DWZ - Hessisch Oldendorf - 27. November 1999
Adebars Freunde kletterten auf Drehleiter in luftige Höhe / Storchennest untersucht / Horst soll bis Frühjahr sturmsicher gemacht werden
Hessisch Oldendorf (sj).
Wenn die Weißstörche im Frühjahr in die Weserstadt zurückkehren, soll ihr Nest auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei für die Brut bereit sein. Die Hamelner Feuerwehr musste gestern mit einer Drehleiter anrücken, damit Fachleute das Nest inspizieren konnten.
Der starke Westwind hatte das Nest von Adebar und seiner Storchendame vor einigen Monaten verschoben. Nun sollte nachgesehen werden, ob der Horst genug Halt hat, damit die Störche im Frühjahr dort wieder Junge aufziehen können, ohne dass sie Gefahr laufen, mitsamt ihrer guten Stube vom Schlot zu fallen.
Storchenvater Dietmar Meier, Harald Baumgarten von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und Dr. Reinhard Löhmer, ehrenamtlicher Storchbetreuer aus Hannover, fuhren mit der Drehleiter der Hamelner Feuerwehr in rund zwanzig Meter Höhe. Wie der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, Rainer Halbauer, erklärte, "ist in den vergangenen Jahren viel getan worden, um den Lebensraum des einzigen im Landkreis Hameln-Pyrmont brütenden Weißstorchenpaares zu sichern". Adebar hat mit seiner Storchendame (Adele kam im letzten Jahr nicht mehr in die Weserstadt zurück - Adebar suchte sich deshalb eine neue Lebensgefährtin) seit 1990 schon etliche Jungtiere großgezogen. 1998 schlüpften drei Junge aus den Eiern, von denen ein Jungstorch im Spätsommer ins Winterquartier im warmen Süden davonflog.
Wie Rainer Halbauer ausführte, diente die Aktion, die von der Unteren Naturschutzbehörde in die Wege geleitet und finanziert wurde, auch wissenschaftlichen Zwecken. "Man wolle auch sehen, ob vielleicht Skelette verstorbener Jungtiere im Horst liegen". Da das Nest voller Schnee lag und die große Drehleiter nicht dicht genug herangefahren werden konnte, war ein klärender Blick in die Storchenkinderstube nicht möglich.
Das Nest konnte dennoch vermessen werden, und nun soll ein Schmiedemeister "Randkrallen" zur Befestigung am Kamin anfertigen. Bevor Adebar mit seiner Gattin im März/April zurückkehrt, soll ihr Heim selbst stärkeren Winden trotzen.

 

NDZ - Bad Münder - 26. November 1998
"Warum stehen hier nur noch Nullen herum?"
Bad Münder (sus).
Mit scharfer Kritik reagierte Sylvia Sopart, Mitglied des Umweltausschusses der Stadt Bad Münder für den NABU, auf die Ansätze im Haushaltsplan für 1999 zum Thema Natur- und Umweltschutz.
Die Verwaltung hatte im vorgelegten Entwurf nicht nur den Zuschuss von 4000 Mark an den NABU gestrichen, sondern auch die Umwelttage ausfallen lassen. Es gehe ihr nicht um den Zuschuss an den NABU, stellte Sylvia Sopart am Dienstag klar. Wenn aber nicht eine "müde" Mark in den Haushalt eingestellt werde, der für die Erhaltung der Umwelt verwendet werden solle, dann sei das schon skandalös, sagte Sylvia Sopart. Sie vermisst Vorschläge der Verwaltung zur Energieeinsparung, Umweltprogramme, Kosten für Pflanzmaterial und auch Zuschüsse. Die NABU-Gruppe, die allein im vergangenen Jahr 462 ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Naturschutz investiert habe, frage sich angesichts dieser "vielen Nullen im Haushaltsplan", ob ihre Arbeit noch Sinn mache. Den Ausschuss fragte sie, wie er sich bei diesen Zahlen überhaupt noch Umweltausschuss nennen könne? Unterstützung erhielt Sylvia Sopart von Grünen-Fraktionschef Gerhard Fiedler: "Eine solch engagierte Gruppe, wie den NABU darf man nicht durch solche Streichungen in seiner Arbeit behindern." Die Verwaltung hielt entgegen, dass sehr wohl ein Energiesparprogramm in Planung sei. CDU und SPD waren allerdings einig, dass man in den anstehenden Beratungen Versuche unternehmen wolle, um in Sachen Umweltschutz nachzubessern. Friedrich Niemeier (CDU) betonte, man solle "die Kirche im Dorfe lassen". Die Investitionen im Abwasserbereich seien schließlich auch Umweltschutz.
Eine Meinung, die Niemeier von allen Seiten Kritik eintrug. Werner Bunzenthal (SPD) gab zu bedenken, dass er ähnliche Kritik wie die des NABU auch von der Jugendpflege und den Vereinen höre. Die Finanzsituation lasse nun einmal wenig Spielraum zu.

 

DWZ - Hameln - 16. Oktober 1997
Fledermäuse Sind keine Vampire / NABU-Fachtagung zum Fledermausschutz / Ungefährliche und nützliche Nachtjäger
Hameln (sto).
"Fledermäuse sind keine Vampire, die den Menschen das Blut aussaugen, wie heute noch manchmal behauptet wird", machte die Hamelner Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz auf der "7. Landesfachtagung des Naturschutzbundes (NABU) deutlich.
Etwa 90 Fledermausfachleute aus Niedersachsen trafen sich zum Erfahrungsaustausch mit kompetenten Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet, Österreich, Ungarn und den Niederlanden im Schulzentrum West. Die Hamelner Fledermausgruppe war der Gastgeber dieser Veranstaltung. In einem Videofilm "Wir über uns" stellte sich die 1993 gegründete Arbeitsgemeinschaft vor und berichtete über ihre Arbeit zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Fledermäuse: Weltweit gibt es 950 Arten, die sich alle von Insekten ernähren, und somit als nützlich und völlig ungefährlich für den Menschen seien. Lediglich drei Arten, die in Südamerika leben, werden ihrem Klischee-Namen "Blutsauger" gerecht, da sie meist Rindern und Schafen Blut aussaugen. Niemals aber werden Menschen von ihnen "angezapft". In unserer Region gibt es etwa 15 Arten, unter ihnen die Zwergfledermaus, die Breitflügelfledermaus und die Wasserfledermaus. Während der Flugmonate von März bis Oktober vertilge ein etwa 30 Gramm schweres Tierchen ungefähr zwei Pfund Insekten. Die Nachtjäger bevorzugen ruhige Plätze. Auch sogenannte Fledermaus-Ansiedlungskästen sind ein beliebter Aufenthalts- und Überwinterungsort für die flugfähigen Säugetiere.
Jeder der ein Fledermausquartier entdeckt hat, sollte den NABU Hameln informieren (Telefon 13671). Oberstes Gebot: "Tiere in Ruhe lassen!". Leider werden sie oft aus Unkenntnis vertrieben oder sogar getötet. "Es gibt tatsächlich abergläubische Menschen, die meinen, Fledermäuse bringen Unglück", weiß Ulrich Schaper, Mitglied der Hamelner Arbeitsgemeinschaft. Höhepunkt der Tagung war eine Exkursion zum Klüttunnel. Übrigens: Die Hamelner Fledermausgruppe freut sich über interessierte Naturfreunde. Auch Kinder sind willkommen.

 

HAMELNER MARKT - Hameln - 15. Oktober 1997
1993 wurde die Schließung des Klüttunnels erreicht / Ein langer Kampf hat ein Happy End
Hameln.
Ein erfolgreiches Kapitel in der Geschichte des Fledermausschutzes hat die Ortsgruppe vom Naturschutzbund (NABU) Hameln bereits vor vier Jahren geschrieben: Der Klüttunnel wurde verschlossen, um den dort lebenden Fledermäusen dauerhaft einen Standort zu sichern. Seit 1986 hatten die Naturschützer für diese Maßnahme gekämpft, und Rainer Marcek, Regionalbeauftragter für den Fledermausschutz im Landkreis Hameln-Pyrmont, rief die "Aktion mit Happy End" auf der Fledermaustagung noch einmal in Erinnerung. Als 1985 die Eisenbahnstrecke Hameln-Lage eingestellt und die Gleise abgebaut waren, hatten sich im Klüttunnel Fledermausbestände angesiedelt. Ein Jahr später begannen die Naturschützer, den Bestand zu kartieren und für die Schließung des Tunnels zu kämpfen. Lärm und Verschmutzung machte den empfindlichen Säugetieren am meisten zu schaffen. "Die Leute haben Styropor abgebrannt und sogar ein Motorradrennen durch den Tunnel veranstaltet", klagt Marcek. 1990 hätte der Naturschutzbund (NABU) den Tunnel zu einem symbolischen Preis kaufen können, allerdings sei dies mit der Pflege und Sicherung des Gleisgrundstückes, eines Bahnhofgeländes und der Eisenbahnbrücke verbunden gewesen. Das habe die Ortsgruppe nicht finanzieren können, berichtet Marcek.
Mit der Sammlung von über 3000 Unterschriften für die Schließung des Klüttunnels ließ sich die Stadt Hameln davon überzeugen, ein provisorisches Gitter am Tunneleingang zu errichten. Der eigentliche Durchbruch gelang dann aber mit Hilfe einer prominenten Förderin: Hiltrud Schröder reagierte auf eine Dokumentation, die der NABU Hameln ihr gesendet hatte, und sie setzte sich für das Projekt ein. "Hillu" übernahm die Schirmherrschaft für die NABU-Kampagne "Fledermäuse brauchen Lebensräume" und konnte aus den Topf des Landes Niedersachsen 16000 Mark für den Klüttunnel flüssig machen. Der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Stadt Hameln steuerten jeweils 8000 Mark bei, und so konnte das Zumauern der Eingänge losgehen. Ratsmitglieder und Verwaltungsangestellte der Stadt Hameln halfen Schröder bei der Grundsteinlegung, und mauerten den Tunneleingang am Fort Luise zu. Ein Jahr später wurde auf der anderen Seite des Tunnels von der Jugendwerkstatt Hameln verschlossen.
"Seitdem Ruhe im Tunnel ist, wächst der Bestand der Fledermäuse enorm", freut sich Marcek über den Erfolg. Fransenfledermäuse, Bart-, Wasser- und Zwergfledermäuse nisten in den zahlreichen Nischen des Klüttunnels. Land, Landkreis und Stadt finanzieren den dauerhaften Schutz des Klüttunnels, die Fledermausschützer des NABU betreuen die Maßnahme. In Kürze soll der Bereich offiziell zu einem "geschützten Landschaftsbestandteil" erklärt werden. Auf das "Happy-End im Klüttunnel" sind die Fledermausschützer stolz: Ein Lebensraum für ihre Freunde ist immerhin gesichert.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 27. März 1996
Michael Güttler: "Die Qualität der Bäche verbessert sich" / Diplom-Ingenieur legte umfassende Untersuchung vor / Ausstellung im Rathaus eröffnet / Mit Kanalanschluss sinkt die Verschmutzung
pj HESS.OLDENDORF.
Über die ökologische Entwicklung der Bäche im Stadtgebiet informiert eine Ausstellung im Rathaus. In einer zweijährigen Arbeit hat der Diplom-Biologe Michael Güttler die Fließgewässer untersucht und seine Ergebnisse mit der von Bernd Lampe aus dem Jahr 1986 verglichen. Bei einer sich langsam verbessernden Qualität der Bäche  gibt es "noch Schwachstellen im Bereich von Bensen, Haddessen und Weibeck".
Die Situation in dem ebenfalls als problematisch eingestuften Bereich des Rumbecker Baches unterhalb des Dorfes dürfte sich in den letzten Wochen wesentlich verbessert haben. Der Grund: Der Kanalanschluss des Weserdorfes. Bürgermeister Walter Stock strich bei der Eröffnung der Ausstellung heraus, dass überall dort, wo Dörfer ans öffentliche Schmutzwassernetz gingen, die Bäche sauberer geworden sind. Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Sünteldörfer Bensen und Haddessen 1996/97 kanalisiert werden und auch der Anschluss Weibecks nicht mehr allzu lange auf sich warten lasse, so dass sich auch dort die Bäche erholen könnten.
In elf Bächen hat sich die Qualität seit der Untersuchung im Jahre 1986 verbessert, fand Michael Güttler heraus. Ziel müsse es bleiben, alle Fließgewässer in die Güteklasse II zu bekommen. Neben dem Rückbau von Verrohrungen und der naturnahen Gestaltung der Bäche ist die Beschattung eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Situation.
Ein natürliches Gewässer gibt es derzeit im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet nicht. Naturnahe Gewässer, das ist Güteklasse II, lassen sich auf 38,6 Kilometern Länge ausmachen. Bedingt naturnahe Bäche haben eine Länge von 32,1 Kilometern. Naturferne Gewässerteile kommen auf 50,2 Kilometer und die sehr naturfernen Bachabschnitte auf 10,5 Kilometer.
Es gibt aber auch dazu noch eine Steigerung, nämlich die extrem naturfernen Gewässer wie der Höllenbach zwischen Krückeberg und dem Münchhausenring, die es auf 2,0 Kilometer Länge bringen. Bleibt noch eine Verrohrung von über sieben Kilometern. Kritisch angemerkt wurde von Michael Güttler, dass 50 Prozent der rund 140 in die Untersuchung einbezogenen Bachkilometer nicht ausreichend beschattet sind.
Über die Gewässeruntersuchung, die im Rahmen einer AB-Maßnahme durchgeführt und von der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf des Naturschutzbundes betreut wurde, erstellte Michael Güttler ein hundert Seiten starkes Buch. Ein Exemplar davon überreichte Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der Ortsgruppe, bei der Ausstellungseröffnung an Bürgermeister Walter Stock und Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann. Die Ausstellung im Rathaus ist noch vier Wochen zu sehen.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 23. Februar 1995
Schiller-Gymnasium errang Umweltschutzpreis / Zum Kiesabbau erklärte der Vorsitzende des Naturschutzbundes: Ein Querstellen bringt es nicht / Wanderungen
pj HESS.OLDENDORF.
Der Umweltschutzpreis der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf des Naturschutzbundes ging in diesem Jahr an den Leistungskurs Biologie des Schillergymnasiums in Hameln. Kursleiter Lutz Schlotthauber konnte den Preis in der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbundes im Baxmannsaal des Werkhauses in Empfang nehmen.
Im Vorjahr hatten die Schülerinnen und Schüler des Hamelner Gymnasiums Renaturierungsarbeiten und Baumpflanzungen am Barksener Bach durchgeführt. Lehrer Schlotthauber freute sich über die "Anerkennung einer Arbeit, die Schüler leisteten". Im Unterricht hatte der damals noch im Naturschutzbund engagierte Leiter der Amphibiengruppe, Wolfgang Wiese, eine Einführung ins Thema gegeben. Es folgte intensive theoretische Arbeit der Oberstufenschüler, bevor bei sehr niedrigen Temperaturen die Außenarbeiten begannen.
Im Bach wurde der alte Holzverschlag entfernt, damit sich das Gewässer künftig wieder sein Bett selbst suchen kann. Später wurde nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt, eine bunte Hecke gepflanzt. "Mit der Arbeit machten die Schüler eine völlig neue Erfahrung", betonte Lutz Schlotthauber, der sich beim Naturschutzbundherzlich für die Auszeichnung des Biologiekurses bedankte.
Der Lehrer nutze nach der Preisüberreichung die Gelegenheit, über die Arbeit seiner Schule im Umweltschutzbereich zu informieren. Unter anderem ging er auf Gewässeruntersuchungen ein, für die im Schillergymnasium ein komplettes Labor zur Verfügung steht. Schlotthauber betonte, dass das Hamelner Gymnasium im Rahmen von Untersuchungen der Weser gerne mit der Realschule in Hess.Oldendorf zusammenarbeiten würde. Von der Verleihung des Umweltschutzpreises an den Biologie-Leistungskurs erhofft sich der Vorsitzende des Naturschutzbundes, Hans-Jürgen Wissel, "eine Initialzündung bei den Hess.Oldendorfer Schulen".
Wissel, der seit November 1994 an der Spitze der Ortsgruppe des Naturschutzbundes steht, erklärte, dass "die Arbeit vom geplanten Kiesabbau gebunden wird". Bei der Antragskonferenz zum Kiesabbau im Semenswinkel habe der Naturschutzbund "nicht ganz viel zu sagen gehabt", da sich die Bedenken des Naturschutzverbandes mit denen anderer Konferenzteilnehmer deckten. In der Hauptversammlung des Naturschutzbundes wurde herausgestellt, dass sich an den entstehenden Kiesseen in jedem Fall die Interessen des Naturschutzes mit denen des Modellflugclubs ebenso unvereinbar gegenüberstehen wie mit einer möglichen extensiven Naherholung und dem Angeln.
Zum Kiesabbau bemerkte Wissel: "Ein Querstellen unseres Vereins bringt nichts. Wir können nur in beschränktem Maße Gutachten anfordern". Ein großes Problem der Auskiesung könnte sich nach Wissels Ansicht für die Trinkwassergewinnung ergeben, da die Reinigungsfunktion des Kieses fehle.
Dietmar Meier erläuterte die Pläne des Kiesabbaus im Bereich Großenwieden und zwischen Fuhlen und Lachem. Allein in Großenwieden soll eine Fläche von 213 Hektar und bei Fuhlen 60 Hektar ausgekiest werden. Im Westen Hessisch Oldendorfs entstünden fünf größere rechteckige Teiche, die, so Meier, "nicht in die Landschaft passen".
Kassierer Seewig legte den Kassenbericht vor. Der Naturschutzbund verfügt danach über einen Bestand von 31 500 Mark, das sind 3 500 Mark weniger als im Vorjahr. Sorgen bereiten dem Schatzmeister die stark gesunkenen Spenden. In seinem Ausblick auf die nächsten Monate erklärte Hans-Jürgen Wissel, dass geplant sei "etwas für die Nachtigall zu tun". Es sollen wieder vogelkundliche Wanderungen durchgeführt und die Mitarbeit bei Projektwochen an den Schulen angeboten werden. Die Jugendarbeit im Naturschutzbund beschrieb er als "zartes Pflänzchen, das wächst".

 

NDZ - Bad Münder - 03. September 1994
Hilfe für die Natur ist dringend nötig / Aktion des Naturschutzbundes angelaufen / Studenten aus Österreich für NABU-Deutschland aktiv / Information über Ziele und Aufgaben
BAD MÜNDER/ORTSTEILE (wi).
Im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) werden in den nächsten Tagen vier österreichische Studenten die Einwohner Bad Münders und der Ortsteile besuchen. Sie wollen im Rahmen ihres Studienprojektes über die Aufgaben und Ziele des NABU informieren und auch dafür um Unterstützung bitten.
Mit dieser Aktion, die seit 1991 landesweit durchgeführt wird, erhofft sich der Kreisverband nicht nur neue Mitglieder und Förderer sondern auch Spenden. "Ohne die finanzielle Hilfe und aktive Unterstützung durch die Bevölkerung können wir unsere Aufgaben gar nicht bewältigen", äußert sich der NABU-Kreisverband Hameln-Pyrmont der derzeit rund 1 000 Mitglieder zählt.
Der Vorsitzende des Kreisverbandes Hans Arend hofft, durch diese Werbeaktion, die im Bereich Bad Münders von Thomas Santner als Team-Leiter, Theresa Schaumann, Peter Lederer und Werner Fassold durchgeführt wird, mehr Mitglieder und Förderer zu gewinnen, damit der Natur im Landkreis so geholfen wird, dass sie überleben kann.
Darum appelliert Arend und auch der Vorsitzende der NABU-Ortsgruppe Sünteltal Matthias Großmann an die Bevölkerung: "Helfen Sie der Natur und werden Sie Mitglied im Naturschutzbund Deutschland. Sie können damit persönlich dazu beitragen, dass Ihre Nachkommen zum Beispiel noch Störche, Orchideen, intakte Wälder, saubere Gewässer, reine Luft erleben können.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 28. August 1993
Naturschützer renaturieren den Barkser Bach / Kinder und Jugendliche nahmen am Arbeitseinsatz teil / Wildstrauchhecke muss vor dem Verbiss geschützt werden
hgh BARKSEN.
Bachrenaturierungen gehören zum breiten Aufgabenfeld, das von der Ortsgruppe des Naturschutzbundes sehr intensiv durchgeführt wird. Erklärtes Ziel ist dabei, den Bächen soweit als möglich ihre Natürlichkeit zurückzugeben.
Diesem Bereich gelten auch Arbeitseinsätze, die in verstärkter Form im Bereich des Barkser Baches durchgeführt werden. Erst kürzlich stand wieder ein Arbeitseinsatz auf dem Programm, zu dem die Naturschützer auch interessierte Kinder eingeladen hatten. Wie Vorsitzender Thomas Kruse sagte, sollten sie so auch mit den Problemen in Berührung gebracht werden, die mit Bachrenaturierungen im Zusammenhang stehen.
An dem Arbeitseinsatz beteiligten sich rund 20 Erwachsene und Kinder, wobei es für die aktiven Mitglieder der Ortsgruppe des Naturschutzbundes zunächst galt, an einem Bachhang eine von Jugendlichen des Hamelner Schiller-Gymnasiums gepflanzte Wildstrauchhecke einzuzäunen, um sie vor Wildverbiss zu schützen. Wie Kruse sagte, war diese Maßnahme dringend notwendig geworden, da bereits Schäden festgestellt werden mussten. Er geht davon aus, dass sich die Hecke nun erholen wird. Die Umzäunung wird wieder weggenommen, sobald sie so kräftig angewachsen ist, dass Schädigungen nicht mehr zu befürchten sind.
Zur gleichen Zeit waren die Kinder damit beschäftigt, aus dem Bachlauf die Reste der Bongossiholzverschalung herauszuholen, die vor vielen Jahren dort verlegt worden ist. Es machte ihnen dabei viel Spaß, sich im Wasser zu betätigen, zumal der Arbeitseinsatz an einem Tag erfolgte, an dem sogar einmal die Sonne kräftig schien.
Man kam in der Beseitigung der Bongossiholzverschalung wieder ein gutes Stück voran. Wie Vorsitzender Kruse sagte, wird die Aktion auch weiterhin fortgeführt werden, denn es gilt, noch manches Stück Holz aus dem Bachlauf herauszuholen.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 09. November 1992
Klaus Töpfer pflanzte mit Kindern eine Buche / Naturschutzbund-Kindergruppe trug Umweltminister ihre Forderungen vor / Einladung angenommen
hgh HESS:OLDENDORF.
Bundesumweltminister Professor Dr. Klaus Töpfer hat sich in Hessisch Oldendorf eine bleibende Erinnerung geschaffen: Die hiesige Naturschutzbund-Kindergruppe überraschte ihn am Rande des CDU-Bezirksparteitages mit einer Buche, die er gemeinsam mit den Jungen und Mädchen vor dem ehemaligen Kindergarten am Schützenplatz pflanzte.
Die Gruppe führte aus Anlass des Ministerbesuches eine Klima-Aktion durch und hatte Blätter mit Forderungen vorbereitet, die sie zusätzlich an den zu pflanzenden Baum heftete, nachdem sie sie zuvor dem Minister unterbreitet hatten. Sie sprachen sich dabei für ein umweltbewussteres Politikerhandeln aus und fanden in Klaus Töpfer einen Gesprächspartner, der auf sie einging und in eine kleine Diskussion verwickelte, in der sich schnell auf vielen Gebieten Übereinstimmung herausstellte. Schwieriger wurde es für die Kinder, als der Minister von ihnen wissen wollte, ob ihre Eltern auch mit ihnen Auto fahren, was durchweg bestätigt werden musste. Er versuchte damit aufzuzeigen, dass es zwischen Forderungen und ihrer tatsächlichen Umsetzung eben doch viele Probleme gibt, die zu lösen nicht ganz einfach sind.
Die Kinder überreichten dem Minister ein Buch, in dem sie sich mit ihren Unterschriften verewigt hatten. Im Beisein von CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Heinrich Beißner, Naturschutzbund-Kreisvorsitzenden Hans Arend und der Kindergruppenleiterin Sonja Wissel pflanzte dann Klaus Töpfer zusammen mit einigen Kindern die Buche und stellte sich auch während des Parteitages den Älteren nochmals gut 20 Minuten zur Diskussion zur Verfügung, wobei er ihr Engagement für eine bessere Umwelt ausdrücklich begrüßte. Zum Abschluss lud er die anwesenden Jugendlichen zu einem Besuch nach Bonn ein, "den wir angenommen haben", wie Sonja Wissel unserer Zeitung sagte. Den Besuchstermin wird man schon bald mit dem Bonner Ministerium vereinbaren.
Die Kinder hatten ihre Aktion so angelegt, dass auch die Parteitagsdelegierten ihre Anwesenheit nicht verborgen bleiben konnte. Auch sie erhielten gebastelte Blätter mit den Forderungen, die Kinder für eine gesündere und heilere Umwelt erheben.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 03. Dezember 1991
Amphibienkreis versucht es mit einem Pilotprojekt / Leitplanken sollen Wanderbewegungen des Kleingetiers lenken / Untere Naturschutzbehörde in Hameln unterstützt das Vorhaben
hgh RUMBECK.
Der Arbeitskreis Amphibien in der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf des Naturschutzbundes hat am Wochenende mit einem Pilotprojekt begonnen, dass zumindest im Bereich des Landkreises Hameln-Pyrmont in dieser Form noch nicht existent ist.
Bislang war es so, dass in jedem Frühjahr im Bereich des Schünebusches Sperren gebaut wurden, die verhindern sollten, dass Kröten, Molche und Frösche zur Laichzeit auf ihrem Weg in die Weserniederung die vielbefahrene Landesstraße 433 kreuzen. Dafür waren es täglich freiwillige Helfer, die zweimal die Auffangeimer leerten und dafür sorgten, dass die Amphibien unbeschadet auf die andere Straßenseite gelangten.
Arbeitskreisleiter Wolfgang Wiese hatte schließlich die Idee, dass dieses Problem auch anders gelöst werden könnte, zumal in diesem Bereich fünf oder sechs Rohre unter der Straße hindurchführten, damit das Wasser in Richtung Weser abfließt. Er trug seine Gedanken dem Landkreis als Untere Naturschutzbehörde vor und fand dort dafür offene Ohren.
Am Wochenende haben freiwillige Helfer damit begonnen, an dem etwa 600 Meter langen Straßenstück, in dem sich die Wanderbewegungen der Amphibien vollziehen, gebrauchte Leitplanken ins Erdreich einzubringen, die für das Kleingetier eine Sperre bedeuten und sie veranlassen, nach einem Durchschlupf zu suchen. Sie finden ihn dann in Form der vorhandenen Rohre, die es ihnen erlauben, unter der Straße auf die gegenüberliegende Seite zu wechseln. Die ersten 100 Meter Leitplanken sind gesetzt , weitere 100 Meter sollen am kommenden Wochenende folgen, wofür wieder freiwillige Helfer gesucht werden, denn die Schar ist derzeit noch klein, die sich für solche nicht ganz leichte Arbeiten zur Verfügung gestellt hat. Die restlichen Arbeiten kommen zur Ausführung, sobald das Straßenbauamt weitere ausgediente Planken anliefern kann.
Es ist natürlich nicht damit getan, die Planken nur einzubauen. Es muss natürlich auch sichergestellt werden, dass die Tiere, die von der Weser kommend die Straße wechseln, nicht zur Falle werden. Deshalb ist eine Anböschung des Geländes zwingend notwendig, die mit dem Setzen der Planken einhergeht.
Wolfgang Wiese äußerte sich zuversichtlich, dass die Maßnahme den Erfolg bringt, den sich sein Arbeitskreis davon erhofft. Vor allem dürfte es zumindest zukünftig nicht mehr passieren, dass die bisher gezogenen Sperrzäune von Unbekannten zerstört werden, was immer wieder dazu führte, dass die Amphibien ungehindert auf die Straße gelangten und dann Verkehrsopfer wurden.
Von der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf im Naturschutzbund wird heute wieder eine Zusammenkunft durchgeführt, in der es auch darum geht, was im Bereich von Natur und Umwelt in den kommenden Wochen und Monaten angefasst werden soll. Sie findet ab 19 Uhr im Werkhaus statt. Sonja Wissel sagte, ist sie nicht nur für die Mitglieder gedacht, sondern alle Interessierten sind dazu willkommen. Auch für Anregungen und Ideen ist man stets offen.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 16. Mai 1990
Nach 90 Jahren kehrte Meister Adebar zurück
HESS.OLDENDORF.
Ornithologen sprechen von einer Sensation. Nach fast 90 Jahren haben sich wieder Störche in Hessisch Oldendorf niedergelassen. Den Schornstein der ehemaligen Molkerei hat sich ein Storchenpaar als Nistplatz ausgesucht. Unmittelbar neben der stark befahrenen B 83 bauen Meister Adebar und seine Gattin zur Zeit in luftiger Höhe ein Nest und richtet sich auf Nachwuchs ein. In diesem Jahrhundert galten Weißstörche im Weserbergland höchstens als seltene Durchreisende.
Bereits am Sonntag lief beim Vorsitzenden der Gruppe Hessisch Oldendorf im Naturschutzverband DBV, Hans Arend, das Telefon heiß. "Der Verein muss den Störchen helfen und mit Unterstützung der Feuerwehr eine Nistunterlage anbringen", hieß es dabei immer wieder. Viele Einwohner machten sich Sorgen um die langbeinigen "Neubürger".
Rote Liste
Inzwischen ist mit Hilfe der Unteren Naturschutzbehörde geklärt worden, dass alle Sorgen unbegründet sind. Die Molkerei in Bückeburg , die Eigentümerin des Schornsteins ist, hat mitgeteilt, dass nach der Betriebsaufgabe in Hessisch Oldendorf der Schornstein stillgelegt und die Öffnung mit einer Platte verschlossen wurde. Der Nistplatz für das Storchenpaar ist damit ideal vorbereitet.
Bei den Störchen, die relativ spät eingetroffen sind, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Jungtiere. Hierauf weisen auch mehrfache erfolglose Versuche, für Nachwuchs zu sorgen, hin. Nach Unterlagen des Ornithologen Dr. Friedrich Sehlbach aus Rinteln haben die letzten Störche zwischen 1900 und 1905 in Hessisch Oldendorf gebrütet. In seinem 1936 erschienen Buch "Die Vogelwelt der Mittelweser" wird der damalige Neststandort des einzigen Paares wie folgt angegeben: "Nach Mitteilung eines in Rehren wohnenden Gewährsmannes hat dieser in der benachbarten Gemarkung Rittergut Stau mehrere Jahre hintereinander ein Storchenpaar mit seinen Jungen beobachtet. Das Nest stand auf einer Kopfweide".
Wie bei vielen Vogelarten ist auch hier der Bestand der Weißstörche rückläufig. In Norddeutschland sogar so stark, dass in nicht ferner Zeit mit seinem Verschwinden als heimischer Brutvogel gerechnet werden muss. Deshalb werden Weißstörche in der "Roten Liste" in der höchsten Stufe als besonders stark vom Aussterben bedrohte Art geführt. Von den etwa 8000 Storchenpaaren, die um die Jahrhundertwende in Niedersachsen brüteten, sind laut Brutvogelatlas Niedersachsen 1980 nur noch 235 Paare geblieben, was einen Rückgang von mehr als 95 Prozent entspricht.
Lebensraum
Die Ursache liegt vor allem in der gestörten Nahrungsgrundlage infolge von Veränderungen in der Landschaft. Wasserbaumaßnahmen, hier vor allem die Entwässerung, haben die Hauptnahrung des Storches, die Tierwelt des feuchten Grünlandes, stark vermindert. Eindeichungen und Begradigungen der Wasserläufe engen Überschwemmungsgebiete ein und führen zur Beseitigung von Altwassern und feuchten Senken, wo der Storch auf Nahrungssuche geht. Intensive Nutzung des Grünlandes, verbunden mit starkem Düngen und Anwendung von Bioziden, wirkt sich nachteilig auf die Nahrungstiere des Storches aus. Er zeigt durch sein Fernbleiben die biologische Verarmung der Niederungsgebiete an. Die Oldendorfer Teiche in der Weserniederung hingegen bieten den Störchen auch heute noch einen relativ intakten Lebensraum.
Der Weißstorch hat sich früh den Menschen angeschlossen, denn er nistet mit Vorliebe in menschlichen Siedlungen. Das beweist auch der Neststandort in der Langen Straße. Je nach Einzug des Frühlings kehren die Störche in der Zeit von Mitte März bis Ende April in ihr Brutgebiet zurück. Gut vier Wochen nach Brutbeginn schlüpfen aus drei bis fünf weißen Eiern die Jungstörche. Sie können vom ersten Tag an klappern. Nach neun bis zehn Wochen verlassen sie erstmals den Horst, kehren aber bis in die zweite Augusthälfte von ihren Ausflügen noch zu diesem zurück.
Wenn der DBV zunächst noch vorsichtig von einem Brutversuch spricht und die weiteren Ereignisse abwarten will, bleibt doch zu hoffen, dass die Klapperstörche in Hessisch Oldendorf neben ihrem ausgewählten Nistplatz vielleicht auch ausreichende Nahrungsgebiete finden, um in der Weserstadt wieder heimisch werden zu können.
Hans-Georg Hoeger

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 24. Juni 1989
Großer Erfolg einer kleinen Gruppe / Hessisch Oldendorfer Vogelschützer in Bonn mit Europäischen Umweltpreis belohnt
pj HESSISCH OLDENDORF.
"Das ist ein ganz großer Erfolg für unsere kleine DBV-Ortsgruppe", freut sich der Vorsitzende Hans Arend als er in dieser Woche in Bonn einen der Europäischen Umweltpreise überreicht bekam.
Der Gewinn des mit 2000 Mark dotierten zweiten Platzes im Wettbewerb um den Umweltpreis ist für die Hessisch Oldendorfer der Lohn für intensive Arbeit am Bachrenaturierungsprojekt. Der Hamelner Biologe Bernd Lampe erstellte zunächst eine umfangreiche Dokumentation über die Bäche in Hessisch Oldendorf und erarbeitete Vorschläge zu ihrem natürlichen Rückbau.
Martina Meeske aus Fischbeck und Julia Probst aus Rohden, beide absolvieren zurzeit ihr ökologisches Jahr bei der DBV-Ortsgruppe, machten sich mit Helfern daran, die Renaturierung in die Tat umzusetzen. Der Hemeringer Bach wurde von Rohren befreit und kann sich jetzt wieder ein natürliches Bett suchen. Mit dem gewonnenen Geld will der DBV weitere Projekte im Bereich Hessisch Oldendorf finanzieren.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 10. Februar 1989
DBV-Jugend im Aufwind / Sonja Wissel bietet attraktives Programm
HESSISCH OLDNDORF.
Unter der Leitung von Sonja Wissel hat die Naturschutz-Jugend in der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf im Deutschen Bund  für Vogelschutz (DBV) wieder Aufwind bekommen. Durch mühevolle Kleinarbeit ist es ihr gelungen, um sich einen Kreis von Kindern und Jugendlichen zu scharen, denen es auch Spaß und Freude bereitet, einmal auf einem völlig anderen Gebiet tätig zu werden. Der stetig steigende Teilnehmerkreis bei den angebotenen Veranstaltungen ist schließlich der Beweis dafür, dass man auf dem richtigen Weg ist und dass es die Leiterin der Jugendgruppe versteht, die Kinder und Jugendlichen zu begeistern.
In der kürzlich stattgefundenen Hauptversammlung des DBV, die SZ berichtete darüber, hat Frau Wissel einen kurzen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten gegeben, die durchweg eine gute Resonanz fanden. Sie kündigte dabei an, dass ein ähnliches Programm auch in diesem Jahr wieder angeboten werden soll, wobei schon für Dienstag kommender Woche eine erste Wanderung vorgesehen ist. Sie führt vom Parkplatz Amelungsberg in den Schneegrund zum Naturfreundehaus. Zu dieser Tour sind auch die Mütter der Kinder eingeladen.
Nachdem dann Ende des Monats im Werkhaus Osterkränze gebastelt werden, findet am 4. und 5. März eine Wochenendfreizeit ebenfalls im Schneegrund statt. Die Teilnehmer werden sich am ersten Tag um 15 Uhr auf dem Parkplatz oberhalb von Rohdental treffen, um von dort gemeinsam zum Naturfreundehaus zu wandern. Dort werden Spiele stattfinden, und Optimisten gehen sogar davon aus, dass auch im Schnee getobt werden kann. Nach dem gemeinsamen Abendessen steht schließlich noch eine Nachtwanderung auf dem Programm, die sicher das besondere Erlebnis der Freizeit wird. Das Beisammensein endet dann am nächsten Tag gegen 15 Uhr. Mit dem Unkostenbeitrag von 10 Mark sind Abendessen, Übernachtung mit Frühstück sowie das Mittagsessen am zweiten Tage finanziell abgedeckt. Wer an der Freizeit noch teilnehmen möchte, muss sich bis morgen bei Frau Wissel, Telefon 1444, anmelden.

 

DWZ - Hameln-Pyrmont - 21. Oktober 1988
Vor der Uni ein Jahr Arbeit im Grünen / Erstmals freiwilliges ökologisches Jahr beim DBV / In Hemeringen entsteht ein neues Feuchtgebiet
tk HAMELN-PYRMONT.
Mit Hacke und Spaten lockern Martina Meeske (19) und Julia Probst (19) den Boden auf einer Wiese am Waldrand von Hemeringen auf. Hier soll neben einem kürzlich entrohrten und renaturierten, etwa 60 Meter langen Bachlauf eine etwa 400 Quadratmeter große Nassfläche entstehen.
Sie befindet sich auf einem der 48 Gebiete, die der Deutsche Bund für Vogelschutz (DBV) im Raum Hessisch Oldendorf betreut. Seit dem 1. September absolvieren die beiden Abiturientinnen - bisher als einzige im Landkreis Hameln-Pyrmont - das Freiwillige ökologische Jahr.
Dies ist ein Pilotprojekt des niedersächsischen Umweltministeriums, das in diesem Herbst mit insgesamt 60 Teilnehmern (56 Mädchen, vier Jungen) begonnen hat und später neben dem freiwilligen sozialen Jahr auch in anderen Bundesländern Schule machen soll. "Weil ich Biologie studieren möchte, habe ich mich freiwillig gemeldet, die Arbeit in der Natur ist da ein guter Einstieg", erzählt Martina Meeske. Nachdem sie in einer Broschüre des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) über das Freiwillige ökologische Jahr gelesen hatte, informierte sie sich zunächst in Hameln, fand dort aber keine Möglichkeit, im Umweltbereich tätig zu werden.
"Meine Mutter hat dann im Umweltministerium in Hannover angefragt. Dort bekam sie grünes Licht unter der Voraussetzung, dass noch ein weiteres Mädchen aus diesem Raum mitmacht." Julia Probst aus Rohden hat dann aus der Dewezet von der Möglichkeit erfahren, das Freiwillige ökologische Jahr beim DBV absolvieren zu können und sich gleich gemeldet. Auch sie will Biologie studieren. "Wir wollen die durch den Numerus Clausus bedingte Wartezeit auf einen Studienplatz nutzen, um praktische Erfahrungen zu sammeln", sagt sie.
"Auf unsere vielfältigen Tätigkeiten werden wir mit den übrigen Absolventen in Wochenendseminaren vorbereitet", fügt Julia Probst hinzu. Für ihre Arbeit - "Sie ist mehr als abwechslungsreich und macht manchmal auch richtig Spaß" - erhalten die beiden monatlich 200, ab Januar 300 Mark. Die nötige Arbeitskleidung bekommen sie vergütet oder gestellt.
"Jetzt legen wir hier zwei Vergleichsflächen - eine trockene und eine nasse - an, um zu sehen, wie die Vegetation ohne Dünger nachwächst", erklärt Hans Arend. Der DBV-Kreisvorsitzende ist froh, eine ABM-Kraft sowie die beiden Absolventinnen des Freiwilligen ökologischen Jahres für diese Arbeit zur Verfügung zu haben.
"Unsere Mitglieder, die ehrenamtlich höchstens mal am Wochenende aushelfen können, hätten die laufend anfallenden Arbeiten wie Untersuchungen von Fließgewässern auf die Qualität des Wassers, Biotop-Kartierungen und das Anpflanzen und Beschneiden von Bäumen oder Büschen allein nicht mehr schaffen können", erklärt er.

 

DWZ - Emmerthal - 04. April 1987
DBV jetzt auch in Emmerthal
DWZ EMMERTHAL.
Die bisher von der Hamelner Ortsgruppe betreuten DBV-Mitglieder in Emmerthal haben sich selbstständig gemacht und eine eigenständige DBV-Gruppe gegründet. Knapp 30 Mitglieder und Interessierte wählten unter der Leitung des DBV-Kreisvorsitzenden Hans Arend aus Hessisch Oldendorf Wolfgang Jürgens zu ihrem Vorsitzenden. Sein Stellvertreter ist Günter Lühring und die Kassengeschäfte hat Jörg Rückheim übernommen. Die Mitglieder der neuen DBV-Ortsgruppe wollen sich zunächst um den Biotopschutz in ihrer Gemeinde kümmern, damit Lebensräume für die bedrohten Tier- und Pflanzenarten erhalten oder neu geschaffen werden. Eine erste Mitgliederversammlung soll Ende April stattfinden. Interessierte Bürger erhalten bei Wolfgang Jürgens, Telefon 82 93, weitere Informationen.

 

DWZ - Hameln-Pyrmont - 31. März 1987
Naturschützer beraten die Politiker / Mitspracherecht für Verbände bei der Mittelvergabe / 1987 stehen 60 000 Mark bereit
SR. HAMELN-PYRMONT.
An den Beratungen des Ausschusses für Regionalplanung und Umweltschutz des Hameln-Pyrmonter Kreistages werden bei der Vergabe von Mitteln für den Naturschutz künftig auch externe Fachleute mit von der Partie sein und den verantwortlichen Politikern Beistand zu leisten. Dies beschloss der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung.
Dieser Beschluss hat letztendlich seinen Ausgangspunkt in einem CDU-Antrag auf Einrichtung einer "Stiftung Naturschutz" für den Landkreis. Nach ausführlicher Debatte hatte sich dann aber die Einsicht durchgesetzt, dass der Ausschuss ebenso gut in der Lage sei, die vom Landkreis zur Verfügung gestellten Mittel für Naturschutzaufgaben zu verteilen - mit dem nötigen Beistand durch fachkundige Naturfreunde.
Als "ständige Berater" werden nach dem Beschluss des Ausschusses je ein Vertreter des Deutschen Bundes für Vogelschutz, des Bundes Umwelt- und Naturschutz, die Kreisjägerschaft, des Heimatbundes und der Landwirtschaft fungieren. Bei Bedarf, so die Meinung im Ausschuss, sollten auch Vertreter anderer und nach dem Naturschutzgesetz anerkannter Gruppierungen an den Beratungen teilnehmen können.
Aufgabe dieser Berater wird es sein, dem Ausschuss mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn es um die Vergabe von Naturschutzmitteln geht, die in erster Linie für Anpachtung und Aufkauf von Flächen zur Verfügung stehen.
Der Kreis soll - so die Richtlinien - Geld für Kauf und Pacht von bislang zumeist landwirtschaftlich genutzten Flächen bereitzustellen. Diese Geländestücke werden dann in die Obhut von Naturschutzverbänden etwa zur Anlage von Feuchtbiotopen oder Trockenwiesen gegeben. Einig war sich der Ausschuss über eines: In erster Linie sollen die Mittel für die Anpachtung von Flächen ausgegeben werden, um möglichst viel Wirkung mit dem vorhandenen Geld zu erzielen. Allein für diese Jahr sind im Haushaltsplan bereits 60 000 Mark eingestellt, über deren Vergabe der Ausschuss demnächst beraten wird.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 14. April 1986
Landes-DBV gegen mehr Abbau in Ith und Süntel / Vogelschützer verabschiedeten Resolution zu Steinbrüchen
pj HESSISCH OLDENDORF.
Nachhaltig setzt sich der Deutsche Bund für Vogelschutz dafür ein, dass keine weiteren Genehmigungen für den Gesteinsabbau im Ith und Süntel erteilt werden. In einer Resolution forderten die Delegierten des Landesverbandes Niedersachsen des über 20 000 Mitglieder starken Naturschutzverbandes am Sonnabend in der Hessisch Oldendorfer Stadthalle eine Neuorientierung beim Bodenabbau. Die DBV-Jugend und die Naturfreunde Hemeringen erarbeiteten eine Resolution gegen den geplanten Sportplatzbau im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Hemeringen.
Bodenmaßnahmen gehören, nach Ansicht der Vogelschützer, zu den massiven Eingriffen in den Naturhaushalt überhaupt. Sie haben stets den Verlust ganzer Landschaftsräume zur Folge und verändern das Bild einer Landschaft in erheblichen Maße, heißt es in der Resolution. Deshalb fordere der DBV eine Neuorientierung beim Bodenabbau. Weitere Abbaugenehmigungen sollten in ökologisch und für die Erholung wertvollen Bereiche nicht mehr erteilt werden. Die Delegierten sind der Meinung, dass künftig jeder Antrag dahingehend überprüft werden müsse, ob nicht Ersatzstoffe zur Verfügung stehen, deren Gewinnung nicht derart schädliche Eingriffe in den Naturhaushalt notwendig mache.
Die Höhenzüge des Süntels und des Iths seien für die Naherholung im Großraum Hannover/Hildesheim und dabei besonders mit Blick auf die waldarme, intensiv genutzte Hildesheimer und Calenberger Börde, von herausragender Bedeutung. Da diese bereits in ihrem ökologischen Wert und im Erscheinungsbild durch eine Vielzahl von Abbaumaßnahmen nachhaltig negativ verändert worden sei, fordert der Deutsche Bund für Vogelschutz nun dazu auf, die noch verbliebenen Gebiete endgültig vor weiterer Zerstörung zu bewahren.
Am Rande der Landesvertreterversammlung des Bundes für Vogelschutz fand eine Exkursion der Jugendvertreter nach Hemeringen statt, wo die Naturfreunde seit einigen Jahren tätig sind. Jörg Niemeyer, Werner und Wilfried Beeke und ihre Mitstreiter führten die Vogelschützer zu den von ihnen geschaffenen ökologischen Nischen und zeigten ihnen den geplanten Standort für den Sportplatz.
Ebenso wie die Naturfreunde waren auch die Vertreter der Naturschutzjugend von dem Standort wenig angetan und forderten in einer Resolution die Hessisch Oldendorfer Stadtverwaltung auf, einen ökologisch verträglicheren und für die Bevölkerung gut zu erreichenden Standort zu wählen, um nicht den letzten intakten Naherholungsraum zu zerstören.
Gegen den geplanten Standort wurde ins Feld geführt: Der Verbrauch von Flächen in offener Landschaft, Öffnung des Autoverkehrs in zur Zeit nicht freigegebene Räume, erheblicher Mehraufwand für Versorgung, Schädigung des geschlossenen Ortsbildes, unverantwortliche Beeinträchtigung des Trinkwasserschutzgebietes, die Vernichtung des letzten größeren natürlichen Laichplatzes von Amphibien und die Zerstörung der letzten Ruhezonen für die älteren Menschen. Die Resolution wurde noch am Tage der Landesvertretertagung an den Hessisch Oldendorfer Stadtdirektors Dirk Hattendorf übergeben

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 08. Januar 1986
Arbeit weitet sich aus / DBV-Ortsgruppe bekommt Hilfe von ABM-Kräften
pj HESSISCH OLDENDORF.
Die Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz hat bei ihren Bemühungen, im Bereich des Natur- und Umweltschutzes weitere Zeitarbeitsplätze zu schaffen, erneut Erfolg gehabt. Für die nächsten drei Monate wurden vom Arbeitsamt in Hameln, dass Maßnahmen im Bereich von Natur- und Umweltschutz fördert und durchführt, zwei bisher beschäftigungslose Arbeiter dem Deutschen Bund für Vogelschutz zur Verfügung gestellt.
Schon seit geraumer Zeit sind die ehrenamtlich für den Natur- und Umweltschutz tätigen Mitglieder der DBV-Ortsgruppe nicht mehr in der Lage, die in den Schutzgebieten im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf anfallenden Arbeiten ohne fremde Hilfe zu erledigen. Die Zahl der vom DBV betreuten Gebiete ist nämlich inzwischen auf 15 angewachsen. Die beiden ABM-Kräfte werden dringend benötigt und sollen helfen, notwendige Pflegemaßnahmen und dringende Pflanzarbeiten durchzuführen. Die DBV-Ortsgruppe denkt darüber hinaus daran, weitere Feuchtgebiete anzulegen.
Bereits seit dem Oktober des vergangenen Jahres arbeitet der Biologielehrer Bernd Lampe als ABM-Kraft für die Hessisch Oldendorfer DBV-Ortsgruppe. In seiner dreimonatigen Tätigkeit legte er Karten der Biotope im Bereich des Stadtgebietes an. Er habe dabei hervorragende Arbeit geleistet, sagte der Vorsitzende der Ortsgruppe, Hans Arend. Behördliche Planungsbüros und Landschaftspfleger hätten dies bestätigt. Ähnlich gut wie mit Bernd Lampe hoffen die Naturschützer, auch mit den beiden neuen ABM-Kräften zusammenarbeiten zu können.

 

HAMELNER MARKT - Hameln - 29. August 1985
Deutscher Bund für Vogelschutz: In acht Jahren von 0 auf 1000 Mitglieder / Auch viele junge Leute engagieren sich für den Natur- und Umweltschutz
Von Ingeborg Müller
Als im März 1977 auch in Hameln eine Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz (DBV) gegründet wurde, waren spontan über 70 am Naturschutz interessierte Leute aus dem ganzen Landkreis bereit, Mitglied zu werden. Kaum jemand mag damals geahnt haben, dass diese Zahl innerhalb von acht Jahren auf fast 1000 Mitglieder ansteigen würde - ein Zeichen für das wachsende Umweltbewusstsein der Menschen.
Weitere Ortsgruppen sind heute aus der Hamelner Ortsgruppe ausgegliedert wurden: Hessisch Oldendorf, Bad Pyrmont, Sünteltal (Bad Münder, Eimbeckhausen) und Hameln Ostkreis (Lauenstein, Salzhemmendorf, Coppenbrügge)
Anmerkung Webmaster: heißt inzwischen Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf, die mit der Ortsgruppe Hameln in einer Kreisgruppe Hameln-Pyrmont Anmerkung Webmaster: Kreisverband Hameln-Pyrmont zusammengefasst sind unter der Leitung von Hans Arend, Hessisch Oldendorf.
Die Ortsgruppe Hameln mit ihren über rund 300 Mitgliedern bewältigt eine Fülle von Aufgaben - und das mit großen Erfolg. Dabei beschränkt sich die Arbeit nicht mehr, wie der ursprüngliche Verbandsname vermuten lässt, auf den Vogelschutz. "Vogelschutz kann man nicht isoliert betreiben, heute geht es darum, die Lebensräume für Pflanze und Tier zu erhalten oder wieder herzustellen", erklärt der Vorsitzende der Hamelner Gruppe, Horst Wöhler. Daraus erkläre sich auch die Erweiterung des DBV-Namens, der heute vollständig "Deutscher Bund für Vogelschutz, Verband für Natur- und Umweltschutz" heißt.
Zu den spektakulärsten (und teuersten) Aktionen der Ortsgruppe Hameln gehört die Anpachtung von wichtigen Lebensräumen, darunter eines wertvollen Feuchtgebietes im Bachverlauf der Remte bei Behrensen, wo durch umfangreiche Schutz-, Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen eine Biotopinsel bewahrt werden konnte, die Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten bietet. In einem anderen Fall wurde eine Orchideenwiese angepachtet.
Als einen großen Erfolg sieht es die Hamelner Ortsgruppe auch an, dass nicht zuletzt auf ihr Betreiben und durch ihre zeitaufwendige Vorarbeit sowohl der gesamte Uferbereich der Tönebönteiche als auch das Gebiet des sogenannten Kalkofens bei Rohrsen zu Naturschutzgebieten erklärt wurden. Auch bei der Aufstellung des Landschaftsrahmenplanes durch den Landkreis hat der DBV sehr aktiv mitgearbeitet und über 30 schützens- und erhaltenswerte Gebiete ausgewiesen.
Dazu kommt eine Vielzahl wichtiger Einzelaktionen, so drei Vogelbestandsaufnahmen in einem Untersuchungsgebiet von 140 Quadratkilometern Fläche, die Betreuung von Nistkästen für 25 Schleiereulen und 93 für Fledermäuse, Aktionen zur Kopfweiden- und Heckenpflege, der Unterstützung der Krötenaktionen und vieles andere mehr. Sehr aktiv ist eine Werkgruppe, die unter anderem Nistkästen herstellt, die von der erfreulich engagierten Jugendgruppe an verschiedenen Stellen des Hamelner Stadtwaldes und am Seehof bei Töneböns Teichen betreut, kontrolliert und jährlich gereinigt werden. Die Jugend macht sich auch um die Gestaltung von Biotopen verdient.
Beliebt bei Mitgliedern und Gästen sind die monatlichen Gesprächsrunden im Seehof mit Referaten und Lichtbildervorträgen, aber auch die naturkundlichen Wanderungen und Exkursionen. Und die Hamelner DBV-Ortsgruppe ist nach Aussage ihres Vorsitzenden dankbar für die gute Zusammenarbeit mit den Institutionen der Stadt wie dem Ausschuss für Grünflächen und Umwelt, dem Forstamt und dem Garten- und Friedhofsamt - und auch für finanzielle Unterstützung, die ihr gelegentlich für gewisse Aktionen gewährt wird.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf - 07. April 1984
Wanderausstellung zum Waldsterben / Forstoberrat Jürgen Bosse ist Schirmherr / Bewusstseinsförderung erreichen
pj HESSISCH OLDENDORF.
In der Schalterhalle der Stadtsparkasse wurde eine Ausstellung zur Problematik des Waldsterbens eröffnet. Forstoberrat Jürgen Bosse, der Schirmherr der Ausstellung, wies in seiner Eröffnungsrede beschwörend auf die Tatsache hin, dass wenn nicht bald etwas Gravierendes zur Rettung der Wälder geschehe, der Wald seinem Ende entgegengehe.
Sparkassendirektor Manfred Wölfert konnte zur Eröffnung der Ausstellung viele Vertreter des öffentlichen Lebens begrüßen. Die vom Kreisverband Hameln-Pyrmont des Deutschen Bundes für Vogelschutz zusammengestellte Ausstellung soll mit Unterstützung der staatlichen Forstverwaltungen sowie der Sparkassen hin bis zum Herbst in allen Gemeinden des Kreisgebietes gezeigt werden.
Mit eindringlichen Fotos, Diagrammen, Plakaten und "natürlichem Anschauungsmaterial" wird, nach den Worten des DBV-Kreisvorsitzenden Hans Arend, auf eine ökologische und ökonomische Katastrophe größten Ausmaßes hingewiesen. Die Erhöhung der Schadensanteile von acht Prozent im Jahr 1982 auf 34 Prozent 1983 bei allen Schadensklassen im Bereich der Bundesrepublik belegten dies überdeutlich, sagte Arend.
Sparkassendirektor Manfred Wölfert betonte, dass mit der Ausstellung eine Bewusstseinsförderung erreicht werden soll, denn im Bereich der Sparkasse würden eine Vielzahl von Menschen direkt oder indirekt vom Kapital "Wald" leben und profitieren. Er überreichte dem Kreisvorsitzenden des Bundes für Vogelschutz eine Geldspende zur Unterstützung der Arbeit der Vogelschützer.
Der stellvertretende Stadtbürgermeister Paul-Werner Grewe versicherte, dass auch die Politiker alles in ihren Kräften Liegende tun werden, die drohende Katastrophe abzuwenden.
Im weiteren Verlauf der Eröffnungsveranstaltung hielt Forstoberrat Jürgen Bosse ein ausführliches Referat und der Naturschutzbeauftragte und DBV-Kreisvorsitzende des Landkreises Schaumburg, Egbert Schulz, ging in einem Lichtbildervortrag auf die Problematik des Waldsterbens ein. Die Ausstellung ist bis zum 19. April während der Geschäftszeiten in der Schalterhalle der Stadtsparkasse zu sehen.

 

DWZ - Coppenbrügge - 05. Dezember 1983
Ulrich Schlette DBV-Vorsitzender / Gründungsversammlung der Ostkreis-Gruppe in Coppenbrügge gur besucht
jl COPPENBRÜGGE.
Seit Freitag stehen die Mitglieder des Deutschen Bundes für Vogelschutz (DBV) im Raum Coppenbrügge und Salzhemmendorf auf "eigenen Füßen"; denn bisher wurden sie von der Hamelner Ortsgruppe betreut, was einer effektiven Naturschutzarbeit im Ostkreis nach der Aussage des Vorsitzenden der Hamelner Gruppe, Horst Wöhler, nicht immer unbedingt förderlich war.
Zur Gründungsversammlung konnte der DBV-Kreisvorsitzende Hans Arend neben Mitgliedern und Interessierten, von denen übrigens etliche im Laufe des Abends Mitglieder wurden, auch der Stellvertreter der "beiden" Bürgermeister, Wilhelm Schaper, begrüßen, der aktive DBVer ist und in seiner Ansprache den hohen Stellenwert von Natur- und Umweltschutz in der Coppenbrügger Kommunalpolitik hervorhob. Ebenso ließ er durchblicken, dass Bürgermeister Werner Düwel selbst DBV-Mitglied werden möchte, aber nicht zur Gründungsversammlung kommen konnte.
Ein anderer Gast und selbst engagierter Umweltschützer, der an der gleichen Stelle in "Uhdes Hotel" den Vorständen der Jagdgenossenschaften den Schutzgedanken nähergebracht hatte. Günter Wittkopp als Leiter des Coppenbrügger Hegerings, sprach in seiner Begrüßung von einer lang ersehnten Gründung und wünschte eine gute Zusammenarbeit. Mit dabei war auch der Salzhemmendorfer Hegeringleiter Siegfried Jähn.
In den Vorstand der neuen DBV-Gruppe Ostkreis
Anmerkung Webmaster: die Gruppe heißt jetzt Coppenbrügge/Salzhemmendorf wurden als erster Vorsitzender Ulrich Schlette und als seine Stellvertreter Brigitte Brandt und Wilhelm Schaper gewählt. Kassierer und Schriftführer in einem ist Günter Menking. Als erste "Amtshandlung" erläuterte der neue Vorsitzende dann noch einmal die Ziele seiner Organisation, die im Landkreis knapp 900 Mitglieder zählt.
Besonderes Gewicht müsse bei der Arbeit auf die Gewinnung der Jugend für den Naturschutz gelegt werden. "Vor Ort" sei ein Schwerpunkt der Arbeit Aufklärung durch Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen. Weiterhin steht aktive Arbeit, wie zum Beispiel Eschen schneiteln, auf dem Programm. Ebenso wünscht der DBV Zusammenarbeit mit den Jägern, Landwirten und der "Politik", um so auch die "Ausräumung der Landschaft" rückgängig zu machen. 

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 28. April 1983
Mehr als 1700 Lurche gingen in den Fangzaun / Aktion war wieder ein voller Erfolg / Fast 900 Erdkröten wurden gezählt
hgh HESS.OLDENDORF
Wie die SZ berichtete, hat die Ortsgruppe Hessisch Oldendorf im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) auch in diesem Jahr an der Landesstraße zwischen Klein-Heßlingen und Friedrichsburg wieder eine Lurchaktion durchgeführt, die sich unter der Leitung von Siegfried Donder über rund vier Wochen erstreckte.
Der Fangzaun war unter der Regie von Rüdiger Beiersdorfer aufgebaut worden, die tägliche Kontrolle jeweils um 6 und um 22 Uhr wurde vor allem von Wolfgang Wiese und Ingrid Hattendorf aus Fuhlen, sowie von Jochen Claassen, Schüler der 7. Klasse der Realschule, vorgenommen. Es wurden über 1700 Lurche gezählt; 892 Erdkröten, 455 Faden-, 186 Berg-, 142 Teich- und 29 Kammmolche, 20 Grasfrösche und drei Feuersalamander. Gegenüber dem vergangenen Jahr war das eine Steigerung von mehr als 500 Lurchen, möglicherweise darauf zurückzuführen, dass die Aktion dieses Mal etwa eine Woche länger durchgeführt werden konnte.
Am Tage nach dem Abbau des Fangzaunes, als ein plötzlicher Temperaturanstieg erfolgte, zeigte es sich, wie problematisch die Situation für die Lurche ist. Alleine an diesem einen Tage wurden etwa 60 überfahrene Tiere gezählt und das, obwohl die Straßenmeisterei Hinweisschilder aufgestellt hatte. Während der gesamten Aktion waren es dagegen "nur" etwa 180 Tiere, die dem Verkehr zum Opfer fielen.
Auf die Bedeutung von Kröten allgemein machte Siegfried Donder mit dem Hinweisaufmerksam, dass jedes Tier im Jahr den Einsatz von Pestiziden im Werte von ungefähr 50 Mark überflüssig macht. Der DBV hat deshalb noch einmal an alle Grundeigentümer appelliert, die letzten Teiche und Tümpel zu erhalten. Auch sollten keine Frösche und Molche aus Teichen genommen werden. Abgesehen davon, dass ihnen artgerechte Lebensbedingungen in Aquarien nicht geboten werden können, ist der Fang und die Haltung dieser Tiere nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz auch verboten. Wer bei der Erfassung von Lurchen und der Durchführung von Pflegemaßnahmen behilflich sein möchte, ist dem DBV jederzeit willkommen. Außerdem ist man dankbar für Hinweise auf zu pflegende oder zu pachtende Teiche oder Feuchtgebiete.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 26. Juni 1982
Vogelschutzbund gründete Kreisverband / Oldendorfs Vorsitzender Arend übernahm den Vorsitz / Weitere Ortsgruppen geplant
hgh HAMELN-PYRMONT
Vor einigen Tagen trafen sich unter Leitung des DBV-Landesvorsitzenden in Einbeckhausen die Vorsitzenden der im Bereich des Landkreises Hameln-Pyrmont bestehenden Ortsgruppen des Deutschen Bundes für Vogelschutz gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Schaumburg, Egbert Schulz, der richtungsweisend für Niedersachsen das System der Kreisverbände beim DBV eingeführt hat. Ergebnis der Zusammenkunft war die Gründung eines neuen Kreisverbandes Hameln-Pyrmont, zu dessen Vorsitzenden man auf Vorschlag des Landesvorsitzenden einstimmig den Vorsitzenden der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf, Hans Arend, wählte.
Der Deutsche Bund für Vogelschutz ist nun in der Lage, bei Fragen des Natur- und Umweltschutzes auch dem Landkreis Hameln-Pyrmont einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Der neue Kreisverband zählt bereits über rund 600 Mitglieder, die sich ehrenamtlich für die Ziele und Aufgaben des DBV einsetzen. Den weiter anhaltenden Mitgliederzuwachs verdankt er weitgehend einem konsequenten Konzept: er ist ausschließlich den Zielen des Natur- und Umweltschutzes verpflichtet, er wahrt seine parteipolitische Unabhängigkeit, er vertraut auf die Kraft der Argumentation und setzt auf die Vernunft aller Bürger. Er verzichtet auf Polemik und effekthaschende Rundumschläge und begründet seine Ziele und deren Durchsetzung fachwissenschaftlich und setzt sie in konkrete Arbeitsprogramme um.
Der neue Kreisverband will Ansprechpartner für die einzelnen Behörden des Landkreises und für alle anderen Verbände im Kreisgebiet sein. Die derzeit  bestehenden drei Ortsgruppen vertreten diese Belange auf der Gemeindeebene. Endziel der Bemühungen ist es, flächendeckend im Landkreis, in den Städten und Gemeinden eigene Ortsgruppen zu unterhalten. Augenblicklich wird über Gruppengründungen in Bad Pyrmont und Salzhemmendorf verhandelt. Wünschenswert wäre es darüber hinaus, wenn demnächst auch Gründungen von DBV-Gruppen in Coppenbrügge, Aerzen und Emmerthal erfolgen könnten. Interessierte Mitbürger, denen die Erhaltung der natürlichen Umwelt am Herzen liegt, können sich an den Kreisvorsitzenden Hans Arend in Hess.Oldendorf, Sandstraße 8, Telefon 05152/1581, wenden.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 03. Juni 1982
Ehemalige Badeanstalt wird Vogelschutzgebiet
hgh HESS.OLDENDORF
Die Ortsgruppe Hessisch Oldendorf im Deutschen Bund für Vogelschutz hat bei der Stadt den Antrag gestellt, ihr das Gelände der früheren Badeanstalt Barksen zu überlassen. Es handelt sich um ein etwa 5000 Quadratmeter großes Gelände in einer mit Fichten bewachsenen Schlucht, in der sich aus dem früheren Badebecken inzwischen zwei Teiche entwickelt haben.
Der Ausschuss für Fremdenverkehr, Natur- und Umweltschutz gab Vorsitzendem Hans Arend die Möglichkeit, die Vorstellungen der Vogelschützer zu erläutern. Dem DBV geht es vor allem darum, dieses Gelände vor einer Nutzung zu sichern, um bedrohten Pflanzen und Tieren einen Lebensraum zu schaffen. Arend meinte, dass nicht daran gedacht ist, dort ein Experimentierfeld entstehen zu lassen. Man möchte es vor allem zu einem Standort für Lurche entwickeln.
Der Fachausschuss zeigte viel Verständnis für das Anliegen des DBV und vom Vorsitzenden Watermann kam die Anregung, weitere ungenutzte stadteigene Flächen feststellen zu lassen, die ebenfalls den Vogelschützern oder den Jägern für landschaftspflegerische Maßnahmen überlassen werden könnten. Es sei möglich, auch für die Tierwelt viele Ruhezonen zu schaffen.
Es kam zu einer sehr ausführlichen Diskussion, in der alle Ausschussmitglieder zum Ausdruck brachten, dass das Vorhaben der Vogelschützer nur zu unterstützen sei. Man sprach sich schließlich auch dafür aus, dass die Stadt mit dem DBV eine Nutzungsvereinbarung abschließt, wobei das Gelände der ehemaligen Badeanstalt Barksen kostenfrei überlassen werden soll. Es soll ein reines Vogelschutzgebiet werden.

 

DWZ - Hessisch Oldendorf  - 21. April 1981
200. Mitglied begrüßt / DBV-Ortsgruppe wächst beständig / Viele Aktivitäten
DWZ HESSISCH OLDENDORF
In steigendem Maße ist die Zunahme des Bewusstseins für den Natur- und Umweltschutz bei den Bürgern festzustellen. Diesen Aufwärtstrend konnte auch die Ortsgruppe Hessisch Oldendorf im Deutschen Bund für Vogelschutz (Verband für Natur- und Umweltschutz) registrieren. In der Gaststätte "Deutsches Haus" im Ortsteil Rumbeck wurde das 200. Mitglied begrüßt.
Das ist, nur 15 Monate nach der Gründung der Ortsgruppe, ein enormer Erfolg, der zum Teil auch auf die Werbetätigkeit eines Mitgliedes zurückzuführen ist. In der ihm eigenen Art gelang es dem gebürtigen Rumbeckers Wilhelm Dörries innerhalb eines Vierteljahres südlich der Weser den Mitgliederbestand der DBV-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf deutlich zu erhöhen. Er war es dann auch, der dem Rumbecker Peter Sellheim als 200. Mitglied werben konnte.
Sellheim studiert zur Zeit an der Universität Hannover Biologie und beschäftigt sich in seiner Freizeit im heimischen Bereich mit der Erfassung von Lurchen, Amphibien und Insekten in bedrohten Lebensräumen. Wie wichtig diese Tätigkeit ist, zeigt die Tatsache, dass drei Viertel aller heimischen Lurch- und Amphibienarten vom Aussterben bedroht bzw. mehr oder minder stark in ihrem Bestand gefährdet sind. Die Zerstörung der Lebensräume, u.a. durch Zunahme der Fischteichzucht in Hessisch Oldendorf, trägt nicht gerade zur Erhaltung dieser Tierarten bei.
Der DBV versucht, in Hessisch Oldendorf die letzten naturnahen Teiche und Tümpel für diese Lurch- und Amphibienarten zu erhalten bzw. neue Lebensräume zu schaffen. Der DBV hofft dabei auf die Unterstützung der Naturschutzbehörde, der kommunalen Verwaltung, der Politiker und Grundbesitzer sowie der naturverbundenen Bevölkerung.

 

SCHAUMBURGER ZEITUNG - Hessisch Oldendorf - 21. Januar 1980
Vogelschützer gründeten eigene Ortsgruppe / Hans Arend zum Vorsitzenden gewählt / Großer Aufgabenkatalog vorgestellt
hgh HESSISCH OLDENDORF.
Seit Freitag gibt es eine Ortsgruppe Hessisch Oldendorf im "Deutschen Bund für Vogelschutz". Die Verselbständigung der dem bisherigen Schaumburger Vogelschutzverein angehörenden rund 60 Mitglieder ist einerseits aus der Gebietsreform, andererseits als Vollziehung eines Trends auf Landesebene anzusehen, wo innerhalb nur kurzer Zeit die Zahl der Ortsgruppen auf 52 angewachsen ist. Die hiesigen Mitglieder hoffen, sich nun noch intensiver für den Naturschutz und die Landschaftspflege einsetzen zu können, da gerade die Erhaltung und Gestaltung natürlicher Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenwelt eine der Hauptaufgaben des DBV ist.
Die junge Ortsgruppe hat sich folgende Ziele gesetzt: Erhaltung und Gestaltung von Feuchtgebieten, wie beispielsweise der alte Weserarm bei Weibeck, Erhaltung, Pflege und Neuschaffung von Hecken, Feldgehölzen und Brachland sowie die Erhaltung und Pflege von Altholzinseln und Bäumen. Es gilt verstärkt Brutstätten, sowie Ruhegebiete für Rast- und Überwinterungsvögel zu schaffen, die Artenschutzprogramme für Schleiereulen, Steinkäuze, Eisvögel und Regenpfeifer sind zu verwirklichen, was auch für andere Tierarten wie Fledermäuse, Reptilien, Libellen sowie für die gesamte Pflanzenwelt zutrifft. Man hat vorgesehen, den Vogelschutzlehrpfad weiter auszubauen, naturkundliche Wanderungen und Fahrten, Lehrgänge und Seminare anzubieten und auch Diavorträge über Naturschutzthemen zu halten.
Die Gründungsversammlung der eigenständigen Ortsgruppe fand am Freitag im Klubzimmer des Gasthauses "Stadt Kassel" statt, an der auch der Vorsitzende des Kreisverbandes Schaumburg im DBV, Egbert Schulz, teilnahm, der Grüße des Landesvorsitzenden Dr. Strahl überbrachte. Unter der Leitung von Schulz wurde der wegen Krankheit nicht anwesende Hans Arend einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, dessen Stellvertreter Siegfried Donder wurde. Karl-Friedrich Alms übernahm das Amt des Schriftführers, die Kasse führt Fritz Söhlke und die Aufgaben des Jugendwartes werden gemeinsam von Dieter Just und Christina Dömich wahrgenommen. Außerdem wurde ein Beirat ins Leben gerufen, dem als Vertreter der Jäger Heinrich Holste und als Beisitzer Forstoberrat Jürgen Bosse und der Vorsitzende des Heimatbundes, Helmut Otto, angehören. Unter der Leitung von Siegfried Donder wurde außerdem über eine Grundsatzerklärung beraten, die in geänderter Fassung mit großer Mehrheit verabschiedet werden konnte. Zum Abschluss des Beisammenseins führte Kreisvorsitzender Schulz einen Diavortrag über Probleme des Naturschutzes im Weserbergland vor.