DEWEZET - Hameln - 13. Dezember

Fledermäuse im Winterschlaf gestört / Schon wieder Einbruchversuch am alten Klüttunnel / Wichtigstes Quartier im Landkreis

Erneut haben Unbekannte versucht, die schwere Eisentür, die den ehemaligen Klüttunnel am Fort Luise verschließt, aufzubrechen.Der alte Eisenbahntunnel ist ein wichtiges Fledermaus-Winterquartier im Landkreis Hameln-Pyrmont und wurde deshalb nach der Stilllegung der Strecke 1993 durch ein Gitter geschützt, seit 2004 durch eine Mauer mit Eisentür. Der Tunnel gilt als geschützter Landschaftsbestandteil. Seit Verschließen ist jetzt bereits zum zweiten Mal versucht worden, die Tür aufzubrechen. Diesmal entstand ein Schaden von rund 1000 Euro, wie Rainer Marcek, Fledermausexperte aus Hameln, versichert. Es wurde Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Landkreisweit ist der alte Klüttunnel das bedeutenste Winterquartier von Zwergfledermäusen. Seitdem Unbefugten das Betreten mit der Vergitterung verwahrt wurde, ist der Bestand an Zwergfledermäusen kontinuierlich gewachsen. So wurden im vergangenen Winter hier an den Tunnelwänden über 120 Tiere in Winterstarre gezählt. Da die Fledermäuse bei der Überwinterung knappe Energiereserven haben, sind Störungen durch Lärm tödlich, erklärt Marcek. Er bittet daher Spaziergänger und die Anwohner, die Augen am Tunnel offen zu halten und gegebenenfalls die Polizei zu benachrichtigen.

DEWEZET - Bad Münder - 04. Dezember
Neue Lärm-Debatte zur Schnelle-Expansion / Erweiterung mit Einschränkung: Jede Nachtstunde sollen nur vier Lastwagen fahren dürfen
Von Markus Richter
Bad Münder.
Eigentlich schien alles in trockenen Tüchern - doch jetzt wurde die Erweiterung des Betriebsgeländes der Spedition Schnelle an der Süntelstraße erneut im Planungsausschuss aufgerollt: Eine Erweiterung soll mit neuen Auflagen verbunden werden: In den Nachtstunden soll dem Unternehmen gestattet werden, maximal vier LKW-Fahrten zwischen dem neuen und dem alten Gelände zu absolvieren. Für Dr. Helmut Burdorf sind die Konflikte bereits jetzt absehbar.
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Hauptsächlich wird das neue Gelände benötigt, um die Vielzahl von Containern, so genannte Koffer, zwischen zu lagern. Schnelle hat dafür Ausgleichsflächen am Deisterhang erworben. Die sollen der Ortsgruppe Sünteltal im Naturschutzbund übertragen werden. "Diese Bereiche sind sensibel", erläuterte Feller. Festgestellt wurde eine Amphibienwanderung - ein Krötentunnel soll eingerichtet werden.
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NDZ - Bad Münder - 02. Dezember
Keil souverän in erster Sitzung / So macht sich der Sozialdemokrat als neuer Ausschussvorsitzender
Bad Münder (ric).
Der Mann im schwarzen Anzug blickt ein letztes Mal auf die Uhr, rückt noch kurz die schicke rot-orange Krawatte zurecht, dann startet Uwe-Peter Keil pünktlich seine erste Sitzung als Vorsitzender des neuen Planungsausschuss, jenem Gremium, in dem sich im Zuge der Ausschuss-Redzierung Hoch- und Tiefbau und die Bereiche Planung, Umwelt und Verkehr gemeinsam wiederfinden.
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Das ist der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt.
Beratende Mitglieder: Matthias Großmann (NABU Sünteltal)
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DEWEZET - Hameln - 11. November

Wintergäste aus dem Osten kreisen an Hamelns Himmel / 3000 bis 4000 Saatkrähen suchen abends ihre Schlafbäume in der Stadt auf / Auch andere Vögel zieht's in Wohngebiete

Hameln (kar).

Zu Tausenden kreisen sie allabendlich über der Stadt, sammeln sich auf Dachfirsten und auf dem Rathaus, bevor sie im Pulk ihre nächtlichen Schlafplätze in Bäumen aufsuchen: 3000 bis 4000 Saatkrähen, schätzt Friedel Rädecker, hauptamtlicher Umweltberater im Natur- und Umweltschutzzentrum am Berliner Platz, sind vor dem strengen sibirischen Winter an die Weser geflüchtet und verursachen derzeit bei vielen Hamelnern wieder "Hitchcock-Feeling" und Gänsehaut.
Mit seinem Thriller "Die Vögel" lehrte uns der britische Meister der Hochspannung einst das Gruseln. In der Realität aber geben die Krähen keinen Anlass zum Gruseln. Allenfalls zum Ärgern, wenn Autobesitzer ihren Wagen direkt unter einem Schlafbaum der Rabenvögel parken, und anderntags den Kot vom Wagen putzen müssen. Oder Anwohner vom lautstarken Krächzen der Schwarzgefiederten genervt sind. Sonst aber sind Krähen eher nützlich: "Als Aasfresser sind sie sogar richtige Gesundheitspolizisten", sagt Friedel Rädecker. Und auch das Niedersächsische Landesamt für Ökologie Anmerkung Webnaster: (jetzt "Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Naturschutz" - NLWKN) stellt in seiner Schutzbroschüre für Rabenvögel fest: "Aus Naturschutzsicht gibt es keinen Grund, Rabenvögel zu verfolgen: Selbst wenn in Einzelfällen geschützte Arten von Rabenvögeln beeinträchtigt werden, bedrohen sie nachweisbar keine einzige Tierart in ihrem Bestand".

Horrorgeschichten von Krähen, die auf Lämmer, kleine Ferkel oder Junghasen Jagd machen, sind denn auch "blanker Unsinn", wie Friedel Rädecker feststellt. Zwar komme es durchaus vor. dass sich Krähen auf geschwächte Tiere stürzen, die aber hätten ohnehin keine Überlebenschance, so Rädecker. Als Aasvertilger würden die Vögel oft auf verendeten oder überfahrenen Tieren beobachtet, und ihnen werde dann auch ganz schnell Tötung unterstellt. "Das ist aber nicht so", sagt Rädecker. Auch das Niedersächsische Landesamt für Ökologie weist spektakuläre Meldungen über Lämmertötungen als falsch zurück und stellt in seinem Flyer zum Schutz von Rabenkrähen klar: "Aaskrähen und Kolkraben fressen ausschließlich Nachgeburten oder das Aas aus Schwäche und Krankheit verendeter Tiere.

Im Gegensatz zu den heimischen Rabenkrähen, die das ganze Jahr über hier sind, aber nur selten im Pulk auftreten, sind die Saatkrähen reine Wintergäste, die von Oktober bis Mitte März in der Abenddämmerung ihre Runden über Hameln ziehen. Danach fliegen sie wieder dorthin zurück, wo sie hergekommen sind: Richtung Osten. Einheimische Brutkolonien von Saatkrähen gibt es nämlich seit dem Jahr 2001 nicht mehr. Lebten 1979 noch 72 Brutpaare in sechs Teilkolonien in Hameln, so schrumpfte der Bestand bis zum Jahr 2000 auf lediglich drei Brutpaare in einer Teilkolonie. Tagsüber sind die Wintergäste aus dem Osten auf Wiesen und Äckern auf Futtersuche und sind dabei längst nicht nur an Saatgut interessiert wie ihr Name vermuten lässt. "Sie vertilgen Insekten, Würmer und Aas", sagt Rädecker. Warum sie nachts von den Feldern in die Stadt ziehen, kann der Naturschutzexperte leicht erklären. "Die Wärmebildung in der Stadt ist höher, deshalb kommen sie hierher".

Der alte Baumbestand am 164er Ring, auf dem Scharnhorst-Gelände und auf dem Friedhof an der Deisterallee oder am Mertensplatz bietet den Krähen ideale Schlafmöglichkeiten. "Hameln ist eine grüne Oase", stellt Rädecker fest und lobt ausdrücklich das veränderte Bewusstsein von Gartenbesitzern: "Der aufgeräumte Garten hat ausgedient. Heute wird alles natürlicher gestaltet, sind
Büsche und alter Obstbaumbestand wieder gefragt". Das lockt auch andere Vögel in die Stadt. Längst trifft man auch andere Arten aus der Familie der Rabenvögel in Hameln, die früher reine Waldvögel waren: Elster und Eichelhäher zum Beispiel. Auch andere Waldvögel haben ihr Revier in die Stadt verlegt. "Die Amsel war noch vor 100 Jahren ein reiner Waldbewohner", sagt Rädecker und stellt fest: "Heute hätte sie sehr, sehr große Probleme, im Wald zu überleben".

Ließen sich früher im Stadtgebiet nur vier bis fünf Vogelarten nachweisen, sind es heute beträchtlich mehr. Das Fressangebot ist dank veränderter Gartennutzungen größer geworden, die Feinde in der Stadt nicht so zahlreich. Zusätzlich lockt die Winterfütterung an Vogelhäuschen. Und: "Das Klima im Weserbergland ist milder geworden. Es gibt keine so strengen Winter mehr", meint Rädecker. Damit erklärt er auch, warum aus Zugvögeln wie dem Star oder dem Kiebitz Teilzieher geworden sind, von denen immer mehr hierbleiben. "Es gibt in der Vogelwelt einen Trend in die Stadt", fasst Rädecker zusammen.

DEWEZET - Coppenbrügge - 04. November
Apfelsaft mal selbst gemacht
Lauenstein (sto).
Wenn es im örtlichen Kindergarten schon an der Haustür intensiv nach frisch aufgeschnittenen Äpfeln duftet, dann ist er wieder da, der "Mann, der Saft macht", wie Günter Blötz bei seiner ersten Most-Aktion in der Einrichtung vor zwei Jahren von einem kleinen Jungen genannt wurde. Und auch diesmal drehte sich beim erneuten Besuch des Vorsitzenden der NABU-Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf alles um den Apfel und seinen wohlschmeckenden "Inhalt".
Die Kinder waren begeistert. Blötz hatte eine Apfelpresse mitgebracht, die sie selbst bedienen durften. Aber was ganz leicht aussah, erwies sich als ganz schön schwierig, und viel Kraft und Ausdauer waren gefragt, um das Drehen einer Kurbel das Mosten in Gang zu bringen. "Dieses ist nämlich eine muskelbetriebene Presse", erklärt der NABU-Vorsitzende. Bei den älteren Kindern des Kindergartens habe es gut geklappt, ob auch die Dreijährigen schon stark genug seien für die schwere Arbeit? Na, klar! Kein Problem für Jannes. Mit vor Anstrengung aufgeblähten Bäckchen drückte er die Kurbel auf und nieder, und wie durch Zauberhand floss aus dem Ablauf der Presse dunkelbrauner Saft in einen Krug. "Das ist dein Saft. Probier mal", forderte Blötz ihn auf. Wie die anderen Kinder, verzog auch Jannes vor dem ersten Schluck seinen Mund. "Das schmeckt doch bestimmt sauer", war der Dreijährige skeptisch. Vorsichtig nippte er an seinem Becher. "Nein, der schmeckt süß", stellte er überrascht fest.
DEWEZET - Hameln-Pyrmont - 01. November
Milder Herbst begünstigt Nachwuchs der Stacheltiere / Spät geborene Igel müssen sich noch Fett anfresen / NABU empfiehlt Verzicht auf große Aufräumaktionen im Garten
Hameln-Pyrmont (red).
Es raschelt im bunt gefärbten Herbstlaub. Zwei kleine Knopfaugen schauen aus den im Garten aufgeschichteten Laubhaufen hervor. Es ist ein kleiner Jungigel, der sich im Schutze der einsetzenden Dämmerung eilig noch eine schützende Fettschicht für den langen Winter anfrisst. Während die Altigel ab Mitte Oktober bereits mit dem Bau ihres Winternestes beginnen, sind viele Jungigel noch bis in den November hinein unterwegs, um sich Fettreserven aufzubauen, berichtet der NABU Hameln-Pyrmont in seinem Naturtipp. "Der milde Oktober begünstigt die Aussichten für die kleinen Stachelritter, gut über den Winter zu kommen", erklärt Friedel Rädecker von der Igel-Beratungsstelle in Hameln.

Der Herbst ist für Igel normalerweise eine nahrungsarme Zeit, und für im September spät geborene Jungigel ist es schwer, noch genügend Fettreserven anzusammeln. Die milde Witterung im Oktober führte allerdings dazu, dass noch eine Reihe von Beutetieren aktiv waren, die auf der Speisekarte der Stachelritter stehen. Neben der Nahrungssuche ist es für den Igel wichtig, einen Unterschlupf für den Winter zu finden. Das ideale Quartier besteht aus einem Haufen totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen sich die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um Null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen.
"Die häufig üblichen herbstlichen Aufräumaktionen in Gärten sollte man daher lieber auf das Frühjahr verschieben", empfiehlt Rädecker. Um die Igel nicht zu gefährden, sollte auf den Einsatz von Rasentrimmern, Häckslern, Laubsaugern und Co. gänzlich verzichtet werden. Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten im Garten kann zusätzlich ein Igelhäuschen aufgestellt werden, das mit Reisig und Laub bedeckt wird. Dieses Igelhaus kann von den Igeln ganzjährig genutzt werden. Im Winter als Winterlager und im Sommer zur Aufzucht der Jungtiere. Igelhilfe sollte sich nicht nur auf den Herbst beschränken. Ein naturnah gestalteter und bewirtschafteter Garten mit vielen Naturelementen wie Hecken, Teichen, Obstbäumen, Wiesen und Steinmauern bietet dem Igel ganzjährig einen Lebensraum.
"Der Verzicht auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel sowie eine Bepflanzung mit heimischen Gewächsen sorgen dafür, dass das Stacheltier auch einen reich gedeckten Tisch vorfindet, empfiehlt Rädecker.

Mehr Informationen rund um den Igel, seine Lebensweise und die Konflikte mit den von Menschen geprägten Umfeld sowie Tipps zum Igelschutz im naturnahen Garten bietet die 20-seitige Broschüre "Der Igel - Pflegefall oder Outdoor-Profi?". Die Broschüre ist im Natur- und Umweltzentrum Hameln für drei Euro erhältlich. Das Zentrum am Berliner Platz 4 ist von Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
NDZ - Bad Münder - 01. November
Kleine Schnüffler auf menschliche Hilfe angewiesen / Igel suchen sich Futter und ein Quartier
Bad Münder (ric).
Für die Igel hat der Wettlauf mit der Zeit begonnen: Sie müssen das relativ milde Wetter nutzen und jetzt genug Nahrung zu sich nehmen, um während des Winterschlafs nicht zu verhungern. Gleichzeitig geht es für die Insektenfresser mit dem hervorragenden Geruchssinn darum, sich einen Lagerplatz anzulegen. Naturschützer warnen deshalb davor, den Garten zu sehr aufzuräumen: "Das ist ganz wichtig, dass die Tiere Laub und Reisig finden, mit dem sie sich ein Quartier bauen können", sagt Anneliese Zuzmann von der NABU-Ortsgruppe Bad Münder. Igel würden zudem dichte Hecken, Schuppen, Gartenhäuser und Baumwurzeln bevorzugen, um dort als Kugel zusammengerollt bis zu fünf Monate zu verharren.
Durch Unwissenheit oder falsch gemeinte Tierliebe schaden Menschen im Garten oftmals mehr, als dass sie ihnen helfen. Denn normalerweise kommt ein Tier alleine durch den Winter, lässt man ihm seinen natürlichen Lebensraum. "Hilfsbedürftige Igel sind daran zu erkennen, dass sie beispielsweise bei Schnee und Dauerfrost herumlaufen, dass sie mager oder apathisch wirken oder eingefallene Augen haben", sagt Zuzmann.
Tierfreunde sollten in diesem Fall versuchen, Dosennahrung für Hunde oder Katzen verfüttern. Auf dem Speiseplan des Insektenfressers, der in Gefangenschaft aufgrund von Parasitengefahr keine Schnecken oder Würmer bekommen sollte, stehen auch etwa Rührei, Weizenkleie oder Haferflocken. "Es gibt aber auch spezielles Igeltrockenfutter in der Zoohandlung." Niemals sollte der Igel Milch bekommen, das kann zu tödlich endenden Darmerkrankungen führen. Eine flache mit Wasser gefüllte Schale ist stattdessen ideal.
Fallobst steht auf dem Speiseplan der nachtaktiven Säuger übrigens ganz oben. Anneliese Zuzmann hat noch einen Tipp auf Lager, wie Igeln Leid erspart werden kann: "Verstellen sie Kellerfenster, die können zur Falle werden."
Mehr Informationen gibt es beim Verein 'pro Igel' unter www.pro-igel.de.
DEWEZET - Emmerthal - 04. Oktober
Erntefest verbindet Geschichte mit Gegenwart / Altes Handwerk, Aktionen und Kulturprogramm: 1500 Besucher erlebten vielseitiges Angebot in Börry
Börry (gm).
Vom Erntedankgottesdienst in der Museumskirche zum Auftakt bis zum Auftritt von Bauer Frank am späten Nachmittag - die rund 1500 Besucher erlebten Vielfalt. Zum Erntefest bot das Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry bei allerbestem herbstlichen Wetter ein mit Aktionen bunt gefülltes Programm.
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Am Stand des NABU-Ortsvereins Emmerthal konnten die kleinen Besucher unter fachkundiger Anleitung Nistkästen und Apfelhäuschen basteln, während sich andere Kinder in einer Hüpfburg tummelten, mit einem Pony reiten konnten oder auf dem Flohmarkt feilschten.
DEWEZET - Hameln - 04. September
Hameln wirbt für die Kraft aus der Sonne / Von heute bis Sonntag wieder "Soltec" im WBZ und draußen / Morgen Solardidactica für die Schulen
Hameln (CK).
In Zeiten steigender Energiepreise gewinnen alternative Techniken eine immer größere Bedeutung. Doch der Markt der Anbieter ist groß und nicht immer übersichtlich. Deswegen zeigt die 11. Soltec, die Solarfachmesse im Hameln, ab heute (bis zum Sonntag) im Weserbergland-Zentrum, auf dem Rathausplatz und in Teilen des Bürgergartens, alles was es auf dem Markt gibt, darunter innovative Neuheiten.
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Erstmals dabei das Energiespar-Mobil des Landes Niedersachsen. Betreut wird das Fahrzeug vom NABU und der Verbraucherzentrale, betrieben vom Landesinnungs-Verband für das Schornsteinfeger-Handwerk.
DEWEZET - Hameln - 01. September
Zahl der Aussteller auf der Soltec verdoppelt / Fachmesse wieder vom 14. bis 17. September / Angebote für Fachpublikum und Verbraucher
Hameln (CK).
Die Hamelner Solartechnik-Fachmesse "Soltec" (14. bis 17. September im Weserbergland-Zentrum und in den umliegenden Messezeiten auf dem Rathausplatz und im Bürgergarten) soll Hamelns Ruf als "Solarstadt des Nordens" festigen.
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Hallen und Freiflächen sind strukturiert, die Stände mit Experten besetzt. Nicht nur Firmen, sondern auch Vereine und Verbände wie der BUND oder der NABU sind vertreten, außerdem auch im elften Jahr der Soltec das Solarinstitut ISFH.
DEWEZET - Bad Pyrmont - 29. August
Die lautlosen Jäger über dem Gondelteich / NABU-Beobachter hatten Erfolg: Am Aktionstag wimmelte es nur so von Fledermäusen
Bad Pyrmont (yt).
Draculas Verwandtschaft beim Beuteflug zu beobachten hatten sich Freitagnacht rund 25 Interessierte am Gondelteich eingefunden. Und es war einfacher als sie vermutet hatten. Kaum hatten die Scheinwerfer und Taschenlampen gleißende Schneisen in den Nebel gezogen, sahen die Beobachter zahlreiche Fledermäuse knapp über der Wasseroberfläche pfeilschnell im Zickzackkurs Insekten jagen.
So schnell und lautlos wie die Jäger der Nacht aus dem Nichts im Scheinwerferlicht auftauchten, so schnell waren sie aber auch wieder verschwunden. Ihnen im Strahl der Lampe folgen zu wollen, schien ebenso vermessen wie zwecklos. Und so war es für die Beobachter schon ein Zufallstreffer, wenn gerade eine Fledermaus im Licht eine elegante Kurve flog.
Zuvor hatte Stefan Habenicht von der Bad Pymonter NABU-Ortsgruppe die Beobachter beruhigt: "Mit dem Licht stören wir die Tiere nicht weiter. Wenn sie sich dadurch belästigt fühlen, ziehen sie höchstens ans andere Ende des Teichs, um dorthin Ruhe weiter jagen zu können." Aus Anlass des "Europäischen Tags der Fledermaus" hatte er zur Beobachtung eingeladen.
Zahlen über die Entwicklung der Fledermauspopulation in Bad Pyrmont hat die NABU-Ortsgruppe nicht, dazu fehlen ihr die Möglichkeiten. Fest steht, dass es diese kleinen fliegenden Säugetiere in der Kurstadt gibt und das der Gondelteich ihr beliebtes Jagdrevier ist. Denn hier gibt es genügend Insekten, von denen die hier beheimateten Arten Unmengen vertilgen. "Sie müssen täglich rund ein Drittel oder gar die Hälfte ihres Eigengewichts fressen", berichtete Habenicht. Erstaunt zeigten sich die Zuhörer auch von einer interessanten Zahl: "Mit etwa 750 Arten stellen die Fledermäuse rund ein Fünftel alles Säugetierarten."
Ultraschallorientierung der Fledermäuse: "Wenn sie vom Wohnort zum Jagdrevier fliegen, das durchaus auch fünf Kilometer entfernt liegen kann, geben sie 10 Orientierungsrufe ab, im Jagdflug bis zu 100." Und durch ihr scharfes Gehör können sie so feine Unterschiede bei den reflektierenden Schallwellen feststellen, dass sie nicht nur die genauen Umrisse ihrer Umgebung wahrnehmen, sondern sogar die Oberflächenbeschaffenheit erkennen können.
"Hart oder weich, glatt oder behaart, das alles können sie erkennen," so Habenicht.
DEWEZET - Hessisch Oldendorf - 24. August
Fledermäusen auf der Spur / Mit dem Detektor die Flugkünstler ausmachen
Hessisch Oldendorf (pj).
"Wer Fledermäuse in einer lauen Nacht entdecken will, muss schon sehr aufmerksam sein, um die schwarzen Silhouetten der wendigen Flugkünstler gegen den dämmerigen Nachthimmel zu erkennen.
"Einfacher gehrt es auf geführten Fledermauswanderungen", erklärt Hans Arend, Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes. Bei den Wanderungen kann man mit Hilfe von Ultraschalldetektoren den Fledermäusen bei der Insektenjagd zuhören. Diesjähriger Höhepunkt wird die 10. Europäische Fledermausnacht vom 26. auf den 27. August sein, in der in 32 Ländern Europas zu Veranstaltungen eingeladen wird. Am morgigen Freitag, 25. August, bereits einen Tag vor der 'Batnight', wird in Hessisch Oldendorf im Rahmen der Ferienpassaktion eine Fledermausexkursion angeboten. Beginn ist um 20 Uhr in der Aula der Realschule. Die Teilnehmer erfahren in einem Dia-Vortrag allerhand Wissenswertes über die "Jäger der Nacht". Danach wird zur Exkursion in die Fledermausreviere aufgebrochen. "Jeder- auch Erwachsene - ist eingeladen", sagt Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe.
DEWEZET - Hameln - 16. August
Ein neues Konzept soll für die Kraft aus der Sonne werben / Hamelner Soltec vom 14. bis 17. September / Veranstalter Rainer Timpe verdoppelt das Angebot der Aussteller
Hameln.
Sie zeigt alles, was auf dem Markt für Solartechnik angesagt ist: Die Hamelner "Soltec" bietet unzählige Einblicke in eine Thematik, die immer wichtiger wird. "Und die jeden betrifft", sagt Veranstalter Rainer Timpe über die Fachmesse, die vom 14. bis 17. September in den Hallen des Weserberglandzentrums (WBZ) läuft.
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Erstmals dabei ist das Energiespar-Mobil des Landes Niedersachsen. "Dort gib es jede Menge praktische Tipps zum Energiesparen", sagt Timpe. Betreut wird das Fahrzeug vom NABU und der Verbraucherzentrale Niedersachsen, betrieben vom Landesinnungs-Verband für das Schornsteinfeger-Handwerk.
DEWEZET - Hameln - 08. August
Selten zu sehen - die Wespenspinne / Entdeckung im Hottenbergsfeld / NABU: Für Menschen ungefährlich
Hameln (red).
Eine seltene Entdeckung hat Heinz-W. Mertineit in seinem Hausgarten am Hottenbergsfeld gemacht: Beim Abstechen der Grasnarbe lief ihm eine Spinne über den Weg, die aussah wie eine Kreuzung zwischen Wespe und Spinne. Mertineit: "Ich habe so eine Spinne vorher noch nie gesehen. Ich habe sie kurz eingefangen, um sie zu fotografieren und danach wieder freigelassen". Nach einiger Recherche vermutete der Hobbygärtner, dass es sich hierbei um eine Wespenspinne handelt. Eine richtige Vermutung, wie Walter Wimmer, Naturschutzreferent beim NABU, bestätigt. Denn während die Menschen im Rekord-Juli über Hitze geklagt hätten, fühlten sich manche Tiere bei diesen Temperaturen erst richtig wohl. Zu ihnen gehört auch die knapp zwei Zentimeter große Wespenspinne.
Die ursprünglich mediteran verbreitete Art hat ihr Verbreitungsgebiet in den vergangenen Jahrzehnten weit nach Norden ausgedehnt. In Hameln dürfte Heinz-W. Mertineit einer der ersten sein, der sie zu Gesicht bekommen hat. Zurzeit erreichen den NABU Niedersachsen aber viele Anrufe von Menschen, die Wespenspinnen auch in ihrem Garten feststellen. Manche sorgen sich um das Wohl ihrer Kinder oder Haustiere, was jedoch völlig unbegründet ist.
"Trotz ihrer Warnfarbe sind die Tiere völlig harmlos", beruhigte Wimmer. "Ihre Hauptbeute sind Grashüpfer, die ihr ins Netz gehen", erklärte der Biologe. Größere Tiere oder erst recht Menschen brauchen sich also keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil: "Wer zur Ferienzeit etwas Muße hat, sollte die Tiere einmal aus der Nähe beobachten", rät Wimmer. Das biete nicht nur spannende Verhaltensweisen, sondern auch echte Entspannung.
Wahrscheinlich handelt es bei dem am Hottenbergsfeld gefundenen Exemplar mit 1,5 bis 2 Zentimeter Körpergröße um ein Weibchen. Ähnlich wie bei der Schwarzen Witwe soll das kleinere Männchen nach der Paarung verspeist werden.
DEWEZET - Coppenbrügge - 19. Juli
Literatur unter freiem Himmel im Garten - "da lacht einem das Herz" / Die "8. Coppenbrügger Lesewoche" begann bei Gerdi und Paul Honke
Coppenbrügge (sto).
Ein herrlicher Sommerabend, ein wunderschöner Garten mit vielen Gästen, die Freunde an guter Literatur haben - so hatte sich Heiner Stender, Sprecher der Kultur-Initiative "Unser Dorf liest", den Auftakt der "8. Coppenbrügger Lesewoche vorgestellt, als er in den Wintermonaten am warmen Ofen das "Strickmuster" für die jedes Mal im Sommer stattfindende Veranstaltung entwarf.
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Gut 80 Gäste waren zu der Eröffnung der Lesewoche gekommen. Das war mehr als erwartet, und deshalb mussten sogar noch Stühle dazugestellt werden. "Da lacht einem das Herz", freute sich Stender. Und mit ihm Edeltraud und Günter Blötz. Die beiden Brünnighäuser waren die "Regisseure" der Auftaktveranstaltung, die sie unter das Motto "Mein Sommer im Garten" gestellt hatten. Wen wundert´s, ist Günter Blötz doch Vorsitzender der NABU-Gruppe Coppenbrügge-Salzhemmendorf.

DEWEZET - Coppenbrügge - 07. Juli
Bergmannsweg stößt auf Interesse / Projekt wird jetzt auch von Einwohnern unterstützt und begleitet
Dörpe (wlo).
Die Umsetzung des "Dörper Bergmannpfades" ist auf den Weg gebracht - und dazu gehört auch die Vorstellung vor den Einwohnern. In der Grillhütte informierten Wolfgang Schnurbusch und Friedrich Wilhelm Vespermann. War vor einigen Jahren das Projekt "Bergmannspfad" noch belächelt worden, so hörten die Erschienenen jetzt interessiert zu. Nach den drei PowerPoint-Referaten entstand eine angeregte Diskussion, aus der vor allem positive Zustimmung herauszuhören war. Auch Interesse an der Mitgestaltung wurde signalisiert.
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In Arbeit sind bereits die Lerntafeln, die beidseitig bebildert und beschriftet werden. Die Rückseite steht jeweils unter dem Motto: "Natur erlebbar machen". Paul Honke vom NABU konnte dazu gewonnen werden, die Tafel "Heimische Vögel" zu erstellen

DEWEZET - Hessisch Oldendorf - 29. Juni
Zwei Jungstörche bei Nestkämpfen getötet / Fremde Weißstörche halten sich in Fischbeck auf / Dietmar Meier: Hoffen auf das nächste Jahr
Hessisch Oldendorf (pj/dm).
"Dabei hatte alles so gut angefangen", sagt Dietmar Meier von der Ortsgruppe des Naturschutzbundes. Anfang Juni sind mindestens zwei Jungstörche auf dem Schornstein der früheren Molkerei an der Ecke Lange Straße/Münchhausenring aus den Eiern geschlüpft. Trotz der recht kühlen und nassen Witterung konnte Storchenvater Meier einen Bruterfolg verzeichnen.

Doch jetzt muss alles ganz schnell gegangen sein. Wie jetzt aufgrund von Beobachtungen rekonstruiert werden kann: Als einer der beiden alten Störche in den Nahrungsgebieten auf Futtersuche für den Nachwuchs war, sind fremde Störche auf das Nest geflogen. Der auf dem Nest wachende Altstorch war allein der Übermacht nicht gewachsen. Das Nest musste kurzzeitig von "Adebar" und "Adele" aufgegeben werden. Die Jungen waren den Fremdstörchen schutzlos ausgeliefert und starben bei der Auseinandersetzung. Sicher ist: einer der kleinen Weißstörche wurde aus dem Nest geworfen.
"Informationen zufolge weilten drei Fremdstörche im Raum Fischbeck. Dort sollen sie auch auf den Dächern übernachtet haben", erklärt Storchenvater Dietmar Meier. Er ist sicher, dass die vagabundierenden Fremdstörche sicherlich für den Verlust der Jungen verantwortlich sind. Meier bedauert: "Nun ist die Zeit der Nestkämpfe nahezu vorüber, für eine neue Brut ist es aber bereits zu spät." Nur noch selten finden sich "Adebar" und "Adele" am Tag auf dem verwaisten Nest in der Hessisch Oldendorfer Kernstadt ein.

Ursache der Nestkämpfe sind unter anderem die begrenzten Nahrungsgebiete für Weißstörche in den Orten entlang der Weser. Die wenigen Nester, die es im Raum Schaumburg und Hameln-Pyrmont gibt, sind sehr begehrt. Da das Nahrungsangebot gering ist, siedeln die Weißstörche bei uns nicht in Kolonien. Paare und Einzeltiere sind sehr zänkisch, versuchen anderen das Nest streitig zu machen. Dass dabei Jungvögel und sogar Alttiere zu Tode kommen, sei nicht ungewöhnlich, führt Storchenfachmann Meier aus. Nun könnten weitere Nester gefertigt und auf exponierten Gebäuden befestigt werden. "Die Installation von Kunstnestern ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn umliegend genug Wiesen für den Storch vorhanden sind", sagt Meier. Bereits Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausends veranlasste der NABU auf dem First der ehemaligen Dorfschule in Rumbeck die Installation eines Kunstnestes. Dieses wurde jedoch bis heute nicht angenommen. Alle anderen Orte im Raum von Hessisch Oldendorf scheiden für die Errichtung von Ersatznestern aufgrund mangelnder Grünflächen aus. "Bleibt zu hoffen, dass unsere "Klappermänner" im nächsten Jahr mehr Glück bei der Jungenaufzucht haben", so Meier.

DEWEZET - Emmerthal - 26. Juni
Kleine Forscher erstaunt über Vielfalt / Grundschüler aus Amelgatzen entdecken die Emmer als Lebensraum / Projekt
Amelgatzen (gm).
Acht Schüler der vierten Klasse der Amelgatzer Grundschule, die zu den bisher 26 Schulen gehört, die am von "Bingo - die Umweltlotterie" geförderten Projekt "Schulen für eine lebendige Weser" der Deutschen Umwelthilfe (DUH) teilnehmen. "In diesem Projekt sollen Kinder die Bäche und Flüsse vor ihrer Haustüre kennen lernen und ein Bewusstsein für die ökologischen Zusammenhänge der Gewässer entwickeln", erklärte Projektleiterin Gabi Fiedler von der DUH.
Hintergrund: Die Jungen und Mädchen sollen die Gewässer als Natur- und Erlebnisräume entdecken und ihre eigenen Handlungs- und Einflussmöglichkeiten kennen lernen.
Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Küchensieben, Becherlupen und Pinseln untersuchten die Kinder die Emmer, die nur wenige Minuten von ihrer Schule, durch den Ort fließt. Mit dem kleinen Theaterstück "Unterwasserraumschiff" vermittelte Projektleiterin Gabi Fiedler den Schülerinnen und Schülern auf originelle Weise die Regel im Umgang mit Kleinstlebewesen. Danach war der Forschungsdrang nicht mehr zu bremsen. Der zehnjährige Marvin war ganz nervös und fragte andauernd: "Wann geht es denn endlich los"?
Mit ihrer Wasserexpertenausrüstung untersuchten die Kinder das Bachbett und entdeckten unzählige Bachflohkrebse, Wasserkäfer, Schecken, Strudelwürmer und Insektenlarven. "Das hätte ich nie gedacht, dass in der Emmer so viele Tiere leben", stellte eine kleine Forscherin erstaunt fest. Unter Anleitung von Gabi Fiedler und Evelyn Zimmer erforschten die Kinder die Wassertiere in den Becherlupen und bestimmten sie mit Hilfe von Farbtafeln und Büchern. Anhand der Tierarten und ihrer Anzahl benoteten die Nachwuchsforscher gemeinsam mit dem NABU-Vorsitzenden Oliver Gockel die Wasserqualität der Emmer. "Hier an dieser Stelle ist das Wasser sehr sauber", urteilte Gockel, "es ist klar, farb- und geruchlos". Nach dem interessanten Anschauungsunterricht wurden alle Tiere wieder in die Emmer gesetzt - und die Kinder waren sich einig: "So macht Naturkundeunterricht richtig viel Spaß".

DEWEZET - Emmerthal - 06. Juni
In seiner Heimatgemeinde tief verwurzelt / Wolfgang Jürgens feierte 70. Geburtstag / Aktiv in der Politik und in vielen Vereinen
Emmerthal (gm).
Am gestrigen Pfingstmontag feierte das Emmersche Urgestein Wolfgang Jürgens seinen 70. Geburtstag.
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In seiner Freizeit engagiert sich Jürgens im NABU, dem er seit 20 Jahren angehört und bei dem er auch 10 Jahre als Vorsitzender fungierte. Die Natur mit allen Bäumen und Pflanzen ist seine große Leidenschaft, denn neben seinem Garten hinter dem Eigenheim in Emmern bewirtschaftet der Naturfreund  noch einen 1000 Quadratmeter großen Zier- und Nutzgarten in Kichohsen.
DEWEZET - Coppenbrügge - 18. Mai
Gegner halten an Kritik fest / Biogasanlage: Bürgerinitiative kämpft weiter gegen geplanten Standort
Lauenstein (hen).
Ungeachtet des Fortschreitens im Planungsablauf für die Biogasanlage Lauenstein hält die Bürgerinitiative an ihrer Kritik, die sich vornehmlich gegen den Standort richtet, fest.
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Vor allem der Standort missfällt den Bürgern, für die Lutzke spricht - sie bevorzugen nach seinen Worten ein Alternativ-Grundstück in der "Senke", gegen das aus Sicht der Initiative bislang nur fadenscheinige Gründe vorgebracht worden seien. So gebe es die Auskunft, das Grundstück sei aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht zu überbauen - "weder beim NABU noch bei der Wasserbehörde liegen aber diesbezügliche Anfragen vor".
DEWEZET - Hessich Oldendorf - 03. Mai
NABU zählt am Wochenende Gartenvögel / Jeder kann mitmachen / Es gibt viele wertvolle Preise zu gewinnen
Hessisch Oldendorf (pj).
Die "Stunde der Gartenvögel" schlägt am kommenden Wochenende. Der NABU ruft die Menschen in Deutschland auf, zwischen dem 5. und 7. Mai alle Vögel zu notieren, die sich innerhalb einer beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom Balkon aus beobachten lassen. "Wir erhalten so Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der einzelnen Vogelarten", sagt Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf.
Unter den Teilnehmern verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend Euro, darunter Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten sowie einen Urlaub auf der Insel Öland in Schweden. Es gibt zwei Wege, um an der Aktion teilzunehmen. Zum einen kann jeder Vögel beobachten und zählen. Meldebogen liegen in den Geschäftsstellen aus. Zum anderen veranstalteten NABU-Gruppen Gartenvogelrallyes: Wer noch keine Erfahrungen beim Vogelbestimmen hat und gerne zusammen mit anderen auf Vogeltour gehen möchte, kann bei einer der Rallyes mitmachen.
Der NABU Hessisch Oldendorf veranstaltet eine solche Rallye. Sie findet am 7. Mai im Park der Neurologischen Klinik statt. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Eingang des Bergparks. Kinder und Erwachsene können teilnehmen. Bereits am frühen Morgen startet für Interessierte eine vogelkundliche Wanderung mit Hans Arend zum Naturschutzgebiet Hohenstein. Auch hier werden innerhalb der ersten Stunde alle Vögel gezählt, die auf der Wanderung gesehen werden. Treffen ist um 5 Uhr auf dem Parkplatz des Baxmannbades.
DEWEZET - Coppenbrügge - 02. Mai
Entdeckungsräume in der Natur / Kindergartenkinder und NABU-Gruppe pflanzten Weidentipi
Lauenstein (sto).
Der Förderverein des örtlichen Kindergartens und die NABU-Gruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf haben auf der Streuobstwiese am Vogelsang trotz Regen einen Rundumschlag durchgeführt: Es wurde Frühjahrsputz gehalten, ein Weidentipi mit Eingangstunnel gepflanzt und eine wetterfeste Tisch-Bank-Kombination aufgestellt. Da die Erwachsenen von einigen Kinderhänden unterstützt wurden, war die Arbeit schneller getan als geplant - zur vollsten Zufriedenheit von Günter Blötz. "Diese Frühlingsaktion ist ein weiterer Baustein in einem längerfristig geplanten Projekt, die Kinder des Lauensteiner Kindergartens mit der seit November 2004 angepflanzten Streuobstwiese zu verflechten", so der Vorsitzende des Naturschutzbundes Coppenbrügge.
Die Streuobstwiese soll nicht nur Lebensraum für die Vergessenheit geratene Apfelsorten und landschaftsprägendes Element sein, sondern Entdeckungsräume in der Natur bieten. Mit der Idee, die Obstwiese auch als einzigartigen Spiel- und Beobachtungsraum zu begreifen, sollte es gelingen, die jetzigen Kindergarten- und späteren Schulkinder mithilfe naturnaher Spielerlebnisse für die Ökologie und damit für die Erhaltung der Natur zu sensibilisieren. "Mit dem Projekt haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Streuobstwiese als naturnahe Erlebniswelt zu gestalten", erklärt Blötz.
Die zweijährigen Pflanzen des Weidentipis werden noch einige Wochen brauchen, um die notwendige Höhe zu erreichen, damit sie zusammengeflochten werden können. Damit auch Erwachsene, die nicht mehr "so biegsam" seien, dem Wachsen zuschauen und sich an der Natur erfreuen können, wurde auf der Wiese auch eine rustikale Sitzecke zum bequemen Verweilen aufgestellt. Im Spätsommer werde es eine weitere gemeinsame Aktion am Vogelsang geben, kündigten NABU und Förderverein an.
NDZ - Bad Münder - 29. April
Kritik an Hamel-Biotop erneuert / Renaturierung Thema im Ortsrat / NABU mit Entwicklung zufrieden
Bad Münder (jhr).
Die Entwicklung des Umgehungsgerinnes der Hamel an der Wallstraße beschäftigte den Ortsrat in Bad Münder in seiner jüngsten Sitzung - Andreas Mundt (CDU) erneuert seine Kritik an der Gestaltung des Biotops und wies darauf hin, dass das Gelände immer wieder betreten werde: "Das ist inzwischen ein Platz zum Picknicken und zum Füße waschen. Bei schönem Wetter sind jeden Tag Leute da", hat Mundt beobachtet. Seine Kritik geht aber noch weiter: Der frühere Lauf der Hamel, der bei Hochwasser vor Überschwemmungen schützen soll, falle im Sommer trocken. "Die Anwohner werden sich noch bedanken, wenn sie dann eine stinkende Pfütze vor der Tür haben, in der sich Mücken entwickeln und Fische verenden", so Mundt.
Ende April vergangenen Jahres war die Hamel in ein neu geschaffenes, in weiten Schleifen über das brach liegende Gelände geführtes Flussbett geleitet worden. Nach Ansicht von Gerd-Dieter Walter vom NABU, der die Hamel-Renaturierung gemeinsam mit dem Umweltministerium finanzierte, ein gelungenes Projekt: "Wir sind sehr zufrieden. Die technische Funktion hat ihren Dienst  mit dem Überlauf in das alte Becken bei Hochwasser schon bewiesen - dadurch wurde verhindert, dass das ganze Gelände aufgewühlt wird und es zu Schäden kommt." Die Tatsache, dass sich Menschen am Biotop aufhalten, wird vom NABU nicht beanstandet: "Das ist nun mal so, wenn man im Innenstadtbereich etwas macht", sagt Walter: "Natürlich ist es so, dass Sinn und Zweck vollständig erreicht würden, wenn das Gelände naturbelassen und unberührt bleibe - aber wir wollen doch keinen Zaun drum ziehen."
Der NABU habe bislang "überhaupt keine negativen Effekte" bei der Maßnahme registriert. Sicherlich gebe es im Sommer Mücken, doch Walter sieht darin keine dramatische Entwicklung: "Im Gegenteil: Ich finde es absurd, dass man die Natur aus der Stadt ausklammern will." Ziel sei es, auch den Bezug zur Natur nicht verloren gehen zu lassen - besonders positiv die Situation an der Wallstraße, weil das Biotop gleich gegenüber der Hauptschule liege.
DEWEZET - Hessisch Oldendorf - 24. April
NABU: "Keine Panik vor der Vogelgrippe" / Zur vogelkundlichen Wanderung eingeladen
Hessisch Oldendorf (pj).
Angesichts der Meldungen über die Vogelgrippe, die die Bevölkerung verunsichert haben, will der NABU zeigen, dass es keinen Grund zur Panik gibt und veranstaltet deshalb eine vogelkundliche Wanderung zu den Kiesteichen bei Großenwieden. "Die NABU-Gruppe Hessisch Oldendorf hatte bereits im März im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Hameln-Pyrmont im Stadtgebiet nach toten Vögeln gesucht und dabei nichts Verdächtiges gefunden. Auch von den aus Afrika zurückgekehrten Störche geht keine Gefahr aus", erklärt der Vorsitzende Hans-Jürgen Wissel.
Im Herbst rückte die Frage in den Mittelpunkt, ob und in welchem Umfang Zugvögel die Ausbreitung der Viren verursachen könnten. "Die Rolle der Zugvögel kann inzwischen neu bewertet werden. Demnach ist eine Ausbreitung durch Zugvögel zwar nicht generell auszuschließen, denn es bleibt unklar, inwieweit mit Grippeviren infizierte Vögel in der Lage sind, die Krankheit über größere Distanzen zu verbreiten", sagt Wissel. Insgesamt erhärten die bisherigen Erkenntnisse die Annahme, dass die Zugvögel bei der weltweiten Ausbreitung der H5N1-Viren nur eine untergeordnete Rolle spielen können. "Sie sind vielmehr Opfer als Täter", sagen Fachleute des Naturschutzbundes. Die Risiken einer Einschleppung von Grippeviren nach Deutschland durch die aus den Winterquartieren zurückkehrenden Zugvögel sei als vergleichsweise gering einzustufen. Die in Deutschland den Viren zum Opfer gefallenen Höckerschwäne und ein Mäusebussard sind keine Zugvögel, sondern waren bereits längere Zeit in dem betroffenen Gebieten.
Der NABU will bei einer vogelkundlichen Wanderung mit Hans Arend in Großenwieden zeigen, dass von den dort lebenden Wasser- und Greifvögeln keine Gefahr ausgeht. Interessierte treffen sich am Sonntag, 30. April, um 6 Uhr am Fähranleger.
NDZ - Bad Münder - 23. April
Hamel-Projekt: Dickes Lob aus dem Ministerium / Gestern Eröffnung des neuen Flusslaufs

Bad Münder (jhr).
"So ein Projekt mitten in der Stadt - das ist schon etwas besonderes", erklärte gestern ein strahlender Ministerialrat Jörg Janning am neugeschaffenen Lauf der Hamel an der Wallstraße. Zuvor hatten die Schüler Roman Mundt, Timo Schwabe und Max-Ferdinand Peutinger Forellen als Zeichen der Eröffnung im neuen Flusslauf in die Freiheit entlassen.
Nicht einmal zwei Wochen zuvor hatten Bauarbeiter mit einem Bagger begonnen, den neuen Flusslauf auf der brach liegenden Wiese vorzubereiten. "Eine sehr sinnvolle Maßnahme des Umweltministeriums und des NABU, in die wir uns als Stadt gerne eingebracht haben", erklärte Bürgermeisterin Silvia Nieber. Die Stadt stellte das Grundstück zur Verfügung, über das die Hamel nun rund 180 Meter lang in weiten Schleifen mäandriert. Für die Finanzierung des Projektes sorgten das Umweltministerium und der NABU.
"Gewässerschutz hat in Niedersachsen einen hohen Stellenwert - wir sind ein richtig nasses Land", erklärte Janning. Der Referatsleiter Gewässerschutz im Niedersächsischen Umweltministerium zeigte sich überaus angetan von der Lage der neuen Umgehungsrinne, die mitten in der Stadt gelegen sehr viel Aufmerksamkeit auf die Belange des  Umwelt- und Gewässerschutzes lenke. Nicht zuletzt die angrenzende Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule ermöglichte eine intensive Auseinandersetzung auch der Schüler mit dem Fluss. Eine Projektgruppe der Schule wird sich bereits in der kommenden Woche mit der Hamelumleitung beschäftigen. Mit dem Modellprojekt soll auch der Beweis angetreten werden, dass die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie möglich ist, So haben die Maßnahmen höchstwahrscheinlich zur Folge, dass man in der Klassifizierung der europäischen Bewertungstabelle um zwei Klassen steige. "Bis 2009 wollen wir sagen können, dass das Gewässer in dem geforderten guten Zustand ist", erklärte Janning und betonte, dass das Projekt an der Wallstraße nur ein erster Teil im Gesamtkonzept sei.
Zufriedene Gesichter gab es auch bei der NABU-Ortsgruppe. "Der Einsatz hat sich gelohnt - wie sehr, werden wir sehen, wenn wir in einem Jahr hier stehen", betonte der stellvertretende Vorsitzende Jens Becker. Die Maßnahme sei Initialzündung für weitere Projekte, doch die Fläche bot sich an, als erstes angegangen zu werden. Becker hofft, dass die Schilder, mit denen NABU und Stadt an der Wallstraße und an der Süntelstraße auf das Modellprojekt hinweisen, viele Fragen von Passanten beantworten.

DEWEZET - Hameln - 11. April
Junge Forscher an die Bäche / "Erlebter Frühling" - Wettbewerb der Naturschutzjugend
Hameln (git).
Was bedeutet für Kinder der Frühling? Neben den Rackern, die in der Freiluftsaison wieder an ihrem Baumhaus bauen oder mit dem Roller um die Häuser flitzen, gibt es auch jene, die sich jetzt über die Schneeglöckchen im Garten freuen, Vögel beobachten oder im Tümpel die ersten Molche erspähen. Die NAJU, die Jugendorganisation des Naturschutzbundes (NABU), startet für die kleinen Naturforscher wieder den Wettbewerb "Erlebter Frühling". Diesmal geht es um den Lebensraum "Bach" mit den Frühlingsboten Eintagsfliege, Wasserspitzmaus, Kleiber und Schwarzerle. Dazu kann pädagogisches Begleitmaterial bei der NAJU angefordert werden.
Es gibt ein Heft mit Beobachtungstipps und kindgerechten Informationen, ein Heft mit Hintergrundwissen, außerdem passend in allen Altersstufen gegliederte Arbeitsblätter mit Projektideen und Erkundungsbogen. Da heißt es zum Beispiel: "Schaut euch an einem Acker um. Seht ihr die Trittspuren von Tieren?" Gerichtet ist dies alles an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren. Mitmachen kann man als Einzelteilnehmer, können Familien, Gruppen oder Schulklasse. Mögliche Wettbewerbsbeiträge sind Collagen, Plakate, Infotafeln, Gestaltungsmaßnahmen und vor allem eigene Ideen. Auf den Sieger warten viele Preise. Einsendeschluss ist der 30. Juni.
Infos beim Natur- und Umweltzentrum am Berliner Platz; die Unterlagen zum Wettbewerb für 5 bis 9 Euro bei der NAJU Bundesgeschäftsstelle, Herbert-Rabius-Straße 26, 53225 Bonn, Tel. 0228/4036191, Internet http://www.erlebter-fruehling.de

DEWEZET - Emmerthal - 05. April
Trolle und Blumen locken Besucher an / Ostermarkt präsentiert sich abwechslungsreich
Hämelschenburg (sbr).
Die bunten Holzeier in den alten Obstbäumen auf der Mühleninsel kündigten schon von weitem den Ostermarkt bei Rischmade am Schloss Hämelschenburg an.
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Am "Festland", unterhalb der großen Bruchsteinmauer lud der NABU gegen eine Spende zum Nistkastenbau ein.

DEWEZET - Bad Münder - 04. April
Kinder lernen, die Natur zu lieben - und bringen Molche zum Teich / Waldkindergarten hilft Amphibien, zu ihrem Laichplatz zu gelangen
Von Markus Richter
Bad Münder.
Auch das schlechteste Wetter kann die Knirpse des Waldkinder-gartens nicht daran hindern, Kröten, Molche und Frösche sicher zu ihren Laichplätzen zu bringen. Mit bunten Kapuzen auf den Köpfen gingen die Kinder gestern wie schon die vorherigen Tage von ihrer Zentrale, dem Bauwagen, in den Deister.
Ganz in der Nähe, entlang der Straße zur Ziegenbuche, hat der Naturschutzbund die grünen Zäune aufgestellt. Sie sollen wie in jedem Frühjahr verhindern, dass Amphibien überfahren werden.
"Ab fünf Grad Wärme machen sich die Tiere auf die Wanderung", erklär Erzieherin Beate Kynast den kleinen Naturschützern. Die 15 "Waldkinder" suchen vorsichtig im Laub, finden ein gutes Duzend Molche. Sie sollen dabei gleichzeitig lernen, die Umwelt zu respektieren. "Und viele verlieren schnell die Scheu vor den Tieren", sagt Kynast. Behutsam tragen die Kinder die Amphibien zum Biotop, einem Teich auf dem Gelände der IGBCE. Dort werden die Tiere ablaichen. In diesem Jahr geht die Zeit der Krötenwanderung schnell vorüber - Ursache ist die Witterung.

NDZ - Bad Münder - 31. März
Randalierer gefährden Kröten / Absperrung mehrfach zerstört / Exner: "Ich bin stinksauer"
Bad Münder (jhr).
Die Laichwanderungen der Kröten, Molche und Frösche haben begonnen - das lange Warten auf günstige Bedingungen führte in einigen Bereichen zu einem geradezu explosionsartigen Start.
"Das Aufwärmen, das sich sonst über eine Woche hinzieht, ist in diesem Jahr ausgefallen", hat Michael Exner beobachtet. Der Tierschützer kümmert sich mit der NABU-Ortsgruppe Sünteltal um die nächtliche Absperrung des Ramenaweges, da der Weg auf der Wanderstrecke zahlreicher Amphibien liegt. "In aktiven Nächten passieren mehrere hundert Tiere die Straße" sagt Exner. Allerdings respektieren nicht alle Verkehrsteilnehmer die Absperrungen zum Schutz der Tiere: Gleich an zwei Tagen nacheinander wurden die Baken, mit denen die Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt wurde, mutwillig zerstört. Exner: "Ich bin stinksauer, aber ich lasse mich nicht entmutigen." Mitarbeiter des Bauhofes stellten die Baken wieder auf und ersetzten defekte Warnleuchten. "Die Polizei wird künftig bei Kontrollfahrten ein Auge auf die Strecke haben", kündigt Exner an. Die Sperrung ist vom Landkreis genehmigt. "Wer die Baken entfernt, macht sich strafbar", sagt Exner. Amphibienfreunde lädt er ein, bei einsetzender Dunkelheit mit Taschenlampen zur Absperrung zu kommen und die wandernden Tiere zu beobachten: "Diese Gelegenheit gibt es nur einmal im Jahr". Er empfiehlt, bereits an der Lindenallee zu parken und sich den Tieren zu Fuß zu nähern. Nutzer der Tennisanlage am Osterberg bittet er, besonders auf die Tiere auf dem Weg zu achten - dieser Teil der Straße wird nicht abgesperrt.
DEWEZET - Hameln - 13. März
Klein, niedlich - aber meist nicht hilfebedürftig / Expertenrat: Hände weg von Tierbabys!
Hameln (kar).
Klein, niedlich und hilflos sitzt es da mitten auf dem Feldweg - ein Hasenbaby. Von seinen Eltern verlassen? "Meist trügt der Eindruck", sagt der Hamelner NABU-Vorsitzende Friedel Rädecker und erklärt: "Junge Feldhasen werden zweimal am Tag gesäugt. Dazwischen liegen Stunden, in denen sich die Mutter nicht blicken lässt." Das kann selbst bei aufmerksamen Beobachtern, die das Tier im Auge behalten, schnell zu Fehlschlüssen führen. Der Experte rät daher: "Hände weg!" Übrigens nicht allein von jungen Hasen. Rädecker: "Das gilt für alle Jungtiere." Nur wenn sie ganz offensichtlich verletzt oder krank sind, sollte man sich um sie kümmern - besser noch: einen Experten zu Rat ziehen, der die Situation einschätzen kann.

Der Hamelner NABU-Vorsitzende weiß, wovon er spricht, verfügt er doch über jahrelange Erfahrungen beim Aufpäppeln von Tierbabys. Keine leichte Aufgabe, die Laien in der Regel überfordert. Denn: Egal, ob Vogelkinder, Igel oder kleine Hasen - ohne fachmännische Kenntnisse verenden die Kleinen meist.
Mit Igeln kennt sich Rädecker aus, hat er doch schon viele unterernährte und kranke Stacheltiere über den Winter gebracht und erfolgreich wieder ausgewildert. Derzeit hat er sechs Igelchen in Pflege - das ist ein Job fast rund um die Uhr. Und seit kurzen päppelt er auch noch "Paulchen" auf, einen winzigen Feldhasen, der ihm von der Hamelner Familie Rump ans Herz gelegt wurde. Die hatte den Kleinen hilflos auf dem Eis in der Nähe von Glückstadt gefunden und mitgenommen. "Ein Häschen auf dem Eis - das ist ungewöhnlich", gibt Rädecker zu, "das deutet auf eine Fehlsteuerung." Tatsächlich entpuppte sich der Kleine als Problemfall. Familie Rump brachte den jungen Hasen zur Tierärztin Dr. Reinecke. Die stellte fest, dass er eine bakterielle Erkrankung hat und bat Friedel Rädecker, den Kleinen gesund zu pflegen. Antibiotika und andere Medikamente stellte sie kostenlos zur Verfügung. Ohne sie hätte "Paulchen" keine Chance gehabt.

"Junge Feldhasen sind für eine Laien fast unmöglich aufzuziehen," sagt Rädecker. "Paulchen" benötigt eine spezielle Aufzuchtmilch und spezielle Medikamente. Häschen vertragen nicht alles. Zusätzlich spritzte Rädecker alle zwei Tage Antibiotika.
Schlau gemacht hatte sich der Igelexperte bei einer Biologin und einem Fachveterinär in Ostfriesland. Die gaben ihm die richtigen Tipps. 176 Gramm wog "Paulchen" als er in Rädeckers Hände kam. Nach vorübergehendem, stressbedingten Abnehmen legt das Häschen jetzt jeden Tag zu - 15 bis 20 Gramm täglich. Sechs Wochen muss der Kleine noch bleiben. "Bevor er nicht 1000 Gramm auf die Waage bringt, wildere ich ihn nicht aus," sagt Rädecker. Inzwischen knabbert der Hase schon Kohlrabi-Blätter und tollt herum. So lieb Rädecker "Paulchen" auch hat - schmusen ist tabu: "Sonst gewöhnt er sich an den Menschen und hat Probleme beim Auswildern."
DEWEZET - Bad Münder - 10. März
Wenn Kröten aus Lust zu wandern beginnen / Schüler werden über Krötenwanderung informiert / NABU braucht Helfer
Bakede (ewi).
"Je länger der Winter, desto eiliger haben es die Kröten", wissen die Experten des Naturschutzbundes. Der Frühling lässt zwar weiter auf sich warten, für die Amphibienschützer hat die Arbeit jedoch schon begonnen: NABU-Mitglieder wie Anneliese  Zuzmann von der Ortsgruppe Sünteltal informieren über die Wanderung und laden zur Mitarbeit ein.

In Bakede werden sich in diesem Jahr auch Grundschüler am Krötenschutz beteiligen, den Grundstein legten Zuzmann und der ehemalige Rektor der Grundschule, Peter Claus, jetzt im Unterricht. Am Dienstag, 14. März, soll an der Brinkfeldstraße wieder ein Krötenzaun aufgestellt werden. Einen Tag später werden dann die Helfer eingewiesen, und Claus hofft, dass sich viele Grundschüler mit ihren Eltern beteiligen. Der Grundstein ist gelegt - die Kinder sind für die Problematik sensibilisiert. "Was sind Kröten?", "Wie und wo leben sie?" oder auch "Warum gehen sie auf Wanderschaft?" waren nur einige der Fragen, die bei der Einführungsstunde in der Schule von den Kindern gestellt und von Peter Claus und Anneliese Zuzmann vom Naturschutzbund Sünteltal beantwortet wurden. Bei der Theorie blieb es aber nicht: Zur Verdeutlichung hatten die Krötenfreunde eine praktische Demonstration vorbereitet. Claus hatte einen kleinen Wald, eine Wiese und einen Teich in der Mitte des Schülerkreises aufgebaut. Anschaulich schilderte er, wie der Weg der Kröten von ihrem Überwinterungsplatz im Wald zu ihren Laichgewässern verläuft. Ergänzt wurde das kleine Schaubild dann durch eine Straße und den Krötenzaun, der die Tiere von der Straße fern hält.
"Jeden Tag müssen dann die Kröten, die wegen des Zaunes nicht über die Straße zu ihren Laichgewässern kommen, eingesammelt und auf der anderen Seite wieder ausgesetzt werden", erklärte Anneliese Zuzmann. Gerade für diese Aufgabe würden viele ehrenamtliche Helfer benötigt.

Zuzmann und auch Claus, der sich jetzt zum fünften Male aktiv und ehrenamtlich für den Krötenschutz in Bakede einsetzt, hoffen auf rege Unterstützung auch von den Naturliebhabern, die keine Kinder in der Grundschule haben.
Vom 14. März bis Ende April, je nach Witterung, werden die Krötenzäune nicht nur in Bakede, sondern auch an der alten Ziegelei, an der Ziegenbuche und am Golfplatz aufgestellt. "In dieser Zeit brauchen wir Helfer", bekräftigt Zuzmann. Wer in Bakede dabei sein möchte, kann sich am 14. oder 15. März, jeweils um 16 Uhr an der Brinkfeldstraße einfinden. Helfer aus der Kernstadt und den anderen Ortsteilen melden sich bei Anneliese Zuzmann, unter 05042/5560.