gewässers angekommen sind, erkennen sie es sogar am Geruch. 

Wenn Erdkröten im Frühjahr kein geeignetes Gewässer zum Ablaichen finden, dann können sie in Notfällen sogar ihren Laich im Körper wieder zurückbilden und aufs nächste Jahr warten.

Während die Krötenweibchen teilweise bis zu fünf Kilometer Weg zum Tümpel auf sich nehmen, lassen sich die Krötenmännchen einfachtragen - huckepack. Es kann sogar passieren, dass eine Erdkröten-Dame bis zu zehn Männchen auf dem Rücken spazieren trägt.

Der von einem inneren Trieb gesteuerte Wanderdrang endet oft mit dem Tod, weil zu viele Vierbeiner den Wettlauf gegen die modernen Verkehrsmittel verlieren. Aus diesen Gründen sind die kreisregional bedeutsamen Amphibien-Wanderwege während der Frühjahrswanderung durch entsprechende Hinweisschilder gekennzeichnet. Diese Schilder dienen allerdings nicht nur dem Schutz der Fahrzeugführer, sondern fordern auch eine besondere Berücksichtigung des Verkehrsteilnehmers "Kröte" und der an Krötenschutzaktionen beteiligten Personen. Letztere können sich zuweilen nur durch einen beherzten Sprung in den Graben vor der heranrasenden Gefahr retten. Alle Verkehrsteilnehmer sollten deshalb in diesen Bereichen besonders langsam und umsichtig fahren!

Als besondere Schutzvorkehrungen sind in den ausgeschilderten Bereichen Amphibienschutzzäune beziehungsweise fest installierte Schutzeinrichtungen aktiviert. Die K 76 Nienstedt - Messenkamp wird zur Amphibienwanderzeit nachts voll gesperrt. Gleiches gilt für einige Straßen im Bereich der Stadt Bad Münder.

Im Gebiet der Stadt Hameln werden ab sofort für die Dauer der Amphibienwanderungen zeitweise folgende Straßenabschnitte gesperrt: Klütwald im Bereich der Wiengrund- und Riepenteiche in der Zeit von 19 Uhr bis 7 Uhr (die Zufahrt zum Finkenborn sowie zur Riepenburg sind über den Finkenborner Weg möglich) und die Straße zum "Zum Schweineberg" entlang der Krummen Beeke zwischen Holtensen und Rohrsen / Hottenbergsfeld in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr (die Zufahrt zur Heisenküche über die Holtenser Landstraße bleibt frei).

Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten für die Streckenabschnitte an der Klütstraße stadtauswärts in der Höhe des Tierheims (50 km/h), und am Ortsausgang Rohrsen Alte Mühle / Düth (30 km/h).

Kurioserweise kommt es bei Amphibien immer wieder auch zu Spontanwanderungen: Oft gibt es aber die Teiche, in denen die Kröten aufgewachsen sind, gar nicht mehr. Entweder sind sie ausgetrocknet oder durch Straßen verbaut. Dann machen sich die Erdkröten auf die Suche nach neuen Gewässern zum Ablaichen. So wurden im März vorigen Jahres Mitarbeiter des NABU Hessisch Oldendorf/Hameln aus der Bevölkerung aufmerksam gemacht, dass im Bereich des Waldbades Unsen an der Pötzer Landstraße zahlreiche Amphibien auf ihrem Weg zum Laichgewässer die stark befahrene Landesstraße L 423 überqueren. Diesen Hinweisen wurde sofort nachgegangen. Die Beobachtungen bestätigten, dass vom Wald des Süntels kommend zahreiche Erdkröten und Molche im Bereich des Waldbades Unsen die Landesstraße überquerten. Binnen drei Tagen wurden knapp 500 Tiere gesammelt. Viele Amphibien wurden überfahren. Es kam zu Massenverlusten.

Diese Spontanwanderung in Richtung der Herkesbachniederung war so stark, dass noch am selben Abend "aufgrund der besonderen Lage" die Polizei und anschließend die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln eingeschaltet wurden. Daraufhin wurde im Zuge einer verkehrsrechtlichen Anordnung eine Geschwindigkeitsbeschränkung angeordnet, damit die Helfer die bedrohten Tiere auf der Fahrbahn einsammeln und sicher auf die gegenüberliegende Seite transportieren konnten, ohne selbst in Gefahr zu geraten. In der Wandersaison konnten auf diese Weise mehrere hundert Individuen vor dem Verkehrstod gerettet werden.

In Zusammenarbeit mit Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hameln  wurde mittlerweile ein Anphibienschutzkonzept erarbeitet. Schnell kam man zu dem Ergebnis, dass spontan trotz des großen Betreueraufwandes ein sicherer Schutz der Amphibien nur über eine Amphibiensperreinrichtug/Krötenzaun erreicht werden kann, der am Fahrbahnrand der Nordseite der L 423 installiert wird.

In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hameln versucht die NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf/Hameln eine Amphibiengruppe ins Leben zu rufen, wenn sich genügend Teilnehmer und Helfer für diese Projekt finden. Denn was jetzt noch fehlt, sind die Helfer selber, Da der NABU Hessisch Oldendorf/Hameln mehrere solcher Amphibienprojekte durchführt, kann mit der Anzahll der vorhandenen Mitarbeiter diese Arbeit nicht allein bewältigt werden.

Ansprechpartner bei der Stadt Hameln ist Christian Wiemeyer von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hameln Tel. 05151/202-1471. Ansprechpartner beim NABU ist Dietmar Meier Tel. 05152/51243 (falls nicht erreichbar, ist AB durchgehend geschaltet).

DWZ - Bad Münder - 26. Februar
Stadt kämpft gegen die Hamelner Windmühlen vor der eigenen Haustür
/ Geplanter Windpark bei Hasperde beschäftigt die Politik
Hasperde (jhr).
Die meisten Deutschen finden erneuerbare Energien toll - nur bitte gerade nicht vor der eigenen Haustür. Das sehen Hamelner Politiker mehrheitlich offenbar ebenso wie ihre Münderschen Kollegen, und daher beschäftigt die Ausweisung von Windkraft-Vorranggebieten derzeit die Politik wie kaum ein anderes Thema. Konkret geht es um das Vorhaben der Stadt Hameln, am nordöstlichen Rand des Stadtgebietes ein Windvorranggebiet auszuweisen. In Flegessen, Hasperde und Klein Süntel wird das Vorhaben in unmittelbarer Nähe mit großer Sorge betrachtet, eine ablehnende Stellungnahme von münderscher Seite begrüßt.
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Ein "hohes Gefährdungspotential" sieht die Stadt für die Brutstätten des geschützten Schwarzstorches im Süntel - eine Auffassung, der sich auch der NABU mit Hinweis auf die nachgewiesenen Brutplätze anzuschließen scheint.
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Sehr aufmerksam müssten Verwaltung und Politiker allerdings verfolgen, ob die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln die Löschung des Landschaftschutzgebietes und die Einwendungen zum Artenschutz sorgsam abarbeite - wenn nicht, sei hier der Hebel anzusetzen.
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DWZ - Hessisch Oldendorf - 21. Februar
Störche kehren früher aus dem Süden zurück
/ Paar richtet sich das Nest ein
Hessisch Oldendorf (red).
Bereits in der vergangenen Woche kehrte ein Weißstorch heim in seine Sommerresidenz auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei an der Ecke Lange Straße und Münchhausen Ring in der Kernstadt. "Vermutlich handelt es sich dabei um den Einzelstorch aus dem Vorjahr, der im letzten Sommer vergeblich auf einen Partner wartete", vermutet Storchenvater Dietmar Meier. Der Fachmann vom Naturschutzbund geht davon aus, dass der "Klappermann diesmal wohl mehr Glück hat, denn schon wenige Tage nach seiner Ankunft war er nicht mehr allein auf dem Nest zu sehen."
Ein fremder Storch inspizierte ebenfalls das Nest. Beide Weißstörche, die jetzt auf dem Nest zu sehen sind, tragen keine Ringe. Das Storchennest in Hessisch Oldendorf ist über den Winter hinweg in Unordnung geraten und wurde gleich nach der Ankunft von den beiden Weißstörchen notdürftig ausgebessert.
 Wie bereits in den letzten Jahren treffen auch dieses Jahr erneut die ersten Weißstörche sehr früh aus den Winterquartieren Afrikas in Deutschland ein. "Nach Petzen bei Bückeburg sind die Störche ebenfalls schon aus dem Süden zurückgekehrt. Wegen der vorzeitigen Ankunft wird vermutet, dass es sich bei den Störchen um Westzieher handelt. Diese Storchenpopulation zieht von Nordwestafrika über die Straße von Gibraltar, Spanien und Frankreich nach Deutschland, während die ostziehende Population von Süd- beziehungsweise Ostafrika über die Halbinsel Sinai, Israel, die Türkei und den Balkan fliegt und aufgrund der längeren Zugstrecke mehr Zeit benötigt. Die Ankunft der Oststörche wird nicht vor März/April erwartet", erklärt Dietmar Meier. Schnee ist den Störchen nicht fremd, denn auf dem Zug über die Pyrenäen und die Ostzieher die Karpaten, auf deren Höhenzügen in der Zugzeit im Frühjahr meistens noch Schnee liegt.
Die kalte Witterung bei uns im Weserbergland macht den Störchen nicht zu schaffen. Sie finden derzeit ausreichend Regenwürmer auf den Feldern, wo sie tagsüber beobachtet werden können. "Auch in den aufgrund des Weserhochwassers vom Januar mit Wasser gefüllten Altarmrelikten finden sie reichlich Nahrung", führt Dietmar Meier aus. Mäuse dürften sie allerdings in der Weserniederung nach dem Hochwasser wohl kaum finden. Auch Frösche gehören jetzt noch nicht zu ihrem Nahrungsspektrum, dafür ist es noch etwas zu früh. Die Amphibienwanderungen haben noch nicht richtig begonnen. "Erst nach mehreren Tagen Dauerfrost und gefrorenen Böden ist bei Adebars Schmalhans Küchenmeister", weiß der Storchenvater des Naturschutzbundes. Aber er ist zuversichtlich: "Da das Wetter in den nächsten Tagen jedoch wieder etwas milder werden soll, wird es für das Storchenpaar wohl zu keinen Nahrungsengpässen kommen."
Sofern Fremdstörche nicht erneut das Paar auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei beim Brutgeschäft stören, könnte der bevorstehende Sommer vielleicht wieder zu einem erfolgreichen Storchenjahr werden", erklärt Dietmar Meier. Er hofft, dass nach einigen Jahren ohne Nachwuchs wieder einige junge Störche im Frühjahr und Sommer heranwachsen und im Herbst aus Hessisch Oldendorf in Richtung der Überwinterungsgebiete im warmen Süden starten können.
PYRMONTER NACHRICHTEN - Bad Pyrmont - 11. Februar
Neues aus der Nachbarschaft
Zu einer Waldwanderung hatte die NABU-Gruppe Bad Pyrmont eingeladen. Gut eine Stunde führte Hegeringleiter Dieter Lippert durch den Pyrmonter Forst. Mehr als 20 Teilnehmer erfuhren Wissenswertes über die Bestände und das Vorkommen der heimischen Wildtiere. "Starken Zuwachs hat es in den vorigen Jahren beispielsweise beim Schwarzwild gegeben", sagte Lippert. "Mittlerweile ist hier die Vermehrungsrate auf über 300 Prozent angestiegen". Als eine der Hauptursachen dafür gelte die Ausweitung der bäuerlichen Monokulturlandschaften, die den Wildschweinen das ganze Jahr über ein reichliches Nahrungsangebot bieten. Nicht nur Wildschweine und Rehe sind auf dem Vormarsch, auch Waschbären gehören mittlerweile zum heimischen Wildtierbestand. "Gesichtet wurde auch schon, sehr zum Erstaunen des einen oder anderen Zuhörers, Luchse und Wildkatzen", sagte Lippert. Neben ausreichend Rückzugsmöglichkeiten auf den landwirtschaftlichen Flächen sei auch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung von Bedeutung, in der auch Totholz seinen Platz finde, biete es doch ein wertvolles Biotop für zahlreiche Vogelarten, Kleintiere und Insekten. "Besonders gut bei den jüngsten Teilnehmern angekommen war die anschließende Vorführung mit Jagdhündin 'Rolle'", sagte Lippert. Der Hegeringleiter demonstrierte das Können seiner Hündin und gab den Zuhörern Einblicke in Ausbildung und Verhalten des Tieres.
DWZ - Hessisch Oldendorf - 07. Februar

Vor der Investition steht die Information / "Energiesparforum ein Glücksfall für Bauherren" / Veranstalter planen bereits fürs nächste Jahr

VON ANETTE HENSEL

Hessisch Oldendorf.

Einladend wirkt der Innenhof des Rathauses: Gezeigt werden hier ein gedecktes Dach, das Energiesparmobil des Naturschutzbundes, ein mit Strom betriebener Fiat 500 E und ein Elektroroller. Darauf nimmt zur Freude der Fotografen ein Brautpaar nach seiner standesamtlichen Trauung Platz. Die Besucher des dritten Energiesparforums zieht es jedoch gleich zu den Messeständen im Kulturismusforum. Etliche planen Sanierung und Modernisierung ihrer Wohnung oder ihres Hauses, möchten ohne Komfortverlust Energie sparen und suchen den Rat der Fachleute.

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DWZ - Hameln-Pyrmont - 31. Januar
Die Kohlmeise ist der häufigste Gast
/ 85 000 Hobby-Ornithologen zählen für den Naturschutzbund die Wintervögel
VON MARGIT KRAUTENBERGER

Trompetengimpel oder Grauammer sind seltene Gäste im heimischen Garten. Doch haben Hobby-Ornithologen haben am Futterhäuschen im verschneiten Garten in diesem Winter auch wirkliche Exoten gesichtet: Sogar Kanarienvögel und Sittiche wurden vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gemeldet, der Vogelliebhaber in diesem Januar erstmals zur Zählung der Wintervögel aufgerufen hat. "Diese Käfigvögel sind wohl ausgebüxt, haben aber kaum Überlebenschancen", sagt NABU-Experte Markus Nipkow. Gute Aussichten, auch lange Frostperioden zu überstehen, haben die heimischen Arten - nicht zuletzt dank Meisenknödeln und Körnermischungen, die in Abertausenden Vogelhäuschen ausliegen.

Wer sich am häufigsten im Winter an den Futterstellen bedient, wissen die NABU-Mitarbeiter nun ganz genau. Vom 6. bis 9. Januar lauerten Vogelfreunde an Fenstern und Balkontüren und notierten eine Stunde lang, welche Vögel sich draußen blicken ließen. Die Aktion "Stunde der Wintervögel" war ein voller Erfolg. 85 000 Hobby-Vogelkundler meldeten ihre Beobachtungen; 2,5 Millionen Wintervögel haben sie insgesamt gezählt. Die Niedersachsen erwiesen sich als besonders vogelbegeistert. Mit 12 000 Teilnehmern belegten sie nach Bayern den zweiten Platz.

Der häufigste Besucher am Futterhäuschen war die Kohlmeise - 52 000 Exemplare wurden gezählt - gefolgt vom Hausspatz (43 000), Amsel (39 900) und Blaumeise (38 700). Auch Buch- und Grünfinken, Kleiber, Eichelhäher und Spechte suchten bei Kälte und Schnee die Nähe des Menschen. Hinzu kamen Wintergäste aus dem hohen Norden wie Seidenschwänze, Bergfinken, Erlenzeisige und Rotdrosseln. "Wenn diese in ihrer Heimat zu wenig Winternahrung finden, ziehen sie in großen Scharen nach Mitteleuropa", sagt NABU-Ornithologe Nipkow. Dass gleich zwei Meisenarten unter den ersten Zehn sind, erstaunt den Vogelschutzexperten nicht. Es gebe hierzulande rund 15 Meisenarten, und anders als Amseln, die schon im Winter mit Revierkämpfen beginnen und Artgenossen vertreiben, kommen Meisen gleich in ganzen Trupps an die Futterstellen.

PYRMONTER NACHRICHTEN - Emmerthal - 26. Januar
Auch kleinere Beträge gelten als willkommene Unterstützung
Emmerthal (gm).
Mit insgesamt 6350 Euro wurden die Vereinszuwendungen sowie die Zuwendungen für die Seniorenarbeit in diesem Jahr vom Emmerthaler Ortsrat in fast gleicher Höhe vergeben wie in 2010. Das beschloss das Gremium einstimmig. Die Jugendfeuerwehren von Kirchohsen und Hagenohsen erhalten jeweils 50 Euro ebenso wie die Reservistenkameradschaft Emmerthal, die NABU-Ortsgruppe Emmerthal und der SoVD Kirchohsen.
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DWZ - Hessisch Oldendorf - 26. Januar
Mobile Profis machen sich fürs Stromsparen stark
/ Energiesparmobil des NABU informiert beim Energiesparforum vor Ort / Fachleute beraten kostenlos
Hessisch Oldendorf (red).
Das Energiesparmobil Niedersachsen des Naturschutzbundes NABU macht Station in Hessisch Oldendorf. Am 4. und 5. Februar wird das Mobil, das durch Förderung des Niedersächsischen Umweltministerium finanziert wurde, am Energiesparforum in Hessisch Oldendorf teilnehmen.
"Noch nie war Energie so teuer wie heute", sagt Hans-Jürgen Wissel vom NABU. Am Energiesparmobil geben Mitarbeiter des NABU und der Schornsteinfegerinnung Einblicke in die Wirkungsweise von Energie und Energiedämmung. Dabei reicht der thematische Bogen von den neuralgischen Punkten im Haus, etwa am Dach, den Wänden und den Fenstern bis zur Haustechnik und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Außerdem geben die Experten Tipps zur Suche nach Fördermitteln und zum Thema Stromsparen.
Das begehbare Energiesparmobil mit Ausstellung und Info-Materialien sieht Hans-Jürgen Wissel vom NABU als klaren Beitrag zum Klimaschutz: "Nicht verschwendete Energei schont die Umwelt am besten - und das wird man schnell am eigenen Geldbeutel spüren." Der besondere Service für alle interssierten Bürger: Fachkräfte des Schornsteinfegerhandwerks bieten eine neutrale und neutrale Energieberatung für Bauherren und Hausbesitzer an.
PYRMONTER NACHRICHTEN - Emmerthal - 26. Januar
Grüner Ersatz ist schon in Aussicht
/ Kranke Bäume am Rathaus werden gefällt /
Vier Neuanpflanzungen sind geplant
Emmerthal (gm).
Sie sind deutlich älter als 30 Jahre und mittlerweile von der Wurzel her nach oben krank und haben obendrein noch einen Pilzbefall. Und deshalb werden die Japanischen Schnurbäume, die von jeher den Weg zum Emmerthaler Rathaus prägten, demnächst auch gefällt und ihr Wurzelwerk ausgerodet. "Wenn wir alte Bäume fällen, verpflichten wir uns natürlich, auch junge Bäume zu pflanzen", sagte Erster Gemeinderat Elmar Günzel im Emmerthaler Ortsrat. Als Ersatz für die abgängigen Schnuräume sprachen sich die Ortsratmitglieder für einstimmig für eine Neuanpflanzung von vier Christusdornen (Gleditsia tricanthos) aus. Ortsbürgermeister Wolfgang Jürgens (SPD), selbst im Emmerthaler NABU aktiv, sagte über den Christusdorn, dass es sich dabei um eine schlanke, 10 bis 15 Meter hoch werdende Baumart handelt, die übrigens keine Dornen trägt und als Tiefwurzler für den Standort vor dem Rathaus bestens geeignet. "Die Bäume vertragen Hitze und Trockenheit ebenso wie Streusalz im Winter", sagte der Ortsbürgermeister. Die Gesamtkosten betragen laut Verwaltung 3865 Euro.
DWZ - Bad Münder - 24. Januar
Kurzhaarschnitt für Kopfweiden

Eimbeckhausen (hzs).

Trotz des eisigen Windes und leichtem Schneefall ist das halbe Dutzend NABU-Senioren pünktlich um neun Uhr am Treffpunkt in Eimbeckhausen. Lautstark lassen die Männer ihre handlichen Motorsägen aufheulen. Unter der Leitung des Vorsitzenden des NABU-Sünteltal, Matthias Großmann, geht es dem Dutzend Kopfweiden an der Grundschule an den Kragen.

Dort ist "Saxis viminalis, so der lateinische Name der Kopfweide, in den vergangenen Jahren ganz schön in die Höhe geschossen. "Wird die nicht radikal auf den Stamm zurückgeschnitten, bricht der etwa zwei Meter hohe Stumpen durch das Gewicht des Geästs auseinander", erklärt Helfer Heinz Osterkamp. Die Arbeit ist halsbrecherisch und nicht ungefährlich. Mit einer Leiter klettert Reinhard Schwarz auf den Kopf einer Weide - und sägt, bis die Kette qualmt. Eine echte Knochenarbeit. Der Lärm ist ohrenbetäubend. "Mensch, Euch hört man bis nach Rohrsen", ruft die Bauersfrau von nebenan und versorgt die NABU-Helfer mit heißem Kaffee.

Schnell sammeln sich am Rande des Schulparkplatzes Berge von frisch geschnittenen Weidenruten. Das biegsame Gehölz fand früher vielseitige Verwendung bei Korbflechtern und als Baumaterial. "Heute holt es der Bauhof ab, schreddert und kompostiert es", so Osterkamp.
Die ersten "geschneitelten" Weiden sehen kahl und trostlos aus. "Keine Sorge, kaum ein Baum ist so regenerationsfreudig wie die Weide", beruhigt ein NABU-Mitglied. "Wir wählen außerdem einige junge Äste aus, die werden in den Boden gesteckt und treiben schnell wieder aus.
 Kopfweiden, die oft Eulen und Fledermäusen ein Zuhause bieten, wurden von den Bauern wurden seinerzeit als natürliche Feld-und Weidebegrenzungen angepflanzt. "Dazwischen wurde dann der Zaun gezogen. Heute gibt es noch zahlreiche Kopfweiden in den Ortsteilen, die meist aber von den Landwirten geschnitten werden", weiß Großmann. "Die bekommen nämlich Zuschüsse dafür. Wir machen das aber umsonst, denn die Stadt hat bekanntlich weder Geld noch Grünflächenamt." Gegen Mittag stehen die Kopfweiden nur noch als Stümpfe da, sehen aus, als kämen sie frisch vom Friseur. Etwas gruselig wirken sie schon, in der Dämmerung und im Morgennebel. In drei oder vier Jahren werden dann die Kettensägemänner wieder anrücken und ihnen einen Radikalschnitt verpassen.