Wildtiere in Not - was tun?


 Verletzter Mäusebussard.

FOTO: LBV/Hans Buxbaum

Immer wieder erreichen uns Anrufe von Leuten aus dem Lankreis Hameln-Pyrmont, die ein verletztes Wildtier gefunden haben und nicht wissen, was sie damit tun sollen. Oft wurden sie zuvor bereits beim Tierarzt mit einem Verweis auf den NABU abgewiesen. Was viele nicht wissen: nach der Berufsordnung der Tierärztekammer Niedersachsen von 2013 sind

 

                                                     ALLE Tierärzte

 

zur Erstversorgung von Tieren bei Notfällen verpflichtet (§12 Absatz 12), wobei der Gesetzgeber NICHT zwischen Haus- und Wildtieren unterscheidet!  

Bitte informieren Sie sich vorher über die Kosten, welche die notwendige Behandlung nach sich ziehen wird. Nicht alle Tierärzte versorgen Wildtiere kostenfrei. Prinzipiell hat derjenige für die Kosten aufzukommen, der das Tier aufgenommen und zum Tierarzt gebracht hat! 


Wenn Sie ein verletztes Tier gefunden haben, gibt es hier Hilfe:


Junger Feldhase.

FOTO: Wildtier- und Artenschutzstation


Wildtier- und Artenschutzstation e.V.
Hohe Warte 
31553 Sachsenhagen

Telefon: 05725-708730

E-Mail: info@wildtierstation.de

Fax: 05725-708740

Website: http/www.wildtierstation.de


Greifvögel

Uhu.

FOTO: Wisentgehege Springe

 


Niedersächsische Landesforsten
Wisentgehege Springe 

Wisentgehege 2 
31832 Springe 
Telefon: 05041-5828
                                                                               E-Mail: info@wisentgehege-springe.de

                                                         Website: http://www.wisentgehege-springe.de/

Das Wisentgehege nimmt nur Greifvögel auf, dazu zählen auch Eulen.

So können Sie Greifvögeln helfen                 mehr

 


Singvögel

Junge Amsel.

FOTO: NABU/Walter Wimmer


Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind und von unzureichend informierten Spaziergängern mitgenommen werden. Dabei gilt: Wer auf einen einsam und hilflos wirkenden Jungvogel trifft sollte das Tier auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern es an Ort und Stelle belassen.

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wichtig ist, dass der Finder eines „aus dem Nest gefallenen“ Jungvogels besonnen die Situation beurteilt und sich möglichst fachkundigen Rat einholt, bevor er handelt. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

Bitte seien Sie sehr vorsichtig mit der Aufnahme von Jungvögeln - dies sollte immer der letzte Schritt sein, damit man den Tieren nicht, ohne es zu wollen, mehr schadet als hilft!

Was richtigerweise zu tun wäre, sagt die Entscheidungsbaum-Grafik:

Ansprechpartner beim NABU:

 

  • Bad Münder: (05042) 989120 oder 5560
  • Bad Pyrmont: (05281) 956683 oder 2439
  • Coppenbrügge/Salzhemmendorf: (05156) 7006 oder 1320
  • Emmerthal: (05155) 5515 oder (05154) 709750
  • Aerzen: (05154) 2049
  • Hameln: (05151) 820887 oder 67177
  • Hessisch Oldendorf: (05152) 1581 oder 61177 und 525322 (Greifvögel)

So können Sie Singvögeln helfen               mehr

 


Fledermäuse

Zwergfledermaus.

FOTO: NABU/Eckharg Grimmberg

Beim Fund einer verletzten oder toten Fledermaus wenden Sie sich bitte an den Regionalbeauftragten für Fledermausschutz:

                                                                                           Rainer Marcek

                                                                                 Telefon: 05151-62716

                                                                                  E-Mail: sur-marcek@web.de

Fledermäuse sehen mit ihren Ohren, fliegen mit ihren Händen – und das bereits seit ca. 50 Millionen Jahren! Heute leben auf der Erde mehr als 1.200 Fledermausarten. In Deutschland fliegen 25 Fledermausarten durch die Nacht. Dabei stoßen sie zwar kaum auf natürliche Feinde, aber sie kämpfen mit den negativen Folgen einer intensiven Land- und Forstwirtschaft sowie der Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Menschen: Viele ihrer traditionellen Quartiere wurden zerstört und Nahrungsquellen reduziert. Unterstützt wurde dieser Wandel durch ungerechtfertigte Vorurteile gegenüber Fledermäusen. Doch jeder kann zu ihrem Schutz etwas beitragen. Fledermausschutz ist auch immer Naturschutz in einem weiteren Sinne, von dem viele weitere Arten in Flora und Fauna profitieren.

So können Sie Fledermäusen helfen              mehr

 


Igel

Igel kurz nach der Geburt.

FOTO: NABU/Korinna Seybold


IGEL-Beratungsstelle Hameln

Sültstraße 53

31860 Emmerthal

Telefon: 05155-951009

E-Mail: igelberatung.hameln@gmx.de.

Igel sind fast allen Menschen bekannt. Umso Mehr verwundert es, warum so wenig Informationen über diese stacheligen Gesellen bekannt sind. Igel gehören zu den geschützten Wildtierarten. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Igel nur in Ausnahmefällen aus ihrem Lebensraum in der freien Natur - darunter fällt auch der eigene Garten - entnommen werden.

In folgenden Fällen ist grundsätzlich eine art- und fachgerechte Aufnahme in häusliche Pflege erlaubt:

  • verletzte Igel
  • mutterlose Igel (im Sommer)
  • von Maden befallene und torkelnde Igel
  • stark untergewichtige (bei Jungigeln Anfang November deutlich unter 500 Gramm)
  • bei Dauerfrost und/oder geschlossener Schneedecke - jeder aktive Igel

Nicht jeder Igel braucht Hilfe, nötige Hilfe muss jedoch richtig sein!

Sie haben einen Igel gefunden der hilfsbedürftig erscheint, bevor Sie diesen ausnahmsweise in Pflege nehmen, stellen Sie erst einmal die Hilfsbedürftigkeit fest, bevor Sie mit der Aufnahme die alleinige Verantwortung für ein Wildtier übernehmen. Falls Ihnen das nicht möglich ist, wenden Sie sich bitte an die IGEL-Beratungsstelle Hameln. Dort werden Ihnen die nötigen Informationen gegeben.

So können Sie Igeln helfen                      mehr

 


Insekten

Hornisse.

FOTO: wikipedia/R. Altenkamp


Wenn Sie Probleme mit Bienen, Hornissen und Wespen haben, wenden Sie sich bitte an den Landkreis Hameln-Pyrmont oder die Stadt Hameln. Der NABU Hameln-Pyrmont hat keinen Fachmann der sogenannter Wespenberater ist und darf daher bei Problemen mit den Insekten nicht tätig werden!

Untere Naturschutzbehörde

Süntelstraße 9

31785 Hameln

Telefon: 05151903-4403

E-Mail: landkreis@hameln-pyrmont.de

Website: www.hameln-pymont.de

Untere Naturschutzbehörde

Tier- und Pflanzenschutz

Rathaus, Hochhaus 4. OG

Telefon: 05151-202-1471

E-Mail: naturschutz@hameln.de

Website: http://www.hameln.de/

Insekten sind, wie viele andere Tiere und Pflanzen, für das ökologische Gleichgewicht in der Natur unerlässlich. Wildbienen leisten einen oft sehr unterschätzten Beitrag als Bestäuber unserer Obstgehölze. Eine einzige Mauerbiene kann so viele Blüten bestäuben wie 80 bis 300 Honigbienen!

So können Sie Insekten helfen                mehr


Amphibien

Feuersalamander.

FOTO: NABU/

Wie können Sie Amphibien helfen?

 

Pestizide und andere Giftstoffe schädigen die Lurche und ihre Nahrungstiere (Insekten, Spinnen und Würmer) und sollten daher weder in der Landwirtschaft noch im privaten Garten in der Nähe von Laichgewässern ausgebracht werden.

 

Schaffen Sie in Ihrem Garten eine Ecke, wo Amphibien leben und überwintern können, zum Beispiel durch die Anlage eines Gartenteichs, einer Totholzecke oder eines Laubhaufens. Sorgen Sie dafür, dass an Ihrem Haus Lichtschächte und Kellertreppeneingänge nicht zu Todesfallen für Amphibien und andere Tiere werden. Ein Brett längs der Treppen gelegt, kann Fröschen und Kröten helfen, sich zu befreien. Fliegendraht über den Lichtschacht sorgt dafür, dass Insekten und andere Kleintiere nicht elendig zu Tode kommen. Bitte haben Sie als Autofahrer Verständnis, wenn Straßen für die Wanderzeit (im Frühjahr während der Abenddämmerung und nachts) gesperrt sind, achten Sie auf die Hinweisschilder und nehmen Sie einen kleinen Umweg in Kauf.

 

Bitte entnehmen Sie keine Lurche oder deren Laich und Larven aus der Natur. Um Amphibien wirkungsvoll schützen zu können, müssen ihre Vorkommen, Lebensräume und Wanderwege bekannt sein. Melden Sie daher Ihnen bekannte Amphibienvorkommen an den NABU:

 

  • Aerzen: Angelika Ergezinger - 05154-1227
  • Bad Münder: Anne Zuzmann - 05042-5560
  • Bad Pyrmont: Holm Rengstorf - 05281-162145
  • Coppenbrügge/Salzhemmendorf: Günter Blötz - 05156-7006
  • Emmerthal: Oliver Gockel - 05155-5515
  • Hameln: Christian Weidner - 05151-820887
  • Hessisch Oldendorf: Rudolf Meyer - 05158-2911