DWZ - Hameln - 09. Dezember
Die Nilgänse fühlen sich an der Weser wohl / Schwärme der Exoten auf Nahrungssuche bei Wehrbergen / Mehrere Nach-Bruten bestätigt
Wehrbergen (gro).
Bei den alten Ägyptern galten sie als heilige Vögel der Pharaonen, die Griechen und Römer hielten sie als Parkvögel, und im 17. Jahrhundert fanden sie ihren Weg in die Parks und Menagerien der "erlauchten Gesellschaft: die Nilgänse. 1988 wurden die Vögel zum ersten Mal von der Fischbecker Vogelexpertin Ingeburg Prigann anlässlich einer Wasservogelzählung zwischen Hameln und Rinteln bestätigt. Zwölf Jahre später berichtete sie, die Gans habe erfolgreiche Bruten im Weserbergland großgezogen. Seither sind die Gänse immer wieder in der Region Wehrbergen, Fischbeck, Hessisch Oldendorf und Großenwieden zu beobachten. Besonders leicht fällt dies zur jetzigen Zeit, in der die Tiere oft in Schwärmen auf den Saatfeldern stehen und dort nach Nahrung suchen.
Nicht wegzudenken sind die Nilgänse in den Zoos, wo sie gezüchtet werden. Obwohl dieser Vogel ein echter Afrikaner ist - er bewohnt dort hauptsächlich Gebiete in Ost- und Südafrika -, scheint es ihm auch bei uns zu gefallen. So manch eine Gans hat im Laufe der Zeit die Chance genutzt und ist ihrem Besitzer oder ihrer Besitzerin entfleucht. Ihre Nachkommen fühlen sich seit Jahren in der Freiheit und trotz kühler Temperaturen wohl und können auf der Weser, den angrenzenden Teichen und Feldern beobachtet werden.
Storchenvater Dietmar Meier aus Hessisch Oldendorf kann für das Jahr 2004 mindestens zwei erfolgreich in freier Wildbahn großgezogene junge Nilgänse bestätigen. "Sie habe ich im Sommer zwischen Großen- und Kleinenwieden beobachtet". Die Tendenz bei der Anzahl der in unserer Region lebenden Tiere sei steigend, weil natürliche Feinde - bis auf den Fuchs - fehlen und das Nahrungsangebot mehr als reichhaltig sei. "Durch die steigende Anzahl der Kiesteiche an der Weser findet eine Verschiebung des Artenspektrums bei den Wasservögeln statt. Zu ihnen gehört auch die Nilgans, die mittlerweile zum natürlichen Vorkommen bei unseren Wasservögeln gehört", stellt der engagierte Ornithologe fest.

 

DWZ - Bad Münder - 27. Oktober
Eine Kiste Vitamine für die Abwehrkräfte / Waldkindergarten feiert fünfjähriges Bestehen mit vielen Gästen / Draußen bei Wind und Wetter
Bad Münder (hu).
Mit einem festlichen Programm auf dem BIK-Gelände im Südfeld beging der Verein "Waldkindergarten Bad Münder" das fünfjährige Bestehen des Waldkindergartens. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden waren gekommen, um zusammen mit den Jungen und Mädchen, ihren Eltern und Betreuern das Ereignis gebührend zu feiern.
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Anne Zuzmann vom NABU überbrachte ebenso Wünsche wie Bürgermeisterin Silvia Nieber, die eigens eine Kiste prächtiger Herbstäpfel herbeigeschafft hatte (Damit ihr immer gesund bleibt
!").

 

DWZ - Coppenbrügge - 23. Oktober
Kindergarten soll für den NABU nur ein Anfang sein / Viele neue Mitglieder in Salzhemmendorf
Coppenbrügge/Salzhemmendorf (uk).
Dieser Zuwachs dürfte manchen Verein neidisch machen. 160 neue Mitglieder hat eine Werbeaktion dem Naturschutzbund (NABU) Coppenbrügge/Salzhemmendorf während der Sommermonate eingebracht. Zählte die Ortsgruppe bislang 90 Förderer, kann sie jetzt auf die finanzielle Unterstützung von 250 Mitgliedern bauen. Der Vorsitzende Günter Blötz aus Brünnighausen schätzt die Zahl der Mitglieder in Osterwald, Salzhemmendorf und Lauenstein vor der Werbeaktion auf rund 20. "jetzt sind es über 100." Er möchte darum künftig auch hier Projekte betreuen. Mit dem Kindergarten Lauenstein wurde jetzt eine erste Kooperation vereinbart.
Wie bereits an anderer Stelle berichtet, waren acht Schüler und Studenten im August im Landkreis unterwegs, um Mitglieder zu werben. Dass davon die Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf in diesem Ausmaß profitierte, hat selbst Blötz überrascht. Er weiß auch, dass nicht jeder Besuchte mit der Aktion glücklich war. "Mich haben hinterher Leute angerufen, die sich darüber beschwert haben", berichtet er und räumt ein, dass so ein Besuch an der Haustür auch immer ein wenig wie ein Überfall sei. Gut zehn Prozent der Geworbenen, so sei die Erfahrung, sprängen anschließend wieder ab. Zu der Aktion, um die der Landesverband gebeten habe, habe man sich dennoch entschlossen, weil jedes zahlende Mitglied wichtig sei, um die laufenden Umweltprojekte zu unterstützen. Dazu gehört die Pflege der Biotope in Harderode, Bisperode und Dörpe.

Doch es habe auch positive Reaktionen von neuen Mitgliedern gegeben, von denen einige sich sogar zu Spenden entschlossen hätten. Ganz besonders gefreut habe ihn, dass eine Lauensteinerin ihre Wiese am Vogelsang in der Nähe des Naturfreundehauses zur Pacht angeboten habe. Ein Anliegen des Naturschutzbundes sei es, alte Apfelsorten zu erhalten, die Streuobstgürtel um Dörfer und Städte zu sichern und zu erneuern. Der NABU habe sich dazu entschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten beziehungsweise mit dem Förderverein des Kindergartens am 6. November ab 9.30 Uhr auf dieser 4000 Quadratmeter großen Wiese hochstämmige, alte Apfelsorten zu pflanzen und künftig gemeinsam Naturschutzaktionen rund um diese Streuobstwiese zu organisieren. "Für solche Hand-in-Hand-Zusammenarbeit sind wir auch in anderen Orten gerne bereit", so Blötz, der unter 05156/7006 zu erreichen ist.

 

DWZ - Salzhemmendorf - 23. Oktober
"Ist der süß!" - Kinder wundern sich über Saft / NABU verwandelt Lauensteiner Kindergarten in Mosterei / "Mosttrinker sind Naturschützer"
Lauenstein (sto).
Sozusagen zum Auftakt der Zusammenarbeit verwandelten NABU-Chef Günter Blötz und seine Tochter Salka diese Woche den Lauensteiner Kindergarten in eine kleine Mosterei. 150 Pfund rotwangige Äpfel zu süßen Most zu verarbeiten, war Aufgabe der Mädchen und Jungen.
Wie die Apfelpresse bedient wird, zeigten ihnen die Gäste. Es sei wichtig, dass Kinder einmal sehen, wo der Apfelsaft herkomme, erklärte Blötz. "Mit unserer Aktion wollen wir den Mädchen und Jungen zeigen, dass frisch gepresster Apfelsaft ein prima Getränk ist, das es mit jeder Limonade aufnehmen kann."
Apfelsaft soll süß wie Limonade schmecken? "Nee, das kann nicht sein", waren sich die Kinder einig. Doch schon nach dem ersten Schluck änderten sie ihre Meinung: "Mann, ist der süß!" rief die vierjährige Enola erstaunt und leerte ihren Becher fast in einem Zug. Ob Apfelsaft süß oder sauer schmecke, hänge von der Apfelsorte ab, verriet Blötz.
Die Kinder vierteilten die "Hildesheimer Goldrenetten", die "Gravensteiner", den "Kaiser Wilhelm" und viele andere Apfelsorten, um sie dann in die handbetriebene Saftpresse zu werfen, die einen braunen Saft ausspuckte, der ohne Zuckerbeigabe herrlich süß schmeckte. "Diese Mostaktion ist eine wunderbare Sache", freute sich auch Kindergartenleiterin Helga Anton. "Mosttrinker, besonders dann, wenn der Most aus der Region stammt, sind Naturschützer", so Blötz.

 

NDZ - Bad Münder - 22. Oktober
Reinecke kritisiert Naturschutzbund: "Steigbügelhalter" / Arbeitskreis betroffen über Erklärung 
Bad Münder (ndz).
"Der NABU wird Steigbügelhalter und Werbeträger der Abbau- Industrie und konterkariert seine eigenen Ansprüche und historischen Grundsätze" - mit  Betroffenheit reagiert Dirk Reinecke, Sprecher des Arbeitskreises Bad Münder der "Aktionsgemeinschaft Weserbergland", auf eine gemeinsame Erklärung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), des Bundesverbandes Baustoffe-Steine und Erden (BBS), der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Unter der Überschrift "Rohstoffnutzung in Deutschland" kündigen die Organisationen und Verbände einen "ersten Schritt in Richtung einer Harmonisierung unterschiedlicher Zielsetzungen" an. "Rohstoffabbau in Deutschland und Naturschutz waren in den zurückliegenden Jahren 'oft zwei Lager', die sich anscheinend unvereinbar gegenüber standen", heißt es in der Erklärung. Und weiter: "Naturschützer haben erkannt, dass Eingriffe in die Natur durch den Rohstoffabbau nicht zwangsläufig zum Schaden der Artenvielfalt sein müssen. Oftmals ist es sogar der Fall, dass insbesondere Arten, die auf unbewachsene oder nur spärlich bewachsene Flächen oder auf Wasserflächen angewiesen sind, heute gerade auf Rohstoffabbauflächen vorkommen."
Für Reinecke ist diese Erklärung eine Missachtung der Grundsätze des NABU: "Die Väter des NABU hatten ganz bestimmt nicht im Sinn, die Eigenart unserer Landschaft dermaßen zu verändern, dass sie einer idealtypischen NABU-Landschaft entspricht, die Kleinsäugern, Insekten, Pionierpflanzen und seltenen Vogelarten  dermaßen angepasst ist, dass sie mit unserer Heimat nichts mehr zu tun hat", so der Sprecher des Arbeitskreises. Reinecke: "Wir verlieren die Eigenart unserer Heimat".

 

DWZ - Hameln - 20. Oktober
Eine Stadt blüht auf: Wie Hameln floral Flagge zeigt / Planungen laufen auf Hochtouren
Hameln (kar).
Grau raus - und Grün rein! Auf diesen griffigen Nenner lässt sich das Ziel des Wettbewerbs "Unsere Stadt blüht auf" bringen, hat doch der Schirmherr dieser Veranstaltungsreihe, Bundespräsident a.D. Johannes Rau, 2003 festgestellt: "Unsere Stadtquartiere sind heute noch allzu grau und trist" - und gefordert: "Unser Ziel muss es sein, Grün dahin zu bringen, wo die Welt jetzt noch grau ist und wo Menschen eng zusammenleben." Das gilt - trotz aller historischen Pfunde, mit denen Hameln wuchern kann - auch für die Rattenfängerstadt.
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In Zusammenarbeit mit BUND und NABU werden für den Wettbewerb unter anderem Schutzkonzepte und Sondergärten erarbeitet.

 

DWZ - Hameln - 06. September
Nach Werbeaktion: Naturschutzbund hat jetzt 900 Neue / Studenten im gesamten Landkreis unterwegs für den Umweltverband / Blumen und Wappenteller gab's für alle
Hameln.
Im Auftrag des Naturschutzbundes (NABU) sind seit einigen Wochen acht Schüler und Studenten aus Deutschland und Österreich im gesamten Landkreis (außer Emmerthal) unterwegs, um neu Mitglieder zu werben. Nun wurde erste Bilanz gezogen.
"Wir haben weit über 3000 Haushalte besucht, und die Resonanz war überwältigend", so Sarah Deuling, Studentin aus Oldenburg, die im Rahmen des seit 14 Jahren praktizierten Austauschprogramm an der Aktion teilnimmt.
"Als wir unsere Mitgliederwerbung Ende Juli starteten, hatten wir rund 1300 Mitglieder", berichtet Hans Arend, Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes. "Wir hofften, auf diese Weise die 2000-Mitglieder-Marke zu erreichen. Doch bereits nach knapp fünf Wochen hatten wir 900 neue Mitglieder in unseren fünf Ortsgruppen gewonnen. Darüber sind wir natürlich sehr erfreut."
Das 800. Neumitglied wurde in Hameln geworben. Es handelt sich um die Familie Albrecht-Lübbe, die im Ortsteil Tündern wohnt. Sie hatte bereits vom NABU gehört und wurde von Sarah Deuling geworben, nachdem sie weitere Informationen erhalten hatte. Begeistert sind übrigens auch die deutschen und österreichischen Studenten, die von den Bürgern freundlich aufgenommen wurden. Sie weisen noch einmal darauf hin, dass sie keine Bargeldbeträge annehmen, sondern nur Mitglieder werben dürfen.

 

DWZ - Bad Pyrmont - 02. September
So bald äst das Wild nicht am Wald / Landkreis lud Antragsteller zum Ortstermin an die Holzhäuser Hangwiese
Bad Pyrmont (jl).
Eigentlich sollte alles ganz schnell gehen mit dem Bau des am Holzhäuser Waldrand geplanten Damwild-Gatters. Das hofften jedenfalls Hobby-Züchter Udo Brandt und Nebenerwerbslandwirt Christian Güse, nachdem die Politiker des Pyrmonter Bauausschusses kürzlich aus baurechtlicher Sicht ihr Okay für ein Gehege an dieser Stelle gegeben hatten (wir berichteten).
Nun aber werden sich Güse und Brandt noch eine Weile gedulden müssen. Denn: Das fragliche Flurstück, auf dem der Landwirt bisher eine Ziegenherde stehen hat, liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet Emmerthal. Also kann die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont den Antrag auf Umwidmung des etwa 15000 Quadratmeter großen Areals nicht einfach auf die Schnelle abnicken. Vielmehr muss sie vor einer Entscheidung für oder gegen die Ausnahmegenehmigung fürs Gatter noch andere Stellen zu deren Sicht der Dinge befragen.
Mitzureden haben in dem Verfahren insgesamt 13 Organisationen, darunter die Kreisjägerschaft sowie die Umweltschutzverbände NABU und BUND. Bis alle Institutionen befragt sind und - vor allem - dem Landkreis Hameln-Pyrmont geantwortet haben, können gut und gerne vier Monate ins Land gehen. Andere Hoffnungen oder gar konkrete Zusagen kann Harald Baumgarten von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises den Züchtern derzeit nicht machen.

 

DWZ - Hameln - 13. August
Lästig, schmerzhaft und oft auch gefährlich / Wespen werden in diesem Sommer zur Plage / Badegäste flohen in Scharen aus dem Freibad Unsen
Hameln (CK).
Sie sind klein. Und sie sind gemein. Sie lauern auf Terrassen, in Eiscafés, in Schwimmbädern und nerven derzeit total: Wespen, die den Hamelern teilweise den Sommer regelrecht verleiden.
Vor allem aufgrund des milden Winters und Frühjahrs gibt es in diesen Wochen eine unangenehme Wespenplage in der Stadt, wo die kleinen Viecher auf Nahrungssuche gehen. "Das ist ein zentrales Thema. Wir hatten schon viele Anfragen", sagt Michael Güttler vom Natur- und Umweltzentrum am Berliner Platz. Zwar weist Güttler darauf hin, dass Wespen eigentlich unter Artenschutz stehen. "Eigentlich" heißt aber eben auch, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen gegen aggressive Insekten, wenn die Lage zu bedrohlich wird.
Beispiel: das Waldbad in Unsen. Dort musste die Feuerwehr bereits mehrere Nester entfernen, Badegäste flüchteten in Scharen oder aßen ihr Eis in der Umkleidekabine, Müllkörbe werden nur noch in Winterbekleidung ausgeleert. "Dort war die Lage bedrohlich", bestätigt Güttler.
Um Wespen abzuwehren, gibt es viele Tricks, darunter der, Kupfermünzen auf den Tisch zu legen. Die wenigsten allerdings funktionieren auch wirklich. Um Insekten abzulenken, empfiehlt Güttler, Cola, Limonade oder mit Wasser verdünnten Honig aufzustellen, damit die Tierchen wenigstens vom Esstisch ferngehalten werden. Getränke sollten immer abgedeckt werden, Dosen sollte man ganz vermeiden. Und: Nach dem Baden immer abtrocknen. Denn: Die deutsche und die gemeine Wespe - beide kommen hier vor - fliegen den Menschen an. Und ist der nass, trinken sie auch gern von seiner Haut. Wichtig: "Nicht schlagen und möglichst überhaupt nicht im Freien essen", empfiehlt der Experte.

 

DWZ - Bad Pyrmont - 12. August
Sieben junge Werber sollen die Zahl der NABU-Mitglieder in die Höhe treiben / Eine Woche in Pyrmont und Umgebung unterwegs / Hoffnung aufs 500. Neumitglied im Kreis
Bad Pyrmont (jl).
Es ist gar nicht so lange her, da hatte die Pyrmonter Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland, kurz NABU genannt, noch rund 300 Mitglieder. Doch in den letzten Jahren hat sich diese Zahl fast halbiert: auf 157. "Viele Mitglieder sind gestorben, andere sind arbeitslos geworden und bringen den Beitrag nicht mehr auf", bedauert die Vorsitzende Dorothea Walcker.
Dabei sind die Arbeitsfelder der Naturschützer keineswegs kleiner geworden - seien es nun Fledermaus-Rettungsaktionen wie erst am Dienstag (wir berichteten), das Anbringen und die Betreuung von Krötenschutzzäunen oder die Pflege von sieben Biotopen und zwei Schutzgebieten mit seltenen Pflanzen und Tieren.
Für diese vielfältigen Aufgaben fand sich in letzter Zeit gerade mal ein gutes Dutzend Aktiver. Deshalb versucht die NABU-Ortsgruppe jetzt, in einer konzertierten Aktion - der ersten seit zehn Jahren - neue Mitglieder zu werben. Dazu gehen fünf junge Frauen und zwei Männer - allesamt Schüler und Studentinnen - seit gestern und bis in die nächste Woche hinein im Pyrmonter Stadtgebiet sowie in den Bergdörfern von Haus zu Haus und stellen allen Interessierten die Arbeit des Umweltverbandes vor, und zwar täglich zwischen 12.30 und 21 Uhr - verbunden mit der Hoffnung, viele Naturschützer zu rekrutieren.
Um nicht mit anderen, möglicherweise unlauteren Werbern verwechselt zu werden, können sich die jungen Leute - alle tragen weiße T-Shirts mit NABU-Aufdruck - natürlich auch ausweisen. Und: "Wir dürfen selbstverständlich kein Bargeld annehmen", betont die gebürtige Lauensteinerin Sarah Deuling (22), die die jungen NABU-Werber managt. Was ihr, wie sie beteuert, durchaus Spaß macht: "Die Reaktionen der Leute sind eigentlich immer positiv." Das einzige, was der jungen Truppe schon mal zusetzt ist die Hitze. "Wir laufen ja auch durch die Dörfer. Nach manchmal zehn Stunden am Tag ist man da schon ziemlich fertig", erzählt Sarah Deuling, die mit ihrer Truppe noch bis Monatsende im Kreisgebiet unterwegs sein wird.
Dorothea Walcker und er NABU-Kreisvorsitzende Hans Arend hoffen nun, die Mitgliederzahl der Pyrmonter NABU-Ortsgruppe durch die Aktion vielleicht sogar zu verdoppeln. Und mehr noch: "Es ist auch möglich, dass wir in den nächsten Tagen das 500. Neumitglied im Landkreis Hameln-Pyrmont bekommen", gibt sich der Vorsitzende optimistisch.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 12. August
Waldbesitzer vom Wegebau nicht abgeneigt / Routennetz im Süntel wird nach Wirtschaftlichkeit überprüft / Ressourcen "just in time" nutzbar machen
Hessisch Oldendorf (ric)
Die niedersächsischen Wälder mit ihrer Fläche von etwa einer Million Hektar sind ein wachsender Wirtschaftsmarkt. Die Pläne der Landesregierung, in den Wäldern breite Wege anzulegen um einen ganzjährigen Holzabbau zu ermöglichen, würden auch das Weserbergland betreffen. das Forstamt Oldendorf will zunächst jedoch eine Bestandsaufnahme machen, "um die Qualität der Wege zu prüfen", so der Leiter Dr. Michael Berndt. Er rechne allerdings damit, dass die Wege verstärkt ausgebaut werden müssten. Laut den Dr. Berndt vorliegenden Informationen sollen in Niedersachsen insgesamt 5000 Hektar Waldgebiet als zusätzliche Abholzfläche genutzt werden.

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Als einen "schwerwiegenden Eingriff in die Natur" bezeichnet Friedel Rädecker, Vorsitzender der Ortsgruppe Hameln des Naturschutzbundes NABU, die Pläne des Landes. "Die christdemokratische Regierung scheint kein Interesse am Umweltschutz zu haben, wirtschaftliche Interessen herrschen vor", sagt er. Diese würden auf dem Buckel des erholungssuchendem Menschen ausgetragen. Auch die Tiere seien durch die Waldwege in ihrem Lebensraum eingeschränkt. "Das Wild ist sowieso fast nur noch nachtaktiv, durch zusätzliche Routen und ganzjährige Nutzung müsste es noch weiter flüchten." In Hameln wird derzeit fast ausschließlich Einzelbaumabschlag betrieben. "Das ist der richtige Weg", kommentiert Rädecker. Nur der ließe sich schlecht mit den wirtschaftlichen Interessen vereinbaren.

 

DWZ - Bad Pyrmont - 11. August
Ausgerechnet im Schlaflabor: Über 40 Fledermäuse verendet / NABU konnte gestern noch einmal ebenso viele Flugsäuger retten
VON JULIANE LEHMANN
Bad Pyrmont.
Armin Pohl und Stefan Habenicht waren fassungslos: Über die Kreisverwaltung vom St.-Georg-Krankenhaus alarmiert, betraten die beiden Naturschützer gestern Mittag den Videoraum des Schlaflabors im dritten Stock der Pymonter Klinik. Auf dem beigemelierten Linoleum-Fußboden lagen etliche Fledermäuse - tot. Viel mehr als "So ein Jammer" brachten die beiden Aktiven des Naturschutzbundes (NABU) zunächst kaum heraus. Doch dann erbat Stefan Habenicht bei Krankenhaus-Versorgungsmeister Axel Hausstätter gleich Gummihandschuhe und Eimer - zum Einsammeln der Kadaver.
Immerhin: Bei näherem Hinsehen entpuppte sich knapp die Hälfte der rund 80 Tiere starken Zwergfledermaus-Kolonie als lebendig. Eine kroch über den Fußboden, eine andere flatterte durch den Raum, und eine ganze Reihe Flugsäuger klammerte sich schlafend zwischen den Vorhängen.
Eindringen konnten die Tiere in den etwa 15 Quadratmeter großen, eher wenig genutzten Raum in der Nacht zu gestern durch ein gekipptes Fenster. Nur fanden die Flattermänner, die im Sommer nicht selten als ganze Kolonie umziehen, auf diesem Weg eben nicht mehr hinaus. Als eine Krankenschwester dann gestern früh den Raum betrat, um zu lüften, flatterten die Tiere noch kreuz und quer umher.
Wie es zu dem Massentod der Tiere kommen konnte, kann sich Stefan Habenicht nur so erklären: "Es war heiß, die Luft war trocken, und die Fledermäuse sind solange herumgeflogen, bis sie nicht mehr konnten." Denn, so weiß Bad Pyrmonts stellvertretender NABU-Ortsgruppenchef: "Die Tiere haben einen Wahnsinns-Stoffwechsel. Bekommen sie stundenlang keine Nahrung und keine Feuchtigkeit, dann funktioniert ihre Thermo-Regulation nicht mehr." Und der NABU-Fledermaus-Regionalbeauftragte Rainer Marcek ergänzt: "Die Tiere hatten das Quartier gewechselt - vielleicht, weil das alte zu heiß war." Deshalb mögen sie schon geschwächt im Krankenhaus angekommen sein.
Unzählige winzige Kot-Stückchen an den Wänden, auf dem Boden und dem Mobilar zeugten davon, dass die Fledermäuse auf der Suche nach einem Ausweg wie wild herumgeflogen sein müssen.
Einen Teil der überlebenden Tiere sammelten Stefan Habenicht und Armin Pohl gestern ein und brachten sie in einen kühlen Keller. Die übrigen Überlebenden, die in den Gardinen schliefen, ließen sie in Ruhe - hatten die Tierchen doch ohnehin strapaziöse Stunden hinter sich.
Gestern, am späten Abend, sah Versorgungsmeister Axel Hausstätter noch einmal nach den Tieren und öffnete die Fenster zum Abflug der ebenso ungebetenen wie unfreiwilligen Gäste des St.-Georg-Schlaflabors. Heute rücken die Reinigungskräfte aus, und der Raum wird desinfiziert.
Doch, was tun, wenn das eigene Haus zur Fledermaus-Herberge wird? "Am besten die Fenster weit öffnen, damit die Tiere wieder hinausfinden", rät Armin Pohl.

 

DWZ - Weserbergland - 07. August
Weserbergland (ey).
Zu wenig Nahrung: Dieser Sommer lässt die Fledermäuse hängen / Trotzdem: Das Weserbergland ist Nachtsegler-Paradies / Nistkästen im Garten
VON JENS MEYER
Weserbergland.
Sie flitzen im Dunkel der Nacht durch die Lüfte des Weserberglandes: Fledermäuse. 17 von 23 in Deutschland vorkommenden Arten gibt es hier. Das Weserbergland ist ein Nachtsegler-Paradies. Allerdings hat der Sommer 2004 die Tiere arg ausgebremst: Juni und Juli - die beiden wichtigen Monate, in denen die Weibchen die Jungen aufziehen - waren zu kalt, so dass es an Insekten und damit an Nahrung für die Fledermäuse mangelte. Die Folge: Viele Jungtiere verendeten. "Es gibt im Vergleich zum Vorjahr sehr viel weniger Tiere. Deshalb muss man schon ganz genau hinsehen, wenn man sie beobachten will", sagt Rainer Marcek, Regionalbeauftragter des Fledermausschutzes Hameln-Pyrmont.
Und doch: Wer im Weserbergland wohnt, darf mit Fug und Recht behaupten, in einem der artenreichsten Gebiete Deutschlands zu leben. Und noch etwas: Fledermäuse, früher als Blut saugende Kleinstmonster verschrien, haben längst ein Top-Image. Das kommt nicht von ungefähr. Marcek: "Wer eine Wochenstube an Fledermäusen in seinem Garten oder am Haus hat, der kann sicher sein, dass am Abend weniger Mücken umherschwirren als anderswo."
Dass es gerade rund um Hameln so viele Nachtsegler gibt, hat zwei Gründe: Erstens hat die Arbeitsgruppe Fledermausschutz des Natur- und Umweltschutzbundes (NABU) für Nistmöglichkeiten gesorgt. Und zweitens ist der Mittelgebirgsregion ein hervorragendes und schützenswertes Revier für diese besonderen Tiere. Vor allem an den Ufern von Weser und Baggerseen sind Wasserfledermäuse, Große Abendsegler und Zwergfledermäuse unterwegs - immer dann, wenn die Dämmerung angebrochen ist, gehen sie hier auf Jagd nach Nahrung. In völlig ausgeräumten Agrarlandschaften siedeln sich die nachtaktiven Segler nicht an", so Marcek.
Rund 300 Holzkästen hat die Arbeitsgruppe Fledermausschutz vor allem im Stadtwald (Riepen, Heisenküche), aber auch am Hohenstein und im Schwarzen Bruch (Gellersen) aufgehängt. Denn der Lebensraum der Tiere war in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr eingeschränkt worden, weil die Bäume mit Höhlungen, die als Sommerquartier dienten, gefällt wurden. Nun dienen diese 300 speziellen Wärmekästen als Wohnung, außerdem Bäume und Dachböden oder Hausverkleidungen.
Ein Quartier ist besonders groß und gut: der Hamelner Klüttunnel! Mit fast 300 Metern Länge bietet er für Hunderte von Tieren genug Platz, sowohl als Sommer- als auch Winterquartier. Marcek: "Der Klüttunnel ist ein beispielloses Projekt zur Erhaltung der Fledermäuse." Ein Projekt, dass Anfang der 90er Jahre realisiert worden war. Zum Schutz von Neugierigen ist der Eingang mit einem Gitter verschlossen worden; der NABU bietet von Zeit zu Zeit aber Führungen an.
Am Samstag, 28. August ist wieder "Bat-Night"
Am Samstag, 28. August, ist wieder bundesweite "Bat-Night" In der "Fledermausnacht" treffen sich auf Einladung des NABU wieder zahlreiche Menschen, um die Kleinstsäuger zu erleben. Das wird wie im vergangenen Jahr wieder eine überaus interessante Erfahrung werden, denn die Artenvielfalt im Weserbergland ist besonders groß: Neben Wasserfledermaus, Breitflügelfledermaus, Zwergfledermaus oder Mausohr ist mittlerweise auch die recht selten vorkommende Mückenfledermaus wieder da - und ihr Name leitet sich übrigens nicht von ihrer Nahrungsquelle ab, sondern ist ein Hinweis auf ihre Größe... Fledermäusen reichen ganze anderthalb Zentimeter, um in ein geeignetes Revier zu kommen.
21 Jahre Fledermausschutz im Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich ausgezahlt: Die Fledermäuse haben ihr Blutsauger-Image weitestgehend abgelegt. Nur drei der weltweit etwa 1000 Arten saugen Blut - nicht das von Menschen, sondern von Kühen in Südamerika.
Fledermäuse benutzen hochfrequente Laute als eine Art "Ultraschall-Radar" zur Echoortung, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. So können sie mit Hilfe eines Ultraschall-Empfängers identifiziert werden.
Welche Arten gibt es in der Region / Zwerg- und Wasserfledermäuse häufig / "Hufeisennasen" ausgestorben
Bundesweit gibt es 23 Arten - 17 davon im Weserbergland, speziell im Raum Hameln-Pyrmont. Wohl kaum eine Region kann eine solche Artenvielfalt an Nachtseglern vorweisen. Welche es gibt:
Die häufigsten Arten sind die Zwergfledermaus und die Wasserfledermaus. Vor allem die Wasserfledermaus findet aufgrund der Nähe zur Weser und zu Kiesseen optimale Lebensbedingungen in der heimischen Region. "Sie fliegen direkt über der Wasserkante, wo das Nahrungsangebot - sprich: Mücken - natürlich riesig groß ist", sagt Rainer Marcek, Regionalbeauftragter der Gruppe Fledermausschutz im Landkreis Hameln-Pyrmont.
Äußerst selten ist die Zweifarbfledermaus, Mopsfledermaus und die Mückenfledermaus, die sich erst gegen Ende der achtziger Jahre wieder ansiedelte.  Marcek: "Die Mückenfledermaus ist eine Zwillingsart der Zwergfledermaus und von ihr kaum zu unterscheiden." Auch selten ist die Teichfledermaus.
Zu den größten Tieren zählen der Große Abendsegler und das Große Mausohr. In aller Regel jagen sie in höheren Regionen. Auch die Breitflügelfledermaus gehört zu den größten Flugsäugern. Ihre Spannweite beträgt bis zu 30 Zentimeter.
Was es noch gibt: Kleine und Große Bartfledermaus, Fransenfledermaus, Bechsteinfledermaus, Kleiner Abendsegler, Braunes Langohr, Graues Langohr, Rauhautfledermaus.
Ausgestorben im Weserbergland sind unter anderem die "Hufeisennasen". Sie waren laut Marcek bis ende der achtziger Jahre hier heimisch, dann aber verschwanden sie, wahrscheinlich aufgrund veränderter Bedingungen im Nahrungsangebot. Immerhin: Die Kleine Hufeisennase gibt es noch in Thüringen.
Übrigens: Grundsätzlich verraten die Namen der Tiere schon viel über ihr Aussehen und ihre Größe.
Wie man sie schützt
Es gibt Fledermauskästen (zu erwerben entweder im Fachhandel oder auch beim Naturschutzbund Deutschland), mit denen die Nachtsegler im eigenen Garten heimisch gemacht werden können. "Man braucht aber Geduld. Es ist nicht so wie bei Vögeln, sondern kann auch mal zwei, drei Jahre dauern, bis Fledermäuse einziehen", sagt Experte Rainer Marcek. Die Höhe, in der die Kästen angebracht werden, spielt keine Rolle. Sie können ruhig auch auf Augenhöhe sein, dann bleibt mehr Raum zum Beobachten der Tiere. Allerdings sollte man nicht stören. Auch wichtig: Nicht einen, sondern wenigstens zwei Kästen anbringen, damit die Fledermäuse die Möglichkeit zum Umziehen haben. Marcek: "Im Frühjahr haben sie ihren Platz gerne in der Sonne, im Sommer dann nicht mehr, weil es ihnen dann zu heiß wird."
Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass sich dort Fledermäuse ansiedeln, wo auf Insektizideinsatz verzichtet wird. Lieber mal "Unkraut" wachsen und Lebensraum für Insekten entstehen lassen - Insekten sind die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse.
Mehr Info beim NABU: Dort gibt's einen Flyer zum Fledermausschutz an Gebäuden.
Wie alt sie werden können
Wussten Sie, dass Fledermäuse bis zu 20 Jahre alt werden können? Das haben bundesweite Untersuchungen von Wissenschaftlern ergeben. Allerdings kommt diese hohe Alter bei den Kleinsäugern eher selten vor. Laut Experte Rainer Marcek werden die Nachtsegler, die je nach Art eine Fluggeschwindigkeit bis zu 50 Kilometer pro Stunde erreichen können, im Durchschnitt sechs bis acht Jahre alt.
Wie man sie gut beobachten kann
Am besten können Fledermäuse bei einem Abendspaziergang an der Weser beobachtet werden! Wasserfledermäuse sind auf jeden Fall gut erkennbar; sie flitzen direkt über die Wasserkante umher. Auch gut: Bei Dämmerung im Liegestuhl des eigenen Gartens Richtung Himmel blicken. Oft schwirren verschiedene Arten umher, nur kriegt man das oftmals nicht mit, weil man nicht darauf achtet. Tipp: Beim örtlichen Naturschutzbund nach Führungen fragen. Außerdem ziehen bundesweit Experten und Interessierte wieder am Samstag, 28. August, zur europaweiten "Bat-Night" zum Beobachten der Nachtsegler los. Unbedingt teilnehmen!

 

NDZ - Bad Münder - 07. August
Werbung für den Naturschutz / 202 neue NABU-Mitglieder in Hessisch Oldendorf gewonnen
Bad Münder (oe).
In dieser Woche waren sechs junge Naturfreunde aus Deutschland und Österreich in Bad Münder unterwegs, um in einer großangelegten Aktion des NABU (Naturschutzbund Deutschland) auch den Kreisverband Hameln-Pyrmont zu unterstützen. Hauptziel: das Weben neuer Mitglieder.
Der NABU möchte auf neue Projekte aufmerksam machen und außerdem weitere Unterstützer gewinnen. Der Schutz heimischer Vögel und Fledermäuse bildet diesmal den Schwerpunkt der Aktionen. Sarah Deuling aus Oldenburg, Janina Kömen (Hamburg), Franziska Brunner, Angelika Demandt (beide Köln), sowie David Dunkl und Dieter Kömle aus Graz haben alle gerade ihr Abitur abgelegt und nutzen die Zeit bis zum Beginn des Studiums, um sich fünf Wochen ehrenamtlich für den Naturschutz einzusetzen. Ihre Erfolge können sich sehen lassen. Die vergangene Woche in Hessisch Oldendorf brachte dem NABU 202 neue Mitglieder. Nach Bad Münder werden die jungen Werber noch Coppenbrügge, Salzhemmendorf, Bad Pyrmont, Aerzen und Hameln aufsuchen. Die Ortsgruppe Sünteltal hat bislang hat bislang 1350 Mitglieder Anmerkung Webmaster: die Zahl gilt für den Kreisverband, "aber diese Zahl müsste sich leicht verdoppeln lassen", meint Kreisvorsitzender Hans Arend. Auch die Mitglieder des Ortsgruppen-Vorstandes, unter ihnen Rudolf Wöbbecke, wünschten den Aktivisten viel Erfolg.

 

HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung)- Bad Münder - 05. August
Naturschutzbund wirbt Mitglieder / Spenden dürfen die Werber nicht annehmen / Sechs Jugendliche für den NABU unterwegs
Bad Münder (sp).
Sie tragen die weißen T-Shirts mit dem NABU-Storch und engagieren sich während der Ferien für den Naturschutz: sechs Jugendliche aus Deutschland und Österreich sind insgesamt fünf Wochen in der Deister-Süntel-Region unterwegs. Ihre Aufgabe ist es, möglichst viele Münderaner für den NABU zu begeistern.
Der NABU-Kreisverbandsvorsitzende Hans Arend wünscht sich viele neue Mitglieder: "Egal, ob aktiv oder passiv - jedes Mitglied gibt unserer Stimme in den verschiedenen Gremien mehr Gewicht." Die Jugendlichen aus Oldenburg, Köln, Hamburg und Graz haben alle entweder gerade ihr Abitur gemacht oder studieren bereits und nutzen die Ferien nun, um von Haus zu Haus zu ziehen und sich für einen guten Zweck einzusetzen. Dabei haben sie einen Ausweis dabei.
"Wir sind aber auch an unseren T-Shirts leicht zu erkennen", sagt die 20-jährige Sarah aus Oldenburg. Spenden  dürfen die Jugendlichen unterwegs nicht annehmen. "Die meisten Leute reagieren positiv, wenn wir ihnen erzählen, worum es geht. Einige von uns wurden unterwegs sogar schon zum Essen eingeladen." Die Mitglieder-Werbung führt der NABU in Niedersachsen schon seit 1991 mit Jugendlichen durch. In Bad Münder sind sie zum dritten Mal junge Naturschützer unterwegs.
Insgesamt soll die Aktion in der Kurstadt und in den Ortsteilen etwa eine Woche dauern. Danach stehen noch Coppenbrügge, Salzhemmendorf,  Hameln und Bad Pyrmont auf dem Programm. In Hessisch Oldendorf haben die Jugendlichen die Mitgliederzahl des Naturschutzbundes bereits von 300 auf 500 gesteigert. Weitere Informationen zur Mitgliederwerbung gibt Hans Arend unter Tel. 05152/1581.

 

NDZ - Bad Münder - 03. August
Naturschutzbund sucht nach neuen Mitgliedern / Internationale Schülergruppe engagiert sich in Bad Münder / Mit frischem Schwung an neue Projekte
Bad Münder (oe).
In dieser Woche werden sechs junge Naturfreunde aus Deutschland und Österreich in Bad Münder von Haus zu Haus ziehen. Sie unterstützen damit in einer großangelegten Aktion des NABU (Naturschutzbund Deutschland) auch den Kreisverband Hameln-Pyrmont. Hauptziel: das Werben neuer Mitglieder.
Der NABU möchte zum einen die Münderaner auf neue Projekte aufmerksam machen und zum anderen weitere Unterstützer gewinnen. Der Schutz heimischer Vögel und Fledermäuse bilden diesmal den Schwerpunkt der Aktionen. Sarah Deuling aus Oldenburg, Janina Kömen (Hamburg), Franziska Brunner, Angelika Demandt (beide Köln), sowie David Dunkl und Dieter Kömle aus Graz haben alle gerade ihr Abitur abgelegt und nutzen die Zeit bis zum Beginn des Studiums, um sich fünf Wochen ehrenamtlich für den Naturschutz einzusetzen. Ihre Erfolge können sich sehen lassen. Die vergangene Woche in Hessisch Oldendorf brachte dem NABU 202 neue Mitglieder. Nach Bad Münder werden die jungen Werber noch Coppenbrügge, Salzhemmendorf, Bad Pyrmont, Aerzen und Hameln aufsuchen.
Eine ähnliche Aktion wurde im Jahr 2003 im Kreisverband Schaumburg durchgeführt. Ergebnis: über 2000 neue Mitglieder. Die Ortsgruppe Sünteltal hat bislang 1350 Mitglieder -
Anmerkung Webmaster: die Zahl gilt für den Kreisverband -, "aber diese Zahl müsste sich leicht verdoppeln lassen", meint Kreisvorsitzender Hans Arend, der die jungen Helfer am Sonnabend in Bad Münder begrüßte.
Auch die Mitglieder des Ortsgruppen-Vorstandes, unter ihnen Rudolf Wöbbecke, freuten sich über die Unterstützung und wünschten den Aktivisten viel Erfolg. Besonderen Wert legen die Naturschützer auf die Feststellung, dass jeder mit einem weißen NABU-T-Shirt als gut sichtbarem Zeichen unterwegs ist, einen Ausweis dabei hat und auf keinen Fall Bargeld entgegen nehmen wird.
Von der Region sind die jungen Leute im Alter von 18 bis 22 Jahren bereits begeistert. "Eine wunderschöne Gegend mit sehr netten Leuten", lobte Janina Kömen aus Hamburg. Untergebracht sind sie bei einer Gastfamilie in Dehmkerbrock bei Hemeringen und hoffen, dass sie auch mal nach Hameln kommen, um dort ein wenig die knappe Freizeit zu genießen.
Die Hausbesuche in Bad Münder erstrecken sich auf die Zeit von 12.30 bis 21 Uhr.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 27. Juli
Mit frischem Schwung neue Projekte anpacken / Naturschutzbund startet zur großen Werbeaktion / Junge Leute gehen im Landkreis von Haus zu Haus
Hessisch Oldendorf (pj).
Der Naturschutzbund will "mit frischem Schwung an neue Projekte herangehen", wie der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Wissel und der Kreisverbandsvorsitzende Hans Arend betonen. Sie konnten am Wochenende sechs junge Leute begrüßen, die dabei helfen wollen und derzeit in der Stadt und den dazu gehörenden 24 Dörfern von Haus zu Haus gehen, um Mitglieder für den NABU zu werben.
"Wir freuen uns, dass im vergangenen Jahr so große Erfolge für den Naturschutz erzielt werden konnten", sagt Hans Arend. Er nennt die "Stunde der Gartenvögel" und die "Bat-Night", die viele Interessenten anlockte. Mit den Aktionen wurde für den Schutz der heimischen Vögel und der Fledermäuse geworben. Für die gewandten kleinen Flieger warb auch "Unter einem Dach - Fledermäuse und Menschen". Im Böbberbachtal in Bad Münder weiden Galloway-Rinder und sorgen für Landschaftspflege, in Hessisch Oldendorf brütet der Weißstorch auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei und ist ein beliebtes Beobachtungsobjekt für Naturfreunde.
"Diesen positiven Trend in Sachen Naturschutz gilt es im Landkreis noch zu verstärken und weitere Projekte anzuschieben", betont Hans Arend. So müsse die Bachrenaturierung im Raum Hessisch Oldendorf weitergeführt werden. Es gehe aber auch um die Renaturierung der Hamel im Bereich Bad Münder sowie verschiedene Aktionen zum Fledermausschutz in Hameln und Hessisch Oldendorf. Ebenso wie Hans-Jürgen Wissel wünscht sich der Vorsitzende des Kreisverbandes "viele neue Mitglieder, die unser Gewicht stärken - ganz gleich, ob aktiv oder passiv". Beide sind optimistisch, dass sich die Zahl der Mitglieder, derzeit sind es rund 1350, "leicht verdoppeln lässt".
Sarah Deuling, Studentin aus Oldenburg und dort Leiterin einer Jugendgruppe des Naturschutzbundes, Angelika Demandt und Franziska Brunner aus Köln sowie Janina Kömen aus Hamburg sind gemeinsam mit den beiden Österreichern Dieter Kömle und David Dunkl "unterwegs, um Leute im Landkreis zu überzeugen, dass Natur- und Umweltschutz wichtig sind". Die beiden jungen Männer und Sarah Deuling sind Studenten, die anderen drei jungen Damen haben gerade ihr Abitur gemacht und sich über den Sommer für einen geringen Obolus in den Dienst des Naturschutzbundes gestellt.
Bis zum Ende dieser Woche wollen die jungen Leute an allen Haustüren in der Stadt geklingelt haben, dann geht es weiter in Bad Münder. Es folgen Werbeaktionen in Coppenbrügge, Salzhemmendorf, Bad Pyrmont, Aerzen und Hameln. In fünf bis sechs Wochen soll die Aktion im Landkreis beendet sein.

 

DWZ - Hameln - 23. Juli
Schlechtes Wetter lässt Fledermäuse leiden / NABU besorgt: Geringes Nahrungsangebot hat Folgen auch für den Nachwuchs / In Hameln gibt es 17 Arten
Hameln (mafi).
Die Menschen stöhnen über das schlechte Sommerwetter - doch besonders zu leiden haben unter der Feuchtigkeit und relative Kühle ihre kleinen fliegenden Nachbarn: die Fledermäuse. Hameln gilt als eine Hochburg dieser Tiere. 17 der bundesweit 24 Arten sind hier nachgewiesen, bestätigt Friedel Rädecker, örtlicher Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU). Einige der Tiere seien entkräftet, die Jungtiersterblichkeit bei Fledermäusen sei in diesem Jahr besonders hoch, meldete der NABU-Landesverband Niedersachsen. Wenn ein Quartier mit entkräfteten Tieren auffällt, rücken Fledermaus-Betreuer vor Ort aus. In den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg ist dann in erster Linie Rainer Marcek gefragt. Er leitet beim Hamelner NABU die Fledermaus-Arbeitsgruppe und ist zugleich als Regionalbetreuer der Bezirksregierung im Einsatz. Die heimischen Umweltfreunde kümmern sich seit 21 Jahren um den Fledermausschutz.
Während der Nachtwanderung im Rahmen der Feriencard sei vorige Woche zur Enttäuschung der 40 Kinder und ihrer Begleiter keines der faszinierenden Tiere gesichtet worden, berichtet Friedel Rädecker - ein Hinweis darauf, dass die Situation für die Fledermäuse schwierig ist. Wenn es regnet und kühl ist, fliegen und entwickeln sich weniger Insekten, die neben den Spinnen die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse bilden. Und so kann es auch zu einer erhöhten Jungtiersterblichkeit kommen. Fast alle Fledermausarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Die meisten Arten bringen nur ein Jungtier pro Jahr zur Welt. 
Niedersachsenweit suchen sich 13 von 18 Fledermausarten an oder in Gebäuden ihren Unterschlupf.
Dort fallen die entkräfteten Tiere besonders auf, weil sie sich vielfach nicht in ihre Quartiere zurückziehen, sondern zum Beispiel außen am Mauerwerk hängen.
Dort können sie leicht zum Opfer von Raubvögeln und Katzen werden. In seinem Projekt "Unter einem Dach - Fledermäuse und Menschen" verleiht der NABU Niedersachsen die dekorative Metallplakette mit dem Prädikat "Fledermaus-freundlich". Sie kann bei Fledermaus-Quartierbesitzern den Eingangsbereich zieren (Infos beim NABU Niedersachsen, Tel. 0511/9110522, E-Mail: melanie.beinhorn@NABU-niedersachsen.de).
Die Feriencard-Kinder werden in den Sommerferien noch eine zweite Gelegenheit bekommen, unter NABU-Führung Fledermäuse zu beobachten. Gute Chancen bieten sich laut Rädecker normalerweise zwischen dem Werder und der Jugendherberge an der Weser, am Klüttunnel, an Schlägers Teich (Knabenburg), am Breiten Weg und am Hohenstein im Süntel. Die Großen Abendsegler, Breitflügel-, Zwerg- oder Wasserfledermäuse haben in Hameln einen Aktionsradius von rund drei Kilometern. Nach Angeben der Experten ist aber auch schon beobachtet worden, dass Fledermäuse für die Nahrungssuche 50 Kilometer weit fliegen.
Kontakt zu den Hamelner Fledermaus-Experten über das Natur- und Umweltschutzzentrum, Berliner Platz 4, Tel. 13671.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 22. Juli
Aufregung um Adebars Nachwuchs
Hessisch Oldendorf (boh).
Helle Aufregung . In der Innenstadt ein Jungstorch verirrte sich gestern Mittag in der Langen Straße. Bemerkt wurde der gerade flügge gewordene Vogel vom sechsjährigen Konstantinus Lazaridis und seinem zwölfjährigen Freund Sascha Büsing. Die Jungen versuchten, den Jungvogel von der Hauptstraße in eine Nebenstraße zu treiben. Obwohl zur Mittagszeit auch viele Erwachsene in der Langen Straße bummelten, niemand half den beiden Jungen. "Sonst wäre der Storch vielleicht angefahren worden", sagt Sascha. Eine Polizeistreife, die vorbei kam, informierte "Storchenvater" Dietmar Meier, der Adebar zu einem sicheren Startplatz trieb und den Kindern großes Lob zollte.

 

SCHAUFENSTER HESSISCH OLDENDORF - Hessisch Oldendorf - 22. Juli
Kinderstube im Nest auf dem Schornstein
Hessisch Oldendorf (pj).
Das Storchenpaar "Adebar" und "Adele" muss in diesem Jahr im Nest über der ehemaligen Molkerei in der Kernstadt vier Schnäbel stopfen. "Die Nahrungsbedingungen sind gut", freut sich Storchenvater Dietmar Meier vom NABU. Die beiden Weißstörche haben vor zwei Jahren schon einmal vier Junge großgezogen.

 

DWZ - Emmerthal - 08. Juli
Kiesabbau: Bürgerinitiative hat Region im Blick / Nicht nur wegen der Pläne für Ohr aktiv / Vorstand beteiligt sich an sechs Genehmigungsverfahren
Ohr (cb).
Die Bürgerinitiative zur Verhinderung des Kiesabbaus in Ohr e.V. will sich als regionale Gruppe mit Sachverstand etablieren und den nicht unerheblichen Ermessensspielraum bei Genehmigungsverfahren nutzen. Wie Vorsitzender Ralf-Ulrich Böhm bei der Mitgliederversammlung berichtete, hat sich die Initiative in letzter Zeit an sechs Genehmigungsverfahren in der Region beteiligt und dabei vier Stellungnahmen abgegeben. Allein drei neue Verfahren gebe es in Tündern. "Das lässt uns in Ohr nicht kalt", meinte Böhm.
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Ausdauer und Fachwissen empfahl der Bürgerinitiative auch Dietmar Meier von der NABU-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf. "Wer sich nicht auskennt, wird im Verfahren platt gemacht", sagte er aus eigenem Erleben. "Ich habe aber Erfahrungen gesammelt", meinte er zu der Arbeit des NABU im Rahmen der Genehmigungsverfahren im Bereich der Kiesabbaugebiete rund um Hessisch Oldendorf. Dass es einen langen Atems bedürfe, stellte er ebenso heraus. "Bürgerinitiativen wollen Erfolge sehen, aber die Arbeit ist ernüchternd", sagte Meier. Oft werde die Problematik nur lokal gesehen. Als positiv stellte er dem gegenüber die Aktionsgemeinschaft Weserbergland heraus, die durch überregionale Arbeit mit breiter Unterstützung Erfolge erziele, so der Referent.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 22. Juni
Junge Störche gedeihen prächtig / Meier: Nahrungsbedingungen sind für die vier jungen Vögel gut
Hessisch Oldendorf (dm).
Das Storchenpaar auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei in Hessisch Oldendorf zieht vier Jungstörche groß. Nach der Ankunft beider Störche am 6. April begann das Brutgeschäft schon zeitig und verlief ohne Störungen. "Die Nahrungsbedingungen sind derzeit ganz gut, so dass alle vier Jungstörche eine gute Überlebenschance haben", erklärt Dietmar Meier. Der Referent für Biotop- und Artenschutz des NABU Hessisch Oldendorf führt weiter aus: "Bei geringen Niederschlägen in den letzten Wochen und bei kühlen Nächten konnte das Storchenpaar an die vor etwa vier Wochen geschlüpften Jungen reichlich Regenwürmer füttern". Mit der einsetzenden Mahd und nach Niederschlägen mit einer Ergiebigkeit von über 20 Millimetern pro Quadratmeter am vorletzten Wochenende ist der Tisch für die "Klappermänner" auch für die nächsten Wochen reichlich gedeckt. "Die Jungen werden jeden Tag kräftiger und größer", freuen sich die Schaulustigen, die meist vom P&R Parkplatz am Bahnhof die Storchenfamilie beobachten. Der Nahrungsbedarf der Jungen wird in den nächsten Tagen aber so groß sein, dass beide Storcheneltern sich auf die Nahrungssuche begeben müssen und ihre Jungen dann nicht mehr rund um die Uhr bewachen. Gefahr droht, wenn vagabundierende Störche sich auf dem Nest niederlassen.
Bei den Altstörchen handelt es sich wieder um alte Bekannte. Die Störchin "Adele" hat bereits vor zwei Jahren mit "Adebar" vier Junge großgezogen. Sie trägt am rechten Fuß einen Ring mit der Aufschrift "Hiddensee C 537 Germania" und ist nestjung am 29. Juni 1998 in Seerhausen im Landkreis Riesa-Großenhain an der Elbe in Sachsen beringt worden. "Das Ablesen des Ringes war nur mit großem Aufwand an Freilandbeobachtungen und sehr stark vergrößernden Objektiven möglich", sagt Dietmar Meier. Am Ring ist "Adele" leicht von "Adebar" zu unterscheiden.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 11. Juni
NABU lädt zur Vogelrallye ein
Hessisch Oldendorf.
Der NABU veranstaltet zum Tag der Artenvielfalt am morgigen Sonnabend eine Vogelrallye, bei der erfahrene Vollblutornithologen und blutige Anfänger eingeladen sind, vertraute Landschaften völlig neu zu entdecken. Der Naturschutzbund Hessisch Oldendorf lädt für 17 Uhr an den Fähranleger in Großenwieden ein. Unter der Leitung von Hans Arend werden zwei Stunden Vögel beobachtet.

 

DWZ - Hameln - 08. Juni
Die Turmfalken sind zurück / Vier Jahre waren sie weg / Zwei Pärchen brüten auf dem Hefehof
Hameln (ey).
Vier Jahre nach dem Umbau des denkmalgeschützten Hefehof-Gebäudes sind die Turmfalken zurückgekehrt. Jahrzehntelang hatten sie dort gewohnt, verschwanden aber während der Umbauphase. Jetzt sind die unter Naturschutz stehenden Falken wieder da. Nicht zuletzt bei Hefehof-Vorstand Dr. Jobst-Walter Dietz ist die Freude groß: "Es sind zwei Pärchen, die gerade mit ihren auf dem Hefehof geborenen Jungen erste Flugversuche unternehmen". Laut Dietz ist das "in einem schönen Ambiente eine schöne Ergänzung zu den ohnehin vorhandenen Mauerseglern".
Der Turmfalke ist so etwas wie ein Pendler zwischen Stadt und Land. Als Kulturfolger brütet er sogar inmitten von Großstädten und ist, was die Brutplatzwahl anbelangt, flexibel: Gebäudenischen und größere Mauerlöcher bilden willkommenen Ersatz für Felsspalten. Auf dem Hefehof scheinen die Voraussetzungen gut zu sein, und tatsächlich lieben Mauersegler laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) vor allem Hochhäuser, Kirchtürme und Fabrikgebäude.
Turmfalken nutzen, wo immer es möglich, Bauten der Menschen. Der Turmfalke, ein weniger scheuer Vogel als andere Greife, ernährt sich hauptsächlich von Feldmäusen und in der Stadt auch von Kleinvögeln wie Haussperling oder Amsel. Nistkästen für Turmfalken sind im Handel erhältlich: Sie bestehen aus Holzbeton und werden mit einem kräftigen Bügel auf Haken gehängt, die man in die Wand dübelt. Die Öffnung sollte etwa halb so breit sein wie die Kastenlänge, also um die 27 Zentimeter. Das Dach sollte mindestens 60 cm lang sein, wenn möglich noch länger.
Informationen zu Turmfalken gibt's hier:
www.linz.at/umwelt/natur/falken/turmfalk.htm
www.klett.ch/klett/export/download/Geobuch2KV_197-198_Gruenpark.pdf
www.NABU-solingen.de/nakt-ka1.htm
www.wildvogelhilfe.org/nisthilfen/nistgelegenheitinhalt.html

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 16. März
Kraniche fliegen die ganze Woche noch / NABU zählte am Wochenende 3750 Vögel
Hessisch Oldendorf (dm).
Die Ortsgruppe des Naturschutzbundes zählte am Sonnabend über Hessisch Oldendorf in 35 Zügen rund 3050 Kraniche. Am Sonntag kamen noch einmal 700 diese großen Vögel dazu. Und in dieser Woche soll es so weitergehen.
Wie der Artenschutzreferent beim NABU Hessisch Oldendorf, Dietmar Meier, gestern erklärte, "war dies erst der Auftakt des Zuggeschehens diese Frühjahres". Bei anhaltenden Winden aus Südwest unter Hochdruckeinfluss sei es noch bis zum kommenden Wochenende mit starkem Kranichzug zu rechnen. "Naturfreunde kommen auch weiterhin auf ihre Kosten, können dann täglich das Naturschauspiel beobachten", sagte Meier.
Am vergangenen Sonnabend waren es 35 Züge Kraniche, die über Hessisch Oldendorf hinweg geflogen und vom Naturschutzbund erfasst wurden. "Nicht erfasst wurden weitere zwölf Ketten, die über Hameln zogen", erklärt der Artenschutzreferent des Naturschutzbundes. Auf dem Hauptrastplatz der Vögel in Lac Du Deer in Frankreich, nahe der Grenze zu Luxemburg, hatten sich am Wochenende mehr als 19000 Kraniche versammelt. "Weitere 25000 Vögel werden in den nächsten Tagen erwartet", sagt Meier. Diese kommen aus Spanien und ziehen in die Brutgebiete im Norden.
Die Kraniche starten in den Morgenstunden in Lac Du Deer und überfliegen ohne Rast auch das Weserbergland - in der Regel zwischen 17 und 21 Uhr. Die nächsten Rastplätze liegen in den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

 

DWZ - Bad Pyrmont - 03. April
NABU sorgt sich um den Bestand der Eichenallee / In Brief an Bürgermeister Baumschutzsatzung gefordert
VON HANS-JOACHIM WEISS
Bad Pyrmont.
Dass die bei der Unteren Denkmalschutzbehörde -
Anmerkung Webmaster: Naturschutzbehörde - als "ND 001" gelistete Eichenallee an der Brunnenstraße  und am Hylligen Born aufgrund einer Aktualisierung der Verordnung über Naturdenkmale (wir berichteten) ihren Schutzstatus verlieren könnte, hat bei der Pyrmonter Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Entsetzen ausgelöst. Den Unmut über diesen Entscheid  hat die NABU-Vorsitzende Dorothea Walcker jetzt in einem Brief an Bürgermeister Klaus-Henning Demuth zum Ausdruck gebracht und zugleich das Schaffen einer Baumschutzsatzung für die Kurstadt gefordert.
"Nach einer Aufstellung über Naturdenkmale von 1935 und 1948 standen einmal an der Brunnenstraße und am Brunnenplatz 107 Bäume, am Hylligen Born 23 und an der Altenaustraße 13. Inzwischen hat sich der Baum-Bestand an der Brunnenstraße von 107 auf 56 Exemplare fast halbiert, sowie am Hylligen Born von 23 auf neun Bäume reduziert", heißt es wörtlich in dem Schreiben.
Die Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Bad Pyrmont befürchten nun, dass durch die angekündigte Neuregelung mit einem weiteren Aderlass erhaltenswerter Bäume in der Kurstadt zu rechnen ist. Dabei sei gerade der Erhalt der Eichenallee für die Kurstadt von besonderer Wichtigkeit. "Diese Bäume haben eine ästhetische Funktion, denn sie verschönern das Stadtbild und dienen der Erholung. Auch verbessern sie das Stadtklima, weil sie Schatten spenden, die Stadtaufheizung verhindern, Schadstoffe aus der Luft filtern und schalldämmend wirken",  begründet Dorothea Walcker und fügt hinzu: "Die Aufhebung des Naturdenkmal-Status hat für den betroffenen Baumbestand zur Folge, dass die Stadt nun ohne größeres Prozedere, vielleicht sogar deklariert als Sicherungsmaßnahme, Baumfällungen vornehmen kann." Deshalb will der NABU Bad Pyrmont mit seinem Schreiben an den Bürgermeister nun erreichen, dass vorsorglich wenigstens ein Schutzstatus für die betroffenen Bäume an der Eichenallee festgeschrieben wird. Zusätzlich ist die Forderung nach einer Baumschutzsatzung für die Stadt Bad Pyrmont erneuert worden.
"Die gibt es in vielen anderen Städten längst. Damit wird das wahllose Abholzen auf Privatgrundstücken verhindert, denn jeder Hauseigentümer hat auch die Verpflichtung der Natur gegenüber", sagt Dorothea Walcker, die auch schon beobachtet hat, dass immer weniger Vögel in der Kurstadt nisten.

 

NDZ - Bad Münder - 03. April
Krötenwanderung: Premiere an der Ramena / Täglich werden bis zu 100 Amphibien eingesammelt / Dank an NABU und Bürgermeisterin
Bad Münder (gö).
Tischlermeister Michael Exner steht das Strahlen ins Gesicht geschrieben. Er hat sich dafür stark gemacht, dass erstmals in diesem Jahr bei der Amphibienwanderung auch der Weg "Ramena" in die geschützten Regionen einbezogen wurde.
Und der Erfolg hört sich prächtig an: Jeden Abend habe ich rund 100 Kröten und Molche eingesammelt und in die beiden Teiche im Bereich des Golfplatzes wieder ausgesetzt", so Exner.
Für sein Anliegen hatte er in Anneliese Zuzmann von der NABU-Ortsgruppe "Sünteltal" und der Bürgermeisterin Silvia Nieber spontane Fürsprecher. Vor allem der Bürgermeisterin gilt sein Dank, die auf dem kurzen Dienstweg mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Hameln-Pyrmont die Sperrung des Gemeinde-Verbindungsweges auf den Weg gebracht hat. "Es war ein unproblematisches Miteinander für die Schwächsten in der großen Tierfamilie", bekennt Exner.
Von 18.30 bis um 7 Uhr ist die Ramena für den Fahrzeugverkehr gesperrt. "Hart" betroffen sind nur die Pkw-Fahrer von lediglich zwei dortigen Anwohnern. Den Besuchern des Waldschlösschens wird die Anfahrt über die Landesstraße 421 empfohlen. Exner stellt die Barke abends auf, und Landwirt Ludwig Priesett räumt sie morgens beiseite. Für 2005 hofft der Tierfreund auf eine Sperrung der Ramena ab der B 442.

 

DWZ - Hameln - 03. März
Autofahrer aufgepasst: Kröten wandern! / Straßen gesperrt, Schilder aufgestellt / Amphibien kommen besonders an Waldrändern vor
Hameln (vit).
Es sind die ersten Vorboten des Frühlings: Die Kröten wandern wieder! Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln rechnet damit, dass es schon heute losgehen könnte. Dann soll es laut Wetterbericht wieder milder werden.
Vor allem an Abenden mit feuchtmilder Witterung machen sich Molche, Frösche und Kröten auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Diese Momente sind für die Amphibien mit einer bestandsbedrohenden Gefahr verbunden: Rund 20 Minuten benötigen sie, um eine sieben Meter breite Straße zu überqueren. Der Preis der Langsamkeit ist hoch - oft erreichen sie nur wenige der Amphibien ihr Ziel.
Die Stadt stellt daher an einigen "Wanderkorridoren" Gefahrenschilder zum Schutz der Amphibien und zur Sicherheit der Autofahrer auf. "Besonders die größeren Gewässer im Wald oder am Waldrand locken große Amphibienmengen an", sagt Christian Wiemeyer von der Unteren Naturschutzbehörde.
Ein besonderer Gefahrenpunkt: die Straße "Zum Schweineberg". Sie wird ab heute zwischen der Heisenküche und dem Baugebiet "Hottenbergsfeld" täglich jeweils in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr gesperrt. Die Zufahrt zum Forsthaus Heisenküche von der Holtenser Landstraße bleibt frei.
An den Riepen- und Wiengrundteichen werden ehrenamtliche Helfer der Naturschutzbund-Ortsgruppe Hameln die Amphibien von der Straße aufsammeln und an den Teichen absetzen. Nach den Erfahrungen aus den letzten Jahren bittet Friedel Rädecker vom NABU darum, für die Anfahrt zum Klütturm möglichst auf die Strecke über den Finkenborner Weg auszuweichen.
Wer sich am Schutz der Amphibien beteiligen möchte, kann sich im Natur- und Umweltschutzzentrum in Hameln wenden (Telefonnummer 05151/13671). Für alle Fragen zum Amphibienschutz steht Christian Wiemeyer von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hameln zur Verfügung (zu erreichen unter der Telefonnummer 05151/202-471).

 

DWZ - Bad Münder - 29. Januar
Von Thermen-Träumen und der "traurigen Finanzrealität" / Deisterhangpläne in der Diskussion / Bis zu 360000 Besucher prognostiziert
Bad Münder (ri).
Die Vision "Vita Resort" ist sicher Schnee von gestern. Neue Lichtstreifen am Horizont sind seit kurzem Therme und Indoor-Skivergnügen am Deisterhang - sie waren auch zentrale Themen einer Informationsrunde, zu der Bündnis 90/Grüne eingeladen hatte.
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Doch bei allem Optimismus gibt es große Steine, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Größter Brocken dabei: Was sagt die kommunale Aufsicht des Landkreises Hameln-Pyrmont, wenn Bad Münder wieder Gelder in diese Projekte pumpen muss und die Kreditsumme weiter ansteigt? Reicht es aus, wenn man das kostenintensive Rohmelfreibad dafür schließen will? Was sagt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) dazu, wenn ein Gebäudekomplex von 420 Metern Länge, plus Therme und Parkplatz, plus Straßenunterführungen (Infrastruktur) das Landschaftsbild beeinträchtigen? Entsprechen die Bauvorhaben den Förderbedingungen des Landes und denen der EU-Richtlinien? Welcher Anteil der Schulden für die Grundstücke am Deisterhang fließt als Erlös in die Stadtkasse zurück?

 

NDZ - Bad Münder - 29. Januar
Sehnsüchte nach der Therme und Skihalle trotz leerer Stadtkasse / Grünen-Ortsverband diskutiert städtische Träume und hebt warnend den Finger
Bad Münder (hm).
Die Vision "Vita Resot" ist sicher Schnee von gestern. Werden nun die Visionen von Therme und Indoor-Skivergnügen am Deisterhang zum Schnee von morgen oder übermorgen werden?
Der Ortsverband von Bündnis 90/Grüne hatte die Bürger zu einer Informationsrunde geladen, leider kamen nur wenige Besucher. Die Projekte Indoor-Skihalle, Therme und Kurhotel waren die zentralen Themen. "Schon seit annähernd 15 Jahren sorgt die Stadt Bad Münder mit dem Thema Deisterpark immer wieder für "running gags", so der Vorsitzende der Bündnisgrünen im Stadtverband von Bad Münder Thomas Schröder.
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Doch bei allem Optimismus, es gibt große Steine, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Größter Brocken dabei: Was sagt die kommunale Aufsicht des Landkreises Hameln-Pyrmont, wenn Bad Münder wieder Gelder in diese Projekte pumpen muss und die Kreditsumme weiter ansteigt? Reicht es aus, wenn man das kostenintensive Rohmelfreibad dafür schließen will? Was sagt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) dazu, wenn ein Gebäudekomplex von 420 Metern Länge, plus Therme und Parkplatz, plus Straßenunterführungen (Infrastruktur) das Landschaftsbild beeinträchtigen? Entsprechen die Bauvorhaben den Förderbedingungen des Landes und denen der EU-Richtlinien? Welcher Anteil der Schulden für die Grundstücke am Deisterhang fließt als Erlös in die Stadtkasse zurück?

 

DWZ - Hameln - 26. Januar
Sie fürchten nur den Habicht: 3000 Rabenkrähen in der Stadt / Allesfresser sammeln sich abends auf Bäumen / Immer mehr in Wohngebieten
Hameln (ey).
Sie sind schwarz. Rabenschwarz. Pechschwarz. Schwarz wie die Nacht. Abends, bevor es dunkel wird, versammeln sich die Rabenkrähen in großen Verbänden auf Bäumen. Beliebteste Stellen: Krankenhaus an der Weser, Jugendherberge, Posthof, Scharnhorstgelände. Früh morgens sind die Vögel dann wieder unterwegs, vor allem auf Äckern, zunehmend aber auch in den Wohngebieten. "Mehr als 3000 sind es in Hameln", schätzt Friedel Rädecker vom heimischen Naturschutzbund (NABU).
Krächzend und dumpf dreinblickend heben sie gemächlich ab, wenn Gefahr droht. Sie sind auf der Suche nach Fressbarem. "Sie sind Allesfresser und schädigen nachweislich die erste Brut der Junghasen, wildern in Rebhuhngehegen und machen sogar vor frisch geborenen Kälbern nicht halt", sagt Gerhard Honig, Geschäftsführer der Kreisjägerschaft Hameln-Pyrmont. Deshalb sind die zu den Singvögeln gehörenden Tiere auch zum Abschuss freigegeben. Nach Nahrung suchen sie aber immer mehr in Wohngebieten der Stadt: auf Komposthaufen zum Beispiel.

Dass sich die Rabenkrähen zur nacht in großen Kolonien auf Bäumen versammeln, sei ein Schwarmverhalten, das der Sicherheit der Vögel diene. "Das Geschmeiß ist den nächsten Morgen auf der Straße zu sehen", sagt Honig. Andreas Breitkopf, Leiter der Abteilung Verwaltung und Service beim Betriebshof der Stadt, sagt: "Vor allem am Posthof sieht es manchmal schlimm aus." Ein Problem stellten die Hinterlassenschaften der Vögel aber nicht dar: "Der Regen reinigt die Straße regelmäßig, und der Kot ist nicht so ätzend, als dass er den Belag schädigt."
Jeden Tag aufs Neue sorgen die Rabenkrähen für Aufsehen in der Stadt: Das typische Gekrächze ist von weitem zu hören, und wenn die Dämmerung hereinbricht, zeigt sich den Menschen ein aufregendes Naturschauspiel. Dann kommen die Rabenkrähen zu ihren Lieblingsbäumen zu Hunderten zusammen und suchen für die Nacht Schutz in der Gemeinschaft. Aus allen Richtungen fliegen sie herbei, umkreisen dabei Kranken- und Rathaus und lassen es mit ihrem lauten Gekrächze ganz Hameln wissen, dass sie wieder da sind. Doch keine Spur von Hitchcocks "Vögel": "Menschen greifen sie nicht an, sie sind zwar Kulturfolger, heben aber früh genug ab, wenn man ihnen zu nahe kommt", schwört Rädecker. Unter den gefiederten Räubern haben sie nur den Habicht zu fürchten. Besonders beim Auftauchen eines weiblichen Habichts herrscht höchste Alarmstufe im Krähenverband. Der starke Schnabel der Altkrähe ist ansonsten gegen Angreifer eine gefährliche Waffe.
Doch Obacht: Neben den Rabenkrähen gibt es auch die unter Naturschutz stehenden Saatkrähen, die aus der Entfernung nur schwer von den Rabenkrähen zu unterscheiden sind. Das wissen auch die Jäger. Im Gegensatz zur Rabenkrähe hat die Saatkrähe eine weißlich graue, nackte Schnabelwurzel und eine etwas schlankere Gestalt. Geschossen werden dürfen Saatkrähen nicht, da sie viel seltener als ihre wildernden Mitstreiter sind. "Als Brutvogel ist die Saatkrähe im Landkreis Hameln-Pyrmont fast ausgestorben", erklärt Friedel Rädecker. Im Weserbergland ist sie nur von Oktober bis März, dann fliegt sie wieder dorthin, wo sie herkommt: Osteuropa.

 

DWZ - Hameln - 24. Januar
Er schließt Lücken und schafft Brücken: 20 Jahre Fahrradbeirat! / 1984 gegründet / "Ein Wegenetz ist entstanden" / Aber: noch viel Arbeit
Hameln (ey).
Noch kein Jubiläum, aber doch ein besonderer runder Geburtstag: Der Hamelner Fahrradbeirat feiert in diesen Tagen sein 20. Bestehen. Entstanden ist das Gremium 1984, um ein intaktes Radwegenetz in der Stadt Hameln und - darüber hinaus - bis zu den Ortschaften aufzubauen. Mit Erfolg. Doch Lücken sind noch da, die geschlossen werden sollen - unter Mithilfe des Beirats, versteht sich.
Weiter...Auszug...
Die Ratsabgeordneten Hermann Mengersen, Gerhard Jugel, Helmut Reinecke, Ingo Albrecht, Heidrun Winkler, Gerhard Paschwitz und Dewezet-Redakteur Richard Peter waren die Beirats-Radler der ersten Stunde, hatten das Gremium aus der Taufe gehoben, um den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern mehr Gehör zu verschaffen. Haben es geschafft, Interessen von Verwaltung, Politik, Vereinen und Verbänden (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club, Naturschutzbund, Bund für Umwelt und Naturschutz...) in Zweifelsfällen auf einen Nenner zu bringen - freilich ging das in den allermeisten Fällen nur mit Kompromissbereitschaft. Doch Projekte, die heute allgemein als "gut" eingestuft werden, sind mehrere auf den Weg gebracht worden von der Hamelner Politik und immer unter Mitsprache des Beirates.
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