DWZ - Hameln - 11. Dezember
Gitter zum Klüttunnel geknackt: Sorgen um die Fledermäuse! / Schacht gilt als beispielhaftes Winterquartier / Bilanz der NABU-Arbeitsgruppe
Hameln (ey).
Unbekannte haben die Scharniere des Gitters vor dem  Klüttunnel aufgebrochen, sind in den Schacht eingedrungen. Die Schäden wurden zwar schnell behoben, der Eingang ist wieder dicht. Aber: Der Klüttunnel gilt als größtes Winterquartier von Fledermäusen im Raum Hameln. "Wer reingeht, stört den Winterschlaf der Tiere", sagt Rainer Marcek.
Der Regionalbeauftragte für Fledermausschutz im Weserbergland wundert sich, warum es Menschen gibt, die überhaupt in den Tunnel gehen wollen: "Da gibt's nichts zu holen". Die Tiere aus dem Winterschlaf aufzuschrecken, sei dagegen "das Schlechteste, was den Fledermäusen passieren kann, im schlimmsten Fall können sie sterben". Auch Führungen durch die Gruppe Fledermausschutz des heimischen Naturschutzbundes (NABU) würden von Oktober bis März deshalb nicht stattfinden. Erst im Frühjahr und Sommer geht's auf Anfrage wieder hinein in den 300 Meter langen Schacht an der Pyrmonter Straße, der vor genau zehn Jahren fledermausfit gemacht worden ist.

Der Klüttunnel ist ein Paradebeispiel für aktiven Schutz vom Aussterben bedrohter Tiere. Zwar gilt die "Kleine Hufeisennase" weiterhin niedersachsenweit als ausgestorben, doch ist der Fledermausbesatz im Landkreis Hameln-Pyrmont dank der Gruppe Fledermausschutz des NABU in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gestiegen. Zweifarbenfledermaus, Graues Langohr, Zwergfledermaus, Wasserfledermaus - diese Arten fühlen sich wieder heimisch. In Hameln überwintern im Klüttunnel nunmehr schon vier unterschiedliche Arten der Nachtsegler. Marcek: "Den Fledermäusen ging es 50 Millionen Jahre gut. In den vergangenen 50 Jahren sind die Bestände drastisch geschrumpft, weil die Menschen ihren Lebensraum eingeengt haben.
Mittlerweile haben sich bundesweit zahlreiche Initiativen zum Schutz der gefährdeten Tiere gegründet. In Niedersachsen und speziell im Landkreis Hameln-Pyrmont ist dies überaus erfolgreich gelungen: 17 von 23 Arten sind wieder heimisch geworden. Neben dem Klüttunnel gehören auch die Riepen- und Gülichstollen zu den Winterquartieren. Außerdem sind im Hamelner Stadtwald laut Marcek mehr als 300 Kästen aufgehängt worden, die den Nachtseglern als Sommerquartier dienen. "In Hameln sind uns bereits 15 Wochenstuben bekannt, wo junge Fledermäuse heranwachsen", sagt der Fachmann, der in diesem Jahr zusammen mit seinen ehrenamtlichen Mitstreitern das 20-jährige Bestehen der Gruppe Fledermausschutz mit Führungen und einer informativen Ausstellung im Hochzeitshaus begangen hat. Dieses Team macht es auch immer wieder möglich, dass Tiere vor dem sicheren Tod gerettet werden. In Hastenbeck zum Beispiel: Unter dem Kirchendachboden war eine Wochenstube des Braunen Langohrs entdeckt worden. "In Kooperation mit Pastor und Kirchenvorstand war die notwendige Sanierung des Daches schließlich in Herbst und Winter verlegt worden", erinnert sich Marcek.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 08. November
Saft soll zum "Markenartikel" werden / Erfahrungsaustausch der Beteiligten am Zukunfts-Entwicklungsprogramm (ZEP)
Hessisch Oldendorf (hf).
Es war Wunsch der am Zukunfts-Entwicklungsprogramm (ZEP) Beteiligten, den Informationsaustausch zwischen den im Sinne einer Lokalen Agenda in Hessisch Oldendorf tätigen Initiativen zu verbessern und sich gegenseitig zu unterstützen. Daher findet alle zwei Monate an wechselnden Orten im Stadtgebiet ein öffentlicher "Bürgertreff" statt. Zuletzt traf man sich in der Gaststätte "Stadt Kassel" an der Langen Straße. Diesmal war die Resonanz etwas geringer als sonst. "Den Menschen hier scheint gar nicht recht bewusst zu sein, welche Chance ein solches Treffen in sich birgt. Wo haben Bürger denn sonst die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zur Stadtentwicklung direkt den Verantwortlichen vorzubringen und mit ihnen zu diskutieren?" zeigte sich Thomas Weiß, der eine Examensarbeit über den Agenda 21-Prozess und das ZEP in Hessisch Oldendorf verfassen will, überrascht.
Was alles in den letzten Wochen geschafft wurde, machte der Bericht aus den Arbeitsgruppen deutlich. Hier konnte Dietmar Meier vom Naturschutzbund (NABU) mitteilen, dass die Renaturierungsarbeiten im Tal des Barksener Baches weitergehen werden. Auch Ratsherr Dirk Adomat (SPD) hat gute Erfahrungen mit seiner Pflanzaktion in Fischbeck gemacht. "Monate danach werde ich immer wieder nach meiner Streuobstwiese gefragt. Es gibt viele, die etwas ähnliches auch auf ihrem Grundstück pflanzen wollen", sagt Adomat. Positiv ist für den Fischbecker besonders, dass er eine Mosterei ausgemacht hat, die sein Obst direkt zu Saft verarbeitet, der sich bei seiner Familie höchster Beliebtheit erfreut.
Aus dieser Information entspann sich eine intensive Diskussion, wie die in Hessisch Oldendorf anfallenden Früchte, die oft gar nicht mehr genutzt werden, zu einem Oldendorfer "Markenartikel" verarbeitet werden könnten. Diese Idee soll vom NABU und der Arbeitsgruppe um Kai-Uwe Eggers, die unter dem Motto "Für jedes Dorf eine Streuobstwiese" tätig ist, weiterverfolgt werden.
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Der fünfte Bürgertreff war auch Anlass, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Die Anwesenden waren dich darüber einig, der "Bürgertreff" sei eine gute Sache, die aber ohne die Begleitung durch die Stadt derzeit nicht aufrecht zu erhalten ist. "Ohne Unterstützung durch die Stadt landet das ZEP wie vieles zuvor in der großen Schublade - die Projekte sind dann tot", brachte Dietmar Meier die Einschätzung auf den Punkt. Der nächste Bürgertreff findet am Donnerstag, 27. November , ab 19.30 Uhr im Gasthaus Beißner in Großenwieden statt.

 

NDZ - Bad Münder - 30. Oktober
ECE-Center und Waldverkauf beschäftigten den Fachausschuss / ECE-Center in Hameln ist Thema in der Sitzung / Waldverkäufe diskutiert
VON CHRISTOPH HUPPERT
Bad Münder.
"Es wird einen Verkaufsflächenzuwachs von 40 Prozent geben", so der Leiter des Planungs- und Umweltamtes, Karl-Heinz Knigge, vor dem Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr, der im "Deutschen Haus" tagte. Die 90 Millionen Investition des Hamburger Unternehmens ECE in Hameln mit rund 800 neuen Arbeitsplätzen wird auch neue Beschäftigung für Bad Münder bringen.
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Eine bohrende Nachfrage sah sich Knigge zum Thema Gutachten zur Feststellung des Wertes der Münderaner Waldbestände ausgesetzt. "Wozu werden da 10000 Euro eingesetzt?" wollte Anneliese Zuzmann vom NABU wissen. Knigges Hinweis auf die Absicherung einer Verkaufsentscheidung durch ein Gutachten vermochten nicht alle Teilnehmer des Ausschusses zu folgen. Ein Zuhörer: "Tröstlich, dass die Entscheidung zur Vergabe eines entsprechenden Gutachtens noch nicht unter Dach und Fach ist." Bei einer Enthaltung wurde der Wirtschaftsplan schließlich angenommen.
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NDZ - Bad Münder - 16. Oktober
Auf einer Pilzjagd mit Hubert Klimke / Pilzseminar als "Vorgeschmack" auf eine Pilztour / Im Zweifelsfall: Anschauen aber nicht abpflücken
Bad Münder (hu).
Trotz des extrem heißen Sommers ist der Pilzbestand im Deister und Süntel Spitze. Das erfuhren rund 40 Pilzfreunde beim Pilz-Seminar mit Hubert Klimke im Hotel "Deutsches Haus".
Hubert Klimke gilt als der "Pilzpapst von Völksen". Kaum jemand kennt sich mit den herbstlichen Früchten so gut aus wie der Biologe und Chemiker am Otto-Hahn-Gymnasium. "Ohne Hefepilze gäb's beispielsweise kein Bier", erklärt Klimke den Pilzfreunden, die mit jeder Menge Bestimmungsbüchern erschienen waren.

Insbesondere die hochinteressante Vermehrungsbiologie der Pilze hat es Klimke angetan. Welweit ist der Völksener auf Pilzsuche, so etwa in den letzten Sommerferien in Mexiko.
"Es gibt Tausende der unterschiedlichsten Arten. Allein in Süntel und Deister findet der Pilzsucher rund 250 Täublingsarten. Grund genug sich mit einzelnen Exemplaren zu befassen. "Pilze muss man mit allen Sinnen suchen", so Klimke. Da ist etwa einer, der nach Anis riecht, andere verstömen Kartoffelduft, wieder andere riechen, als habe ein Dackel drauf gepieselt.
"Gewinner des Jahres ist ohne Zweifel der Halimasch. Er ist der aggressivste Baumzersetzer und von den Forstleuten daher nicht besonders gerne gesehen", klärt Klimke die Seminarbesucher auf. Die Pilzsporen sind überaus widerstandsfähig. Sie halten sich über Jahrhunderte und sind bereits in 40 Kilometer Höhe festgestellt worden. Gibt es weltalltaugliche Pilze? Wer weiß? "Schon in Ötzis Magen haben wir keimfähige Pilzsporen gefunden".
Aber auch Todespilze gibt es in den Wäldern zwischen Leine und Weser reichlich. "Knollenblätterpilze! Da heißt es Vorsicht", warnt der Experte. Auch der Halimasch ist in rohem Zustand giftig. "Er ist kein reiner Giftpilz, aber der Genuss von rohen Exemplaren führt zu schweren Magen- und Darmverstimmungen." Gegart, gebraten und richtig zubereitet ist er jedoch sehr schmackhaft.
Rudolf Krause vom NABU darf ein kleines Stück Pilz roh kosten. "Macht nix, der kriegt schon Rente", scherzen die Pilzfreunde. Krause verzieht das Gesicht. Der pilz trägt seinen Namen zu recht. Es ist der Speitäubling.

Die Welt der Pilze ist faszinierend. Klimke berichtet vom größten Lebewesen der Welt, einem tonnenschweren Riesenpilz aus Arizona. Andere Exemplare erreichen aber oft nur eine Größe von wenigen Millimetern. "Da ist die Frage, ob der essbar ist, wohl wenig sinnvoll", meint eine Pilzsammlerin.
Tags darauf treffen sich die Sammler zu einer Pilztour an der Ziegenbuche. Direkt am Wegesrand ist die Artenvielfalt überaus erstaunlich. Immer neue Exemplare finden die Sammler. "Im Zweifelsfall lieber stehen lassen", mahnt Hubert Klimke. Er weiß, dass gerade in Osteuropa Pilzvergiftungen oft an der Tagesordnung sind. Vermeintliche Haus- und Bauerregeln taugen nichts. "Die korrekte Bestimmung der Arten ist letztlich nur mit dem Mikroskop möglich, oder durch einen staatlich geprüften Pilzsachverständigen", so Klimke. So gilt im Zweifelsfall: die Pilze anschauen, aber nicht abpflücken.

 

DWZ - Bad Münder - 11. Oktober
Natur- und Tierfotografie sind für Klindwort mehr als nur Hobby / Eimbecker ist als Fotograf der Landschafts- und Tierwelt sehr gefragt
Eimbeckhausen (hm).
Wenn es um Natur- oder Tierfotografie in freier Wildbahn geht, dann ist sicher Manfred Klindwort aus Eimbeckhausen für den Kenner dieser Szene eine aller erste Adresse. "Wildlife Art" - so nennt er sein jahrelanges Fotoprojekt, welches er in einem Gespräch vorstellte.
Zunächst aber, wie alles begann. Es war im Jahre 1956, als Klindwort auf einem Rummelplatz in der Tombola einen Fotoapparat mit dem Namen "Click" gewann. Es war eine Rollfilmkamera deren Gehäuse aus Plastik bestand und nur wenige Einstellmöglichkeiten hatte. Doch sie reichte aus, um das Interesse an der Fotografie bei ihm zu wecken.
Zunächst, natürlich alle Bilder in schwarz/weiß, waren der Garten der Eltern mit den Blumen und Schmetterlingen, das Hauptmotiv für den Fotojünger. Es folgte zwischenzeitlich die Anschaffung einer Sucherkamera, bis die große Investition in den Bereich der Spiegelreflex- und Mittelformatgeräte folgte.
Beruflich war Klindwort als Bezirksleiter einer Feinmechanikfirma tätig. Den Weg der Fotografie verfolgte er jedoch als Autodidakt.
"Schon von den Anfängen meiner Fotografie an schlug mein Herz eigentlich für Landschaften, Natur, Insekten, Vögel und Großtiere, vor allem in ihrer natürlichen Umgebung. So gehört heute zu dem viele tausend Dias umfassenden Bildarchiv ein ganzer Bereich den derzeitig bedrohten Pflanzen und Insekten im Deister- und Süntelgebiet. Darunter befindet sich z.B. auch eine umfangreiche Sammlung heimischer Orchideen deren Standort er natürlich geheim hält.
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Mit diesem Wissen um die Fotografie der Landschafts- und Tierwelt, sowie die erforderliche Technik und deren Einsatz, ist Klindwort ein begehrter Seminarist. So war er auch beim Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Sünteltal, vor einer größeren Zuschauerzahl, als Referent zu Gast.

 

DWZ - Emmerthal - 06. Oktober
Unterhaltsam und informativ - 1600 Besucher feierten Erntefest / Hochbetrieb im Museum für Landtechnik und Landarbeit mit vielen Mitwirkenden
Börry (gm).
Während es vielerorts üblich ist, dass im Herbst die Erntekrone durch die Dörfer gefahren oder getragen wird, so bleibt die Ortschaft Börry ihrer langjährigen Tradition treu und veranstaltet ihr Erntefest im Museum für Landtechnik und Landarbeit.
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Die kleinen Besucher vergnügten sich in der Hüpfburg, durften auf Ponys reiten oder versuchten ihr Glück beim Glücksraddrehen. Neben der alten traditionellen Handwerkskunst, die es überall in den Gebäuden zu sehen gab, bastelte der Emmerthaler Naturschutzbund Nistkästen und der Hegering 7 hatte unter dem Motto "Heimische Wildtiere" eine imposante Waldlandschaft dargestellt. Musikalische Unterhaltung gab es durch das Emmerthaler Blasorchester und den MGV Eintracht Grohnde.

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DWZ - Hessisch Oldendorf - 11. September
Hubschrauber stört Ruhe am Hohenstein / Naturschutzbund empört über Übungsflug im sensiblen Bereich des Naturschutzgebietes
Hessisch Oldendorf (dm).
Bei einer Bereisung des Naturschutzgebietes "Hohenstein" beobachteten Vertreter des Naturschutzbundes, dass unmittelbar an den Felsklippen ein deutscher Militärhubschrauber eine Übung flog. Der NABU ist empört, dass so etwas in für den Naturschutz so bedeutsamen Bereichen passiert.
"Einzelheiten dieser Übung konnten aufgrund des geschlossenen Blätterdaches des Buchenhochwaldes nicht beobachtet werden", erklärten die Mitglieder der Hessisch Oldendorfer Ortsgruppe. Der Hubschrauber befand sich längere Zeit unmittelbar vor der Felswand im Bereich der "Hohen Wand". Der Lärm wurde von den Felsen zurückgeworfen, so dass er noch verstärkt wurde. Fledermäuse, die in den Felsen ihre Quartiere haben, und geschützte Greifvögel seien erheblich gestört worden, erklärt Dietmar Meier, Artenschutzreferent des Naturschutzbundes Hessisch Oldendorf. Der NABU hat kein Verständnis dafür, dass Übungen im Naturschutzgebiet durchgeführt werden, es sei denn, es gelte jemanden zu retten. "Das Geschehen am Hohenstein wird Konsequenzen haben, denn die Kennziffern der Maschine konnten mit dem Fernglas abgelesen werden. Somit können Standort und Besatzung ermittelt werden", sagt Meier. "Sollte sich die Mission des Hubschraubers als reine und somit vermeidbare Übung im Naturschutzgebiet erweisen, erfolge außer einer Beschwerde bei der Kommandantur der Heeresflieger in Bückeburg auch eine Mitteilung an das Bundesverteidigungsministerium", fügt er an.
Auch wenn die Landesverteidigung außerordentlich bedeutsam ist und Hubschrauber außerhalb von militärischen Sperrgebieten Flugübungen durchführen dürfen, frage sich der NABU. ob dies ohne triftigen Grund in behördlich festgelegten Naturschutzgebieten sein muss. "Der NABU ist verärgert, wie die Bundeswehr mit europäischen Schutzgebieten umgeht. Sollten sich solche Vorfälle in FFH-Schutzgebieten wiederholen, werden Meldungen auch an die entsprechenden Stellen im Ausland weitergeleitet", sagt Meier.

 

DWZ - Hameln-Pyrmont - 01. September
"Bat Night"
Weserbergland (ey).
Europaweit wurde die "Bat Night", die Fledermausnacht, am Samstag veranstaltet. Allein in Deutschland wurden 175 Exkursionen vom Naturschutzbund (NABU) angeboten.
Das Interesse an Fledermäusen und ihren Schutz ist in den vergangenen zehn Jahren sprunghaft gestiegen. In Deutschland sind rund 2000 Menschen im Fledermausschutz aktiv, die meisten ehrenamtlich. Sie schaffen vor allem Nisthilfen und klären auf.

 

DWZ - Hameln - 30. August
Fledermausschutz - eine "Bat Night" zum 20.! / Ausstellung und Exkursion am 30. August
Hameln (ey).
Dass 17 von 23 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten in Hameln und Umgebung durch die Lüfte sausen, das ist auch das Ergebnis langjähriger Aktivität der Arbeitsgruppe Fledermausschutz der Naturschutzbund-Gruppe Hamelns. 1983 wurde sie gegründet, ergo feiert sie in diesem Spätsommer ihr 20-jähriges Bestehen. Deshalb gibt es am Samstag, 30. August, ab 21 Uhr eine besondere "Bat Night" in Hameln.
An diesem Tag ist sogar europaweit die "Bat Night" - für Hameln anlässlich des runden Geburtstags der Arbeitsgruppe natürlich von besonderer Bedeutung. Rainer Marcek, Leiter des Teams, freut sich auf diesen Termin. "Wir haben schon Führungen mit 80 Menschen hingekriegt, und wenn jetzt zu diesem Anlass noch mehr kommen, dann kriegen wir auch das hin". Treffpunkt für die nächtliche Exkursion ist an besagtem Samstag um 21 Uhr an der Fußgängerbrücke zum Werder in der Höhe der Pfortmühle. "Wir wollen, dass die Menschen ihre Vorurteile gegenüber Fledermäusen verwerfen und lernen, dass diese Tiere eine sehr wichtige Aufgabe im Natursystem haben", sagt Marcek, der auch Regionalbeauftragter des Fledermausschutzes Hameln-Pyrmont ist.
Seit 50 Millionen Jahren gibt es Fledermäuse. Die Arbeitsgruppe des NABU hat dafür gesorgt, dass in und um Hameln über 300 Holzkästen als Sommerquartier für die nachtaktiven Tiere aufgehängt wurden. Ganz zu schweigen vom "Nachtsegler"-Paradies, am alten Klüttunnel! Ob Zwergfledermaus, Mausohr oder Breitflügelfledermaus - im heimischen Weserraum fühlen sie sich alle wohl.
Zum 20-Jährigen der Arbeitsgruppe Fledermausschutz gibt es ebenfalls am Samstag, 30. August, eine Ausstellung im Hochzeitshaus. Von 10 bis 19 Uhr werden zahlreiche Fotos aus den vergangenen 20 Jahren zum Thema Fledermausschutz gezeigt, werden technische Instrumente wie Nachtsichtgeräte ausgestellt. "Außerdem ist eine Bastelecke für Kinder eingerichtet worden, und wir zeigen den Bau von Fledermauskästen für den eigenen Garten", sagt Marcek.

 

DWZ - Hameln - 13. August
Nachts über Hameln putzen die Fledermäuse gerne Mücken weg / Feriencard-Wanderung mit über 40 Kindern / Große Artenvielfalt im Landkreis
Hameln (lp/ey).
"Batman" würde sich in Hameln wie zu Hause fühlen... 17 von 23 Arten, die es in Deutschland gibt, segeln im Hamelner Raum durch die Nacht. Und deshalb machte sich der heimische Naturschutzbund mit über 40 Kindern auf zur Tour ans Weserufer, um die Nachtsegler aufzuspüren. Und das war überhaupt kein Problem; denn eine Fledermaus kommt selten allein.
Nein, es können schon mal Hunderte sein, haben die 40 Jungen und Mädchen gelernt. Mit dabei waren übrigens auch jede Menge Erwachsene, die bei der Ferienpass-Aktion, die am Jugendzentrum "Regenbogen" startete, sehr viel lernen.
Nach einer Filmvorführung über die nützlichen Tiere ging es unter fachkundiger Leitung von Friedel Rädecker, Vorsitzender des Naturschutzbundes, und Rainer Marcek, Arbeitsgruppenleiter der AG Fledermausschutz und gleichzeitig Regionalbeauftragter des Fledermausschutzes Hameln-Pyrmont, zum Werder. Hoch oben in den Bäumen sind dort einst jede Menge Fledermausbrutkästen aufgehängt worden. Anhand einer Schautafel über Fledermäuse informierten sich die Kinder zunächst.
Viel spannender war dann allerdings die Exkursion mit dem Ultraschall-Echo-Detektor. Egal ob Abendsegler, Wasserfledermaus, Breitflügelsegler oder Zwergfledermaus - damit spürte Friedel Rädecker die Tiere auf. Je nach Art auf verschiedenen Frequenzen im Umkreis von 30 Metern wurden sie geortet. Dann ging die Wanderung weiter, entlang der Weser bis zur Jugendherberge. Und die Kinder staunten nicht schlecht, die "Nachtschwärmer" bei ihrer Jagd nach Insekten zu beobachten.
Fledermausschutz genießt in Hameln dank der Arbeitsgruppe Fledermausschutz - sie feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen - einen hohen Stellenwert. Ihr ist es zu verdanken, dass der Klüttunnel auf einer Länge von rund 300 Metern zu einer beispiellosen Heimat der Nachtsegler geworden ist. Er bietet Hunderten von Tieren genug Platz, sowohl als Sommer- als auch als Winterquartier. Am letzten August-Wochenende findet im Übrigen die europäische "BatNight" mit Projekten, Führungen und Vorführungen statt. Die Imagepflege in Sachen Fledermaus ist für die Tiere förderlich, denn entgegen einschlägiger Vorurteile sind sie Nützlinge. Das wissen nach der Exkursion ins Hamelner Nachtleben der Tiere auch viele Mädchen und Jungen : von Blutsaugern keine Spur.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 22. Mai
Eine Wissenslücke schließen
Hessisch Oldendorf (pj).
Sie stehen auf der Roten Liste, sie sind vom Aussterben bedroht, die 17 verschiedenen Arten von Fledermäusen, die es im Landkreis gibt. Eine Ausstellung in der Kundenhalle der Sparkasse informiert über die fliegenden Säugetiere, ihre Lebensräume und Lebenszyklen.

Die Ortsgruppen Hessisch Oldendorf und Hameln des Naturschutzbundes, das Forstamt Oldendorf und die Fledermausgruppe Hameln haben die Schau "Fledermäuse - bedrohte Jäger der Nacht" vorbereitet. Zur Eröffnung hielt Rainer Marcek, Regionalbeauftragter des Fledermausschutzes Hameln-Pyrmont, einen Vortrag über die wendigen Flieger, die es seit 50 Millionen Jahren gibt, die in ihrem Bestand aber heute stark gefährdet sind. Von der Zwergfledermaus mit einem Gewicht von zwei Gramm bis zum afrikanischen Flughund, der 900 Gramm wiegt und eine Spannweite von 1,70 Meter aufweist, die Fledermäuse haben verschiedene Lebensräume erobert, leben in der ganzen Welt mit Ausnahme der Antarktis. Sie ernähren sich ganz unterschiedlich, die einen von Nektar, andere von Fleisch, Fisch, es gibt Blut saugende und Insekten fressende Fledermäuse. 23 Arten gibt es in Deutschland. Bei uns verlassen sie März/April ihre Winterquartiere, suchen im Juni Wochenstuben auf. Die Jungen sind im Juli/August flügge. Ab Oktober sammeln sich die Fledermäuse wieder in den Winterquartieren. Aus Holland und Mecklenburg-Vorpommern kommen die nachtaktiven Flieger, um in Quartieren im Weserbergland zu überwintern, erzählt Rainer Marcek. Der Leiter des Forstamtes, Dr. Michael Berndt, hob hervor, dass die Ausstellung Gelegenheit bieten soll, um Wissenslücken zu schließen. Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf, erklärte, dass die Ausstellung auch dazu anregen soll, dass Häuser und Gärten fledermausfreundlich gestaltet werden. Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni während der Schalterstunden der Sparkasse Weserbergland zu sehen.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 21. März
Heute beginnt Reinemachen in der Stadt
Hessisch Oldendorf (pj).
Ab heute ist wieder Großreinemachen in der Stadt. Die Feuerwehren, die Mädchen und Jungen der Kindergärten und Schulen beteiligen sich an der Umweltaktion, die über mehrere Tage geht. Am Sonnabend werden am Barkser Bach auch Bäume gepflanzt.
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Im November letzten Jahres hatte der Stadtrat dem von den Hessisch Oldendorfern Bürgern entwickelten Zukunftsentwicklungsprogramm zugestimmt, das Leitlinien der Stadtentwicklung formuliert und daraus Handlungsvorschläge ableitet. Ein wichtiger Punkt ist der Wunsch nach der Renaturierung der Bäche und nach dem Pflanzen von Büschen und Bäumen im Feld.
Konkret wird es Barkser Bach. Hier haben Naturschutzbund und Stadt schon vor einiger Zeit begonnen, durch die Entnahme von Betonelementen und dem Fällen von nicht standortgerechten Gehölzen einen Teil des Baches zu renaturieren. Jetzt soll es weitergehen. "Mit dem Pflanzen von über 200 Erlen wollen wir das Ufer des Baches sichern und gleichzeitig für eine Verbesserung der Wasserqualität sorgen", umreißt Dietmar Meier vom NABU, der  die Pflanzaktion durchführen wird, die Ziele. Treffpunkt ist am Sonnabend um 9 Uhr an der Grillhütte Barksen. "Wir freuen uns über jeden Mitstreiter; festes Schuhwerk und ein Spaten sollten mitgebracht werden", sagt Meier.

 

DWZ - Bad Münder - 17. März
NABU rügt "Baumschnitt ohne Fachkenntnisse" in Bad Münder
Bad Münder (hm).
Mit über 400 Mitgliedern in der Ortsgruppe "Sünteltal" des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hat die Natur zwischen Deister und Süntel einen zuverlässigen Partner.
Diese 1982 in Eimbeckhausen gegründete Gemeinschaft mit den Arbeitsgruppen Amphibien und Feuchtgebiete, Vögel, gefährdete Pflanzen, Hecken und Feldgehölze, Fledermäuse und Schutzgebiete könnte mit der Mitgliederzahl zufrieden sein, wäre da nicht doch ein Wermutstropfen, der während der Hauptversammlung zum Vorschein kam.
"Es fehlen uns die aktiven Mitstreiter, denn mit nur einer kleinen Schar von Aktiven lassen sich unsere vielfältigen Aufgaben in der Natur nicht bewältigen", erklärte der Vorsitzende Matthias Großmann. "Natur bewahren und für die Zukunft entwickeln und schützen", mit diesem Leitgedanken waren die Mitglieder im Jahr 2002 besonders aktiv.

Arbeitschwerpunkte waren die Errichtung von Krötenfangzäunen an mehreren Straßen, die Kontrolle der Population, die Pflege von vereinseigenen naturbelassenen Grundstücken, der Ausbau von Biotopen, die Reinigung von Teichen und landschaftspflegerische Maßnahmen.
Einen breiten Raum nahm die Diskussion um den Gesteinsabbau im Dachtelfeld ein. Ortsbürgermeister Helmut Fasse meinte: "Zwar scheint das Thema im Augenblick ruhig zu sein, doch wir dürfen uns nicht täuschen lassen, im Hintergrund wird daran noch fleißig gearbeitet, weil natürlich handfeste wirtschaftliche Interessen dahinter stehen." Fasse,  der auch Mitglied im Arbeitskreis Weserbergland ist, verwies darauf, dass durchaus bestehende Gesetze dahingehend vereinfacht werden könnten, dass Hemmnisse für eine Genehmigung beseitigt werden. "Industrie haben wir in der Region nicht, und wir müssen uns durch solche möglichen Narben in der Natur auch nicht den Fremdenverkehr kaputt machen lassen." Es sei durchaus denkbar, dass in einigen Jahren der Antrag erneut vorliegt, es müsse darum ein generelles "Nein" zum Gesteinsabbau erfolgen, so Fasse. Er kündigte an, dass von der Arbeitsgemeinschaft Weserbergland im Mai eine große Sternwanderung zum Schutze des Dachtelfeldes gestartet werden soll.

Kopfschütteln bei den Anwesenden zum Baumschnitt auf Veranlassung der Verwaltung innerhalb des Stadtgebietes. Die einstimmige Meinung der Mitglieder: "Hier ist ohne Fachkenntnisse von Baumschnitt gehandelt worden. Selbst Fachleute bezweifeln, ob diese Fehler im Baumschnitt jemals wieder reparabel sind."

 

DWZ - Hameln - 13. März
Im Reich der vielen Fledermäuse: Hameln ist ein Nachtsegler-Paradies
Hameln (ey).
Actionfilm-Fledermaus "Batman", sonst in den Straßenschluchten amerikanischer Großstädte unterwegs, würde vor Neid erblassen: Hameln, die Fledermaus-Hochburg! Von 23 in Deutschland lebenden Arten der leisen Segler gibt es in und um Hameln 17. Und so langsam kommen sie alle aus ihren Winterquartieren heraus.
Dass es in der Rattenfängerstadt so viele Fledermäuse gibt, hat zwei Gründe: Erstens ist es das Ergebnis der Arbeitsgruppe Fledermausschutz des heimischen Natur- und Umweltschutzbundes (NABU), die in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen feiert. "Zweitens ist die Mittelgebirgsregion ein hervorragendes und schützenswertes Revier für diese besonderen Tiere", sagt Rainer Marcek, Regionalbeauftragter des Fledermausschutzes Hameln-Pyrmont. Rund um Hannover und Hildesheim würden sich die nachtaktiven Segler nicht ansiedeln, "weil die völlig ausgeräumte Agrarlandschaft dort keine Quartiere bietet", so Marcek.
Rund 300 Holzkästen hat dei Arbeitsgruppe Fledermausschutz - neben Marcek gehören Wilfried Hildebrand, Michael Sacher und Ulrich Schaper-Krieglsteiner dazu - vor allem im Stadtwald (Riepen, Heisenküche) aber auch am Hohenstein und im Schwarzen Bruch (Gellersen) aufgehängt. Denn der Lebensraum der Tiere war in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr eingeschränkt worden, weil Bäume mit Höhlungen, die als Sommerquartier dienten, gefällt wurden. Nun dienen die rund 300 speziellen Wärmekästen als Wohnung, außerdem Bäume und Dachböden oder Hausverkleidungen. "Es gibt Arten, die im Frühjahr und Sommer dicht bei den Menschen leben", sagt Marcek. Winterschlaf halten die Tiere dagegen in Höhlen und Bergwerken.

Da sticht besonders ein Quartier hervor: der Klüttunnel! Mit fast 300 Metern Länge bietet er für Hunderte von Tieren genug Platz, sowohl als Sommer- als auch Winterquartier. Marcek: "Der Klüttunnel ist ein beispielloses Projekt zur Erhaltung der Fledermäuse." Ein Projekt, dass Anfang der neunziger Jahre realisiert worden war. Und das ist gut so, sind die Tiere mit dem einst so gruseligen Image (Marcek: "Das hat sich schon gebessert.") doch Nützlinge. Wer im Garten ein Fledermaus-Quartier hat, kann sicher sein, dass er im Sommer auf der Terrasse mit Mücken keine Last hat. Marcek: "Fledermäuse leben nur von Insekten."
Eines ist sicher: Wenn es 1983 nicht zur Gründung der Arbeitsgruppe Fledermausschutz gekommen wäre, dann, so ist Marcek sicher, würde es heute nicht so viele unterschiedliche Arten im Landkreis geben. Wasserfledermaus, Breitflügelfledermaus, Zwergfledermaus, Mausohr, Großer und Kleiner Abendsegler, Braunes Langohr, Fransenfledermaus, Rauhautfledermaus, Kleine und Große Bartfledermaus kommen oft vor. Außerdem gibt es seit einigen Jahren auch wieder die seltenen Arten Teichfledermaus und Zweifarbfledermaus (nur im Winter), die links und rechts der Weser Quartier beziehen. Kein Grund für die Naturschützer, sich auf dem Erfolg auszuruhen: Einen nagelneuen Kasten als Sommerquartier und Wochenstube für Wasserfledermäuse montieren sie jetzt an einem Baum an Schlägers Teichen. "Dort gibt es viele Weibchen, die sich ab Juni einfinden, um ihre Jungen zur Welt zu bringen", erklärt Marcek. Aus dem alten Kasten - er war undicht geworden - holten Hildebrand und Marcek einen Großen Abendsegler. "Er hielt Winterschlaf. Wir haben ihn in den nächsten Kasten gleich nebenan gelegt".
20 Jahre Fledermausschutz im Kreis - das soll gefeiert werden. So fällt die in jedem Jahr begangene Europäische "Bat-Night" am letzten Samstag im August mit vielen Projekten, Führungen und Vorführungen größer aus als sonst. Imagepflege par excellence für ein Tier, dass von vielen Menschen noch immer als Blutsauger und Gruselflatterer verkannt wird. "Alle in Deutschland vorkommenden Arten sind Nützlinge", sagt Marcek. Von Blutsaugern keine Spur, die gibt's nur in Süd- und Mittelamerika. Drei Arten (von ungefähr 1000 weltweit), die auf Kühen und anderen großen Tieren landen, um sie anzuzapfen.

 

DWZ - Hameln - 10. März
Jugendwehr Garant für guten Nachwuchs
Hameln (tis).
Steigende Mitgliedszahlen sowie abwechslungsreiches Ausbildungs- und Freizeitprogramm kennzeichneten die Arbeit der Jugendfeuerwehr Hameln im vergangenen Jahr.
Inzwischen wieder 20 Jungen zählt die Jugendfeuerwehr Hameln, nachdem der Mitgliederbestand zwischenzeitlich auf 14 abgesackt war. Im Jahresbericht wurde einiges aus dem Bereich Feuerwehrtechnik vermerkt. Die Jugendlichen waren aber auch in Sachen Umwelt sehr aktiv, pflanzten zusammen mit Jägerschaft, Naturschutzbund sowie dem Bund für Umwelt und Naturschutz eine Hecke von rund einem Kilometer Länge am Gut Schwöbber. Insgesamt wurde eine Leistung von 2772 Dienststunden aufgeführt.
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NDZ - Bad Münder - 07. März
"Quasselei, die uns nicht weiter bringt"
Bad Münder (mf).
Wie stark sollen Vereine, Verbände und andere Interessengruppen an der Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes beteiligt werden? Über diese Frage wurde gestern Abend lebhaft im Planungsausschuss des Stadtrates debattiert.
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Gestern nun legte die Stadtverwaltung einen Fahrplan für das aufwändige Prozedere vor. Danach soll das eigentliche Verfahren im November 2004 beginnen. Schon frühzeitig will die Verwaltung in sieben Fachgremien einer sogenannten Lenkungsgruppe neben Kommunalpolitikern auch Vereine, Verbände und andere Interessengruppen (z.B. Heimatbund, Kirchen, NABU, GeTour) in den Entscheidungsprozess einbeziehen. Eine Idee, die im Ausschuss auf breiten Widerstand stieß.
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DWZ - Hameln - 06. März
Das Trompeten geht weiter: 20000 Kraniche im Anflug
Hameln/Weserbergland (ey).
In der Nacht zu Montag machten sie viele Hamelner mit ihren typischen Trompetenlauten wach, doch das war erst der Anfang: Für Mitte März werden über 20000 Kraniche erwartet, die größtenteils über das Weserbergland Richtung Norden fliegen werden.
Dietmar Meier, Artenschutzreferent beim Naturschutzbund (NABU) Hessisch Oldendorf, ist zurzeit in ständigem Kontakt mit dem Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf (Rügen). Die neuesten Erkenntnisse: "Auf einem bekannten Rastplatz der Zugvögel zwischen Andorra und Barcelona, südlich der Pyrenäen, ist die Zahl der Kraniche ab dem 27. Februar bis zum 2. März von 210 auf über 22500 angestiegen. Sie hatten sich dort versammelt und sind in Dutzenden von Zugscharen jetzt unterwegs Richtung Norden. Je nach Wetterlage wird ein Großteil der Tiere zwischen dem 10. und 20. März überm Weserbergland erwartet."
Meier hatte auch den Kranichzug am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag beobachtet: "Allein am Sonntagabend waren es zwölf Ketten, nachts kamen weitere. Es müssen um die 20000 Vögel gewesen sein, die über das Weserbergland hinweg geflogen sind", so Meier. Viele von ihnen machten Rast in der Region.
Weil die Kraniche - sie orientieren sich auf ihrem Flug aus der Extremadura (Spanien) und Nordafrika zu den Brutstätten im Norden (vor allem Skandinavien) an den Sternen und fliegen deshalb nachts - in so großer Anzahl erwartet wurden, hatte der Naturschutzbund Hessisch Oldendorf vorsichtshalber den Flughafen Hannover-Langenhagen gewarnt. "Man hat diese Information dankend angenommen, und wenn wir genau wissen, wann die nächste große Vogelschar den Weserraum erreicht, werden wir den Flughafen wieder informieren. Sicher ist sicher", sagt Meier.
Die vielen Zugvögel, die am Sonntagabend und nachts über Hameln und das Umland hinweg geflogen waren, kamen aus der Nähe der Ardennen. Dort - in Lac du Der (Champagne) - hatten sich laut Kranich-Informationszentrum rund 21000 Vögel vom 16. bis 23. Februar versammelt.

 

NDZ - Bad Münder - 25. Januar
Landtagskandidaten verdeutlichen in Diskussionsrunde ihre Positionen
Bad Münder (gö).
Der Termin der Landtagswahl am 2. Februar - jetzt starten die Parteien und Kandidaten zum Endspurt durch. So geschehen gestern Abend auch im Hotel "Deutsches Haus". Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Ortsgruppe "Sünteltal", hatte die Landtagskandidaten des Wahlkreises 25 zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.
Ziel des Abends war es, den Bürgern der Badestadt Entscheidungshilfen für die Wahl durch die Aussagen der Kandidaten von SPD, CDU, Bündnisgrüne und FDP unter dem Schwerpunkt Umwelt- und Naturschutz zu geben. Moderiert wurde die Diskussion von NABU-Mitglied Dr. Helmut Burdorf. Ein bunter Kreis von Zuhörern konnte erleben, wie sehr gerade Thomas Schröder (Bündnisgrüne) sich gegen das angekündigte Meditationsverfahren in Sachen Gesteinsabbau im Dachtelfeld ausgesprochen hatte. "Ich halte dies für eine überflüssige Verschwendung von Steuergeldern und werde ich im Falle meiner Wahl dafür einsetzen, dass diese Projekt endgültig aufgegeben wird."
Für den Landtagsabgeordneten aus Bad Münder heißt es einzig: Verzicht auf zusätzlichen Gesteinsabbau in der heimischen Region. So komme gerade das Dachtelfeld im Süntel aus sehr überzeugenden Gründen nicht als neue Abbaufläche in Betracht. Im Übrigen beruhe der von der Steinbruch-Lobby angekündigte Versorgungsnotstand mit mineralischen Baustoffen auf äußerst optimistischen Annahmen.