DWZ - Hameln-Pyrmont - 09. November
Mit schrillem Ruf übers Land
Weserbergland (dm).
Mit schrillen, trompetenartigen Rufen ziehen sie zu Tausenden in langen Ketten über das Weserbergland. Bei einsetzendem Bodenfrost und günstigen kalten Nordost- oder Ostwinden brachen Anfang November die meisten der im Bereich der Müritz und der Rügen-Bock-Region rastenden Kraniche zum Zug nach Spanien auf.
Ihr Zug wurde unterbrochen, als sie an der Elbe in die niederschlagsreichen atlantischen Tiefausläufer hineinflogen. Nur wenige zogen in den letzten Tagen durch die Schlechtwetterfront. So legten viele Kraniche im Bereich der Elbe eine Zwangspause ein. Bei anhaltendem Ostwind und weiterhin kalter Witterung mit guten Sichtverhältnissen setzten sie zu Beginn der Woche zu Tausenden ihren Zug gen Süden fort.
Das Weserbergland wurde am Dienstag in den Mittagsstunden auf breiter Front überflogen. Die Anzahl beträgt nach Schätzungen des Naturschutzbundes rund 12000 bis 18000 Vögel. Über dem nordhessischen Raum bei Kassel wurden durch das zeitgleiche Eintreffen der brandenburgischen Zugscharen mit denen aus der Rügen-Bock-Region die Schar noch stärker. "Der Zug ist noch nicht abgeschlossen. Es handelt sich jetzt zumeist aber nur noch um Nachzügler", sagt Dietmar Meier vom NABU.
Das Weserbergland wird im Herbst von Kranichen nicht so häufig überflogen wie im Frühjahr. Gründe dafür sind der im Herbst 40 bis 60 Kilometer weiter südöstlich verlaufende Zugkorridor und die Ostverdriftung der Kraniche durch die Westwinde. So war der Herbstzug der Kraniche dieses Jahr ein Naturschauspiel besonderer Art. Die schrillen Rufe der Kraniche wurden vereinzelt durch das hastige Geschnatter arktischer Wildgänse unterbrochen, die aus den Polargebieten an den Niederrhein ziehen.

 

NDZ - Bad Münder - 30. Oktober
Beweis: Äpfel kann man auch trinken
Eimbeckhausen (ewi).
Apfelsaft nicht aus der Flasche oder aus dem Tetrapack sondern selber aus frischen Vitaminspendern hergestellt, das war für die
Grundschüler in Eimbeckhausen schon ein ganz besonderes Erlebnis.
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Der Projekttag rund um den Apfel und im Zeichen der gesunden Ernährung bereitete den Kindern große Freude und sie waren mit Eifer bei der Sache.
Ein Dankeschön der Schulleitung ging an die Eltern für die Äpfel aber besonders auch an den Naturschutzbund (NABU), der die
Saftpresse kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 23. Oktober
Hans Arend mit Verdienstorden geehrt
Hessisch Oldendorf (pj).
In einer Feierstunde im Sitzungssaal des alten Amtsgerichtsgebäude am Kirchplatz überreichte der stellvertretende Landrat Klaus Arnold den Niedersächsischen Verdienstorden an Hans Arend. Gewürdigt werden damit "seine großen Verdienste um den Natur- und Vogelschutz".

"Als Ausgezeichneter müssen Sie sich doch jetzt ganz ausgezeichnet fühlen", flachste Bürgermeister Heinz Beißner, nachdem der Landrat dem engagierten Natur- und Vogelschützer den Verdienstorden angeheftet hatte. Klaus Arnold erinnerte daran, wie wichtig die Arbeit für den Naturschutz ist. "Immer mehr Menschen leben auf dieser Welt, ein Drittel ohne einwandfreies Trinkwasser", führte er aus.  Arnold sprach die Globalisierung an, und fragte, wieweit man eigentlich gehen darf - was dürfen wir verbrauchen, was muss erhalten bleiben?" Nur wir alle können dafür sorgen, dass die Welt weniger Schaden nimmt, betonte der Landrat.
Die Arbeit für den Natur- und Umweltschutz sei für Hans Arend immer "der Lebensmittelpunkt gewesen". Sein Name habe deshalb in der Region einen guten Klang, fügte Arnold an. Heinz Beißner beschreibt Hans Arend als einen Mann "mit ruhiger, besonnener Ader, der anderen hilfreich zur Seite steht". Es sei eine große Freude, dass mit Hans Arend ein Einwohner der Stadt Hessisch Oldendorf mit dem Niedersächsischen Verdienstorden ausgezeichnet wird, der längst nicht so oft vergeben werde, wie das Bundesverdienstkreuz, sagt das Stadtoberhaupt.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die für den Gewässerschutz vergeben wurden, seien Hans Arend zu verdanken. Und noch einmal scherzte der Bürgermeister, als er feststellte, dass "man sich noch darüber streitet, ob Hans Arend oder Dietmar Meier sie Störche Adebar und Adele 1990 in die Stadt gelockt habe - heute jedenfalls braucht die Stadt fleißige Störche, um die Einwohnerzahl zu halten". Hans Arend habe "sich um Natur- und Vogelschutz gekümmert, als es noch nicht in Mode war", so Beißner. Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Vogelschutzbundes und später des Naturschutzbundes habe immer gut mit der Stadt zusammengearbeitet, sagte Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann.
Olaf Tschimpke, der Vorsitzende des NABU-Landesverbandes, strich heraus, dass Hans Arend "seit 14 Jahren dem Landesvorstand angehört und an einer riesigen Zahl von Projekten beteiligt war". Große Verdienste habe er sich als Schatzmeister erworben, als solcher sei er maßgeblich am Aufbau des Verbandswesens beteiligt gewesen. "Hans Arend war ein Schatzmeister, der auch einmal etwas riskierte, ohne das viele große Projekte nicht hätten verwirklicht werden können", lobte Olaf Tschimpke.

 

DWZ - Emmerthal - 07. Oktober
Wie vor Einzug der Maschinen auf dem Lande gearbeitet wurde
Börry (bin).
Ein Publikumsmagnet an diesem Wochenende war ganz bestimmt das Erntedankfest im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry. Der Strom an Zuschauern riss nicht ab. Und auch in diesem Jahr wurden den Gästen ganz besondere Attraktionen geboten.
Zuschauen und staunen hieß es bei den Handwerkern, die ihr Können vorführten. Bei einigen konnten Interessierte sogar mitmachen. So war es zum Beispiel möglich, bei Susanne Singer und Ulrike-Renate Schmidt die Grundzüge des Klöppelns zu lernen. In der Spinnstube bei Annelore Schilling und Sabine Gattermann konnten die Zuschauer selbst ein wenig spinnen. Oliver Gockel und Thomas Jürgens vom Naturschutzbund Emmerthal bauten mit den Kindern kleine Futterhäuschen.
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DWZ - Hameln - 31. August
Morgen ist Tag des Friedhofs
Hameln (CK).
Morgen findet auf dem Friedhof Wehl und auf dem jüdischen Friedhof an der Deisterstraße von 11 bis 17 Uhr der "Tag des Friedhofs" statt.
Diese Art Ausstellung wird vom Grünflächenamt der Stadt und zahlreichen Organisationen veranstaltet. Teilnehmer sind die Steinmetzbetriebe, die Friedhofsgärtnereien, Bestattungsunternehmen, Floristen, Seniorenbeauftragte, Naturschutzbund, Verwaiste Eltern, Volksbund Kriegsgräberfürsorge, Kirchen, Jugendwerkstatt, Religionsgemeinschaften und der Hospiz Verein.
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DWZ - Hessisch Oldendorf - 27. August

Wasserfledermäusen auf der Spur
Hessisch Oldendorf (gro).
Zwei Videolehrfilme und eine Diashow wurden über 20 Teilnehmern in der Realschule während der Fledermausnacht des
Naturschutzbundes gezeigt. Es folgte eine zweistündige Exkursion in der Dunkelheit unter Leitung von Hans-Jürgen Wissel, bei der er und seine Helfer den Interessierten die nachtaktiven Jäger zeigten.
Mit Ultraschal, für das menschliche Ohr nicht hörbar, jagen 17 Fledermausarten in Niedersachsen in der Nacht nach Insekten. Ihre
Biologie und Lebensweise wurde in der Fledermausnacht des Naturschutzbundes in der Realschule vorgestellt. "Für die Tiere ist eine intakte Landschaft mit Bäumen, Wiesen und naturbelassenen Bächen und Flüssen lebenswichtig", betont Hans-Jürgen Wissel, der seine Ausführungen mit Dia-Beispielen untermauerte. In einer ausgeräumten Landschaft finde sich kaum einer der interessanten Jäger. Besonders wichtig sei es, dass die kleinen Kobolde geeignete Unterschlupfmöglichkeiten für den Tag haben.
Wissel erklärt, wie solch eine Behausung beschaffen sein muss. Bevorzugter Schlafraum von Fledermäusen sind Dachböden, die
wenig begangen werden. Durch ganz schmale Spalten finden die Tiere Einlass und verschlafen dort wie auch in alten Spechthöhlen von Hartholzbäumen, künstlichen Bergstollen oder Naturhöhlen den Tag. "Häufig nutzen sie auch aufgehängte Schützenscheiben", sagt Wissel. Zwischen Scheiben ist oft so viel Platz, wie die Fledermäuse zum Aufhängen brauchen. Der Vorsitzende der Naturschutzbund-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf empfiehlt, Flach- und Rundkästen an Häusern anzubringen, um den Tieren zu helfen. Die Fledermäuse nehmen gern diese Kasten an. wenn sie frei von Zugluft sind.
"Hat man eigentlich schon erforscht, warum Fledermäuse nur an den Füßen hängend schlafen?", wollte eine Teilnehmerin der
Exkursion wissen. Auch Hans-Jürgen Wissel wusste darauf keine Antwort und sagte, dass noch keine Untersuchung vorliege. Die Exkursion führte an den Teich vor dem Münchhausen-Schloss. Schon nach kurzer Zeit konnte eine Wasserfledermaus beobachtet

werden, die im Tiefflug über den Teich segelte. Mit Handscheinwerfern wurde ihr Jagen nach Insekten verfolgt und ihre Echolotrufe im Bereich von 15 Kilohertz mit einem Detektor für die Fledermausfreunde hörbar gemacht.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 21. August
Fledermausnacht mit Vortrag und Exkursion
Hessisch Oldendorf (pj).
Trotz des gestiegenen Interesses hat sich nichts geändert: Immer noch stehen alle 17 niedersächsischen Fledermausarten auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Auf die Problematik will der NABU bei der Fledermausnacht am kommenden Freitag aufmerksam machen.
Sie heißen Abendsegler, Breitflügel-, Wasser- oder Zwergfledermaus. Sie lieben die Dämmerung und sie sind die Stars der sechsten Europäischen Fledermausnacht, die vom NABU und Eurobats, der Koordinationsstelle für den europäischen Fledermausschutz, am kommenden Wochenende veranstalten wird. "Auch wenn Fledermäuse in den letzten Jahren, zumindest was ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit angeht, große Fortschritte gemacht haben, muss noch viel getan werden," erklärte Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe und spielt damit auf die beängstigende Bestandssituation der sensiblen fliegenden Kobolde der Nacht an.
"Fledermäuse sind in! Das haben unsere drei Fledermausexkursionen im Rahmen der Ferienpassaktion 2002 mit über hundert Kindern und ebenso vielen Erwachsenen gezeigt", berichtet Gerhard Rehbein, Fledermaus-Experte bei der NABU-Ortsgruppe. Höhepunkt des Fledermausjahres ist seit sechs Jahren die Europäische Fledermausnacht. In 20 europäischen Staaten werden Veranstaltungen angeboten. Unter der Schirmherrschaft von Eurobats, in Deutschland veranstaltet vom NABU, versuchen die Ortsgruppen Vorurteile und Falschinformationen auszuräumen.
Der Naturschutzbund Hessisch Oldendorf lädt für Freitag, 23. August, zu einem Dia-Vortrag für Erwachsene und einer Videovorführung für Kinder ein, die um 20 Uhr in der Realschule stattfindet. Anschließend wird eine Exkursion zu den Fledermausjagdrevieren angeboten. Der Eintritt ist frei.

 

DWZ - Bad Münder - 17. August
Traum von Biotopen: Studenten nehmen Böbberbach unter die Lupe
Bakede (af).
Der Böbberbach, der ein wichtiges Element in der Landschaft darstellt, fließt an den meisten Bereichen nicht mehr in seinem ursprünglichen Bett. Vorschläge, wie man trotzdem im Sinne von Naturschutz die Umgebung des Böbberbaches verbessern könnte, sollen bei der nächsten Ortsratsitzung aufgegriffen werden. Acht Studenten der Universität Hannover mit dem Studienfach Landschafts- und Freiraumplanung hatten als Teil einer Projektarbeit die Böbberbach-Niederung zwischen dem Bahnhof Hamelspringe und Böbber unter die Lupe genommen und ihre Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung in Bakede vorgestellt. So hatten sie unter anderen eine Untersuchung vorgenommen, in der der Böbberbach mit Werten von "naturnah" über "verändert" bis "vollständig verändert" eingeteilt wurde. Ergebnis: Der Bach ist sowohl im Norden als auch im Süden im Laufe der Zeit sehr stark verändert und begradigt worden. Es seien kaum natürliche, mäandrierende Stellen zu finden. Von besonderer Bedeutung wäre auch die Umgebung des Baches. So befinden sich laut der Studentin Stefanie Meyer viele große Ackerflächen an den an den Bach grenzenden Gebieten. Es wäre wünschenswert, diese langfristig in Grünland umzuwandeln: "Man könnte großflächige Biotope schaffen und Nasswiesen ausweiten. Auch Streuobstwiesen würden die Strukturvielfalt vergrößern und einen Lebensraum für Insekten und Tiere bieten".
An einem Teil des Baches aber wird der Naturschutz bereits vorbildlich betrieben. Der örtliche Naturschutzbund (NABU) hat dort seit dem Erwerb des Grundstücks vor zwanzig Jahren außer auf Weiden, Hecken und zwei Teiche auch auf Feuchtwiesen gesetzt. Begrast werden die Wiesen mit schottischen Galloway-Rindern und Schafen.
Die Grundstücke der Böbberbach-Niederung gehören außer dem NABU Privateigentümern, der Stadt Bad Münder und der Unteren Naturschutzbehörde Hameln-Pyrmont. Die Studenten haben eine Prioritätenliste entwickelt, in der zum Kauf einiger besonders vielversprechenden Stellen geraten wird. Rainer Halbauer, Fachdienstleiter der Abteilung Naturschutz und Landwirtschaft des Landkreises, zeigte sich angetan von der Arbeit der Studenten: "Jetzt haben wir ein Konzept in der Tasche, was Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen anbelangt. Jetzt stehen wir vor der Aufgabe, diese Konzept umzusetzen. Aber das geht nicht von heute auf morgen und es erfordert vor allem Geldmittel". Er könne sich vorstellen, dass NABU, Landkreis und die Stadt Bad Münder Gebiete anpachten, um die Maßnahmen umzusetzen. "Aber erst geht es darum, mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen." Auch Oberbürgermeister Rolf Wittich fand Gefallen an den Vorschlägen. Er habe bereits daran gedacht, einen Wanderweg in Nähe des Baches anzulegen, der sich auch mit dem Naturschutz vereinbaren ließe. Jetzt soll das Thema bei einer Ortsratssitzung im Oktober angeschnitten werden, zu der die Studenten ebenfalls eingeladen werden.

 

DWZ - Emmerthal - 20. Juli
Mit großem Eifer dabei
Emmerthal (gm).
Die Naturschutzbund-Ortsgruppe Emmerthal lud die Ferienkinder in den Werkraum der Kirchohsener Grundschule ein, um Futterhäuschen für den kommenden Winter zu basteln.
Oliver Gockel, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe, hatte bereits Bausätze aus Fichten- und Birkenholz vorbereitet, um den Kindern die Arbeit zu erleichtern. Zunächst wurde die wetterfeste Bodenplatte mit einer Futterschutzreling versehen, danach wurden die Seitenstreben und die Dachgiebel montiert. Mit Hammer, Feile, Leim und Akku-Schrauber wurde zweieinhalb Stunden eifrig gearbeitet und jedes der 15 Kinder hatte am Ende sein eigenes Futterhaus gebastelt.
Neben Oliver Gockel gingen Erich Röttger und Tom Jürgens von der NABU-Ortsgruppe den Hobbyhandwerkern hilfreich zur Hand. Dann fehlte nur noch das Dach. "Einige Kinder haben witterungsbeständige Farbe verwendet, andere haben ihr Futterhäuschen mit Dachpappe versehen", berichtet Gockel, "eine schöne und natürliche Bedachung ist aber die Verwendung von Stroh oder Tannengrün".

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 28. Juni
Meier: Familie Adebar sorgt für Sensation - vier junge im Nest / Neue Storchendame kommt aus dem Elsass / Gutes Nahrungsangebot
Hessisch Oldendorf (pj/dm).
Nach dem Rückschlag im vergangenen Jahr, als kein Jungvogel ausflog, sorgt das Storchenpaar diesmal für den Ausgleich, freut sich Storchenvater Dietmar Meier. "Es ist eine Sensation. Vier Junge zieht das Storchenpaar groß und das ist noch nicht alles", erklärt der Fachmann.
Seit einigen Tagen recken junge Störche ihre Köpfe über den Rand des Horstes auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei an der Ecke Lange Straße/Mühlenbachstraße/Münchhausenring. Wer sich Zeit nimmt, kann sogar beobachten, dass die jungen Vögel erste Flugübungen machen. Anwohner erzählen, dass zwei oder drei Jungvögel im Nest sitzen. Storchenvater Dietmar Meier weiß es besser: "Vier Junge sind es." Er hat aber noch eine Neuigkeit: "Adebar hat sich eine neue Storchendame gesucht." Die Neue ist beringt.
Altvögel nicht stören
Zurzeit befinde sich die Storchenfamilie in der Phase der "bewachten Jungenaufzucht". Nach dem Schlüpfen der Jungen dauert sie vier Wochen. In dieser Zeit hält sich ständig ein Altvogel auf dem Horst auf. Er sorgt für den Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung, vor Kälte und vor Regen. "insgesamt hat sich für dieses Jahr eine günstige Konstellation ergeben", sagt Dietmar Meier. "Die Witterung war warm, die Feuchtwiesen nass und es gibt genug Nahrung. Bleibt das so, ist damit zu rechnen, dass alle vier Jungstörche durchkommen und Anfang August das Nest verlassen", fügt der Storchenvater an.
Auf den Ring angesprochen, den die Storchendame trägt, erklärt Meier: "Sie hat diesen am rechten Fuß. Der Form nach stammt er aus dem Elsass. Die Nummer habe ich noch nicht feststellen können, bin aber guten Mutes, sie in den nächsten Wochen mit Hilfe eines Spektives ablesen zu können." Im Elsass in der Nähe von Riquewihr gibt es einen Storchenpark, in dem jedes Jahr viele Jungvögel heranwachsen, beringt werden und sich auf den Weg in andere Brutgebiete machen.
Seit 1990 ist der Storchenhorst auf dem Schornstein der alten Molkerei durch ein Storchenpaar besetzt. Adebar und Adele zogen schon einige Jungvögel groß. Laut Storchenstatistik sollte ein Paar jedes Jahr zwei Junge aufzuziehen. "Unsere Störche kommen aber nur auf 1,7 Jungtiere", so Meier. Die vier Jungvögel diese Jahres dürften nicht darüber hinweg täuschen, dass in der Umgebung Hessisch Oldendorfs zu wenig Feuchtgrünland gibt.
In diesem Jahr trug insbesondere die überflutete Tonkuhle in Rumbeck zur Deckung des Nahrungsbedarfs bei. "Dort standen die Störche fast bis zum Bauch im Wasser und es quakte überall", erklärt Dietmar Meier. Jetzt sind die Altvögel des Öfteren auf Nahrungssuche hinter dem Industriegebiet am Steinbrinksweg und in der Nähe von Krückeberg zu sehen. An die Beobachter richtet der Storchenvater die Bitte: "Den Altvögeln nicht zu nahe kommen, um sie nicht bei der Futtersuche zu stören."

 

DWZ - Emmerthal - 15. Juni
Frenke ist das schönste Dorf im Kreis
Hameln-Pyrmont (pj).
"Es ist insbesondere die bauliche Gestaltung, die Entwicklung und die Erhaltung, die in Frenke überzeugten. Dazu kommt das kulturelle Leben - da ist Power drin", strich die Kommissionsvorsitzende Godula Gericke gestern bei der Bekanntgabe der Siegerliste heraus.
Sie schwärmte förmlich von der "freudigen Stimmung bei den 70 bis 80 jungen und älteren Einwohnern", die am Mittwoch erstmals die Kommission begrüßten. Zehn der elf Mitglieder der Jury hatten das 129-Seelen-Dorf Frenke in der Gemeinde Emmerthal auf den ersten Platz gesetzt. Neben den Politikern Godula Gericke und Fritz Schnelle (CDU), Christa Bruns und Hartmut Binder (SPD), Helmut Zeddies (FDP), Helmut Schmiedekind (Grüne) gehörten Ilse Amelung (Landfrauen), Karl-Johann Stukenbrock (Landvolk), Hans Arend (NABU), Jürgen Bosse (Naturschutzbeauftragter Landkreis) und Rainer Halbauer (Leiter der Unteren Naturschutzbehörde) zu denen, die an drei Tagen das Schöne und das verbesserungsbedürftige in den Dörfern bewerten.

 

DWZ - Hameln - 10. Juni
"Reden ist gut - Handeln ist notwendig": 10 Jahre Umwelttag
Hameln (scr).
Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es den Hamelner Umwelttag, an dem sich in diesem Jahr 25 verschiedene Gruppen mit vielfältigsten Aktivitäten beteiligten. Zum aktiven Mitmachen forderte Bürgermeister Rolf Bremeyer alle Besucher auf, denn in diesem Jahr stand der Umwelttag unter dem Motto "Reden ist gut - Handeln ist notwendig".
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Der BUND und der NABU informierten über den allgemeinen Pflanzenschutz. Hier konnten sich die Besucher an der eingerichteten Igelberatungsstelle über die stacheligen Gesellen informieren.

 

NDZ - Bad Münder - 15. April
Die Münderaner kämpfen weiter
Bad Münder (ewi).
Der Kampf um den Erhalt des Wesergebirges und damit auch des Dachtelfeldes geht weiter. "Wir lassen nicht locker", sagt dazu die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Wesergebirge, Elke Reineking.
Nach dem Sternmarsch zum Dachtelfeld vor einer Woche fand nun am vergangenen Sonnabend auf dem Marktplatz in Rinteln eine Protestkundgebung statt. "Wenn wir uns nicht wehren, ist irgendwann das gesamte Weserbergland und damit auch der Süntel durch den Gesteinsabbau zerstört", befürchten auch die Münderaner, die sich in Rinteln mit einem Mini-Aufgebot solidarisch zeigten. Neben dem Dachtelfeld an vorderster Stelle stehen auch der Reisenberg, der Mönchsberg, der Ohrberg, die Luhdener Klippen und Hainholz auf der Liste der potentialen Abbaugebiete. Unter dem Motto "Von uns gibt es keinen Berg mehr" geht der Kampf gegen den Gesteinsabbau im Wesergebirge weiter. Denn die Heimat und die kostbare Landschaft als wichtiges Naherholungsgebiet darf nicht zerstört werden. Zur Problematik des "Gesteinsabbaus im Wesergebirge" findet am Mittwoch, 17. April, im Natur- und Umweltzentrum in Rinteln, Groß-Wartenberger Straße, ein Vortrag statt. Referentin vom Naturschutzbund (NABU) ist Ursula Helmhold. Alle Interessieren sind dazu eingeladen.

 

DWZ - Bad Münder - 02. April
Dachtelfeld: Auch der NABU hat Bedenken
Bad Münder (hm).
Auch die Ortsgruppe Bad Münder im Naturschutzbund (NABU) hat schwere Bedenken gegen einen Gesteinsabbau im Dachtelfeld. Sie befürchtet einen schweren Eingriff in den Naturhaushalt, wie der Vorsitzende anlässlich der Jahreshauptversammlung betonte.
Der Naturschutzbund habe schon im Jahr 2001 - auf Anforderung der Landesregierung - zum Landesraumordnungsprogramm in einer Stellungnahme seine Bedenken gegen die umstrittenen Pläne abgegeben. "Wir sehen hier vor allen Dingen auch einen schweren Eingriff in den Naturwasserhaushalt, denn in der Gegend liegen sehr viele Quellen", so Großmann. Seine Befürchtung: Die Bäche könnten austrocknen.
An der Jahreshauptversammlung der "Gruppe Sünteltal" nahm nur ein Dutzend der insgesamt 450 Mitglieder teil, um die Berichte des Vorstandes entgegen zu nehmen. Großmann konnte mit einigen Umweltaktionen aus dem letzten Geschäftsjahr aufwarten. Dazu gehörten die Pflege von Grünflächen und Gewässern, das Freischneiden von Büschen an Bachläufen sowie die Kröten- und Molchsammlung während der Laichzeit im Frühjahr.
An einem der Krötenzäune wurden allein über 4000 Tiere eingesammelt und zu ihren Laich-Gewässern gebracht. Auch der neu errichtete Fangzaun unterhalb des Deisters hat sich bewährt. Die Rekultivierung der Teiche hinter dem Avacon-Gelände, die aufgrund des früh einsetzenden Winters nicht vollendet werden konnte, wird in diesem Jahr beendet werden. Hier soll außerdem noch eine Hecke zum Schutz des Teiches gepflanzt werden. Der größte Wunsch des NABU: Die Stadt soll das Gelände als Ausgleichsfläche erwerben. So könnte verhindert werden, dass dieses Areal privat genutzt wird und dadurch für die Kröten verloren geht. Außerdem wurden Streuobstwiesen gepflegt und der Kauf einer Apfelpresse für den Unterricht an den Schulen ermöglicht.
Zurzeit arbeitet der NABU Bad Münder an einem Baumkataster, das noch in diesem Jahr fertig werden und dann der Stadt zur Verfügung gestellt werden soll.

 

NDZ - Bad Münder - 23. März
BBS-Schüler engagieren sich für die Umwelt
Bad Münder (ndz).
An drei Stellen im Gebiet der Stadt Bad Münder werden vom Naturschutzbund (NABU) jedes Jahr im Frühling Maßnahmen zum Schutz der wandernden Kröten ergriffen. Um die Bevölkerung vor Ort über diese Maßnahmen zu informieren fertigten die Berufsschüler des Berufsgrundbildungsjahres Bau der BBS Springe drei Informationstafeln und bauten sie auf.
An der Alten Ziegelei und an der Zigeunerbuche in Bad Münder errichtet der NABU alljährlich für die wandernden Kröten Schutzzäune. Die Kröten werden durch die Zäune am Kreuzen der Straße gehindert, müssen aber durch die Helfer jeweils abends und morgens eingesammelt und über die Straße getragen werden.
Dieses aufwändige Verfahren ist in Nienstedt auf der Höhe des Landschulheimes nicht mehr erforderlich. Hier wird die Straße zwischen Nienstedt und Messenkamp zur Zeit der Krötenwanderung durch die Straßenverkehrsbehörde in den Nachtstunden gesperrt. Beide Maßnahmen stoßen bei einem Teil der Bevölkerung auf Unverständnis.
Deshalb sannen die Mitarbeiter des NABU auf Abhilfe. Es sollten an den Orten der Krötenwanderung Informationstafeln aufgestellt werden. Dies wurde durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Gruppen ermöglicht. Die finanziellen Mittel für die wetterfesten Kunststoff-Informationstafeln stellte der Laufreff Bad Münder. Es waren noch Gelder der Sparkasse Weserbergland, die diese anlässlich des Söltjerlaufes 2000 gespendet hatten, vorhanden.
Das erforderliche Holz lieferte unentgeltlich die Reihebürgschaft Bad Münder. Fehlten also nur noch Handwerker, die aus den Rohmaterialien konstruktiv und optisch vernünftige Ständer bauen konnten.

Dies war genau die richtige Aufgabe für das Berufsgrundbildungsjahr Bautechnik der BBS Springe. Den Vorschlag des Politiklehrers Heinz Osterkamp griffen die Schüler begeistert auf. Auch der Fachpraxislehrer Christoph Feise, selbst ein passionierter Jäger und Naturschützer, befürwortete die Maßnahme, passten die Arbeiten doch genau in den Lehrplan.
So konnten dann nach Rücksprache mit der Schulleitung die Informationstafeln im Rahmen des Unterrichtsprojektes gebaut werden: Im Politikunterricht wurde über die Notwendigkeit und Möglichkeiten des Naturschutzes und über die einzuschaltenden Behörden gesprochen. Die Erarbeitung der konstruktiven Grundlagen stand im Mittelpunkt des Fachtheorieunterrichtes.
In der Bauhalle wurden dann mit großen Eifer die drei Informationstafeln gefertigt. Nachdem die Anker an Ort und Stelle von den Schülern einbetoniert waren, konnten eine Woche später die Tafeln montiert werden. "So etwas müssten wir öfter machen. Das hat richtig Spaß gemacht!", meinte Stefan, und seine Mitschüler stimmten ihm zu.

 

DWZ - Hameln - 13. März
Pflanzaktion in Schwöbber
Schwöbber (pj).
Jäger, die in den Revieren rund um Aerzen jagen, Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Hameln, Mitglieder von BUND und NABU pflanzen auf einem sechs Meter breiten Feldstreifen oberhalb von Schwöbber Tausende Büsche und standortgerechte Laubbäume. Bio-Landwirt Reinhard Bade stellt die Fläche zur Verfügung.
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DWZ - Hameln - 12. März
Vorsicht, Autofahrer: Kröten wandern wieder
Hameln (wa).
Die Temperaturen steigen wieder - und sorgen für Frühlingsgefühle bei Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern. Die Amphibien werden besonders an Abenden mit feuchter und milder Witterung aktiv. Für Autofahrer heißt das ab sofort: Fuß vom Gas! Damit die Kröten am Leben bleiben.
Wo die größten Gefahrenstellen sind und was die Stadt sowie besonders die ehrenamtlichen Helfer unternehmen: Wie bereits in den vergangenen Jahren, muss der Verbindungsweg zwischen der Holtenser Landstraße und dem Ortsteil Rohrsen ab sofort täglich zwischen 19 und 6 Uhr gesperrt werden. Die Zufahrt zum Forsthaus Heisenküche von der Holtenser Landstraße bleibt frei. An den Riepenteichen und Wiengrundteichen (Zufahrt zum Klüt) werden Helfer des Naturschutzbundes (NABU) die Amphibien aufsammeln und an den Teichen absetzen. Damit der Schutz der Amphibien nicht zu einer Gefährdung der Helfer führt, bittet Friedel Rädecker vom NABU die Autofahrer: "Beschränken Sie die Fahrten zum Klüt auf ein notwendiges Maß und nutzen Sie möglichst die Strecke über den Finkenborner Weg".
Am "Schlägers Teich" richtet die Stadt eine Absperrung ein; nur Anlieger und Gäste können weiter zum Bismarkturm fahren. Der NABU sucht noch Helfer, die sich am Amphibienschutz beteiligen möchten. Auskünfte gibt Friedel Rädecker unter der Telefonnummer 1 36 71. Für Hinweise auf Amphibienvorkommen und -wanderungen ist auch die Untere Naturschutzbehörde dankbar. Ansprechpartner ist bei der Stadtverwaltung Christian Wiemeyer unter Telefonnummer 202 - 4 71.
Eine Kennenlern- und Mitmachaktion zur Krötenwanderung ist am Freitag, 15. März, geplant. Treffpunkt: 19:30 Uhr an den Wiengrundteichen.

 

NDZ - Bad Münder - 12. März
NABU: "Schon 2001 Bedenken gegen Gesteinsabbau geäußert"
Bad Münder (gö).
Das Thema "Geplanter Gesteinsabbau im Dachtelfeld" elektrisiert die sensible Einwohnerschaft in Bad Münder. Der bemerkenswerte gute Zuspruch zu dem Stammtisch des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Ortsgruppe Sünteltal" belegte diese Einschätzung.
Der monatliche Stammtisch, der am Freitag Abend im Hotel "Deutsches Haus" veranstaltet worden war, fand nicht allein nur das Interesse der Mitglieder, sondern ebenso interessierte Gäste. Und dies an einem Abend, an dem mehrere Veranstaltungen miteinander konkurrierten. NABU-Vorsitzender Matthias Großmann hatte mit seinem Vorstandsteam für diesen Abend ein Thema ausgewählt, das sich wie ein roter Faden quer durch alle Interessenvertretungen und politischen Gruppierungen nicht nur im Deister-Sünteltal zieht.
Und mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Schröder (Bündnis 90 / Die Grünen) aus Bad Münder präsentierten die Gastgeber einen Referenten zum Thema "Geplanter Gesteinsabbau im Dachtelfeld", der seit Monaten in das Thema involviert ist.
Er erläuterte der Versammlungsrunde die näheren Hintergründe zu dem geplanten Vorhaben, die Schröder auch schon in öffentlichen Versammlungen und Demonstrationen in Langenfeld dargelegt hatte (wir berichteten).
"Der Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe "Sünteltal", hat schon in seiner Stellungnahme vom Mai 2001 erhebliche Bedenken gegen die Ausweisung eines Vorranggebietes für Rohstoffgewinnung im Dachtelfeld angemeldet", betonte Anne Zuzmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in der NABU-Ortsgruppe.
Der Süntel ist ohnehin durch die bestehenden Abbaugebiete (Riesenberg, Hamelspringe und Rohden) betroffen. "Diese Gebiete haben jedoch nur die Hälfte der für das Gebiet 306 geplanten Fläche. Der NABU hat entschiedenen Einspruch gegen die Ermöglichung des Gesteinsabbaus im vorgesehenen Gebiet erhoben und fordert die Belange der Natur gebührend zu berücksichtigen"."
Aufgrund der derzeitigen Situation um die Abbaumengen in den vorhandenen Steinbrüchen und die erhebliche Dauer des Abbaus selbst sieht sich die NABU-Ortsgruppe in ihrer grundlegenden Ablehnung bestätigt und hält seine Bedenken aufrecht.
Die von einigen Initiatoren bereits begonnene Unterschriftenaktion gegen den Gesteinsabbau im Dachtelfeld wird vom Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe "Sünteltal" aktiv unterstützt.
So wollen sich die Mitglieder der Ortsgruppe an dem für Sonntag, 7. April, geplanten Sternmarsch, Eintreffen um 15 Uhr an der Dachtelfeldhütte, beteiligen. Die Gegner des geplanten Gesteinsabbaus im Dachtelfeld haben nicht ohne Grund diesen Termin gewählt. Nur zwei Tage später will sich das Landeskabinett mit dem umstrittenen Thema befassen und vermutlich schon einen Beschluss fassen.

 

DWZ - Bad Münder - 07. Februar
NABU arbeitet am Laichgewässer
Bad Münder (ewi/hm).
Seit Jahren kümmern sich die Mitglieder der Naturschutzbund-Ortsgruppe Sünteltal (NABU) um die heimische Natur. Dazu gehört auch die Fürsorge für Amphibien. Zurzeit sind die ehrenamtlichen Helfer damit beschäftigt, das Laichgewässer an der Süntelstraße zu sichern und zu erhalten.
Bereits an vier Wochenenden waren durchschnittlich 12 bis 15 Mitglieder dabei, die Tannen um den Teich zu räumen, zwei bis drei Wochenenden sind noch für die Restarbeiten erforderlich. Wenn die Zeit reicht, soll der Teich von Unrat, Wildwuchs und Baumresten gereinigt werden. Anschließend wird eine Hecke um den Teich gepflanzt. Zwei weitere kleine Teiche, die dicht angrenzen, sind inzwischen schon versandet, sollen aber wieder aufgearbeitet werden. "Ein Ersatzteich am Wald hat keine Entlastung für diese Teiche gebracht, die Frösche sind immer wieder hierher gekommen, trotz des fehlenden Sonnenlichtes, dadurch ist viel Brut verloren gegangen, denn das Wasser war auch durch das Nadelholz zu sauer geworden", berichtet Gerd-Dieter Walter vom NABU-Vorstand.
Das Laichgewässer ist in jedem Jahr Anlaufstelle für rund 3000 Kröten, Molche und Frösche. Etwa bei vier bis fünf Grad erwachen diese Tiere aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer. Da sie dabei eine Straße überqueren müssen, ist auch dort der Naturschutzbund gefragt, der dort seit 1990 regelmäßig im Frühjahr einen Amphibienschutzzaun baut. Über vier bis fünf Wochen werden täglich die Amphibien an der Sperre eingesammelt, sicher über die Straße gebracht und im Bereich des Teiches wieder ausgesetzt.
Die Ortsgruppe des Naturschutzbundes Sünteltal sucht für ihre Aktionen immer freiwillige Helfer. Wer beim Einsammeln der Amphibien helfen möchte, kann sich bei Anne Zuzmann unter Telefon 05042 / 5560 melden. An dem Amphibienprojekt sind auch die Grundschule Bakede sowie die Orientierungsstufe Bad Münder beteiligt. Am Dienstag, 26. Februar, 17 Uhr, findet in der Grundschule Bad Münder eine Informationsveranstaltung über die Amphibienwanderung statt.

 

NDZ - Bad Münder - 04. Februar
NABU-Arbeit am Laichgewässer
Bad Münder (ewi).
Seit Jahren kümmern sich die Mitglieder der Naturschutzbund-Ortsgruppe Sünteltal (NABU) um die heimische Natur. Dazu gehört auch die Fürsorge für Amphibien. So bauen die Mitglieder in jedem Frühjahr Fangzäune auf, um die Tiere vor dem Tod auf der Straße zu bewahren.
In den letzten Wochen haben sich die ehrenamtlichen Helfer daran gemacht, das Laichgewässer hinter dem Umspannwerk an der Süntelstraße zu sichern und erhalten.
Nach dem sie in den letzten Wochen zahlreiche Nadelgehölze gefällt haben, um den Lichteinfall zu vergrößern und das Erdreich vor einem weiteren Abrutschen sicherten, soll jetzt auch noch eine Hecke aus heimischen Gehölzen angepflanzt werden.
Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer die dort viele Arbeitsstunden investierten, tragen so zum Erhalt des Laichgewässers bei. Dieses ist in jedem Jahr Anlaufstelle für rund 3.000 Kröten, Molche und Frösche. Etwa bei vier bis fünf Grad erwachen die Tiere aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer. Da sie dabei eine Straße überqueren müssen, ist auch hierbei der Naturschutzbund gefragt. Seit 1990 bau er dort regelmäßig im Frühjahr einen Amphibienschutzzaun auf. Dieser wird dann für vier bis fünf Wochen täglich betreut. Jeden Morgen werden die Amphibien, die sich dahinter angesammelt haben, abgesucht und im Bereich des Teiches wieder ausgesetzt.
Wer bei dieser Aktion helfen will, kann sich bei Anne Zuzmann, (05042/5560), melden. Auch bei den weiteren Aufgaben des NABU sind Mitarbeiter immer willkommen. An den Amphibienprojekt sind auch die Grundschule Bakede sowie die Orientierungsstufe Bad Münder beteiligt. Am 26. Februar, um 17 Uhr, findet in der Grundschule Bad Münder eine Information in Sachen Amphibienwanderung statt. Dazu sind alle Interessierten eingeladen, besonders auch Kindergärten und Schulen.