Der NABU Hameln-Pyrmont in der Presse

... und aktuelle Berichte der Gruppen vor Ort.

Alle Berichte sind in der Deister- und Weserzeitung erschienen - Berichte aus anderen Zeitungen sind entsprechend gekennzeichnet.


"Wohnen nach Mass" in Coppenbrügge

Coppenbrügge, den 07.April 2018

Junge Naturschützer haben am Samstag, 07. April, in Brünnighausen auf dem Hof der Familie Blötz fleißig gearbeitet, um dem Vogel des Jahres, dem Star, ein komfortables Zuhause in einem neuen Starenkasten bieten zu können.

Damit der Zaunkönig nicht zu kurz kommt, wurden für ihn weich gepolsterte Nisthöhlen geflochten. Bei herrlichstem Frühlingswetter waren alle mit ihrem Arbeitsergebnis voll zufrieden. Und nun hoffen alle, dass sich auch Star und Zaunkönig mit dem neuen Wohnungsangebot schnell anfreunden können.


Ess-Kastanie bereichert Feldmark

Coppenbrügge, den 21.11.2017

DÖRPE - Im Oktober war im Berliner Zoo eine in Deutschland seltene Baumart zum „Baum des Jahres 2018“ ausgerufen worden – die Ess-Kastanie. „Castanea sativa“ punktete mit essbaren Früchten und Blütenpracht. In einigen Jahren wird sie in ihrer ganzen Schönheit auch in der Dörper Feldmark zu bewundern sein

 Dort wurde am vergangenen Wochenende von der NABU-Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf ein Jungbäumchen gepflanzt, das nun zu einem stattlichen Exemplar heranwachsen soll.

 „Mit der Ess-Kastanie und fünf weiteren neuen Bäumen möchten wir die Artenvielfalt der Laubgehölze unseres Baumlehrpfades erweitern“, betont Günter Blötz, der Ortsgruppenvorsitzende. Gepflanzt am Wochenende wurden außerdem eine Lärche, eine Kornelkirsche, eine Elsbeere, ein Bergahorn und eine Sommerlinde – alles Bäume, die in den vergangenen Jahren den Titel „Baum des Jahres“ trugen. Die „Neuen“ werden demnächst ebenso wir die bereits vor einiger Zeit gepflanzten Bäume mit einer Beschilderung versehen.

 Die Anschaffung von fünf Bäumen war finanziert worden vom NABU. Den sechsten Baum, nämlich die Ess-Kastanie, hat Hans-Ulrich Peschka aus eigener Tasche bezahlt. „Das ist mir dieses hervorragende Projekt wert“, betonte Coppenbrügges Gemeindebürgermeister beim Pflanzen des von ihm gestifteten Bäumchens.

 Das Gelände soll Vögeln und Insekten sowohl Lebensraum als auch ein natürliches Nahrungsangebot bieten.        sto


Pflanzaktion des Nabu in DörpeMehr Vielfalt für den Baumlehrpfad

Coppenbrügge, den 18.11.2017

Mit vereinten Kräften wird die Ess-Kastanie gepflanzt. FOTO: DWZ/sto
Mit vereinten Kräften wird die Ess-Kastanie gepflanzt. FOTO: DWZ/sto

 

DÖRPE.

 Im Oktober war von der „Baum des Jahres Stiftung“ im Berliner Zoo eine in Deutschland eher seltene Baumart zum „Baum des Jahres 2018“ ausgerufen worden – die Ess-Kastanie. „Castanea sativa“ punktete mit ihren essbaren Früchten und ihrer reizvollen Blütenpracht. In einigen Jahren wird sie in ihrer ganzen Schönheit auch in der Dörper Feldmark auf dem Gelände des Waldgarten-Projekts“ zu bewundern sein.

 Dort wurde am Wochenende von der NABU-Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf ein Jungbäumchen gepflanzt, das nun zu einem stattlichen Exemplar heranwachsen soll.

 „Mit der Ess-Kastanie und fünf weiteren neuen Bäumen möchten wir die Artenvielfalt der Laubgehölze unseres Baumlehrpfades erweitern“, betont Günter Blötz, der Ortsgruppenvorsitzende. Gepflanzt am Wochenende wurden außerdem eine Lärche, eine Kornelkirsche, eine Elsbeere, ein Bergahorn und eine Sommerlinde – alles Bäume, die in den vergangenen Jahren den Titel „Baum des Jahres“ trugen. Die „Neuen“ werden demnächst ebenso wie die bereits vor einiger Zeit gepflanzten Bäume mit einer Beschilderung versehen.

 Die Anschaffung von fünf Bäumen war finanziert worden vom NABU. Den sechsten Baum, nämlich die Ess-Kastanie, hat Hans-Ulrich Peschka aus eigener Tasche bezahlt. „Das ist mir dieses hervorragende Projekt wert“, betonte Coppenbrügges Gemeindebürgermeister beim Pflanzen des von ihm gestifteten Bäumchens.

 Das Gelände soll Lebensraum und ein natürliches Nahrungsangebot bieten für Vögel und Insekten – mit einem sogenannten „Lesesteinhaufen“ sogar für heimische Reptilien. Die NABU-Ortsgruppe hofft auf lebhafte Nutzung – sowohl von Tieren als auch von Menschen, für die der Waldgarten jederzeit für einen Besuch offensteht.   sto


Baumpflanzungen der NABU-Ortsgruppe

Coppenbrügge, den 16.11.2017

DÖRPE. Am Samstag, 18. November, wird auf dem Gelände des "Wildgarten-Projekts" der Baum des Jahres 2018, die Eßkastanie, gepflanzt. Zusätzlich kommen fünf weitere ehemalige Bäume des Jahres dazu. Damit wird die Artenvielfalt der Laubgehölze des Baumlehrpfads um insgesamt sechs weitere attraktive und nicht alltägliche Vertreter bereichert. Die NABU-Ortsgruppe lädt Gäste und Helfer ein zu der Veranstaltung, die um 9:30 Uhr auf der Wilgartenfläche (Verlängerung des Lindenplatzes) startet.


Spatz und Co. in GefahrDeutlich weniger Vögel und Insekten in Deutschland

Berlin, den 21.10.2017

Allen voran sind Stare betroffen, aber auch Haussperlinge, Wintergoldhähnchen und Buchfinken. FOTO: DWZ/Boris Roessler
Allen voran sind Stare betroffen, aber auch Haussperlinge, Wintergoldhähnchen und Buchfinken. FOTO: DWZ/Boris Roessler

 

Berlin (dpa)

 Die Zahl der Vögel und Fluginsekten in Deutschland geht Untersuchungen zufolge deutlich zurück. So seien zwischen 1998 und 2009 knapp 13 Millionen Brutpaare verloren gegangen, erklärte Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Das sei ein Minus von 15 Prozent.

 Besonders betroffen seien unter anderem der Haussperling (minus 22 Prozent) und der Star (minus 42 Prozent), der gerade erst zum «Vogel des Jahres 2018» gewählt wurde. Lachmann wertete Bestandsdaten aus, die die Bundesregierung 2013 an die EU meldete. Neuere Zahlen werden erst 2019 erwartet.

 Am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell am Bodensee sieht auch der Forscher Wolfgang Fiedler einen Trend zum schleichenden Verlust von Vogelarten. «Wir haben keine eigenen Daten. Aber es trifft auch Vögel, die wir für häufig halten», sagte er.

 Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie untermauert außerdem einen erheblichen Rückgang der Insekten in Deutschland. «Ein direkter Zusammenhang mit dem Vogelrückgang ist sehr wahrscheinlich, denn fast alle betroffenen Arten füttern zumindest ihre Jungen mit Insekten», sagte Lars Lachmann vom NABU.

 In den vergangenen 27 Jahren nahm die Gesamtmasse der Insekten laut Studie um mehr als 75 Prozent ab, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin «PLOS ONE». Die Analyse bestätigt erste, im Sommer vorgestellte Ergebnisse.

 Caspar Hallmann von der Radboud University in Nijmegen (Niederlande) und sein Team hatten Daten ausgewertet, die seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld gesammelt worden waren. Diese hatten in insgesamt 63 Gebieten mit unterschiedlichem Schutzstatus in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und in Brandenburg mit Hilfe von Fallen Fluginsekten gesammelt und deren Masse bestimmt. Der Schwund habe einen weit verheerenderen Effekt als bisher erkannt, stellen die Autoren fest.

 Das betont auch Thomas Schmitt, Direktor am Senckenberg Deutsches Entomologischen Institut in Müncheberg (Brandenburg): Hummeln, Honigbienen und Wildbienen seien als Bestäuber wichtig für viele Pflanzen. Werden Nutzpflanzen nicht mehr regelmäßig angeflogen, entstehen der Landwirtschaft große Verluste, wie Schmitt erklärt. Zudem vertilgen bestimmte Insekten wie beispielsweise Laufkäfer laut Schmitt gerne Pflanzenschädlinge.

 Auf der Suche nach möglichen Gründen für den Insektenschwund untersuchten die Wissenschaftler etwa den Einfluss von Klimafaktoren, der landwirtschaftlichen Nutzung und bestimmter Lebensraumfaktoren. Die Analyse brachte jedoch keine eindeutige Erklärung.

 Für den Rückgang bei Insekten und Vögeln machen Naturschützer vor allem eine intensive Landwirtschaft mitverantwortlich. Der Deutsche Bauernverband warnt hingegen vor voreiligen Schlüssen. Bei beiden Untersuchungen sei die Datenlage unzureichend.

 Ornithologe Fiedler vermutet neben weniger Insekten eine Vielzahl von Gründen für den Vogelschwund, für die allerdings in erster Linie der Mensch verantwortlich sei: eine weniger vielfältige Naturlandschaft für Feldlerche oder Goldammer, weniger Unterschlupf in der Stadt für Schwalben oder Mauersegler. Dazu kämen generell mehr Umweltgifte und Fremdstoffe, die Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Vögeln haben könnten. Auch die Jagd auf Zugvögel im Ausland spiele eine Rolle.

 Die Folgen des Verlusts seien schwer einzuschätzen, sagte Fiedler. «Vögel verbreiten Samen und halten Parasiten in Schach.» Und ein Ökosystem werde generell weniger stabil, je weniger Elemente es enthalte.