Die NaturErlebnisSTätte "NEST"

im Kleingärtnerverein Riepenbach

Senator-Urbaniak-Weg 2, 31789 Hameln, Ortsteil Wangelist

Die NABU-Natur- und Umweltstätte befindet sich in der Grünen Gurke und ist Dienstags (außer Feiertags) ab 18 Uhr geöffnet. Ansprechpartner ist der erste Vorsitzende des KGV Riepenbach, Herr Holger Strauß.

 

Eingebettet in herrlicher Kultur- und Naturlandschaft befindet sich am südwestlichen Stadtrand von Hameln unsere knapp dreieinhalb Hektar große „Kleingartenkolonie Riepenbach“. Im Schutz der bewaldeten Höhenzüge Klüt und Riepen, in Randlage zur ackerbaulich genutzten Feldflur, an einer Seite begrenzt von einem Bachlauf sowie in Nachbarschaft zur lockeren Einfamilienhaus-Bebauung des Stadtteils Wangelist ist es gerade dieser bevorzugte Standort, der ein enormes Potenzial für unser aktuelles Projekt, „Die Naturerlebnisstätte (NEST) Riepenbach“, darstellt.

 

Der KVG Riepenbach und seine Kooperationspartner
Der KVG Riepenbach und seine Kooperationspartner

Das Projekt "NaturErlebnisSTätte" des Kleingartenvereins Riepenbach in Hameln

 Wir Kleingärtner haben durch unsere Beobachtungen schon sehr frühzeitig festgestellt, dass sich durch die im wahrsten Sinne des Wortes naturnahe Lage unserer Anlage in unseren Gärten eine bemerkenswerte Vielfalt der heimischen Fauna wohlfühlt. Bei einer von einem Mitarbeiter unseres Kooperationspartners Naturschutzbund (NABU) Deutschland Gruppe Hessisch Oldendorf/Hameln im April dieses Jahres durchgeführten Zählung wurden beispielsweise alleine 28 verschiedene Vogelarten auf unserem Grundstück gezählt. Darauf sind wir sehr stolz, und durch die ständige Pflege der Nisthilfen arbeiten wir fortwährend daran, diese Vielfalt aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen. Im Bewusstsein dieser abwechslungsreichen Tier- und Pflanzenwelt haben wir uns als Verein im Jahre 2014 auf den Weg gemacht, die bei uns vorkommenden Naturerlebnisse auch für eine breitere Öffentlichkeit erfahrbar, erlebbar und beobachtbar zu machen. Das Projekt NEST war geboren. 


In der Naturerlebnisstätte Riepenbach möchten wir unseren Gästen nach Fertigstellung in 26 Stationen die Natur in den Lebensräumen Garten, Streuobstwiese, Trockenmauer, Feld, (Totholz-) Hecke, Wald, Still- und Fließgewässer direkt auf unserem Gelände sowie in unmittelbarer Nähe am Klüt-Südhang und in der Uferregion des angrenzenden Riepenbaches nahebringen. Auf einem Rundweg können diese Stationen bequem „erwandert“ werden. Es handelt sich dabei einerseits um reine Informationsstationen mit Schautafeln, die über verschiedene Zusammenhänge aufklären, andererseits um begehbare und beschilderte Lehrpflanzungen (heimische Bäume bzw. Obstbäume im Besonderen, Kräuter, Bienenweide plus eigener Bienengarten und einen „Früchte-Weg“) sowie natürlich auch um spezielle zum Mitmachen und zur Interaktion mit der Natur einladende Stationen wie ein „NaturPuzzle“, eine „Quiz-Station“ oder ein Barfußpfad. Darüber hinaus planen wir durch die Anlage von über die gesamte Kolonie verteilten naturnahen Lebensräumen (Insekten-/Schmetterlingswiese, Totholzhecken, Streuobstwiese, Stein-/Reisighaufen, Fledermaushecken mit entsprechenden Nistkästen) die gezielte Ansiedlung immer weiter zurückgedrängter Arten mit dem Ziel, diese beispielsweise bei einer geführten Exkursion in ihrem natürlichen Umfeld erleben zu können. Mit diesen Ansätzen möchten wir uns gleichzeitig an der vom NABU ins Leben gerufenen Aktion „Bunte Meter für Deutschland“ beteiligen, bei der durch den Schutz von Brachflächen oder durch Extensivierung zuvor intensiv genutzter Flächen neue Lebensräume geschaffen bzw. bisherige erhalten werden sollen. 

KGV Vereinsheim "Zur Grünen Gurke" - Foto: H.Strauß
KGV Vereinsheim "Zur Grünen Gurke" - Foto: H.Strauß

 Verteilt über die Gartenanlage sollen Rast- und Ruhebereiche angelegt werden, die zum Verweilen und Beobachten einladen. Die Naturerlebnisstätte wird für alle Besucher offen sein, ist aber insbesondere für Schulen und Kindergärten als Bildungsstätte gedacht. Ein Kindergarten und eine Grundschule befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Schule bewirtschaftet bereits einen Lehrgarten, der Teil des Gesamtprojektes ist. Bei der inhaltlichen Gestaltung und Ausarbeitung des Stationen-Rundweges arbeiten wir eng mit unserem Kooperationspartner, dem NABU Hameln-Hessisch Oldendorf Aerzen, in dem wir Mitglied sind, zusammen. Der NABU besitzt zudem mit zwei eigenen Parzellen ein festes Standbein in unserer Kolonie und ist somit stets vor Ort erreichbar.


 Als integraler Bestandteil vom NEST wollen wir unser Vereinsheim „Grüne Gurke“ mittelfristig zu einem Natur- und Umweltzentrum weiterentwickeln. Ziel ist es, zukünftig als lokale oder sogar regionale Anlaufstelle für Fragen rund um Natur, Umweltschutz und Kleingärtnerei fungieren zu können. Neben praktischen Tipps direkt vom Kleingärtner bzw. von der NABU-Gruppe möchten wir hier in Zukunft für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aber auch für Vereine und andere Interessengruppen spannende Themen u.a. aus den Bereichen Arten- und Biotopschutz anschaulich aufbereitet präsentieren. 

Dazu zählt beispielsweise der Bau von Nistkästen, Futterhäusern und Insektenhotels, das Basteln mit Naturmaterialien oder auch das Durchführen von geführten Exkursionen (Vogelstimmen, Fledermauswanderung, Schmetterlingssichtung etc.).

 Das übergeordnete und alles miteinander verbindende Motto unseres Projektes lautet „Die Natur mit allen Sinnen erleben.“ Wenn wir damit zu einem bewussteren Umgang mit der Umwelt nur ein kleines Stückchen beitragen können, hätte sich der hohe Aufwand schon gelohnt.

Text: Holger Strauß, erster Vorsitzender

Beim Niedersächsischen Landeswettbewerb 2017 "Gärten im Städtebau" hat der KVG Riepenbach eine Silbermedaille gewonnen.
Beim Niedersächsischen Landeswettbewerb 2017 "Gärten im Städtebau" hat der KVG Riepenbach eine Silbermedaille gewonnen.


Der Naturerlebnispfad des KGV Riepenbach

 

START

 

Auf dem Parkplatz beginnt der Rundweg

durch die

NaturErlebnisSTätte NEST Riepenbach.

FOTO: NABU/H. Strauß


STATION 1

 

Beim Insektenhotel wird gezeigt, welche Materialien für ein  Insektenhotel benötigt werden und welche Tiere das Hotel bewohnen.

FOTO: NABU/Holger Strauß


 

STATION 2

 

Im Kräuterweg gibt es alle Küchenkräuter zu sehen, die auch zum Würzen geeignet sind.

FOTO: DWZ/Frank Neitz


 

STATION 3

 

Bei einem Fledermauspfad werden verschiedene Fledermausnisthilfen gezeigt, darunter auch eine Bruthöhle für Haselmäuse.  Außerdem kann man hier auch Pfanzen sehen, die Insekten anlocken, die dann wiederum Nahrung für die Fledermäuse sind.

FOTO: NABU/Holger Strauß


 

STATION 4

 

Bei der Obstbaumallee können verschiedene Obstbausorten begutachtet werden.

FOTO: DWZ/Frank Neitz


STATION 5

 

Der Schulgarten wird von der Grundschule Wangelist bewirtschaftet.

FOTO: Louis Bafrance/wikipedia


 

STATION 6

 

Eine Trockenmauer soll aufzeigen, dass sie wichtige Biotope für zahlreiche Pflanzen und Tiere sind. In den Fugen findet man besondere Pflanzengesellschaften, die sich an extreme Stanortbedingungen angepasst haben. Sie bieten des Weiteren einen wertvollen Lebensraum für verschiedene wärmeliebende Tierarten, beispielsweise für Eidechsen, Erdkröten, Wildbienen und Laufkäfer.  

FOTO: NABU Oldenburg


 

STATION 7

 

Im Rückhaltebecken der Kleingartenanlage gibt es einen kleinen Teich, der von Regenwasser gespeist wird.

FOTO: DWZ/Frank Neitz


 

STATION 8

 

 Garten der Sinne

- riechen

- hören

- fühlen

- sehen

FOTOS: Garten ohne Grenzen (rechts) und Mein schöner Garten (unten)

Der Garten der Sinne wird erst 2017 fertig sein.


 

STATION 9

 

Der Getreidelehrgarten soll über die verschiedenen Getreidearten informieren. Die Früchte dienen als Grundnahrungsmittel zur menschlichen Ernährung oder als Viehfutter.

FOTO: merbalge/wikipedia

FOTOS: Schippelgirls Berlin

Der Getreidegarten wird ebenfalls erst 2017 fertig sein.


STATION 10

 

Das Vereinsheim des Kleingartenvereins "Zur grünen Gurke" wird die Anlaufstation für die NABU-Mitglieder aus Hameln und soll NABU-Zentrum werden.

FOTO:


STATION 11

 

Totholzhecken sind Hecken, die durch linienhafte, lockere Ablagerungen von hauptsächlich dünnerem Gehölzschnitt, wie Äste und Zweige, entstehen.
Darüber hinaus bietet das locker gelagerte Totholz unmittelbar Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Kleinsäuger und Insekten.

 FOTO: Schnippelgirls Berlin


 

STATION 12 und 13

 

 Bei der Quiz- und der Puzzle-Station kann das Wissen getestet werden und Sie können prüfen, was Sie über die Natur wissen.

 

 

Quiz


 

STATION 14

 

Der Barfußpfad ist eine Gehstrecke, auf der durch Barfußlaufen besondere Einneseindrücke und die damit verbundene Entspannung erlebt werden können. Fußfühlpfade werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Derartige Angebote dienen dem Zweck, die Gesundheit und Bewegungskompetenz (nicht nur von Kindern) zu fördern, Interesse an der Natur zu wecken oder einfach originelle Attraktionen für Veranstaltungen.

FOTO: DWZ/Frank Neitz

FOTO:


STATION 15

 

Auf dem Kinderspielplatz können sich die kleinen Besucher austoben.

FOTO: NABU/Holger Strauß


 

STATION 16

 

Beim Früchtebeet werden verschiedene Obstsorten gezeigt. Hier kann man diverse Obstsorten kennen lernen.

FOTO:


 

STATION 17

 

Auf der kleinen Streuobstwiese gibt es eine Ruhezone bei der man den Stimmen aus der Natur lauschen kann und sich auf dem Weg durch das NEST ausruhen kann.

Auf einer Lehrtafel wird der Lebensraum Obstwiese vorgestellt.

FOTO: DWZ/Frank Neitz


 

STATION 18

 

In der Insektenecke wird einiges gezeigt, das unten aufgeführt ist.

 

 

 

 

FOTO: NABU/H. Strauß

Es gibt eine Schmetterligswiese auf der Sträucher und Blütenpflanzen auf der Schmetterlinge und andere Insekten ausreichend Nahrung finden werden.



Hier wird auch ein zweites Insektenhotel gebaut, mit weiteren Hinweisen auf die Bewohner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Insektenecke befindet sich ein Lesesteinhaufen. Der ist ein idealer Lebenraum für viele Tiere u.a. Eidechsen, Insekten, Spinnen, Grabwespen und Käfer.

FOTO: DWZ/Frank Neitz

Bewohner des Lesesteinhaufens

FOTOS: (oben links) Erdhummel/Rasbak - (oben rechts) Mauswiesel/Keven Law - (unten) Zauneidechse/Valerius Geng - alle Wikipedia


 

STATION 19

 

Die Hecke ist ein ganz wichtiger Bestandteil im Naturhaushalt. Sie tragen insbesondere in stark ausgeräumten Landschaften mit geringem oder fehlendem Wald- und Grünlandanteil zur Biodiversität und Vernetzung von Biotopen bei.

FOTO: NABU/Holger Strauß


 

STATION 20

 

Bei dieser Station wird es Informationen zum Thema Wald geben.

FOTO: NABU/H. Strauß

Bei der "Haut der Bäume" sollen die verschieden Baumarten anhand ihrer Rinden erkannt werden.

FOTO: Dorfhotel Oltmanns

Die Station wird in Zusammenarbeit mit dem Forstamt 2017 fertig gestellt sein.


 

STATION 21

 

Hier fliesst der Riepenbach, dem eine weitere Station gewidmet ist. Der Bachlauf führt im Sommer nur ganz wenig oder gar kein Wasser.  Auf der rechten Seite befindet sich der NABU-Garten.

FOTO: NABU/Holger Strauß


NABU-Garten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

STATION 22

 

Im NABU-Garten werden verschiedene Natur-Elemente vorgehalten, die nachfolgend beschrieben werden. Im Garten trifft sich auch regelmäßig die NAJU-Kindergruppe Hameln.

FOTO: DWZ/Frak Neitz

 

Am Gartenhaus werden verschiedene Nisthilfen gezeigt, unter anderem auch für Insekten.

An der Terrasse steht ein Futterhäuschen für Winterfütterungen.

FOTO: igv-Hirrlingen

 

 

 

 

Ein kleines Insektenhotel ist an der Rückseite des Gartenhauses angebracht. Die NABU-Gruppe verkauft diese Insektenhotels auch.

Zu allen Nisthilfen am Haus gibt es Informatios-Tafeln mit Hinweisen zu den Nisthilfen und deren Bewohner.

Eine Übersichtstafel über heimische Vogelarten ist dort ebenfalls vorhanden.

FOTO: NABU/

 

Dieses Gartenhaus gehört ebenfalls zum NABU-Garten.

Auf einer Seite werden wieder verschiedene Nisthifen u.a. für Eulen, Wasseramseln und Turmfalken gezeigt. Hier gibt es auch eine Informationstafel zu Tag- und Nachtgreifvögeln.

FOTO: NABU/

 

 

An der Holzhütte ist ein Starenkasten angebracht.

Bei den Nisthilfen finden Sie Informationen zu den einzelnen Nisthilfen mit den dazugehörigen Vögeln.

FOTO:

 

 

 

Ein alter Apfelbaum steht am Rande des Gartens.

 

Beim Komposthaufen kann man erfahren, wie altes Gartenmaterial verottet und zu Erde wird. Dieser Kompost kann dann auf die Gartenbeete gebracht werden.

FOTO:

 

 

 

 

 

Im Gewächshaus können Tomaten und Gurken gezüchtet werden.

 FOTO: jürgi-würgi/wikipedia

 

An diesen beiden Bäumen wird es eine Hängematte geben, die zum Ausruhen und Träumen einlädt.
FOTO:

 

 

 

Eine Trockenmauer soll zeigen wir verschiedene Tiere diesen Lebensraum nutzen können.

FOTO: NABU Oldenburg

 

Beim Teich können Kinder "tümpeln" und mehr über das Leben im Teich erfahren.

FOTO: NABU/Angelika Wirtz

 

Der Steinhaufen soll zeigen, dass es sich um einen schützenswerten Lebensraum handelt.

FOTO: Dorfhotel Oltmanns

 

 

 

Für die Überwinterung von Igeln haben wir eine Igelkuppel aufgestellt. Außerdem können Igel auch in einem "Hotel" übernachten.

FOTO: Schwegler (rechts) und Dorfhotel Oltmanns (unten)

 

Eine Sitzrunde um eine Feuerstelle soll ein Ruhepunkt im Garten und für die Kindergruppe zum Stockbrotbraten sein.

FOTO:

In einem weiteren Garten, der uns eventuell 2017 überlassen wird, kann der NABU noch weitere Naturelemente einrichten, um die Natur-Erlenbis-Stätte zu ergänzen:

1. Reihe: Winterquartier für Fledermäuse und Amphibien

FOTO: fraport - delatinia

2. Reihe: Blumenwiese für Schmetterlinge

FOTO: oekologie briemle

3. Reihe: Hornissenschutz

FOTO: bund-neckar-alb

4. Reihe: Gründach und Naturflechtzaun als Grenze zum Nachbargarten

FOTO: ZimmereiEickholt -


 

STATION 23

 

Hier gibt es einen Baumlehrpfad, der verschiedene Laub- und Nadelbäume vorstellt.

FOTO: Tourismus Storman


 

STATION 24

 

Der Bienengarten soll das Leben der Bienen zeigen. Da Bienen in erheblichem Maße zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen und deren Erträgen beitragen, ist ihre ökologische Bedeutung beträchtlich; Bienen zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern. 

Unten sieht man den Garten in seinem jetzigen Zustand.

FOTO: Jean Housen/wikipedia


 

STATION 25

 

Im Veranstaltungsgarten können Schulen und Kindergärten Abschlüsse ihrer Einrichtungen und Geburtstagsfeiern ausrichten.


Die Naturerlebnisstätte wird gefördert durch:


Vögel in der Naturerlebnisstätte...

 Birkenzeisig im Januar 2015

...am Futterhäuschen...

Futterhäuschen, Kleiber und junge Kohlmeise.

...und das sind Brutvögel.

Blaumeise, Kohlmeise, Sumpfmeise und Grauschnäpper (FOTOS: Frank Neitz).

Alle FOTOS: NABU/Kathy Büscher

Andere FOTOS sind mit Autorennamen gekennzeichnet.