DWZ - Coppenbrügge - 17. Dezember
Beispiel für Sortenreichtum / Pflanzaktion der NABU-Gruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf
Dörpe (red).
Die fleißigen Helfer der NABU-Gruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf sind in ihre Gummistiefel geschlüpft: Auf der NABU-Wiese in Dörpe wurden, nun bereits im dritten Jahr, alte Obstbäume gepflanzt.
Wie Günter Blötz, der Vorsitzende der heimischen NABU-Gruppe und bekennender Streuobstliebhaber, erläutert, will die NABU-Gruppe mit der Neuanlage dieser Streuobstwiese dem dramatischen Rückgang der Obstsortenvielfalt entgegenarbeiten. "Waren vor hundert Jahren in Deutschland noch an die tausend Apfelsorten bekannt, beschränkt sich das heutige (Super-)Marktangebot auf einige wenige - oft weltweit angebaute - Sorten", sagt Blötz. Die Dörper NABU-Wiese mit ihren inzwischen 55 Hochstämmen sei dagegen ein Beispiel für den Sortenreichtum alter, robuster und an die klimatischen Bedingungen der Region angepassten Sorten.

Dank an den Landkreis
Auch unter den jetzt gepflanzten 18 Bäumen, überwiegend Apfel-, aber auch Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäume, sind wieder Raritäten vertreten, deren wohlklingende Namen wie Edelborsdorfer, Heuchelheimer Schneeapfel, Ananasrenette, Brettacher, Himbeerapfel aus Holovaus, Madame Verté oder Schweizer Hose bereits die Vorfreude auf leckere Gaumengenüsse wecken.
Und da die Pflanzbedingungen "ideal" gewesen seien, nämlich windstill - wichtig für das vorrübergehend freigelegte Wurzelwerk - und leichter Nieselregen, spricht laut Blötz nichts dagegen, dass noch in einhundert Jahren die "Gute Graue" als prächtiger eichenähnlicher Birnensolitär zukünftigen Generationen reichhaltige Ernte bescheren wird.
Ausdrücklich bedankt sich der NABU beim Landkreis Hameln-Pyrmont, der die Neuanlage der Streuobstwiese von Beginn an gr0ßzügig finanziell gefördert hat.
 
DWZ - Hameln - 15. November
Neue Spektakel und alte Bekannte im Mystik-Gewand / HMT stellt Jubiläumsprogramm vor
Hameln (wul).
Der Plan steht. Zumindest vorläufig, Ergänzungen sind willkommen: Rund 20 Veranstaltungen wurden von Akteuren aus Kultur, Kirche und anderen Organisationen für das Jubiläumsjahr vorgeschlagen und von der Hamelner Marketing- und Tourismus GmbH (HMT) ins offizielle Programm aufgenommen. Einige wurden eigens für "725 Jahre Rattenfänger" konzipiert, vieles indes ist altbekannt, will sich aber diesmal dem Motto "Geheimnis, Magie und Verführung" verschreiben und Inhalte sowie Erscheinung anpassen.
Weiter...Auszug...
28./29./30.: "European Bat Night" - rund um Fledermäuse (NABU)
...
 
DWZ - Hameln - 03. November
Schätze im Schrott: Von Werten und ihrem Wandel / Wie Teures zum Abfall wird - ein Nachmittag im Hamelner Entsorgungspark / "Verschenken ist besser als Wegschmeißen"
Von Erik Neugebauer
Hameln.
Gutes Porzellan, Werkzeug, Spielekonsolen - was in Hamelns Entsorgungspark so alles abgegeben wird, ist beileibe nicht nur Schrott. Sogar langjährige Mitarbeiter kommen bei manchem Stück ins Staunen und fragen sich, warum es wohl weggeworfen wurde. Klar ist freilich: Es gibt immer einen Grund...
Weiter...Auszug
Wo bis in die siebziger Jahre noch Hamelns Mülldeponie war, befindet sich seit 2004 ein Umschlagsplatz für Abfälle verschiedenster Art. Früher wurde weggeschmissen. Heute wird hier geprüft, getrennt und mit dem Ziel sortiert, Stoffe wieder aufzubereiten oder energetisch zu nutzen. Nachhaltigkeit, wohin das Auge blickt. Bei einer Rundfahrt über das Gelände erklärt der 48-Jährige, dass das Ziel einer Beratung über Abfall zunächst sei, selbigen zu vermeiden. "Deshalb versuchen wir den Leuten immer auch zu vermitteln, dass sie mit ihren alten Sachen noch etwas Gutes tun können und verweisen in diesem Zusammenhang an gemeinnützige Institutionen. " Motto: Verschenken ist besser als Wegschmeißen. "Der Naturschutzbund hat im Internet zum Beispiel eine Bauanleitung für ein Bienenhotel aus Holz, Ziegeln und weiteren Stoffen, die ebenfalls oft hier entsorgt werden."
...
 
DWZ - Hameln-Pyrmont - 29. Oktober
Zugvögel gehen auf große Reise / Die Weser als Navigationshilfe / Kraniche und Gänse in imposanten Schwärmen
VON MATTHIAS ROHDE
Weserbergland.
Manchmal geraten nicht nur Zugvögel ins Schwärmen, sondern auch Hans Arend: "Es ist schon ein beeindruckendes Schauspiel, wenn sich Tausende von Staren aufschwingen und auf ihre Reise gehen - wie dunkle Wolken am Himmel", begeistert sich der erste Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Hameln-Pyrmont. Der größte Teil der im Weserbergland heimischen Vogelarten - wie Kraniche, Störche, Enten, Schwäne, Gänse, Stare, Nachtigallen, Kiebitze und viele andere - verlassen in den Wintermonaten ihre Reviere und ziehen in die wärmeren Gebiete Afrikas und Südeuropas. Minustemperaturen, Schnee und die kürzeren Tage erschweren die Nahrungssuche für die Vögel in unseren Breiten so sehr, dass sie quasi gezwungen sind, "umzuziehen".
Arend beobachtet seit Jahren den Vogelzug durchs Weserbergland. Dabei gibt es auch Grund zur Sorge, weiß Arend: "Der Klimawandel, vor allem aber der ständige Ausbau von Ackerflächen, machen es den Zugvögeln schwer, ausreichend Nahrung bei ihrer Rast zu finden. Überall werden Feuchtwiesen dem Maisanbau geopfert, und wenn dann die Vögel auf dem Flug nach Süden bei uns Rast machen, ist das Futterangebot Jahr für Jahr geringer".
500 Kilometer Flug ohne Pause
Mehr als 140000 Kraniche haben sich in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg versammelt. Bei der jetzt einsetzenden Nord-Ost-Wetterlage wird sich der große Teil von ihnen auf den Weg in die Estremadura, im Südwesten Spaniens, machen. Dabei fliegen sie auch über unserer Region hinweg und nutzen die Weser als Navigationshilfe. Dietmar Meier, Referent für Biotop- und Artenschutz der NABU-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf, richtet seinen Jahresurlaub auf eben dieses Ereignis aus. Der Hobbyornithologe wird auch in diesem Jahr die Kraniche bei ihrem Zug - allerdings nur am Boden mit dem Auto - begleiten. "Kraniche sind Langstreckenzieher und können sich je nach Windgeschwindigkeit und -richtung 500 Kilometer und mehr ohne Pause zurücklegen." Bereits vor ihrem Zwischenstopp in Ostdeutschland haben die Kraniche einen langen Weg hinter sich. Ein Teil von ihnen kommt aus Sibirien, ein anderer aus Skandinavien, hauptsächlich aus Finnland. Die Seenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns bietet ein üppiges Nahrungsangebot.
Für Meier ist der Start jedes Mal aufs Neue ein mitreißendes Ereignis: "Erst steigt einer auf, dem folgen weitere drei, und plötzlich starten 200 Vögel. Es ist ein Geräusch, das man nie vergisst. So starten dann in Abständen von mehreren Minuten immer weitere Schwärme."

Der Vogelzug ist in vielen Details ein Rätsel. Auch wenn einige Fragen des Vogelzuges längst wissenschaftlich beantwortet sind, bleiben andere unbeantwortet. Klar ist, dass Vögel bei Tag Flüsse als Orientierungshilfe nutzen und nachts die Sterne. Andere Fragen, wie beispielweise die der Navigation mittels Magnetismus, sind noch nicht abschließend beantwortet worden.
"In den kommenden Tagen lohnt sich ein Blick in den Himmel, und am Abend, wenn es ruhiger wird auf den Straßen, kann man sie vielleicht hören", sagt Meier und ergänzt: "Wenn man Trompeten am Himmel hört, dann weiß man, das sind Schwäne. Kraniche hingegen zeichnen sich durch einen kehligen Krächzlaut aus, der aber aus vielen Kehlen tritt und ein unvergleichliches Erlebnis ist."
Allerdings ist nicht jeder offen für solche Eindrücke. Arend und seinen Mitstreitern liegt der Nachwuchs besonders am Herzen: "Wissen Sie, wenn ich mir anschaue, dass Kinder 130 verschiedene Handyklingeltöne erkennen können, aber beim dritten Vogelruf aufgeben, dann macht mich das traurig." Es gibt im wesentlichen drei Routen, die die Zugvögel für die Reise in den Süden nutzen (siehe Grafik). Die westliche Route (1) führt entweder bis in die spanische Estremadura oder über Gibraltar bis nach Westafrika. Die östliche (2) führt über die Sinaihalbinsel nach Ostafrika bis nach Südafrika. Einige Störche nutzen diesen langen Weg. Beide Routen sind stark frequentiert, weil sie die Überquerung des Mittelmeers vermeiden, denn über wasser gibt es keine Thermik. Die kürzeste, aber bei weitem gefährlichste Route ist die über Sizilien und Malta nach Nordafrika (3). Gefährlich ist die Route nicht nur wegen des langen Wegs über das Wasser, sondern vor allem durch die in Italien und Malta sehr beliebte Vogeljagd. Tausende Zugvögel lassen jedes Jahr ihr Leben; entweder werden sie abgeschossen oder verenden in äußerst brutalen Leimfallen. Diese Route wird vorwiegend von Singvögeln genutzt.
roh
 
DWZ - Bad Pyrmont - 21. Oktober
Bunte Blätter haben auf Pyrmonter Bürgersteigen nichts zu suchen / Anlieger zum Kehren verpflichtet / Gute Resonanz bei Grünannahmestellen
Bad Pyrmont (mau/jl).
Die bunten Herbstblätter fallen jetzt lautlos zur Erde - und lösen dabei mancherorts doch einen Höllenlärm aus: Die Laubbläserzeit hat begonnen. Mit bis zu 100 Dezibel werden Blätterberge von den Gehwegen und Rasenflächen geblasen - was das Gehör durchsaus schädigen kann. "Da muss unbedingt mit Ohrschutz gearbeitet werden", mahnt der Hamelner Hals-Nasen-Ohren-Facharzt Dr. Bernd Horn. Ein anhaltender Piepton sei Indiz für eine Schädigung des Gehörs. Der Geräuschpegel der "Laubpuster" betrifft aber nicht nur jene, die sie bedienen müssen, sondern auch die Anlieger. Eine Gefährdung schließt Horn aber aus: "In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass der Lärmpegel nur bei jahrelanger Belastung zu Schäden führt", so der Arzt.
Weiter...Auszug...
Igel brauchen Laubhaufen im Garten, um überwintern zu können.
Von Rasenflächen sollte Laub entfernt werden, damit es darunter nicht fault. "Blätter im Beet lasse ich liegen. Sie zersetzen sich und sind ein super Dünger", so Umweltberater Mike Amber vom Naturschutzbund (NABU) Hameln-Pyrmont. Die zusammengeharkten Blätter könnten gut im eigenen Garten kompostiert werden. Der Gartenabfall kann aber auch über die Bio- oder Saisontonne entsorgt werden. Der Grünschnitt wird auf einer der sieben Kompostierungsanlagen im Landkreis verarbeitet; Kompost erhalten Interessenten gratis. Größere Grünschnittmengen werden die Pyrmonter auf dem Kompostplatz am Hambornbach hinter dem BFW los - und zwar noch bis Ende November freitags von 12:30 bis 16:30 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.
...
 
DWZ - Hameln-Pyrmont - 20. Oktober
Leserbrief zu: "Kommt ein Vogel geflogen", vom 29. September
In der DEWEZET lese ich, dass die NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf einen Bird-watch anbietet. Offensichtlich hat dort inzwischen jemand selbst einen Bird, den zu watchen ich dringend empfehle, möglichst unter ärztlicher Aufsicht, damit dem Verhunzer des Deutschen nicht noch der Rest seiner Mothersprache abhanden kommt. Mit freundlichen Grüßen (oder schreibt man besser schon vorbeugend greetings?)
Horst Badura, Hameln
 
DWZ - Hameln-Pyrmont - 11. Oktober
Schillernder Eisvogel ist Vogel des Jahres
Berlin (dpa)
Der schillernde Eisvogel ist der Vogel des Jahres 2009. Der Naturschutzbund (NABU) kürte das spatzengroße Tier mit dem farbenprächtigen Gefieder am Freitag in Berlin nach mehr als 30 Jahren zum zweiten Mal.
Die Forderungen von 1973, als der "fliegende Edelstein" mit dem stahlblauen Rücken das erste Mal Jahresvogel war, seien noch immer aktuell, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Der Eisvogel (Alcedo atthis) brauche sauberes Wasser, naturnahe Bäche, unverbaute Flüsse und Seen sowie artenreiche Talauen. "Diese Lebensräume sind in Deutschland trotz mancher Fortschritte im Gewässerschutz immer noch Mangelware", sagte Opitz.
Nirgendwo komme der Eisvogel in Deutschland häufig vor, erläuterte der Naturschutzbund. Deutschlandweit gebe es noch 5600 bis 8000 Brutpaare. Mit der Wiederwahl des Vogels solle neuer Schwung in die Debatte um den Gewässerschutz gebracht werden, betonte Opitz. "Wollen wir dem Eisvogel dauerhaft eine Heimat bieten, brauchen wir lebendige Flüsse".
Der Eisvogel ist auch der Wappenvogel des bayrischen Landesbundes für Vogelschutz, der 2009 sein 100-jähriges Bestehen begeht. Dessen Vorsitzender Ludwig Sothmann warnte, in Bayern gebe es angesichts der Goldgräberstimmung bei regenerativen Energien Pläne, die Wasserkraft an schnell fließenden Bächen auszubauen. Damit würden die Lebensräume des Eisvogels beeinträchtigt.
Der Eisvogel, der im Flug und Sitzen mit einem flirrenden Farbenspiel fasziniert, ernährt sich überwiegend von kleinen Fischen. Für seine Brutröhren braucht er natürliche Steilwände. Woher der Eisvogel seinen Namen hat, ist strittig. Einige Deutungen gehen vom althochdeutschen Begriff "eisan" für schillern oder glänzen aus. Andere Autoren interpretieren den Eisvogel als "Eisenvogel" wegen seines rostbraunen Bauchgefieders.
In den 70er Jahren waren die Brutstätten des Eisvogels durch Wasserverschmutzung, Ausbau von Flüssen und Störungen durch Touristen stark zurückgegangen, wie der NABU weiter mitteilte. Viele Gewässer seine heute zwar erheblich sauberer und der Abwärtstrend des Eisvogels gestoppt, doch der Bestand habe sich nur auf niedrigem Niveau stabilisiert.
Wo Bäche und Flüsse in ein Korsett aus Stein und Beton gezwängt wurden und Wehre wandernden Fischen den Weg versperren, finde der Eisvogel weder genügend Nahrung noch ausreichend Brutmöglichkeiten, sagte Naturschützer Opitz. Das Umweltbundesamt stufe derzeit nur zehn Prozent der Fließgewässer in Deutschland als naturnah ein.
"Eine Gewässerpolitik für naturnahe Flüsse, die dem Eisvogel nützt, ist auch ein wirkungsvoller Hochwasserschutz", betonte Opitz. Randstreifen an Gewässern sowie Überschwemmungsgebiete müssten eingerichtet werden. Elbe, Donau und Oder dürften nicht weiter ausgebaut werden.
Den Jahresvogel 2009 gibt es auch als Handyklingelton. Der NABU kürt seit 1971 den Vogel des Jahres. Damit wollen die Naturschützer auf die Gefährdung von Lebensräumen aufmerksam machen und dem Jahresvogel zu mehr Bekanntheit verhelfen. Im Vorjahr wurde der Kuckuck gekürt.
 
NDZ - Bad Münder - 10. Oktober
Was aus dem Boden schießt, ist nicht immer genießbar / NABU-Pilzexkursion: 60 Arten im Süntel gefunden
Bad Münder (gho).
Ab in die Pilze! Jetzt ist es höchste Zeit für Sammler und Sucher. Vor allem in Deister und Süntel sprießen die Gewächse sprichwörtlich aus dem Boden. Sachkundige Ratschläge holten sich jetzt 36 Teilnehmer einer Exkursion, die der Naturschutzbund (NABU) Sünteltal angeboten hatte.
Die Ausbeute erwies sich als sehr ergiebig. Gut 60 verschiedene Arten brachten die in drei Gruppen ausgeschwärmten Pilzsucher aller Altersklassen am Ende ihrer zweistündigen Suchaktion zum Sammelpunkt zur Bergschmiede im Süntel. Dort erläuterte Pilzexperte Michael Exner die Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmale. Unter den vielen gefundenen Exemplaren befanden sich einige, die ungenießbar waren, andere, die gar lebensgefährlich sind, wenn sie von Menschen gegessen werden - beispielsweise der gelbe Knollenblätterpilz.

Exner betonte, dass nicht nur das Erkennen der Arten sein besonderes Anliegen sei. Vielmehr gehe es auch darum, Verständnis für das komplexe Ökosystem Wald zu wecken. Dazu gehöre auch, dass nicht genießbare oder nur unbekannte Pilzarten nicht einfach umgetreten werden dürften, weil jede Pflanze ihre Bedeutung im natürlichen Kreislauf habe.
Der Pilz dürfe auch getrost mit leichter Drehung dem Boden entnommen und nicht unbedingt abgeschnitten werden. Ein genaues Bestimmen sei nur so möglich. Eine junge Stinkmorchel, auch Teufels- oder Hexenei genannt, brachte viele zum Staunen. Breitblättriger Rübling, Scheidenstreifling, Strubbelkopf, Holzritterling, Perlpilz oder rehbrauner Dachpilz waren nur einige der vielfältigen Arten im Süntel. "Das war toll und äußerst lehrreich", lobte Teilnehmer Lothar Ruck. Jan Sohn, mit elf Jahren einer der jüngsten Teilnehmer, sog das neue Wissen förmlich in sich auf.
Am Vorabend hatte Exner mit einem Diavortrag auf die Exkursion vorbereitet und die Theorie vermittelt.
 
NDZ - Bad Münder - 07. Oktober
Stichstraße: Naturschützer protestieren
Bad Münder (ric).
Vielleicht ist es eine reine Definitionsfrage: Liegen Pläne für den Bau einer Stichstraße zwischen Rahlmühle und Süntelstraße vor - oder handelt es sich lediglich um "Planskizzen"? Für Gerd-Dieter Walter vom NABU Sünteltal und den Naturschutzbeauftragten der Jägerschaft Hegering 8, Christoph Schröder, ist die Sache klar: "Wir sehen die Entwicklung in jedem Fall kritisch, das kann nur kollidieren", sagt Walter. Es gebe bekanntlich Pläne - über die sich der NABU Gedanken mache. "Wie soll diese Trasse zur Hamel-Renaturierung passen?" Schröder empfiehlt, rechtzeitig in die Entwicklung aus Naturschutzsicht einzugreifen: "Bei der Erweiterung des Schnelle-Betriebsgeländes hat das auch prima geklappt."
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 30. September
Kommt ein Vogel geflogen / NABU-Aktion: Vogelzug beobachten in Hessisch Oldendorf
Hessisch Oldendorf (red).
Der Herbst ist da, und wie jedes Jahr starten wieder mehr als 50 Millionen Zugvögel in Mittel- und Nordeuropa zu ihrer alljährlichen Reise in den warmen Süden. Aus diesem Anlass greifen am kommenden Wochenende Vogelfreunde in ganz Europa gleichzeitig zum Fernglas, um Gänse, Enten, Greifvögel, Stare und viele andere Vögel auf ihrem Weg gen Süden zu erleben und zu zählen.
Die NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf beteiligt sich wieder an dieser vernetzten Aktion und bietet eine Fahrrad-Tour zu den Kiesteichen bei Fischbeck an. Die Teilnehmer treffen sich am 5. Oktober um 10 Uhr auf dem Marktplatz in Hessisch Oldendorf und beginnen dort mit ihren Beobachtungen, denn die spektakulären Formationsflüge der Gänse, Kraniche, Kiebitze oder Stare bieten auch für den Laien ein faszinierendes Erlebnis. Deshalb der NABU Hessisch Oldendorf alle interessierten Bürger ein, am sogenannten "Birdwatch", der etwa zwei bis drei Stunden dauern wird, ein. Es wird darum gebeten, ein Fahrrad und ein Fernglas mitzubringen - mehr wird nicht benötigt, denn der NABU hat die weiteren Unterlagen für die Zählaktion dabei.
Wer beim Birdwatch teilnimmt, hat außerdem eine Chance auf Preise. Der NABU verlost dreimal die Bestimmungsbücher "Welcher Vogel ist das?" und zehnmal das Buch "Nisthilfen für Vögel". Weitere Informationen zum Birdwatch-Day in diesem Jahr gibt es unter
www.birdwatch.de. Es wird keine Teilnehmergebühr erhoben, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen, außerdem sind ein gutes Fernglas und ein Bestimmungsbuch für Vögel hilfreich. Anmerkung Webmaster: Weitere Informationen gibt es auch auf diesen Internetseiten.
 
DWZ - Bad Pyrmont - 29. September
Pyrmonter Biotope sollen nicht länger im Verborgenen blühen / NABU-Ortsverein erwägt Exkursionen / Mehr Platz für Eidechsen
Bad Pyrmont (Hei).
Dass die vier vom Naturschutzbund (NABU) betreuten Biotope auf Pyrmonter Gebiet mehr oder weniger im Verborgenen blühen, möchten die Mitglieder des Ortsvereins ändern. Bei der Hauptversammlung im Tierpark-Café war ein deutliches Interesse an den Naturschutz-Gebieten zu beobachten. Und es wurde von mehreren Seiten der Wunsch geäußert, die Biotope mehr als bisher in die Exkursionen einzubeziehen.
Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden Stefan Habenicht ging aber auch hervor, an welchen Aktivitäten des Ortsvereins die zur Zeit 280 Mitglieder teilnahmen. Auf dem Programm standen unter anderem naturkundliche Spaziergänge, zwei viel beachtete Fledermaus-Aktionen am Gondelteich, unter anderem auch mit Kindern aus dem katholischen Kindergarten, und ein Vortrag über Turmfalken.
Der NABU hatte außerdem den Rückschnitt von Buschwerk an einem Bahnhang übernommen, um den Lebensraum dort angesiedelter Eidechsen zu erweitern.

Junge Camper stören die Ruhe am Hakelt
Eine wesentliche Aufgabe der Naturschützer ist die Hege und Pflege der Biotope am Hakelt in Holzhausen, am Nagelbrink, an der Wolfskammer und an Heidmüllers Teich, für die Gerhard Rölle verantwortlich ist.
Gemeinsam mit einer ABM-Kraft und einer Ein-Euro-Kraft wurden Bereiche gepflegt und teilweise umzäunt, Wiesen gemäht und einige Bäume gefällt. "Durch unsere Biotope wird die Artenvielfalt dort wachsender Pflanzen gewahrt. Daher sind sie sehr wichtig", betonte Rölle, der die Mitglieder zur Besichtigung einlud.
In der Diskussion wurde angeregt, die Biotope in die NABU-Exkursionen einzubeziehen und außerdem eine Artenliste der Gewächse anzulegen, was eventuell Studenten erledigen könnten. Kritisch wurde vermerkt, dass am Hakelt verschiedentlich junge Leute mit Autos und Zelten und entsprechend zurückgelassenen Müll beobachtet worden seien. Vom Frettchen bis zum Waschbär reicht die Liste wild lebender Tiere in und um Bad Pyrmont, über die anschließend Dr. Wilhelm Voges berichtete.
 
DWZ - Hameln - 27. September
Lautlose Jäger in der Dunkelheit / Mit Rainer Marcek und Fotograf Wilfried Hildebrandt auf Fledermaus-Pirsch
VON KARIN ROHR
In China gilt sie als Symbol für Glück und Gewinn, bei uns hat sie lange Zeit eher mit dunklen, dämonischen Mächten in Verbindung gebracht - die Fledermaus. Ihren Schutz hat sich die AG Fledermaus im NABU Hameln-Pyrmont verschrieben. Seit 25 Jahren setzt sich die Gruppe für die kleinen Flugsäugetiere ein - mit Ansiedlungskästen, Bestandserfassungen, Pflege und Auswilderung von Tieren, Öffentlichkeitsarbeit, Filmen, Gutachten. Und mit Exkursionen in Fledermausreviere.
 Es dämmert, als wir durch das Unterholz nahe der Ützenburg im Hamelner Stadtforst stampfen, um - abgelegen von Wirtschaftswegen und Waldpfaden - fünf Fledermauskästen zu kontrollieren. "Das ist jedes mal wie eine Wundertüte", schmunzelt Rainer Marcek, Gruppenleiter der AG Fledermausschutz im NABU, und erklärt: "Man macht den Kasten auf, guckt rein und wundert sich oft, was drin ist." An diesem Abend ist es nicht anders. In einem Kasten haben sich Hornissen angesiedelt, zwei andere beherbergen Vogelnester, im dritten Kasten hatte ein Siebenschläfer sein "Lager" aufgeschlagen. Aber beim fünften wird Marcek fündig: Er hat eine Leiter an den Baum gelegt, nimmt den Kasten vorsichtig ab, öffnet die Klappe - fünf Große Abendsegler hängen drin. Unglaublich. Marcek nimmt eine Fledermaus heraus.Sie scheint "schaftrunken". Und lässt sich streicheln. Ganz weich ist ihr braunes Fell. Die dunklen Knopfaugen sind geöffnet. "Aber sie braucht eine Weile, bis sie ganz da ist", sagt Marcek. Daher nimmt die Fledermaus diese Störung auch gar nicht richtig war. Wieder zurück in den Kasten verfrachtet, wird sie irgendwann später auf Beutezug fliegen und per Ultraschall Insekten jagen.

"Von Insekten leben unsere heimischen Fledermäuse", klärt Marcek auf. Die fliegenden Säugetiere gelten als Indikator für eine intakte Umwelt, brauchen zum Erhalt der Artenvielfalt eine reich strukturierte Landschaft und stehen seit 1936 unter Naturschutz. "Ihre Bestände schrumpften trotzdem zusehends", sagt Marcek. Der Grund? "Quartiernot und Nahrungsnot durch vermehrten Einsatz von Pestiziden", so Marcek. In Felsspalten, Baumhöhlen, Dachböden, Ruinen, Tunneln und alten Bergwerken überwintern die nachtaktiven Tiere. Dort fallen sie in totenähnliche Winterstarre. Ihre Körpertemperatur sinkt so stark ab, dass sie unter keinen Umständen gestört werden dürfen. "Allein der Strahl einer Taschenlampe könnte sie wecken", sagt der Naturschützer. Dann würden sie so viel Energie benötigen, um auf Touren zu kommen, dass sie das glatt umbringen könnte. Daher werden die Winterquartiere der Fledermäuse für Störenfriede unzugänglich gemacht. Doch noch ist es nicht soweit. Noch fliegen die Fledermäuse. Und jetzt im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, sogar schon recht früh.
"Einige kann man an den Rufen unterscheiden"
19.30 Uhr: Schlägers Teiche in der Hamelner Nordstadt. Dort sind Wasserfledermäuse aktiv. Rainer Marcek hat seinen Ultraschalldetektor eingeschaltet, der unhörbare Laute in hörbare umwandelt. "Man kann die Frequenz einstellen", erklärt er. Und: "Einige Fledermäuse kann man anhand der Rufe unterscheiden". Plötzlich verdichten sich Töne im Detektor, werden zu einem anschwellenden Klopfen. Und dann sehen wir eine Wasserfledermaus. Dicht über der Teichoberfläche. Blitzschnell und elegant im Flug. Ohne Detektor wäre sie ein lautloser Schatten. Noch ein paar Mal huscht sie vorbei. Dann fängt es an zu nieseln. Das ist ungünstig. "Die Tropfen, die aufs Wasser, irritieren die Tiere", weiß Marcek. Dann sind auch schlagartig weniger Insekten in der Luft. Für Jungtiere kann das problematisch werden. Als es schließlich regnet, sehen und hören wir auch die Fledermaus nicht mehr.
16 Fledermausarten hat der NABU im Landkreis Hameln-Pyrmont nachgewiesen. Die Kleine Hufeisennase, die früher häufig war, ist hier inzwischen ausgestorben. Und auch das Graue Langohr oder die Zweifarbfledermaus sind im Weserbergland selten geworden. Das Vampir-Image haben die Fledermäuse dank intensiver Aufklärungsarbeit jedenfalls längst abgelegt. Heute sind sie sogar richtig "in". "Unsere Führungen im Sommer sind regelmäßig ausgebucht", sagt Marcek.

ZUM THEMA
Fledermaus-Infos
> Im Internet gibt es umfassende Informationen zur Fledermaus und zum Fledermausschutz beim NABU unter
www.NABU-hm.de

> Kontaktadresse: Natur- und Umweltzentrum, Berliner Platz 4, Telefon: 05151/13671
> AG Fledermausschutz im NABU Hameln-Pyrmont: Rainer Marcek, Telefon: 05151/62716
> Den Videobericht "Fledermäuse und ihr Schutz" von Wilfried Hildebrandt, Mitglied in der AG Fledermausschutz, finden Sie im Internet unter www.dewezet.tv
in der Rubrik "News"
Detail/News: http://www.dewezet.tv/video/734/1/fledermaeuse-und-ihr-schutz-
 
DWZ - Hameln-Pyrmont - 26. September
Ohne Überschrift
Wann haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eigentlich das letzte Mal mit Ihrem Nachbarn gesprochen? Das ist schon ein, zwei Wochen her? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen, denn vielleicht haben Sie etwas Interessantes verpasst, das sich direkt hinter Ihrem Gartenzaun ereignet hat. Hier finden Sie kleinere und größere Geschichten, über die in der Schule, im Verein oder eben in der Nachbarschaft gesprochen wird. Sie haben selbst etwas Besonderes erlebt oder gesehen? Dann rufen Sie an (05151/200414), schicken eine E-Mail (
c.koch@dewezet.de) oder einen Brief (Dewezet-Redaktion, Osterstraße 15-19, 31785 Hameln). Oder werden Sie selbst zum Reporter. Unter www.wesio.de können Sie Ihre Bilder, Texte oder Videos direkt ins Internet stellen.
Weiter...Auszug...
Tiere vor die Kamera zu bekommen, ist nicht einfach, doch das Ergebnis lohnt sich allemal. So hat beispielsweise "vito" einen Steppenadler fotografiert und bei "wesio.de", dem Internetportal der Dewezet, ins Netz gestellt. Bei der Gelegenheit, so schreibt er, möchte er Werbung für den NABU (Naturschutzbund) machen. Der sorge unter anderem dafür, dass solch herrliche Geschöpfe weiter auf unserem Planeten leben. "Bin natürlich Mitglied", versichert er.
CK
 
NDZ - Bad Münder - 25. September
Ab in die Pilze! Am besten mit Expertenrat / Michael Exner leitet NABU-Seminar am Wochenende / Regen kurbelt Wachstum an
Bad Münder (ric).
Das feuchte Wetter der vergangenen Tage hat die Pilzpopulation kräftig nach oben schnellen lassen. "Ich bin sehr froh darüber, sonst würden wir am Sonnabend nur wenige Exemplare finden", sagt Michael Exner.
Der anerkannte Münderaner Pilzexperte ist nämlich auf Einladung der Naturschutzbundes Sünteltal mit Interessierten auf der Suche nach Stockschwämmchen, Champignons, Röhrlingen, Hallimaschen, Bovisten und Co. Doch welche der Gewächse sind schmackhaft und dürfen ins Körbchen wandern, welche Arten hingegen sind giftig?
Das Motto "Pilze kennen und unterscheiden lernen" solle alle Naturfreunde ansprechen, die Pilze im Spätsommer und Herbst nicht nur bewundern, sondern auch bestimmen wollen. Dabei wird nicht nur auf die Nutzung der heimischen Speisepilze, sondern unter anderem auch auf die besondere ökologische Bedeutung als unentbehrliche Helfer bei der Holzzersetzung eingegangen. Bei einer seiner jüngsten Touren hatte Michael Exner übrigens wieder einen guten Riecher bewiesen und im Deister einen Österreichischen Prachtbecherling aufgespürt - bislang erst der achte dokumentierte Fund in Niedersachsen überhaupt. Zur theoretischen Vorbereitung des NABU-Seminars treffen sich alle Interessierten am morgigen Freitag um 19 Uhr im Hotel Deutsches Haus. Am Sonnabend starten sie um 9 Uhr eine spannende Pilzsuche.
 
DWZ -  Salzhemmendorf - 24. September
Aus der Presse ins Glas / 2000 Besucher beim Mostfest / Vorführungen in Ockensen
Ockensen (top).
Für Adam und Eva bedeutete der Apfel die Vertreibung aus dem Paradies, in prähistorischer Zeit erkannte man die Vorzüge dieser ältesten kultivierten Frucht, und auch die alten Griechen und Römer schätzten den schmackhaften "Alleskönner" und entdeckten dessen gesundheitsfördernde Wirkung. Nach wie vor erfreut sich der kleine runde Star größter Beliebtheit und ist mit einem jährlichen Verzehr von 40 Kilogramm der Deutschen liebstes Obst. Beim Mostfest in Ockensen präsentierte sich der Apfel in allen erdenklichen Variationen. Ob frisch und saftig vom Baum, als Füllung oder Kuchenbelag, Konfitüre oder Gelee und natürlich als frisch gepresster Most. Für jeden Geschmack war etwas für die rund 2000 Besucher dabei. Besonders interessant: das Schau-Mosten.
Weiter...Auszug...
An 20 Ständen gab es alles rund um das Thema Natur. Ob Gestecke, Blumen, Honig, Konfitüren und frische Speisen, Skulpturen, Schmuck und kunsthandwerkliche Arbeiten, alles stand im Zeichen des Herbstes. Für die Jüngsten boten Strohhüpfburg, die Ausstellung der Kreisjägerschaft mit präparierten Tieren aus Wald und Flur sowie das vom Naturschutzbund Coppenbrügge/Salzhemmendorf angebotene Basteln von Ohrwurmherbergen Information und Spaß.
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 24. September
Die "Fünfte Kolonne" hat immer was zu tun / Ehrenamtliche Arbeit in ihrem Dorf ist für Großenwiedener Rentner-Gruppe selbstverständlich
Großenwieden (pj).
"Wir sind die Fünfte Kolonne", sagt Klaus Breitkopf. Doch mit der historischen "Fünften Kolonne", die heimlich, subversiv tätig oder der Subversion verdächtig ist, und deren Ziel der Umsturz einer bestehenden Ordnung im Interesse einer fremden aggressiven Macht ist, haben die Weserdörfler überhaupt nichts zu tun. Klaus Breitkopf und seine Freunde sind "nur unheimlich fleißig", wie Dorfbewohner anerkennend feststellen. Die Rentner, die gerade den Platz am Fähranleger ein letztes Mal in diesem Jahr gemäht und die Schutzhütte winterfest gemacht haben, treffen sich meist nachmittags, um ihr Heimatdorf zu verschönern.
Weiter...Auszug...
"Der städtische Bauhof mäht zwar die großen Flächen an der Weserpromenade, doch kleinere Teile bleiben liegen - dort werden wir dann tätig", sagt Hans-Hermann Beißner. Wird schweres Gerät gebraucht, dann helfen auch die örtlichen Unternehmer. So war die Firma Beißner Hochbau zur Stelle, als kürzlich die Ortstafel gegenüber der Fähre abgebaut wurde. Mit der Neugestaltung der Promenade gab es auch eine neue Ortstafel, die alte war als Orientierungshilfe für die Touristen, die auf dem Radwanderweg ins Dorf kommen, überflüssig geworden.
Es gibt aber auch Probleme
Eine weitere Verwendung haben die Großenwiedener aber für sie. Klaus Göring sicherte sich die Tafel für den Naturschutzbund. "Mit Kindern der Grundschule wird die Tafel zum Insektenhotel umgebaut", erklärt Klaus Göring.
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 11. September
"Kaiserlinden waren bereits massiv geschädigt" / Stand- und Bruchsicherheit nicht mehr gewährleistet / Kronen bereits mit Ankern gesichert / Neuanpflanzungen
Hessisch Oldendorf (doro).
Dass die alten Kaiserlinden an der Welseder Straße einer Zufahrt für die Discounter Aldi und Penny zum Opfer gefallen sind, ärgert Sabine Riedel. "Ich sehe die Notwendigkeit nicht", sagt die Hessisch Oldendorferin. "Selbst die großen Lkw kamen zwischen den Bäumen problemlos auf die Baustelle."
Weiter...Auszug...
Meier: NABU ist nicht beteiligt gewesen
Dietmar Meier, Vorstandsmitglied der NABU-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf, kritisiert außerdem, dass der NABU als Vertreter öffentlicher Belange an beiden Verfahren nicht beteiligt wurde. "Wir hätten nach unserer Auffassung beteiligt werden müssen. Insofern können wir keine Stellungnahme zu den Fällaktionen abgeben, da wir die Unterlagen nicht kennen und nicht wissen, ob Alternativen geprüft wurden. Generell sollte nach unserer Auffassung jeder Baum erhalten werden. Hier wurde das Fällen von vier Bäumen auch eine Baumreihe unterbrochen, die den Fuß- und Fahrradweg zu der vielbefahrenen Straße abtrennt."
 
DWZ - Hameln - 08. September
Thema Umwelt im Doppelpack präsentiert / Im Bürgergarten wurde gestern an 22 Ständen für vernünftigen Umgang mit Ressourcen geworben
Hameln (git).
In Hameln konnten Besucher gestern das Thema Umwelt im Doppelpack genießen. Während sich die Einen auf dem Rathausplatz durch die Messehallen der Soltec schlängelten, bummelten andere nebenan beim "Tag der Umwelt" über die grüne Wiese im Bürgergarten. Hier gab es Infos über Artenvielfalt, Entsorgung von Leuchtstoffröhren, Co2-Ausstöße, Bodenproben, bis hin zu Radwegen für Tourenräder. Zum zweiten Mal hatten die Organisatoren "Stadt Hameln" und "Radio Aktiv" zum "Tag der Umwelt" wieder ein bunt gemischtes Programm zusammengestellt. Dies alles kam sehr gut an, zumal sich auch der Wettergott mit einem warmen Altweibersommertag besucherfreundlich zeigte.
Bürgermeisterin Ursula Wehrmann (Grüne), die den großen Kreis aus 22 Ständen um 11 Uhr eröffnet hatte, lobte dabei die diesjährige Idee, beide Veranstaltungen parallel anzubieten.
Anregungen und Informationen in Sachen Umwelt gab es in vielfältiger Weise. Die Stadt informierte über die heimische Verkehrssituation, Grundstücksentwässerung und Grünpatenschaften. Die "Öffis", der örtliche Nahverkehr Hameln-Pyrmont, standen für Fragen rund um das Busfahren bereit. Die Kreisabfallwirtschaft (KAW) des Landkreises Hameln-Pyrmont warb mit einer Abfallberatung. Die Feuerwehr Hameln zeigte, was die Blauröcke bei einem Chemieunfall tun können. Bodenproben und Wasseranalysen erklärte die LUFA. Mit ihrer Frage "Essen sie Erdbeeren im Winter?" überraschte der NABU seine Besucher. Der Umweltverband zeigte die Transportwege von heimischen und importierten Waren auf. Beim ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) durften sich die Besucher in einem Fragebogen über die Radfahrwegein Hameln-Pyrmont äußern.
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 05. September
Die Suche nach Jägern der Nacht / Über 90 Teilnehmer bei Fledermausnacht / Rares Exemplar gesichtet
Hessisch Oldendorf (ah).
Es fand kein weiteres Taschenlampenkonzert statt, als am Samstagabend viele Lichtkegel im Dunkeln des Münchhausenparks aufleuchteten. Anlässlich der 12. Europäischen Fledermausnacht suchten 60 Kinder und 30 Erwachsene die Fläche über dem Teich nach Fledermäusen ab. Mit Hilfe von Bat-Detektoren zur akustischen Ortung entdeckten sie allerdings nur eine Wasserfledermaus. Von der angrenzenden Brücke aus konnten sie zwei Zwergfledermäuse beobachten.
Vor der Exkursion hatte die NABU-Ortsgruppe bereits in die Realschule eingeladen. Dort erhielten die Gäste der Fledermausnacht, die nicht nur aus dem Stadtgebiet, sondern auch aus Hameln und sogar aus Porta Westfalica kamen, viele Informationen über die lautlosen Nachtjäger. "Es ist bemerkenswert, wie das Interesse an Fledermäusen zugenommen hat", hob Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der Ortsgruppe, hervor. Viel Spaß machte den Jüngeren der Bau von Fledermauskästen und natürlich das beliebte Fledermaus-Kreisspiel. Bei einsetzender Dämmerung marschierten die Teilnehmer in drei Gruppen los. "Unter den Tannen" hatten sie Erfolg, orteten und sichteten eine Breitflügelfledermaus mit einer Spannweite von bis zu 34 Zentimetern und mehrere Zwergfledermäuse. "Ich bin froh, dass wir Fledermäuse ausfindig machen konnten", sagte Hans-Jürgen Wissel. "Manche sind nach den kühlen Tagen schon auf dem Weg in ihr Winterquartier.
 
DWZ - Coppenbrügge - 05. September
Mit fast 800 Kindern ein Ferienrekord / Angebote der Jugendpflege Salzhemmendorf im Sommer noch stärker nachgefragt als im Vorjahr
Salzhemmendorf (top).
Nach den Sommerferien ist vor den Sommerferien. Dies trifft auf die Arbeit von Gerlinde Schwalger, Gemeindejugendpflegerin in Salzhemmendorf, zu. Auch wenn die letzte Ferienpassaktion erst vor wenigen Tagen noch bei den Kindern Anklang fanden, begibt sich die Jugendpflegerin bereits in die Planungen für den Ferienpass des kommenden Jahres. Bei 45 Aktionen trugen die Veranstalter auch 2008, darunter viele Vereine und Privatpersonen, zum reibungslosen Ablauf bei. Über 770 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren nutzten die Aktionen. Manches Angebot war sofort ausgebucht.
"Nachdem wir im vergangenen Jahr 40 Aktionen mit einer Beteiligung von 650 Kindern verzeichnet hatten, sind wir über die nochmalige Steigerung sehr glücklich", sagte die Jugendpflegerin. Als wahre Renner erwiesen sich der zum ersten Mal vom NABU Coppenbrügge-Salzhemmendorf organisierte Besuch im Steinzeichen Steinbergen, die Unter-Tage-Erfahrung im Osterwalder Hüttenstollen sowie das Zeltlager der Naturfreunde Lauenstein. "Diese Veranstaltungen waren bereits am ersten Anmeldetag ausgebucht", so Gerlinde Schwalger.
...
 
NDZ - Bad Münder - 05. September
NABU führt an der Hameln entlang / Ortgruppe Sünteltal stellt Sonntag Grundstücke und Aufgaben vor
Bad Münder (jhr).
Die Verbesserung der Gewässerqualität der Hamel liegt den NABU-Mitgliedern der Ortsgruppe Sünteltal besonders am Herzen - entsprechend stark engagieren sie sich für den Fluss. Gleich mehrfach haben sie in den vergangenen Jahren Flächen an der Hamel erworben, die von der Ortgruppe betreut werden.
 "Am Sonntag wollen wir Interessierten unsere Grundstücke an der Hamel vorstellen und erläutern, was auf den verschiedenen Flächen geschieht", erklärt Heinz Osterkamp, Vorstandsmitglied der Ortsgruppe. Teilnehmer der Exkursion entlang der Hamel treffen sich am 7. September um 9 Uhr an der Bushaltestelle Frederikenstift an der B 442.
Die Begehung soll auch zum Umgehungsgerinne an der Wallstraße führen, 2005 als Modellprojekt zur Renaturierung von Flüssen in Niedersachsen angelegt. "Dort stehen demnächst Pflegearbeiten an", sagt Osterkamp. Büsche und Gräser müssen zurückgeschnitten werden. "Die offene Fläche wird für Vögel und Insektenarten benötigt", erläutert der NABU-Vertreter.
 
DWZ - Bad Pyrmont - 03. September
"Grenzprobleme" im Flussbett der Emmer / Unterhaltungsverband drängt in Lügde bislang vergeblich auf Abhilfe / Bisam-Bestand ein Problem
Bad Pyrmont (cbu).
Was haben Japanknöterich, Herkulesstaude, Bisamratten und die Stadt Lügde gemeinsam? Sie alle bereiten dem Unterhaltungsverband Emmer-Humme (UHV) Kopfzerbrechen, der jetzt auf Gewässerschau war. Einmal pro Jahr überprüfen die Experten die Ufer der Emmer nach Uferabbrüchen, wuchernden Fremdpflanzen und Hindernissen im Fluss.
 Die Emmer schlängelt sich bekanntlich direkt zwischen dem Landkreis Hameln-Pyrmont und dem Kreis Lippe entlang.
Weiter...Auszug...
"Das ist alles zusammen etwas mehr Arbeit als in den Vorjahren", meint Mundhenk. Trotzdem bestehe der Hauptaufwand aus Grünschnittmaßnahmen. Nicht-heimische Pflanzen wie Herkulesstaude, Japanknöterich oder indisches Springkraut wuchern auch in diesem Jahr an den Ufern. Um diese Pflanzen vollständig zu beseitigen, müsse man etwa zweimal im Jahr mähen. Und das über sechs oder sieben Jahre hinweg. Harald Baumgarten von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Hameln-Pyrmont will nun den Naturschutzbund informieren und regelmäßige Mäharbeiten ermöglichen.
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 27. August
NABU: Eine Nacht für die Ultraschalljäger / Fledermausnacht am Wochenende
Hessisch Oldendorf (red).
Sie heißen Mausohr, Hufeisennase oder Abendsegler. Sie lieben die Dämmerung und sind die Stars der 12. Europäischen Fledermausnacht, die vom NABU und EUROBATS am letzten Augustwochenende veranstaltet wird. Mit vielen kleinen und großen Aktionen wollen die Fledermausfreunde in ganz Europa damit das öffentliche Interesse auf die lautlosen Nachtjäger lenken.
Bei der NABU-Veranstaltung am Samstag, 30. August, werden in der Aula der Realschule um 18 Uhr zunächst ein Film und ein Dia-Vortrag über Fledermäuse gezeigt, um 20 Uhr startet dann die Wanderung. "Allerdings können Kinder erst ab sechs Jahren in Begleitung ihrer Eltern teilnehmen", sagt Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der NABU-Gruppe. Für die Kinder werden Spiele und der Bau von Nisthilfen angeboten, während die Eltern den Film und den Dia-Vortrag ansehen können oder mehr über das Leben der nachtaktiven Jäger an einem Infostand erfahren. "Auch wenn Fledermäuse in den letzten Jahren, zumindest was ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit angeht, große Fortschritte gemacht haben und die Zahl der Menschen, die sich für ihren Schutz engagieren, stetig wächst, gibt es noch viel zu tun", erklärt Wissel. Einige Arten haben sich erholt.
"Und es lohnt sich, denn das Engagement im NABU für die lautlosen Nachtjäger trägt Früchte." Einige Arten haben sich in ihren Beständen erholt und es konnte ihre Gefährdungseinstufung in der 'Roten Liste' zurück-genommen werden. Die Europäische Fledermausnacht soll auch helfen, mit Vorurteilen gegenüber der Tiergruppe aufzuräumen.
 
DWZ - Hameln - 26. August
Treffen mit russischen Freunden / Tag der offenen Tür mit Kindern aus Brjansk / Noch Paten gesucht
Hameln (sto).
Das Experiment ist geglückt: "Zum ersten Mal hat der Verein der Freunde für Kinder in Brjansk seinen "Tag der offenen Tür" nicht wie sonst am frühen Nachmittag, sondern bereits morgens geöffnet. Gestartet wurde mit einem üppigen Brunch, den die Band "Skiffle Connexion" schwungvoll begleitete. Erst am Abend endete die Veranstaltung im Tönebön-Camp, bei der auch diesmal der Shanty-Chor Bisperode nicht fehlte.
Ein buntes Rahmenprogramm sorgte für Unterhaltung, unter anderem mit der NABU-Ortsgruppe Hameln/Hessisch Oldendorf und ihrer Mitmachaktion, Marilyn und ihren Gipsfiguren sowie den Jazzdancern aus Tündern. "Ein Programm in dieser Art müssen wir unbedingt wiederholen", freute sich Wilfried Schwark nicht nur über die gelungene "Premiere", sondern über den gesamten Tag, der geprägt war von einem harmonischen deutsch-russischen Miteinander.
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 20. August
Freier Lauf für das Wasser am Dömich-Wehr
Welsede (ah). Der Unterhaltungsverband Exter-Wesertal hat sich zum Ziel gesetzt, den Rohder Bach von der Weser bis zur Quelle für Fische und Fischnährtierchen passierbar zu machen, so wie es bereits am Hollenbach gelungen ist. "Um dieökologische Durchgängigkeit von Gewässern zu gewährleisten, müssen aber gravierende Höhenunterschiede ausgeglichen werden", erklärte Verbandsingenieur Hans Siever. In Rohden wurden laut Werner Buchmeier, Vorsitzender des Unterhaltungsverbandes, am Mühlenweg bereits sechs kleinere Wehre und an Meyers Mühle ein größeres Wehr zurückgebaut. Mehrere Wochen dauern nun schon die Umleitarbeiten am Dömich-Wehr an - ein Gemeinschaftsprojekt von Nabu, Gebietskooperation Weser, Landkreis und Unterhaltungsverband Exter-Wesertal. Finanziert wird das rund 10 000 Euro teure Projekt mit EU-Mitteln.
 Auf dem von der Stadt Hessisch Oldendorf gekauften Grundstück eines Welseder Landwirts entstand ein neues, mit unzähligen Steinen ausgelegtes Bachbett. Ringsum wurde Wiese gesät. Mit dem Bagger wurde der Weg des Rohder Baches in das neue Bachbett umgeleitet; erst als Rinnsal, schnell aber sprudelnd floss das Wasser hindurch. Auf einer Strecke von 50 Metern läuft nun die sogenannte Solgleite. Zur Solsicherung werden zusätzlich noch Steine eingebaut; dann werden die Arbeiten an diesem Abschnitt in den nächsten Tagen abgeschlossen. Damit konnte der Höhenunterschied am Dömich-Wehr, der insgesamt drei Meter betrug, ausgeglichen werden. Wenn die Finanzierung gesichert ist, wird im kommenden Jahr der Rückbau des Wehres an Brandts Mühle erfolgen, um den Rohder Bach komplett durchgängig zu machen. Dann können Fische und kleine, wirbellose Wasserlebewesen wieder stromaufwärts bis zur Quelle des Baches gelangen.
DWZ - Hessisch Oldendorf - 15. August
"Hier würde ich gerne noch lange mithelfen" / Stanislaus Sodoma baut Insektenhotels
Barksen (ah).
In Wietze bei Celle steht ein in Barksen gebautes Hotel. Hierbei handelt es sich um ein fünf Kilo schweres Insektenhotel, das der elfjährige Jan Niklas seiner Schule mitgebracht hat. Gebaut hat er es zusammen mit seinem Opa, Stanislaus Sodoma, den er in den Ferien regelmäßig in Hessisch Oldendorf besucht.
In der Werkstatt von Fritz Söhlke vom NABU in Barksen hilft Jan Niklas seinem Großvater, defekte Steinkauzröhren oder Schleiereulen-Nistkästen zu reparieren oder Insektenhotels zu zimmern. Das oberste Stockwerk jener Holzhäuschen wird mit Heu gefüllt - ein idealer Nistplatz für Käfer und Fliegen.
Mittlere Etage ist für die Bienen
Durch ein Einfüllloch kann bei Bedarf das Heu ausgetaucht werden. Die mittlere Etage dient als Unterkunft für Bienen. In die darin gestapelten Äste bohren sich die fleißigen Insekten ihre Löcher. Im Erdgeschoss bietet ein Ziegelstein ebenfalls einen guten Ort zum Nisten; Ohrwürmer fühlen sich dort besonders wohl. Je nach Auftrag schließt Stanislaus Sodoma die Öffnungen des Steins auch mit Lehm.
"Wenn man die Insektenhotels im Frühjahr aufstellt, nisten sich schnell Tiere ein. Dann ist das Hotel so belebt wie ein richtiges Haus", berichtet er. 70 derartige Niststätten hat der 60-Jährige im vergangenen halben Jahr angefertigt, davon sind bereits 50 zum Selbstkostenpreis von 15 Euro verkauft.

Motiviert und eigenverantwortlich
Seit einem Jahr ist Stanislaus Sodoma im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme über das Job-Center Hameln beim NABU Hessisch Oldendorf beschäftigt. Dessen Vorstand ist sehr zufrieden, wie motiviert und eigenverantwortlich er sich in das für ihn neue Aufgabengebiet eingearbeitet hat. Das hat zur Folge, dass die ABM-Stelle des gelernten Maurers gerade um ein Jahr verlängert wurde.
 In seinem Berufsalltag geht er vormittags in die Werkstatt in Barksen handwerklichen Arbeiten nach, während er nachmittags zu Kartierungszwecken loszieht und Flug- und Wasservögel beobachtet und zählt. Der gebürtige Hannoveraner lässt keinen Zweifel daran, dass ihm seine Arbeit gefällt. "Hier würde ich gerne noch lange mithelfen, wenn meine Kraft das zulässt", meint er lächelnd.
Am 24. August ist er beim Tag der offenen Tür auf dem Zeltplatz Tönebön in Hameln dabei, wenn sich die NABU-Ortsgruppen von Hessisch Oldendorf und Hameln gemeinsam präsentieren. Natürlich dürfen dann auch seine Insektenhotels nicht fehlen.
Bestellt werden können die Insektenhotels beim Vorsitzenden des NABU-Ortsverbandes, Hans-Jürgen Wissel, unter der Telefonnummer 05152/1444.
 
DWZ - Coppenbrügge - 14. August
Die Faszination der Steine / Mit dem NABU Coppenbrügge/Salzhemmendorf zum Steinzeichen
Coppenbrügge/Salzhemmendorf (red).
Erdgeschichte zum Anfassen erlebten Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren mit der NABU-Gruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf. Gemeinsam fuhren sie zum Erlebnispark "Steinzeichen Stenbergen" - eine Aktion des Ferienpasses.
"Einerseits wurde der Gesteinsabbau im aktiven gigantischen Steinbruch von vielen als störender Eingriff in die Natur empfunden. Auf der anderen Seite erlebten die Kinder an sich selbst die Faszination, die von Steinen ausgehen kann", sagt NABU-Vorsitzender Günter Blötz. 
Besonders eindrucksvoll seien die 3D-Multivisionsshow über die Welt der Mineralien und das Mikroskopieren von Gesteinsproben gewesen. Beim Buddeln nach Halbedelsteinen und Fossilien und erst recht beim "Goldwaschen" wurde die Leidenschaft von Goldgräbern und Edelsteinsuchern selbst erfahrbar. Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme an einem Steinbildhauer-Workshop in der Bauhütte.
Unter fachlicher Anleitung wurden aus den Ferienpasskindern aus Coppenbrügge und Salzhemmendorf kleine Künstler. Nach knapp zwei Stunden hatte jedes Kind eine kunstvolle Skulptur nach eigenem Entwurf aus dem verwendeten Thüster Kalkstein heraus gearbeitet. So konnten die Teilnehmer nach der gelungenen Veranstaltung nicht nur die kleinen Säckchen mit erschürften Halbedelsteinen und gewaschenen "Goldplättchen" mit nach Hause nehmen, sondern auch ein selbst geschaffenes Kunstwerk aus Stein.
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 11. August
Fledermäuse bieten ein beeindruckendes Schauspiel / Naturschutzbund weckt bei Ferienpassaktion Neugierde auf eine besondere Tierart / Mit Detektoren unterwegs
Hessisch Oldendorf (ah).
Fledermäuse haben große Ohren, schlafen tagsüber verkehrt herum in Türmen, fliegen nachts über Wiesen oder Teiche, fressen Insekten, ihre Rufe können wir nicht hören. Derartiges Wissen gaben die 30 Kinder, die an der Ferienpassaktion des NABU teilnahmen, preis.
Gemeinsam mit 25 Erwachsenen liefen sie ein Stück des Weserradweges entlang, um unter Anleitung von Mitgliedern des  Hessisch Oldendorfer Vereins in der Abenddämmerung Fledermäuse zu beobachten. Während die Erwachsenen im Schnelldurchgang allerlei Informationen rund um die Fledermaus erhielten, setzten sich die Kinder spielerisch mit deren Alltag auseinander. Mit verbundenen Augen suchten einige von ihnen bei anderen sie umkreisenden Kindern nach Nahrung; dieses Spiel gefiel allen.
Auf ihrer abendlichen Wanderung entdeckte die Gruppe über einer Wiese Zwergfledermäuse. An der Abzweigung nach Großenwieden hofften Hans-Jürgen Wissel, Gerd Rehbein und Maren Clavey vom NABU, Breitflügelfledermäuse, die eine Spannweite von bis zu 34 Zentimetern haben, mit ihren Bat-Detektoren zu orten. Diese Geräte machen die Hochfrequenz der Fledermausrufe für das menschliche Ohr hörbar.

Exkursion von Erfolg gekrönt
Obwohl genügend Insekten herumschwirrten, schien an dem Standort keines der Säugetiere unterwegs zu sein. Etwas frustriert marschierten alle zurück an den ehemaligen Hafen zurück. Dort war die Fledermausexkursion von Erfolg gekrönt: Dicht über der Wasseroberfläche waren im Scheinwerferlicht Insekten jagende Wasserfledermäuse zu erkennen und mithilfe der Detektoren auch gut zu hören. Konzentriert verfolgte auch die siebenjährige  Merle mit der Taschenlampe die Fledermäuse und berichtete: "Die Tiere sind immer eine Acht geflogen." Für die Teilnehmer war das Treiben der Fledermäuse in der Dunkelheit ein beeindruckendes Schauspiel.
 
DWZ - Emmerthal - 08. August
Im Ort vielseitig engagiert / Erna und Wolfgang Jürgens feiern Goldene
Emmern (gm).
Vor 50 Jahren haben sie sich "getraut" - und heute feiern sie im kleinen Kreis. Morgen aber wird im emmerschen Dorfgemeinschaftshaus die große Feier steigen, wenn Wolfgang Jürgens und seine Ehefrau Erna, geborene Hackenberg, ihr 50-jähriges Ehejubiläum begehen. Der Jubilar, ein emmersches Urgestein, wurde allerdings in Kirchohsen geboren.
Weiter...Auszug...
Wolfgang Jürgens ist aktiv in der NABU-Ortsgruppe und Fördermitglied in vielen Vereinen.
...
 
DWZ - Hameln - 05. August
Beim Leinenzwang kochen die Emotionen hoch / Verzwicktes Regelwerk sorgt für Irritationen / Auf Straßen und Plätzen dürfen Hunde frei laufen
Hameln (kar).
"Es gibt keinen generellen Leinenzwang für Hunde in Hameln", stellt Stadtpressesprecher Thomas Wahmes fest und korrigiert damit die ursprünglich von der Stadt an die Presse gegebene Aussage, dass Vierbeiner immer grundsätzlich im Stadtgebiet an der Leine zu führen sind. Diese Information war falsch. Und hat für Irritationen gesorgt. Leinenzwang für Hunde - ein Thema, bei dem die Emotionen hoch kochen, bei dem Ängste auf der einen Seite und Tierschutz- oder Halterinteressen auf der anderen Seite ins Spiel kommen.
Weiter...Auszug...
Von der Verantwortung der Hundehalter spricht auch Friedel Rädecker, Artenschutzfachmann beim Hamelner NABU und selbst Hundehalter. Deshalb befürwortet er auf Straßen im Stadtgebiet den Leinenzwang. "Ein Stück Wildtier steckt in jedem Hund noch drin. Man kann seine Hand nicht hundertprozentig für ihn ins Feuer legen. Deshalb kommt es leider auch immer wieder zu Unfällen", sagt Rädecker. Auf belebten Straßen und Plätzen seien die Tiere vielen Reizen ausgesetzt. Rädecker: "Einen Hund zu halten, wenn ihn der Jagdinstinkt packt, ist nur schwer möglich."
Ausbildung ist ganz wichtig
Wie die Tierheim-Leiterin, ist auch der NABU-Experte ein glühender Verfechter von Ausbildung - für Tier und Halter gleichermaßen. Und im Team. Als erste Adresse wird von den beiden der Hamelner Polizeisporthundeverein genannt, der ein großes Ausbildungsangebot bereit halte und auch über eine große Hundewiese an der Weser in der Nähe des Kanu-Clubs verfüge, wo sich die Tiere austoben können. Dann das - da sind sich Tierschützer und Hundehalter einig - sei für einen Hund lebensnotwendig.
...
 
DWZ - Aerzen - 17. Juli
(Ohne Überschrift)
Emmerthal.
Weiter...Auszug...
Eine nächtliche Fledermausexkursion bietet die Emmerthaler Ortsgruppe vom NABU morgen Abend von 20.30 bis 23 Uhr an. Treffpunkt ist die Grundschule in Amelgatzen. Abgeholt werden können die Kinder am Ende am Schlossparkplatz in Hämelschenburg.
 
NDZ - Bad Münder - 11. Juli
NABU-Ortsgruppe Sünteltal begrüßt ihr 500. Mitglied
Bad Münder (oe).
Die Naturschutzbund-Ortsgruppe Sünteltal hat ihr 500. Mitglied aufgenommen. Rosa Fixel aus Bad Münder wurde jetzt während einer Aktion des Landesverbandes geworben und wie es sich später herausstellte, erhielt sie die Jubiläums-Mitgliedsnummer der Ortsgruppe.
Anmerkung Webmaster: Die Werbe-Aktion führte der Kreisverband Hameln-Pyrmont durch.
Der Vorsitzende Matthias Großmann und seine Vorstandkollegen überreichten ihr nun als Begrüßungsgeschenk einen Fledermaus-Nistkasten. Den wird das neue Mitglied schon bald mit jungen Naturschützern zusammenbauen, denn Rosa Fixel möchte sich aktiv in die Jugendarbeit des NABU einbringen. Das freut den Kreisverbandsvorsitzenden Hans Arend besonders. Er überreichte ihr das Buch "Naturerlebnistipps in Niedersachsen".
Insgesamt sind bei der Werbeaktion 550 neue Mitglieder geworben worden. Von Anfang Mai bis Ende Juni haben junge Studenten an vielen Türen im Landkreis geklopft und den Bewohnern Aktivitäten und Aufgaben des NABU näher gebracht - und dabei auch zahlreiche neue Unterstützer gewinnen können.
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 11. Juli
Maren Clavey löst Sonja Wissel beim NABU ab / Vorstand der Ortsgruppe vor dem geplanten Zusammenschluss mit Hameln personell verstärkt
Hessisch Oldendorf (ah).
In der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbundes im Baxmannsaal des Werkhauses verkündete Hans-Jürgen Wissel den erfolgreichen Abschluss der Werbeaktion "Natur braucht Kröten. So oder so". Anmerkung Webmaster:  Mitgliederwerbeaktion des NABU-Kreisverbandes. Dadurch wurden über 100 neue Mitglieder geworben; knapp 520 Mitglieder zählt die Hessisch Oldendorfer Gruppe jetzt.

Seit 20 Jahren gehört Christa Haupt dazu. Für ihre aktive Mitarbeit verlieh ihr der Vorsitzende die Treuenadel des Verbandes. Dank ging an seine Frau Sonja, die im NABU seit 1988 eine gut funktionierende Kinder- und Jugendarbeit aufgebaut hat. Sonja Wissel nutzte die Versammlung, um die von ihr geleitete Kinder- und Jugendgruppe offiziell an Maren Clavey zu übergeben, die bereits als Kind Sonja Wissels NABU-Gruppe besuchte und heute mit ihrem sechsjährigen Sohn Luis dabei ist. Sonja Wissel verabschiedete sich auch aus der Vorstandsarbeit.
Erwartungsgemäß verliefen die Wahlen: Vorsitzender bleibt Hans-Jürgen Wissel, sein Stellvertreter ist weiterhin Karl-Friedrich Alms, Rüdiger Beiersdorfer wurde erneut Kassierer und Hans Arend Schriftführer. Zur neuen Referentin für Jugendarbeit wurde Maren Clavey gewählt, Referent für Biotop- und Artenschutz bleibt Dietmar Meier und Referent für Tierartenerfassung Gerd Rehbein. In den NABU-Beirat wählten die Mitglieder des Ortsvereins Ingrid Halbauer, Constantin Anger, Rainer Marcek, Sonja Wissel, Heinrich Holste und Klaus Göring. Mit dieser personellen Verstärkung soll der Beirat im Hinblick auf die bevorstehende Fusion mit der Gruppe Hameln mehr Gewicht bekommen.
Nächste Aktionen der NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf werden die Fledermausexkursionen im Rahmen des Ferienpasses am 1. August und die Fledermausnacht für Groß und Klein am 30. August sein.
 
DWZ - Coppenbrügge - 05. Juli
Ein literarisches Erlebnis unter freiem Himmel / Zehnte Coppenbrügger Lesewoche vom 6. bis 11. Juli / Autorenlesung mit Karl Ulrich Lippoth aus Hannover
Coppenbrügge (sto).
Die Coppenbrügger Lesewoche, ein literarisches Erlebnis unter freiem Himmel, jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal. In verschiedenen Orten des Fleckens präsentiert "Unser Dorf liest" vom 6. bis 11, Juli an (hoffentlich) lauen Sommerabenden humorvolle, hintergründige und freche Geschichten. Für die obligatorische Autorenlesung hat sich diesmal Karl Ulrich Lippoth aus Hannover angekündigt.
Weiter...Auszug...
Am Abschlussabend in Brünnighausen am Freitag, 11. Juli, dreht sich unter dem Motto ""Darf ich bitten - Eine Aufforderung zum Tanz" nicht nur um den Dreivierteltakt. Im Garten von Jens Eggers, Im Pump 3, werden Geschichten rund um das Tanzen gelesen. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der NABU-Ortsgruppe durchgeführt.
...
 
DWZ - Coppenbrügge - 24. Juni
Hand in Hand für die Tafel / Erste Wanderkarte "Naturpark Weserbergland" für Brünnighausen
Brünnighausen (ist).
Bei der Sitzung des Ortsrates Brünnighausen hatte Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka die Wanderkartentafel "Naturpark Weserbergland" vorgestellt, die inzwischen aufgestellt und vom Vorstand des Dorfgemeinschaftsvereins und Förster Karl-Heinz Plate beim Brunnen am Fahrenstück gemeinsam enthüllt wurde. Die erste Wanderkartentafel für den Bereich Brünnighausen wurde von der Dorfgemeinschaft finanziert und in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung gestaltet. Gemeinderatsmitglied Rudolf Stenzel bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Dorfgemeinschaftsvereinen, im Fall von Brünnighausen besonders Gerald Mehrtens.
Bei der Vergabe der Ortsratsmittel wurde dem NABU Coppenbrügge-Salzhemmendorf hundert Euro für die Pflanzaktion "Obstbaumallee im Zuge des Napoleonsweges" bewilligt.
...
 
NDZ - Bad Münder - 18. Juni
Wieder wird in der Brutzeit massiv abgeholzt / NABU Sünteltal verurteilt "unsensibles Vorgehen" / Wald bei Eimbeckhausen war Rückzugsgebiet
Eimbeckhausen (ric).
"Warum ausgerechnet jetzt?", fragen sich die Mitglieder des Naturschutzbundes Sünteltal. Und nicht zum ersten Mal. Nachdem bereits vor Kurzem ein Waldstück im Osterberg "abgeerntet" wurde, hat es jetzt wieder einen Kahlschlag gegeben - erneut mitten in der Brut- und Setzzeit. Das ist zwar kein rechtlicher Verstoß, dessen sind sich die Naturschützer bewusst. Aber: "Es ist ein Unding, dass solch ein einsam in der Landschaft liegendes Feldgehölz, welches die Kinderstube für eine Vielzahl von Tieren ist, in dieser Jahreszeit vernichtet wird", ärgert sich Vorstandsmitglied Heinz Osterkamp.

Es geht dabei um ein 15000 Quadratmeter großes Areal an der Verbindungsstraße Zwischen Eimbeckhausen und Egestorf. Nadelbäume, hauptsächlich Fichten, umgeben von Heckengehölzen wie Holunder und Schlehe. "Das Gebiet ist ein Rückzugsraum, aber auch Setz- und Kinderstube für Niederwild und Brut- und Lebensraum für viele Vögel gewesen", weiß Osterkamp. Mindestens 70 Jahre lang hätten die Bäume nun dort gestanden - jetzt wurden sie abgeholzt. Beispielsweise dort beobachtete Greifvogelpaare hätten nun ihre Heimat verloren.
Der NABU-Vorsitzende Matthias Großmann bezeichnet das Vorgehen als unsensibel, Heinz Osterkamp geht sogar noch weiter: "Ich kann nicht glauben, dass der wirtschaftliche Zwang so groß ist, dass man einem Gehölz Jahrzehnte zum Wachsen gibt und dann ausgerechnet in dieser Jahreszeit eine komplette Rodung vornimmt."
Der spezielle Fall ist dem Fachdienst Naturschutz und Landwirtschaft beim Landkreis bekannt. Rainer Halbauer, gleichzeitig für die Waldbehörde zuständig, hatte bereits im vergangenen Jahr Kontakt zu dem privaten Besitzer des Waldes aufgenommen. Hintergrund ist der Bau der Ortsumgehung Eimbeckhausen. "Wir haben bestätigt, dass der Wald auch im Zuge der Planung weiterhin Bestand haben kann, auch wenn die Umwandlung in Misch- beziehungsweise Laubwald ist kein Problem," sagt Halbauer. Die Abholzung des wenig ertragreichen und zum Teil befallenen Nadelholzes sei "absolut rechtmäßig" gewesen. "Es wäre sicherlich wünschenswerter, wenn er zu einem anderen Zeitpunkt abgeholzt hätte, aber keine Vorschrift", erklärt der Fachdienstleiter.
Für Heinz Osterkamp vom NABU keine befriedigende Situation: "Vielleicht wäre ja mal eine Korrektur der Gesetzeslage erforderlich."
 
 
NDZ - Bad Münder - 17. Juni
NABU wirbt für mehr Umweltliebe
Bad Münder (ric).
Die Einwohner Bad Münders bekommen in dieser Woche Besuch: Ein Team aus fünf angehenden Studenten wird in einer großen Aktion, die immer im Jahr der Fußball-EM läuft, an jeder Haustür im Stadtgebiet und den Ortsteilen klingeln und auf den Naturschutzbund und seine Aktivitäten aufmerksam machen. "Der NABU will weiter wachsen", gibt der Kreisverbandsvorsitzende Hans Arend als Ziel aus.
"Wir klären über die Projekte des NABU auf und werben neue Mitglieder - ohne dabei aufdringlich zu werden", sagt Tino Anker, der zusammen mit Eike Deuling, David Eckelmann, Mahdija Amin und Stefan Meyer optimistisch ist, in Bad Münder das 500. neue Mitglied zu gewinnen. Zuvor war das Team schon in Bad Pyrmont, Coppenbrügge und Salzhemmendorf unterwegs. Um nicht mit anderen, möglicherweise unlauteren Werbern verwechselt zu werden, können sich die jungen Leute allesamt ausweisen und tragen einheitliche weiß-blaue T-Shirts. Bargeld dürfen sie übrigens nicht annehmen. Matthias Großmann hofft auf viele neue Interessierte, die sich dem NABU anschließen wollen - "sie alle stärken unser Gewicht, ganz gleich, ob aktiv oder passiv."
 
DWZ - Hameln - 14. Juni
"Ob Schnecken wohl auch Kekse fressen?" / Wie Kinder die Natur erkunden
VON BIGGI NEUGEBAUER
Hameln.
"Papa, ich hab' heute was Cooles gesehen: einen gefährlichen Räuber." Der dreijährige Mikal, der sonst nur T-Rex und ähnliche Vertreter seiner Urzeit-Helden entsprechend betitelt, meint aber nur eine Libellenlarve. "Die kann sogar Kaulquappen fressen, weißt du!?"

Ausgerüstet mit Sieb, Eimer und Lupe hatte er am Nachmittag gemeinsam mit seiner Schwester Malin ausdauernd und begeistert in unserem mittlerweile "verwilderten" Gartenteich nach Insekten und anderen Lebewesen Ausschau gehalten.
Es kostet mich als Mutter manchmal etwas Überwindung, angesichts von Gelbrandkäfer, Wasserassel und Co. ein Schaudern zu unterdrücken. Auch klebrige Baby-Nacktschnecken und wuselige Hundertfüßer, die mir von den Kindern immer wieder liebevoll mit "guck mal, wie süß" unter die Nase gehalten werden, fände ich nicht nur aufgrund des Tierschutzgedankens ungern auf dem Kinderzimmerteppich wieder. Tapfer bin ich mir bei meiner Vorbildfunktion bewusst, streichele schon mal einen Regenwurm und gehe mit der Familie, auch Dauerregen zum Trotz, bei anhaltenden Geschwisterstreitigkeiten zur Entspannung in den Wald. Schließlich konnte ich als Dorfkind meine Umgebung nahezu uneingeschränkt erobern und möchte für meine Kinder Natur erlebbar machen.
Weiter...Auszug...
Wer Natur liebt und seinen Kindern etwas Spannendes bieten möchte, sollte sich zusammentun, dachte 1989 auch Sonja Wissel. Die Hessisch Oldendorferin betreut als Referentin für Jugendarbeit im Naturschutzbund Deutschland zum Beispiel regionale Fledermaus- und Krötenschutz-, Wasser- und Pflanzprojekte mit kleinen und größeren Leuten und bedauert vor allem, dass viele Kinder sich nicht mehr schmutzig machen dürfen und Eltern zu wenig mit ihnen im Freien unternehmen. Große Märsche seien aber für Kinder oft langweilig. Man solle lieber eine geeignete Stelle, wie einen flachen Bachlauf, aufsuchen und gemeinsam erkunden.
Die genannten Experten raten Eltern, ihre Kinder durch eigenes Interesse zu motivieren und/oder Freunde mitzunehmen, denn Kinder inspirieren sich auch gegenseitig. Wetterfeste und Wechselkleidung, Schnitzmesser und Bindfäden zum Basteln von Schiffchen und Ähnlichen vergrößern den Spaßfaktor. Kinder benötigen nicht immer große, spektakuläre Sachen, man könne auch kleine Dinge interessant machen. Da es im Wald keine Ablenkung gebe, entdecke man schnell Dinge, die die Kinder zum Staunen bringen: "Sieh mal, eine Schnecke, was die wohl frisst? Kekskrümel oder Salat vom Butterbrot." Kinder sollen ruhig Fragen stellen und lernen, dass auch Eltern und Erzieher nicht alles wissen, man gemeinsam nach Antworten und Lösungen suchen kann.
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 11. Juni
"Unser Dorf hat Zukunft" - Jury besichtigt Orte
Hessisch Oldendorf (ah).
Im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" haben die Juroren mit einer Ortsbegehung durch Rohden, Segelhorst und Zersen begonnen. Die Jury setzt sich aus Mitgliedern der Kreistagsfraktionen, des Landvolkes, der Landfrauenvereine, der Naturschutzorganisationen und der Kreisverwaltung zusammen. Michael Ebbecke, Vorsitzender des Kreisausschusses für Umwelt und erneuerbare Energien, hatte die Leitung. Rainer Halbauer von der Kreisverwaltung erläuterte die Bewertungskriterien: "Wir achten besonders auf die Zukunftsfähigkeit der Ortschaften." Hans Arend vom NABU fügte hinzu: "Bebauungspläne, wirtschaftliche Entwicklung, Soziales, Natur und Umwelt fließen mit ein." Am morgigen Freitag verkündet die Jury den Kreissieger des Wettbewerbs.
 
NDZ - Bad Münder - 05. Juni
Natur erkämpft sich altes Militärgelände zurück / Reihebürgerschaft investiert in "Altlast" beim Süntelturm / NABU-Mitglieder bei Ortstermin begeistert
Bad Münder (hzs).
Im grünlichtrüben Wasser des ehemaligen Feuerlöschteiches tummeln sich dicke Trauben schwarzer Kaulquappen. Hinter den Schutzzäunen, die das Wild fernhalten, gedeihen frisch angepflanzte Eichen. Über allem thront ein Mobilfunkmast.
Auf dem Gelände der Mitte der 90er Jahre aufgegebenen, niederländischen Raketenstation unweit des Süntelturms holt sich die Natur langsam, aber sicher zurück, was ihr zusteht. Davon konnten sich jetzt ein Dutzend Mitglieder des NABU Sünteltal bei einer Waldführung mit dem Leiter der Forstverwaltung der Reihebürgerschaft, Siegfried Gonschorek, überzeugen.

Nach einem Zwischenstopp in einer nach dem Orkan Kyrill wieder aufgeforsteten Fläche informierte der Flegesser Forstfachmann die Naturschützer über die Geschichte der rund zehn Hektar großen Fläche, die "zurückgebaut" wurde.
"Als ich 1994 das erste Mal hier oben war, war alles zerschlagen, was nur zerschlagen werden konnte", erinnert sich Gonschorek. Zwar habe die Reihebürgerschaft ein Vorkaufsrecht ins Grundbuch eintragen lassen, doch habe der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel entschieden, dass das Areal in Bundeseigentum bleiben solle. Private Initiativen jedoch führten dazu, dass das aufgelassene Militärgebiet fast kostenlos an die Reihbürgerschaft ging, die laut Gonschorek "100000 Mark in die Hand nahmen" und das Gebiet wieder in einen naturnahen Zustand zurückversetzten. "Weitsichtig", wie ein NABU-Mitglied lobte.
Pläne privater Investoren, auf dem Süntelkamm eine Feriensiedlung einzurichten, konnte nicht realisiert werden, sodass die Natur seitdem alles in Beschlag nimmt, was sich ihr anbietet.

"Altlasten gibt es nachweislich hier nicht, und auch Bunker hat es nach den Unterlagen des Staatshochbauamtes Bückeburg hier nie gegeben", weiß Gonschorek. "Hier standen nur einige feste Gebäude und ein paar Hallen in Leichtbauweise.
Die Infrastruktur war gleichwohl voll ausgebildet, das Gebiet komplett erschlossen. Eine Abwasserleitung etwa führt nach Hamelspringe.
 In die Bodenleitungen seine immer wieder Lurche hineingeraten. so NABU-Vorstandsmitglied Heinz Osterkamp. "Die haben dann da festgesessen." Bis zu 400 der Amphibien habe man mitunter pro Tag befreien können.
"Auch wenn die hier angepflanzten Eichen noch zu kämpfen haben", so Gonschorek, "schreitet die Renaturierung voran." Ganz von selbst, denn bis auf die normale Durchforstung bleibt das Gelände auch künftig weitgehend sich selbst überlassen.
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 03. Juni
Amsel veränderte ihren Lebensbereich / Kindergarten-Gruppen beteiligen sich immer häufiger an Aktionen des Naturschutzbundes
Hessisch Oldendorf (red).
Hoch zufrieden zeigt sich der NABU Hameln-Pyrmont mit der Beteiligung an der Aktion "Die Stunde der Gartenvögel", zu der der Naturschutzverband aufgerufen hatte: "Wir haben eine hohe Beteiligung zu verzeichnen", sagte Hans Arend. Der Hessisch Oldendorfer steht dem NABU-Kreisverband vor. Arend fügte an: "Es ist sehr schön, dass sich die Menschen zwischen Süntel und dem Ith, zwischen Deister und den Pyrmonter Bergen mittlerweile so stark mit dieser Aktion identifizieren - besonders erfreulich ist, dass auch viele Kinder und Jugendliche mitgemacht haben." Bei den Meldungen falle auf, dass der Trend eindeutig hin zur Meldung per Internet gehe.
Die Amsel liegt an der Spitze der Meldungen im Landkreis Hameln-Pyrmont - Anmerkung Webmaster: bisheriges Zwischenergebnis -. Es folgen der Star und der Haussperling, der Sieger des vergangenen Jahres. "Der einst scheue Waldvogel, den unsere Vorfahren noch vor 150 Jahren nur selten zu Gesicht bekamen, ist zum absoluten Allerweltsvogel geworden, der in unseren Städten sogar mit Dritt- oder gar Viertbruten aufwartet", erläuterte der NABU-Vorsitzende. "Die Amsel brütet mitunter sogar in Balkonkästen. Sie ist bei ihrer Nahrungssuche absolut nicht wählerisch und verliert zunehmend ihre Scheu."
"Auch eine Schul-AG und Kindergartengruppen haben an unserer Aktion teilgenommen. Die von der NABU-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf veranstalteten Vogelführungen sowie Kindergarten- und Vorschulgruppen-Termine erfreuten sich einer großen Beliebtheit", betonte Hans Arend. Im Gegensatz zu einer Untersuchung in Bayern, bei der nur jedes dritte Kind einen Spatz erkannte, hat der Kindergarten Großenwieden, der sich mit acht Mädchen und Jungen beteiligte, insgesamt zehn Haussperlinge gemeldet.  In Hessisch Oldendorf, wo sich zwei Kindergärten beteiligt haben, liegen Amsel, Mauersegler und Buchfink an der Spitze der eingegangenen Meldungen - Anmerkung Webmaster: bisheriges Zwischenergebnis -. "Insgesamt nahmen 61 Kinder und zwölf Erwachsene an der 'Stunde der Gartenvögel' teil", freute sich Hans Arend.
 
DWZ - Hameln-Pyrmont - 29. Mai
NABU wirbt an der Haustür
Hameln-Pyrmont.
Der Naturschutzbund führt eine Werbeaktion im Landkreis durch. Um nicht mit anderen, möglicherweise unlauteren Werbern verwechselt zu werden, können sich die sieben Werber - alle tragen weiße T-Shirts mit NABU-Aufdruck - ausweisen.
 
DWZ - Bad Münder - 29. Mai
Naturschützer erbost über Holzernte im Wald / Firma sägt mit schwerem Gerät im Osterberg / Brut- und Setzzeit gilt nicht in der Forstwirtschaft
Bad Münder (jhr/ric).
Im städtischen Wald am Osterberg wurde in den vergangenen Tagen gesägt: Mit einem Harvester ernteten Mitarbeiter einer Fachfirma Lärchenholz. Bei Naturschützern sorgt das für Unmut.
Um zu den ausgewählten Stämmen zu kommen, wurden Gassen angelegt, das schwere Kettenfahrzeug bahnte sich unweit des Velden-Heimes seinen Weg durch den Wald - für Wolfgang Lüters aus Flegessen ein Unding: "So etwas ist höchst unsensibel", erklärt er und verweist auf die seit dem 1. April bestehende Brut- und Setzzeit. Aus gutem Grund müssten seine Hunde in dieser Zeit im Wald und in der freien Natur an die Leine. Wenn es aber um wirtschaftliche Interessen der Stadt gehe, könne mit einem schweren Kettenfahrzeug durch die Waldränder gefahren werden, an denen viele Tier- und Vogelarten ihren Nachwuchs aufzögen.
Beim Naturschutzbund Sünteltal wird diese Meinung geteilt. "Die Stadt müsste Vorbild-Charakter beweisen und hätte die Arbeiten besser zu einem anderen Zeitpunkt durchgeführt", sagt Heinz Osterkamp aus dem Vorstandsteam. Er fürchtet, dass ein Großteil der dort lebenden Jungvögel der Holzernte zum Opfer gefallen ist.
Bei der Stadt stößt die Kritik teilweise auf Verständnis: "Das ist schon etwas unglücklich und schwer zu verstehen", räumt Harald Meyer-Archilles vom Umweltamt ein. Der Bereich Stadtforst gehört zwar nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich, dennoch kenne er die Hintergründe, warum auch innerhalb der Brut- und Setzzeit im Osterberg gearbeitet werden dürfe: Der Wald gelte als Wirtschaftsgut mit privilegierten Rechten. Zuständig für den Stadtwald ist im Kämmereiamt der stellvertretende Leiter Dragutin Trajlovic, und der bestätigte die Auffassung des Umweltamtes. Die Arbeiten seien in Abstimmung mit dem für den Stadtwald zuständigen Förster Hans-Jürgen Werner ursprünglich für einen deutlich früheren Zeitraum geplant gewesen, allerdings sei ein Defekt am Harvester aufgetreten, weshalb die Stadt die Arbeiten habe verschieben müssen.
Rechtlich ist das Vorgehen einwandfrei, sagt Stefan Fenner von den Niedersächsischen Landesforsten. "Die ordnungsgemäße Forstwirtschaft muss sich nicht an Brut- und Setzzeiten halten."
 
DWZ - Hameln - 22. Mai
Gartenbesitzer öffnen die Tore / Gelegenheit zum Schauen und Fachsimpeln an zwei Tagen
Hameln (git).
Wann ist ein Gärtnerglück vollkommen? Wenn das liebevoll gepflegte eigene Paradies grünt und blüht? Die Bienen summen? Oder die Vögel zwitschern? Oder alles zusammen? Solch ein Gärtnerglück kann sich ebenfalls einstellen, wenn Gleichgesinnten die Möglichkeit geboten wird, vor Ort zu fachsimpeln oder wenn das ganz persönliche Reich anderen präsentiert werden kann. Am kommenden Sonntag, 25. Mai, sowie Sonntag, 15. Juni, können Interessierte beim "Tag des offenen Gartens" an diesem "Erlebnis Garten" wieder teilhaben.
Im achten Jahr in Folge hat sich die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) wieder eine Vielfalt von Gärten zusammengestellt. Für die nicht kommerzielle Veranstaltung ist weder Eintritt noch eine Voranmeldung nötig. Besucht werden können in diesem Jahr unter anderem Gartenbesitzer mit Liebe zum japanischen Stil, Familiengärten, Gärten in Handlage, mit Bachlauf oder eigenem Schwimmteich. Liebe zum Detail steckt dabei in botanischen Raritäten, die in Mauerritzen zu finden sind, auf dem begrünten Dach eines Gartenhäuschens oder in der historischen Streuobstwiese.
Weitere Informationen: Das Programm mit der Beschreibung der Privatgärten ist im "Natur- und Umweltzentrum" in Hameln, Berliner Platz 4. bei "Blumen Ehlerding" Deisterstraße und bei "Stauden Junge" in Wehrbergen erhältlich, außerdem steht es im Internet unter
www.nuz-hameln.de.

Service: Diese Gärten sind am "Tag des offenen Gartens" am Sonntag, 25. Mai, von 10 bis 17 Uhr geöffnet: Klein Hilligsfeld: Familie Weidner, Eichenbergblick 19, ehemaliger Bauernhof in mehreren begrünten Abschnitten; mit Info-Stand des "Bundes für Umwelt und Naturschutz" (BUND) und des Naturschutzbundes (NABU).
Klein Hilligsfeld: Familie Wessel, Eichenbergblick 17; Bauernhof-Ensemble mit historischen Strukturen. Holtensen: Christian Voigt, Hainholzstraße 6; Naturgarten mit botanischen Raritäten; Dörpe: Familie Altschwager, Dörper Straße 17, ein Künstlergarten; Dörpe: Claudia Mücke, Dörper Straße 54: Garten mit Schwimmteich; Coppenbrügge: Stefan Leineweber, Woltweg 11: Familiengarten mit Zier- und Nutzpflanzen; Barksen: Bärbel Meier, Zur Eulenburg 29: Garten in Hanglage; Bodenwerder: Rainer Säger, Voglerstraße 59: Naturgaren mit langem Bachlauf; Niese (bei Lügde): Guido Müller, Auf dem Felde 10: Garten im japanischen Stil; Multhöpen: Inge Sielmann, Anger 7: sehr großer Garten; Aerzen: Reinhold Schulze; Grupenhäger Kirchweg: Streuobstgarten mit freilaufenden Tieren.
 
HAMELNER MARKT - Hameln-Pyrmont - 21. Mai
"Sag mir wo die Blumen sind" /
NABU ruft zur Aktion auf und warnt vor Rückgang unserer Pflanzenvielfalt
Hameln-Pyrmont (red).
"Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben..." Als Marlene Dietrich vor fast 50 Jahren diese Zeilen sang, sah unsere Landschaft noch anders aus. Bunt blühende Wiesen und Äcker bestimmten die Landschaft. Zu Ostern kamen dicke Sträuße aus Butterblumen und Primeln auf den Tisch, im Sommer Kornblumen. Wenn man heute mit offenen Augen durch die Landschaft geht, sucht man Blumenwiesen mit Wildkräutern meist vergebens. Viele Wiesen sind längst in intensiv bewirtschaftete Äcker umgewandelt worden, auf denen allenfalls noch der Löwenzahn im Frühling für Farbtupfer sorgt. Ansonsten herrscht Monotonie. Schöne Blüten findet man hier höchstens noch vereinzelt.
Welche Art symbolisiert am meisten den Rückgang der Blütenvielfalt? Sie sind ja nicht verschwunden, unsere Blumen, auch noch nicht vom Aussterben bedroht, aber doch insgesamt viel seltener geworden. Deshalb hat der NABU fünf Pflanzen zur Wahl gestellt, die stellvertretend für viele andere den Rückgang unserer Pflanzenvielfalt repräsentieren. Es sind vor allem Pflanzen der feuchten oder mageren Wiesen, die jeder kennt, aber auch ein Ackerwildkraut. Mit der Aktion weist der NABU auf den Rückgang der Wildblumen hin. Naturfreundinnen und -freunde werden aufgefordert, per Internet die Blume auszuwählen, die ihnen in der Landschaft am meisten fehlt. Mit dem Ergebnis der Abstimmung und der möglichst großen Teilnahme der Öffentlichkeit will der NABU verstärkt Druck auf die Politik ausüben. Folgende Pflanzen stehen zur Wahl: die Sumpfdotterblume, die Wiesenglockenblume, die Heidenelke, der Acker-Rittersporn und der Schlangen-Knöterich.
 
DWZ - Hameln-Pyrmont - 20. Mai
Gepflegt wild: Naturgärten für Artenvielfalt / Vielzahl an heimischen Pflanzen bieten heimischen Tieren Nahrung und Unterschlupf

VON BIRTE WULFF
Hameln-Pyrmont.
Könnte sie, würde sie den englischen Rasen hassen. Und all die exotischen Gehölze, die ihr spanisch oder chinesisch vorkommen. Nicht eine Blüte, aus der sie Nektar saugen oder sie bestäuben könnte - der reinste Bienenschreck. Auch der Kleine Fuchs "is not amused", wenn er keine Nahrung findet, weil er nur auf Rhododendron stößt, sein Saugrüssel aber für die Blüten nicht ausgebildet ist. Ein Stück "Naturgarten" wäre aus der Sicht der Tiere wünschenswert. Aus Sicht von Naturschützer auch.
Mit einem naturnahen Garten lässt sich das Ziel, Artenvielfalt zu erhalten, vor der eigenen Haustür verfolgen, wie Rainer Halbauer, Fachdienstleiter für Natur- und Landwirtschaft und Christiane Lampen von der Hameln-Pyrmonter Kreisverwaltung ausführen. Sie werben für mehr Toleranz zum Beispiel gegenüber vermeintlichen Unkräutern, oder für Spinnen die Insekten fressen. Als "ökologische Wüsten" gar bezeichnet der Naturschutzbund (NABU) Gärten, in denen heimischen Pflanzen und Tieren kein Lebensraum eingerichtet wird. Mit jedem heimischen Gewächs, das verschwindet, verlieren Tiere eine Heimat, und ein Gewächs, das nicht hier beheimatet ist, bietet ihnen nicht unbedingt eine. Zum Vergleich: Der Eingrifflige Weißdorn dient laut NABU etwa 32 Vogelarten als Futterquelle, der nordamerikanische Scharlachdorn zwei. Der Gemeine Wacholder macht theoretisch 43 Vogelarten satt, der Chinesische Wacholder eine. Und die oft verfluchte Brennnessel ist für die Raupe des Kleinen Fuchses lebensnotwendig, sie wiederum ist Nahrungslieferant für Vögel.
"Hier ist richtig was los"

Eine Oase statt einer grünen Wüste hat Christian Voigt in Holtensen geschaffen. In der Hainholzstraße 6 findet sich ein üppig immergrünes und zur jeweiligen Blütezeit farbenfrohes Refugium, das Voigt am "Tag des offenen Gartens" am Sonntag, 25. Mai, zu Lern- und Erholungszwecken zur Verfügung stellt. Er arbeitet mit dem, was ihm von Natur aus geboten wird - ein flachgründiger Muschelkalkboden - und versucht nicht, die Standortbedingungen zu verbiegen - sprich: "Ich würde nie auf die Idee kommen, hier eine Heidelandschaft anzulegen", sagt Voigt. Die von diesen Pflanzen benötigten sauren, torfigen Böden müsste er erst beschaffen.
Importiert hat er allerdings Kalkschotter aus dem Bisperoder Steinbruch. Darauf hat sich ein besonderes Biotop entwickelt. Ein Kalkmagerrasen, in dem sich in der Wildnis seltene Pflanzenarten wiederfinden. Der Orchideensamen, aus dem sich die Braunrote Stendelwurz entwickelt hat, müsse er "aus Versehen mitgenommen haben". Und auf der rund 450 Quadratmeter großen Wiese, die vor 22 Jahren unter den Händen seiner Eltern Rasenfläche war, gedeihen um die 130 Pflanzenarten. Butterblume, geflecktes Knabenkraut, Ackerringelblume. Mittendrin: die in dieser Region rare Kuckucks-lichtnelke. "Wenn alles blüht", sagt Voigt, "ist hier richtig was los." Etwa 50 verschiedene Falterarten flattern dann durch das Paradies.

Schnecken fliegen raus
Die Bedeutung naturnaher Gärten als Lebensraum misst der NABU an diesen Zahlen: 2500 Tierarten seien darin nachgewiesen worden, darunter 650 Schmetterlings- und 100 Vogelarten, sowie 1000 heimische Wildpflanzen. Voigt schwärmt von biologischem Reichtum: Der Glänzende Storchschnabel "wächst am Ith-Kamm und hier", das Öhrchenhabichtskraut, auf das er zeigt, gebe es an vier Stellen in Niedersachsen. Und "Bläulinge und Scheckenfalter hat nicht jeder in seinem Garten". Doch auch er heißt nicht alle willkommen - "Schecken fliegen raus", bevor sie die Pflanzen zerfressen. Tabu sind chemische Dünger und Pestizide, Naturgärtner setzen auf sich gegenseitig fördernde und Schädlinge abwehrende Pflanzennachbarschaft, biologischer Dünger, Seifenlösung gegen Blattläuse oder Krabbeltiere als Helfershelfer: Schlupfwespen, Marienkäfer und Raubwanzen fressen Spinnenmilben, Woll- und Blattläuse. Voigt experimentiert derzeit mit Meerrettichbrühe - ob sie den Schnecken den Garaus macht, weiß er aber noch nicht.
Ausschließlich heimische Pflanzen zu säen und zu setzen, will Voigt nicht zum Dogma erheben, sagt er, und definiert "naturnah" über das Vorhandensein "relativ vieler einheimischer Arten", "Spontanvegetation" und "Eigendynamik" - ein Garten, der von sich aus lebt. In dem aber durchaus wachsen darf, was aus vergleichbaren Klima- und Geozonen stammt und hierzulande ebenso angepasst und resistent gedeihen kann. Betonplatten raus, Naturstein rein, hier ein Kalkschotterbeet, dort eine Kräuterparzelle, liegengelassenes Laub, in dem Igel Unterschlupf finden, gezieltes Anlegen von Lebensräumen wie Teichen, in denen sich munter Molche vermehren, Stein- und Reisighaufen, überlegtes Pflanzen und Pflegen - mit einem Vorurteil räumt Friedel Rädecker vom NABU Hameln-Pyrmont auf: Das ein Naturgarten gleichbedeutend ist mit "total verwildert. Der will gepflegt werden." "Man muss lenken", sagt Voigt über seine grundsätzlich Freiheiten genießenden Pflanzen. Doch durch geschickte Pflanzung lasse sich der Garten pflegearm halten.
Darüber, was gepflegt ist, entscheiden gerne mal die Nachbarn und beschweren sich als Fans der Akkuratesse bei der Kreisverwaltung über des Nachbars Unkraut. "Solange Sicherheit und Umwelt nicht gefährdet sind, greifen wir nicht ein", sagt Lampen, und was der Gestaltungsssatzung einer Kommune entspricht, sei in Ordnung. Der Rest ist Geschmackssache.

***Tipps*** Im Natur- und Umweltzentrum in Hameln, Tel. 05151/13671, können sich Interessenten einen Themenkoffer mit Büchern ausleihen. Die Stadtbücherei Hameln empfielt: Witt, Reinhard: Der Naturgarten - lebendig, schön und pflegeleicht; Benes-Oeller, Margit: Duftpflanzen für naturnahe Gärten; Hochegger, Karin: Blumenwiesen im naturnahen Garten; Beucher, Patrizia: Ein Garten für Faulpelze. Unterstützung gibt`s bei Gärtnern, der Unteren Naturschutzbehörde Hameln-Pyrmont, Tel. 05151/9034406, der Abteilung Grünflächen und Naturschutz der Stadt Hameln, Tel. 05151/2021690, und im Internet: www.NABU-hm.de.
***Zum Thema: ...und wie unterstützt die Stadt Hameln die Artenvielfalt?*** Hamelns Stadtsprecher Thomas Wahmes liefert auf die Frage folgenden Antworten: "In der freien Landschaft werden ausschließlich heimische Gehölze gepflanzt. Hinweise zur Pflanzenverwendung finden sich im Landschaftsrahmenplan der Stadt Hameln. Nur in Einzelfällen wird von dieser Vorgabe abgewichen." Im Bürgergarten habe ich zudem ein Staudenbereich - einst ein Pilotprojekt mit der Fachhochschule Höxter - hervorragend entwickelt, der zeige, dass auch im öffentlichen Bereich heimische Pflanzen verwendet werden können. Die städtischen Wiesenflächen im Randbereich zur freien Landschaft werden extensiv gepflegt.
***Leseraktion*** Selten sind wir so direkt, dass wir sagen: "Holen Sie sich die Dewezet!" Aber morgen veröffentlichen wir auf zwei Seiten so schöne Naturfotos von Lesern, dass wir gar nichts anderes können als zu sagen: "Holen Sie sich morgen die Dewezet!" Schon im vergangenen Jahr war die Resonanz auf die Foto-Aktion "Sommer im Weserbergland" groß, sodass wir in diesem Jahr unsere Leser wieder aufgerufen haben, mit offenem Auge und der Kamera davor durch die Region zu ziehen, um Natur im Bild festzuhalten. Alle Fotos sind in einer Bildgalerie unter www.dewezet.de zu sehen, eine Auswahl veröffentlichen wir in der Zeitung. Wer Fotos an leserfoto@dewezet.de  schickt, bitte dazuschreiben, wo die Aufnahme entstanden ist, was zu sehen ist und den vollständigen Namen des Fotografen.
 

DWZ - Hameln-Pyrmont - 28. April
Die Lebensversicherung der Natur / Artenvielfalt im Landkreis Hameln-Pyrmont
VON BIRTE WULFF
Hameln-Pyrmont.

158355-mal ist die Spezies "Mensch" im Landkreis Hameln-Pyrmont vertreten und teilt sich den rund 800 Quadratkilometer großen Lebensraum mit etwa 20000 Tier- und Pflanzenarten. Vielleicht sind es auch 25000. Wie viele Millionen Einzelexemplare von ihnen wachsen, blühen, fliegen, laufen ist eine Unbekannte. Die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Ökosystemen zu bewahren, hat der Mensch als seine Aufgabe anerkannt und rückt sie in diesem Jahr ein bisschen mehr in die Öffentlichkeit als sonst. (s. "Zum Thema").
Der Kreis ist reich. Artenreichtum wie Rainer Halbauer, Fachdienstleiter für Natur- und Landwirtschaft, ausführt. Zwischen einer und 1,5 Milliarden Tier- und Pflanzenarten besiedeln nach heutigem Kenntnisstand die Erde, 48000 in Deutschland, 40000 in Niedersachsen, "wir liegen mit den etwa 20000 im oberen Drittel" aller dazugehörigen Landkreise, schätzt er. "Ich sehe was, was du nicht siehst" ließe sich mit den anderen 36 Landkreisen nicht nur mit dem Uhu spielen.
Den hat Hameln-Pyrmont jüngst für ein Projekt als "Symbolart" an das Land Niedersachsen gemeldet. Auch der Eisvogel ist bundesweit gefährdet, in Hamburg eine Rarität, hier "ein Allerweltstier", sagt Halbauer. "Wir können froh sein, dass wir ihn an unseren Gewässern noch haben." Auch nicht selbstverständlich: Weiß- und Schwarzstörche beobachten zu können, den Gartenrotschwanz, das Braunkehlchen, einen äußerst seltenen Feuersalamander oder die Schachbrettblume zu entdecken.
In der Unteren Naturschutzbehörde kümmern sich vier Ingenieure des Fachgebietes Landespflege darum, den Bestand zu sichern oder sogar auszudehnen. Welche Arten ausgestorben sind, wird für einzelne Landkreise nicht erfasst (landesweit weiß man von 577), aber welche selten oder gefährdet sind (1000 in Niedersachsen), ist auch hier bekannt.

Standort Blume - streng geheim
Für den Landkreis liest sich die Zusammenfassung der Roten Liste, in der die schutzbedürftigen Tiere und Pflanzen genannt sind, so: 220 Pflanzenarten, 37 Brutvogel-, 14 Amphibien-, die 15 Fledermausarten, 22 Heuschrecken-, 57 Tagesfliegen- und Schmetterlingsarten und 27 Libellenarten. Einen erfolgreichen Wiederbelebungsversuch der letzten Jahre hebt Halbauer hervor: 50, 60 Jahre lang seien sie weg gewesen. Doch die Sporen hatten sich im Boden gehalten, und seit einiger Zeit gehören 12 bis 15 Arten an Ackerwildkräutern wieder zur blühenden Gemeinschaft. Weil Landwirte Ackerrandstreifen nicht nutzen, wofür sie Geld zum Ausgleich bekommen. Was soll der Aufwand für die (Un-)Kräuter, mag der Naturbanause ketzerisch fragen - die Vielfalt, die so genannte Biodiversität, gilt als "Lebensversicherung der Natur". Je mehr es gibt, desto eher können sich die Pflanzen und Tiere an Umweltveränderungen anpassen.

5000 Euro gibt der Landkreis jährlich für spezielle Artenschutz-maßnahmen aus - davon werden unter anderem Schutzzäune für Kröten installiert oder wurden Fledermaushöhlen vor Zutritt gesichert. Insgesamt stehen für Naturschutz 70000 Euro zur Verfügung. Anerkennung für "einzelne engagiert Leute auf Landkreisebene" gibt es von Ralf Hermes vom BUND Hameln. Doch er wünsche sich deutlich bessere und einschneidende Maßnahmen, weiß aber: "Es fehlt an allen Ecken Geld." Landesweit gebe es einen erheblichen Rückgang bei Artenschutzmaßnahmen, kritisiert er Minister Hans-Heinrich Sanders Umweltpolitik. "Die Arbeit von NABU, BUND und "Menschen wie du und ich", die vielleicht einen Orchideenfimmel haben, ist für uns unverzichtbar", sagt Halbauer und meint "Fimmel" anerkennend. Sie helfen, die Vielfalt zu erfassen und melden, wenn sie feststellen: "Da fliegt ja der..." oder "da wächst ja die..." Auch die Fachbehörde für Naturschutz in Hannover setzt auf Freiwillige, um die Erfassungs-programme zu füllen und dann arterhaltend tätig zu werden: 3000 Naturliebhaber tun niedersachsenweit kund, was ihnen auffällt. Daneben wertet der Landkreis Luftbilder und Daten von Landschafts-planungsbüros aus. Die eigenen Mitarbeiter leisten selbst Geländearbeit, um nachzusehen, ob sich die Orchideen wieder an bekannten Stellen ins Salzhemmendorf blicken lassen oder ob die Kröten wandern. Letztere machen den Zweibeinern derzeit das Leben schwerer als sonst - statt innerhalb einiger Wochen zu ihren Laichgewässern zu wandern, ziehe es sich in diesem Jahr aufgrund des Wetters über Monate hin und spanne die Helfer ein. Im Mai dann steht der Weg zu einem Standort im Landkreis an, an dem die Schachbrettblume blüht. Wo, ist geheim.
Darin besteht laut Christiane Lampen die Gratwanderung: Auf der einen Seite schütze der Mensch nur was er kennt, auf der anderen Seite kann er Öko-Systeme zerstören, wenn er zu ihnen pilgert. Statt der wild wachsenden Orchidee finden die Naturschützer dann manchmal nur ein Loch in der Erde - die Art "Mensch" und dann noch "mit Schaufel" ist mächtig.
Mehr Infos: www.hameln-pyrmont .de

Leser-Aktion: Schicken Sie Ihre schönsten Naturbilder per Mail an redaktion@dewezet.de
Zum Thema
Die Augen der Naturschützer sind auf Bonn gerichtet, wo vom 19. bis zum 30. Mai 5000 Regierungsvertreter bei der 9. und UN-Naturschutzkonferenz ihre Bemühungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt vorstellen und über Maßnahmen beraten werden. Diese Konferenz ist das letzte Treffen der 189 Vertragsstaaten, die 1992 in Rio de Janeiro das Abkommen "Übereinkommen über die biologische Vielfalt" unterzeichnet haben. Bis 2010 soll ihr Verlust entscheidend begrenzt werden. Parallel dazu findet vom 27. bis 30. Mai eine Messe "Expo der Vielfalt" statt, bei der sich das Land Niedersachsen von drei Gruppen vertreten lassen wird. Vor diesem Hintergrund hat Niedersachsen eine Kampagne gestartet: Unter anderem waren die Landkreise aufgefordert, eine "Symbolart" zu nennen, die eine seltene und geschützte Besonderheit des Gebietes darstellt; Hameln-Pyrmont meldete den Uhu. In den heimischen Felsvorsprüngen leben schätzungsweise sechs bis acht Brutpaare. Das Land Niedersachsen will im Rahmen der Teilnahme an einer neben der Konferenz stattfindenden Messe ein Poster und eine interaktive Karte fürs Internet erstellen. Darüber sollen sich Interessierte weitere Infos zu den Regionen abrufen können - Artenreichtum als Lockvogel für Touristen.

 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 20. April
Am Amelungsberg wächst eine Wildbirnen-Allee / Mitmachen und Vielfalt schaffen: 100 Teilnehmer halfen bei Pflanzaktion des Forstamtes Oldendorf

Langenfeld (jak).
Rund 100 Teilnehmer haben sich in Hessisch Oldendorf an der bundesweiten Pflanzaktion unter dem Motto "Mitmachen und Vielfalt schaffen" anlässlich der UNO-Weltkonferenz beteiligt. Auf Einladung von Christian Weigel, Forstamtsleiter vom Niedersächsischen Forstamt Oldendorf, halfen sie mit, einen kleinen Teil der vom Orkan "Kyrill" verwüsteten Fläche auf dem Amelungsberg bei Langenfeld wieder aufzuforsten.
Mit dabei waren Landrat Rüdiger Butte ebenso wie der Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer, Bürgermeister Harald Krüger, der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Grote sowie der ehemalige Forstamtsrat Fritz Holstein, die von den Jagdhornbläsern mit der Waldkauz-Polka begrüßt wurden. Die ersten Spaten nahmen der Landrat und der Bürgermeister in die Hand. Der Landtagsabgeordnete folgte ihrem Beispiel, und bald waren alle Naturschützer fleißig am Werk. "Alle fünf Meter eine Pflanze", so lautete Vorgabe, "und bitte gut antreten, das ist wichtig". So entstand unter Mithilfe der Naturschutzbund-Kindergruppe und den übrigen Helfern eine Allee aus 100 Wildbirnen.
"Der Sturm Kyrill hat sehr großen Schaden hinterlassen, die es zu beseitigen gilt", meinte Landrat Butte. "Viele fleißige Hände sind heute gekommen und beweisen damit ihr Interesse am Naturschutz. Schön ist es, dass die hier anwesenden Kinder diese Botschaft weiter tragen werden." Bürgermeister Krüger meinte unter Hinweis auf das Motto "Mitmachen und Vielfalt schaffen": "Bäume bedeuten Leben und nicht nur Arbeit, darum lassen Sie uns auch im eigenen Garten eine Vielfalt schaffen."
...
 
DWZ - Coppenbrügge - 11. April
Napoleonsweg wie in alten Zeiten / NABU-Ortsgruppe pflanzt alte Obstbaumsorten in Brünnighausen

Brünnighausen (red).
Für jedes Mitglied einen Obstbaum pflanzen, das hat der Vorstand der NABU-Gruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf anlässlich des 25-jährigen Jubiläums als Ziel gesetzt. Jetzt wurde eine äußerst lückenhafte alte Obstbaumallee in der Brünnighäuser Feldmark neu bepflanzt. Mit 15 hochstämmigen Apfelbäumen alter Sorten aufgefrischt, kann sich der im Dorf als Napoleonsweg benannte Feldweg zukünftig wieder in voller Pracht einer Obstbaumallee präsentieren.
Vorsitzender Günter Blötz bedauert, "dass heute mit der über Jahrhunderte gepflegten Tradition der Obstalleen und der Streuobstwiesen, die früher jedes Dorf als zuerst blühender, später fruchttragender Gürtel umsäumten und schmückten, so nachlässig und unüberlegt umgegangen wird". Es sei schon eigentümlich, dass auf der einen Seite "Bio" boomt, "solch fundamentale ökologische Tradition aber scheinbar in Vergessenheit geraten sind", so Blötz.

Mit der Aktion am Napoleonsweg - die Naturschützer aus Coppenbrügge und Salzhemmendorf pflanzten damit bereits ihren 85 hochstämmigen Obstbaum - werde ein Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft und zur Artenvielfalt geleistet. Der Vorsitzende: "Feldwege dürfen nicht ausschließlich nach ihrer Tauglichkeit für die landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge beurteilt werden, sondern nach ihrem Beitrag zur biologischen Vielfalt in unserer ansonsten zunehmend ausgeräumten Landschaft." Die Kosten für die Pflanzaktion wurden mit 200 Euro von der Gemeinde Coppenbrügge unterstützt, die restlichen zwei Drittel kamen aus der Gruppenkasse. Wer eine Baumpatenschaft übernehmen will oder eine Fläche hat, die zur Streuobstwiese "veredelt" werden soll, kann sich unter Tel. 05156 / 7006 melden.
 
DWZ - Coppenbrügge - 09. April
Am "Männerwochenende" per Fahrrad um den Dümmer / NABU-Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf auch 2008 recht aktiv / Günter Blötz bleibt weiter Vorsitzender

Ockensen (gök).
Günter Blötz hatte die Mitglieder der Naturschutzbundgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf in das Scheunencafé in Ockensen zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Bereits seit 1991 leitet Günter Blötz als Vorsitzender der NABU-Gruppe in Coppenbrügge und Salzhemmendorf. Doch dieses Mal war die Jahreshauptversammlung etwas Besonderes. Denn die Gruppe besteht bereits seit 25 Jahren und kümmert sich seitdem unter anderem auch um verschiedene Streuobstwiesen.
Die anwesenden Mitglieder waren mit den verschiedenen Aktivitäten des Vereins so zufrieden, dass Günter Blötz als Vorsitzender, Elke Vollmer als Stellvertreterin, Dieter Frank als Kassierer und Peter Meyer als Schriftführer einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden. Auch im vergangenen Jahr war die Gruppe wieder bei den verschiedensten Veranstaltungen aktiv. So wurden erneut Bäume auf den Streuobstwiesen gepflanzt, Mauerseglerkästen installiert, eine Ferienpass-Aktion durchgeführt und auch eine Radtour unternommen. Bei der Ferienpass-Aktion fuhren die Mitglieder mit den Kindern in das Freilichtmuseum nach Detmold. Dort konnte der Nachwuchs auch seine Künste im Korbflechten beweisen. Aufgrund der geringer werdenden Resonanz wird dieses Jahr die Ferienpass-Aktion nicht nur im Flecken Coppenbrügge, sondern auch für Kinder aus dem Nachbarort Salzhemmendorf angeboten. Geplant ist in diesem Jahr eine Fahrt nach Steinbergen, wo die Kinder ihr handwerkliches Geschick bei der Bildhauerei unter Beweis stellen können. Die Gruppe führt zudem auch 2008 ein sogenanntes "Männerwochenende" durch. Dieses Jahr soll die Reise an den Dümmer gehen, wo die Umgebung mit dem Fahrrad erkundet werden soll.

Das Jahr 2007 war fast sorgenfrei. Probleme bereitete nur die Streuobstwiese in Launestein. Die Wiese wird mittlerweile durch mehrere Bürger als Hundeplatz genutzt und die Mitglieder und deren Kinder haben es oft mit natürlichen "Tretminen" zu tun. Mit aufgestellten Schildern will man hier künftig die Hundebesitzer "erziehen". Zudem wird die Wiese in Kürze durch Schafe begrast und muss dann auch eingezäunt werden.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens nahm der Vorsitzende Günter Blötz zahlreiche Ehrungen vor. So kamen die Mitglieder Marta Reck, Edeltraut und Günter Blötz, Paul Honke, Adolf Koch, Dieter Frank, Meinhard Nitschmann, Peter Pasemann, Erwin Thiel, Heinz-Otto Brasche, Horst Kretschmer und Heiner Stender in den Genuss der Auszeichnung. Sie alle sind schon seit 15 Jahren aktives oder passives Mitglied.
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 07. April
Wer hört den ersten Kuckucksruf? / Aktion des NABU / "Nur was man kennt, kann man schützen"

Hameln-Pyrmont (red).
Der Naturschutzbund (NABU) hat den Kuckuck zum Vogel des Jahres 2008 erklärt. Die Naturschützer wollen den Menschen den fast nur als Brutparasiten bekannten Vogel näher bringen. Gleichzeitig sollen Informationen über die Verbreitung des Kuckucks gesammelt werden. Es handelt sich um einen Zugvogel, der den Winter größtenteils südlich des Äquators verbringt; im April wird er in Deutschland zurückerwartet. Interessierte sind aufgerufen, den ersten Kuckuck zu melden - unter Telefon 05152/1581, per E-Mail an info@NABU-hm.de oder über die Internetseite www.NABU.de/kuckuck/schongehoert.html. Außerdem hält der NABU im Natur- und Umweltschutzzentrum Hameln am Berliner Platz Antwortpostkarten bereit. Die Meldungen fließen in eine bundesweite Erfassung; dabei sind Preise zu gewinnen. "Nur was man kennt, kann man schützen", erklärt Kreisvorsitzender Hans Arend. Der Kuckuck sei vielen Gefahren ausgesetzt - etwa der Vogeljagd im Süden und hierzulande der durch die Zerstörung von Röhrichtgürteln und naturnahen Waldrändern.
 
DWZ - Bad Münder - 17. März
Erlen und Eschen sichern die Hamel / Auch Lebensraum für Fische verbessert
Hilligsfeld (gro).
Neues Leben an der Hamel. Koordiniert durch das hannoversche Planungsbüro GEUM.tc GmbH (Gesellschaft für Umweltplanung und -technik), wurde am Wochenende das erste "Modellprojekt Hamel" von insgesamt sieben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von gut 30000 Euro verwirklicht.
Mitglieder des Sportfischereivereins Hameln, des Fischereivereins Hannover, des NABU, Ortsgruppe Sünteltal, und der Jägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont pflanzten auf 200 Metern Länge entlang der Hamel in der Feldmark von Groß Hilligsfeld 25 Erlen und 25 Eschen. Der lockere Pflanzverband reicht von der Hamel bis zu 20 Meter in den Feldbereich hinein.
Ziel des Modellprojektes Hamel: Die Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen sollen hier durch Beschattung und Erhöhung der Strukturvielfalt verbessert werden. Zudem sollen die Bäume die Uferböschungen sichern und einen weiteren Böschungsabbruch durch das schnell fließende Wasser verhindern. Begründet wird die Maßnahme mit der vorgegebenen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

"Hier haben sich Jäger, Angler, Eigentümer und Anlieger freiwillig und ehrenamtlich für die Sache der Renaturierung an der Hamel eingesetzt, was beispielgebend ist", so Oliver Melzer von der GEUM. Melzer: "Besonders zu erwähnen und zu loben ist, dass der Eigentümer in diesem Flussabschnitt seine Flächen für die Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt hat." Bescheiden fiel die Antwort des so gelobten Ferdinand Kohlenberg aus: "Immer wieder gräbt der Bach an der Böschung, und wenn die Pflanzung das verhindert, ist das eine gute Sache. Zudem kann ich damit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten".
Die Stadt Hameln und die Landesjägerschaft hatten die Pflanzen finanziert. "Es wäre wünschenswert, wenn weitere Eigentümer sich für solch eine Maßnahme finden würden", sagte der Vertreter der Kreisjägerschaft Hameln, Jürgen Ziegler. Melzer hakte hier sofort ein: "Das muss dann nicht unbedingt kostenlos sein."
 
NDZ - Bad Münder - 17. März
Angler und Jäger pflanzen Bäume für mehr Schatten / Modellprojekt zur Verbesserung des Hamel-Zustands wird fortgesetzt / Zahlreiche weitere Maßnahmen in 2008 geplant

Hasperde (gho).
"Die Hamel befindet sich in einem mäßigen ökologischen Zustand" - der Ansatz, mit dem vor einigen Jahren Jahren das Engagement für das Modellprojekt Hamel gestartet werden, hatte zahlreiche Gruppen auf den Plan gerufen. Gemeinsam arbeiteten sie daran, die Defizite zu beseitigen. Im vergangenen Sommer hatten die Mitglieder der Fischereivereine Hannover und Hameln sowie der NABU-Ortsgruppe Sünteltal in einer schweißtreibenden Aktion im Bereich des Osterbergs mit vielen Tonnen grobem Kies in der Hamel Möglichkeiten zum Ablaichen der Wanderfischarten Lachs und Meerforelle geschaffen, jetzt nahmen sie sich den fehlenden Gehölzbewuchs in einigen Abschnitten vor.

Zwischen Hasperde und Hilligsfeld wurden 45 junge Bäume in Ufernähe gepflanzt. Rund 20 Angler und Günther Neumann als Jagdpächter schwangen die Spaten und gruben Pflanzlöcher, steckten die 1,80 Meter großen Eschen und 1,60 Meter hohen Jung-Erlen hinein, trieben Pfähle in die Erde und banden die noch dünnen Bäumchen fest. Zum Schluss wurden die Pflanzen mit Fegeschutz versehen. Ziel der Bepflanzung: die Lebensbedingungen der Fische und Kleinstlebewesen in der Hamel durch Beschattung und Erhöhung der Strukturvielfalt zu verbessern. Oliver Melzer vom hannoverschen Planungsbüro GEUM.tec, das die Aktivitäten des Modellprojektes Hamel koordiniert: "Diese Aktion ist der Auftakt einer Vielzahl von weiteren Maßnahmen, die sich noch in diesem Jahr an der Hamel und ihren Nebengewässern durchgeführt werden sollen."
Beispielhaft: Ferdinand Kohlenberg stellte den Naturschützern auf seinem Wiesengelände nicht nur die Fläche für die Anpflanzung der Jungbäume kostenlos zur Verfügung, er unterstützte das Vorhaben auch mit Trecker und Anhänger und sorgte für ein kräftiges Frühstück nach erfolgten Arbeitseinsatz. Den größten Teil des Pflanzenmaterials für diese Initiative stellte die Jägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont bereit. Auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises steuerte Eschen und Erlen bei.
 
DWZ - Bad Münder - 12. März
"Ökologisch völliger Blödsinn" / NABU-Gruppe Sünteltal lehnt Entlastungstrasse entschieden ab

Bad Münder (rho).
Die NABU-Ortsgruppe Sünteltal bezieht in der aktuellen Diskussion um eine Verbindung zwischen Süntelstraße und Rahlmühler Straße eindeutig Position: Sie lehnt die Trasse klar ab. Während der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe im Hotel Deutsches Haus war die vom Glashersteller Ardagh und der Spedition Schnelle gewünschte Entlastungsstraße das zentrale Thema.
Matthias Großmann, Vorsitzender der Ortsgruppe Sünteltal, betonte die Gefahren, die die Mitglieder sehen: "Die Trasse ist ökologisch und ökonomisch völliger Blödsinn und wird niemanden dienen. Sie würde die Zerschneidung eines sensiblen Lebensraums bedeuten." Ein weiterer Aspekt: Eine Trasse würde mit den Plänen des Naturschutzbundes zur Umlegung der Hamel im Bereich der Rahlmühle kollidieren. Voraussichtlich im Frühjahr 2009 soll diese Aufgabe in Angriff genommen werden. Die Umlegung gehört zum Naturierungsprojekt der Hamel, in dem die Naturschützer seit 2006 aktiv sind - und bereits erste Erfolge verbuchen: "Die Gewässerqualität der Hamel hat sich deutlich verbessert", freut sich der stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende Jens Becker.
Weiteres Thema während der Sitzung war das Aufstellen von Krötenzäunen und Absperrungen an bestimmten Wegen im Stadtgebiet für die aktuelle Phase der Krötenwanderung, das die Mitglieder in den vergangenen Tagen erledigt haben. Vorstandsmitglied Anne Zuzmann machte ihrem Ärger über die "Ignoranz" einiger Autofahrer Luft, die die aufgestellten Baken immer wieder an die Seite räumen, mit Autos auf den gesperrten Straßen fahren und dadurch unzählige Amphibien töten. "Wir planen jetzt fest verankerte Schranken zu installieren, die niemand mehr umschmeißen kann", erklärt sie der Versammlung. Auch ein Überblick über die geplanten Aktivitäten der kommenden Wochen stand an: Am 8. April lädt die Ortsgruppe zu einem Vortrag zum Thema "Energie aus Biomasse - Chancen und Risiken" mit Referent Uwe Baumert ein, am 31. Mai steht die Besichtigung der ehemaligen NATO-Station im Süntel im Zusammenhang mit Überlegungen zur Renaturierung auf dem Programm.
 
DWZ - Emmerthal - 09. März
Insgesamt 2580 Euro für Seniorenarbeit / Bezuschussungen bleiben 2008 unverändert

Emmerthal (gm).
Trotz größerer Belastungen und geringerer Steuereinnahmen sind die Vereinszuwendungen und die Bezuschussungen für die Seniorenarbeit für das Jahr 2008 unverändert geblieben. Das vermeldete Ortbürgermeister Wolfgang Jürgens bei der jüngsten Ortsratssitzung.
Die Jugendfeuerwehren aus Hagenohsen, Kirchohsen die SoVD-Ortgruppe Emmerthal und die NABU-Ortsgruppe Emmerthal erhalten jeweils 50 Euro.
...
 
NDZ - Bad Münder - 06. März
"Ökologisch und ökonomisch völliger Blödsinn" / NABU-Gruppe Sünteltal lehnt Entlastungstrasse zwischen Süntelstraße und Rahlmühler Straße ab

Bad Münder (rho).
Die NABU-Ortsgruppe Sünteltal bezieht in der aktuellen Diskussion um eine Verbindung zwischen Süntelstraße und Rahlmühler Straße eindeutig Position: Sie lehnt die Trasse klar ab. Während der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe im Hotel Deutsches Haus war die vom Glashersteller Ardagh und der Spedition Schnelle gewünschte Entlastungsstraße das zentrale Thema.
Matthias Großmann, Vorsitzender der Ortsgruppe Sünteltal, betonte die Gefahren, die die Mitglieder sehen: "Die Trasse ist ökologisch und ökonomisch völliger Blödsinn und wird niemanden dienen. Sie würde die Zerschneidung eines sensiblen Lebensraums bedeuten." Ein weiterer Aspekt: Eine Trasse würde mit den Plänen des Naturschutzbundes zur Umlegung der Hamel im Bereich der Rahlmühle kollidieren. Voraussichtlich im Frühjahr 2009 soll diese Aufgabe in Angriff genommen werden. Die Umlegung gehört zum Naturierungsprojekt der Hamel, in dem die Naturschützer seit 2006 aktiv sind - und bereits erste Erfolge verbuchen: "Die Gewässerqualität der Hamel hat sich deutlich verbessert", freut sich der stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende Jens Becker.
Weiteres Thema während der Sitzung war das Aufstellen von Krötenzäunen und Absperrungen an bestimmten Wegen im Stadtgebiet für die aktuelle Phase der Krötenwanderung, das die Mitglieder in den vergangenen Tagen erledigt haben. Vorstandsmitglied Anne Zuzmann machte ihrem Ärger über die "Ignoranz" einiger Autofahrer Luft, die die aufgestellten Baken immer wieder an die Seite räumen, mit Autos auf den gesperrten Straßen fahren und dadurch unzählige Amphibien töten. "Wir planen jetzt fest verankerte Schranken zu installieren, die niemand mehr umschmeißen kann", erklärt sie der Versammlung. Auch ein Überblick über die geplanten Aktivitäten der kommenden Wochen stand an: Am 8. April lädt die Ortsgruppe zu einem Vortrag zum Thema "Energie aus Biomasse - Chancen und Risiken" mit Referent Uwe Baumert ein, am 31. Mai steht die Besichtigung der ehemaligen NATO-Station im Süntel im Zusammenhang mit Überlegungen zur Renaturierung auf dem Programm.
 
NDZ - Bad Münder - 03. März
Rückkehr auf eigenen Pfoten - auf der Spur der Wölfe / Lebensraum und Verhalten: Naturschutzbund lädt heute zum Themenabend / Ausstellung wird vorbereitet

Bad Münder (ric).
Der Wolf. Sagenfigur, Raubtier, bedrohte Art. Ist eine Nachbarschaft von Wolf und Mensch möglich? Die Ortsgruppe Sünteltal im Naturschutzbund lädt für heute Abend ins Hotel Deutsches Haus zum Themenabend ein.
Tierschützer bezeichnen die Rückkehr des Wolfes in Deutschlands Wildbahn als Sensation: Das einst gefürchtete wilde Tier, um das sich Märchen und Geschichten ranken, hat auf eigenen Pfoten den Weg in die brandenburgische Lausitz zurück gefunden. Um 20 Uhr beginnt der Vortrag über die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland sowie deren Lebensraum und Verhaltensweisen - alle Interessierten sind eingeladen. Referent ist Markus Bathen vom NABU-Projekt "Willkommen Wolf". In dieser Woche wird es dazu eine Ausstellung in der Geschäftsstelle der Sparkasse Weserbergland geben.
Die NABU-Mitglieder treffen sich bereits um 19 Uhr zur Jahreshauptversammlung.
 
NDZ - Bad Münder - 27. Februar
Spielen, Turnen, Entdecken - und vieles mehr / Bürgerinitiative für das Kind zieht Jahresbilanz / Zirkus hat 42 kleine Artisten und eine lange Warteliste

Bad Münder (hm).
Eine verlässliche Größe, wenn es um die Belange der jungen Münderaner geht: die Bürgerinitiative für das Kind (BIK). Zur Jahresversammlung wurde Bilanz gezogen.
Weiter...Auszug...
Die nächste Aktion der Naturentdecker wird darin bestehen, den Naturschutzbund Sünteltal zu unterstützen, und die Lurche und Kröten vor den Fangzäunen abzulesen und sicher über die Straße zu setzen.
...
 
DWZ - Hessisch Oldendorf - 27. Februar
Köcherfliegen und Egel im Forschungsglas / NABU-Kids gehen mit Eltern auf Entdeckungstour / Am 1. März werden Krötenzäune aufgestellt

Wahrendahl (ah).
Vielerorts weisen Verkehrsschilder auf die bevorstehende Krötenwanderung hin - so auch an der Straße von Hemeringen nach Wahrendahl. Die Hessisch Oldendorfer Kindergruppe des Naturschutzbundes (NABU) hatte sich getroffen, um im Wahrendahler Wald Krötenzäune zu ziehen, die die Kröten auf ihrer Wanderung zu den Laichgewässern vor dem Überqueren von Straßen schützen sollen.
Weil der Plan wegen Forstarbeiten nicht umgesetzt werden konnte, nahm Gruppenleiterin Sonja Wissel mit den Kindern und den Eltern den Lebensraum Wasser unter die Lupe. Beim Treffpunkt Forellental fanden sie in den Teichen Krötenlaiche, die sie weiter beobachten werden. Danach ging es durch den Wald bei Wahrendahl: eine feuchte, rutschige Angelegenheit, für die die 17 Kinder und die Erwachsenen in Gummistiefeln und wetterfester Kleidung gut ausgerüstet waren.
Mit Feuereifer machten sich die Drei- bis Zwölfjährigen daran, mit Käschern und Küchensieben in Teich und Bach zu "fischen" oder Wasser in die Gefäße zu füllen. Darin tummelten sich kleine Tiere, die mit Hilfe von Pinseln zur genaueren Betrachtung entnommen wurden. Anschließend brachten die Kinder sie sofort zurück in ihren Lebensraum, dem Bach oder Teich. Der zwölfjährige Lukas griff in den Bach und zog gleich mehrere kleine dunkle Tiere heraus. "Das sind Bachflohkrebse", erklärte er und schüttelte sie dann schnell wieder ins Wasser zurück., "weil es ihnen sonst schlecht geht". Floriane und Fenja sahen sich im Forschungsglas Köcherfliegen- und Zuckmückenlarven und Egel an. An den Gewässern im Wald war Bewegung, wurde gesucht, gesammelt, gefragt und geantwortet. Begeistert gingen auch die Eltern mit auf Entdeckungstour. "Als ich so alt wie die Kinder hier, sind wir auch schon mit Sonja durch den Wald gegangen. Das ist eine gute Möglichkeit, Kinder für die Natur zu sensibilisieren. Und mir macht das auch heute noch Spaß", erzählt Maren Clavey, Mutter des fünfjährigen Luis.
Am Samstag, 1. März, werden im Wahrendahler Wald die Krötenzäune gezogen. "Dafür können wir jede Hilfe gebrauchen. Außerdem suchen wir Leute, die vor Ort darauf achten, wann die Krötenwanderung einsetzt. Das passiert, sobald über längere Zeit milde Temperaturen herrschen", sagt Sonja Wissel. Nähere Auskünfte erteil sie unter Telefon 05152/1444.
 
NDZ - Bad Münder - 26. Februar
Kindergarten im Wald möchte mehr Mädchen

Bad Münder (ric).
Dem Waldkindergarten gehen die Mädchen aus. Zurzeit ist mit der sechsjährigen Laura nur eines dabei, während 13 Jungs rund um den Bauwagen am Deister Tag für Tag spielen und naturnah lernen. Und Laura geht bald zur Schule. Dabei wollen die Erzieherinnen am liebsten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jungs und Mädchen. Für das nächste Kindergartenjahr ab August bittet der Verein um Anmeldung unter 0170/2335247. Mädchen werden bei der Auswahl bevorzugt - damit der Waldkindergarten keine reine Jungengruppe wird.
Gestern waren die Kleinen im Waldkindergarten wieder mit dem Aufbau von Krötenzäunen am Deisterhang beschäftigt. Geholfen haben der NABU und die AIBM.
DWZ - Hameln - 25. Januar
Ist derzeit Vogelfüttern für die Katz? / Bei diesem Thema gehen im milden Winter die Meinungen auseinander
Hameln (CK).
Umweltverbände klagen: Mancher 13-Jährige kenne zwar mehr als 20 Handy-Klingeltöne, aber keine zwei Vogelstimmen mehr. Die Winterfütterung, so meinen deshalb viele Naturschützer, sie eine hervorragende Gelegenheit, Rotkehlchen, Meise und Co. kennen zu lernen. Und viele Hamelner füttern nicht nur im Winter, sondern ganzjährig. Aber macht das überhaupt Sinn, oder wird der Natur hier ins Handwerk gepfuscht?
Nicht unbedingt: In England etwa ist Ganzjahresfütterung schon lange üblich, und dort gibt es wesentlich größere Populationen als bei uns.

Höchstens 15 Arten werden erreicht
Umweltverbände hingegen sehen die Ganzjahresfütterung eher kritisch: "Die Natur ist kein Freiluftzoo", heißt es etwa seitens des NABU. Vogelfütterungen in den Städten und Dörfern erreichen selten mehr als 10 bis 15 Vogelarten, vor allem Meisen, Finken oder Amseln. Diese aber seien in ihrem Bestand nicht gefährdet, sondern hätten stabile Populationen. Von einem "Wiederaufbau der Artenvielfalt" könne also keine Rede sein. Vorrangig für den Artenreichtum sei vielmehr die Erhaltung von vielfältigen und gesunden Lebensräumen - und die ließen sich durch Futterspender nicht ersetzen. Außerdem fänden die Vögel bei der derzeitigen milden Wintertemperatur, bei der schon im Januar die Märzenbecher sprießen und fehlender scharfer Frost kaum Insekten getötet hat, genug Futter in der Natur.
Wer jetzt etwas in Sachen Vogelschutz tun möchte, kann für eine "Wohnung" der gefiederten Freunde sorgen. Die Nester, die noch aus der vorigen Saison in den Nistkästen vorhanden sind, können - falls nicht noch ein starker Wintereinbruch kommt - bald rausgenommen, die Unterkünfte selbst gereinigt werden. "Die Vögel orientieren sich derzeit schon, um eine Unterkunft zu finden. Nicht unbedingt, um schon zu brüten, aber Schutz vor den Unbilden der Witterung", sagt Volker Stieler vom gleichnamigen Geschäft für den Gartenfreund und Tierhalter. Auch neue Nistkästen könne man schon aufhängen, rät Rüdiger Wohlers vom NABU Oldenburg. Zu kaufen gibt es sie in vielen Formen und Materialien, Nisthilfen können aber auch gut selbst gebaut werden. Wie das geht, kann man beim NABU erfahren.