Chronik des NABU Hameln-Pymont


1974

  • Die Anfänge des N A B U reichen bis zum Jahr 1971 zurück, denn bereits in diesem Jahr finden naturkundliche Wanderungen in Rinteln statt. Es gibt einen Schaumburger Vogelzucht- und -schutzverein. Er meldete sich durch Egbert Schulz (langjähriger NABU Landesvorsitzender in Niedersachsen) aus Rinteln, als Gruppe beim damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz DBV an.

1975

  • Eine vogelkundliche Wanderung zum Naturschutzgebiet Hohenstein ist ein Riesenerfolg und musste wiederholt werden, außerdem bringt sie in Hessisch Oldendorf viele neue Mitglieder. In der Stadtsparkasse wird zum ersten Mal eine Vogelschutzausstellung gezeigt.

1976

  • Eine nochmalige Ausstellung in Hessisch Oldendorf trägt zur weiteren Erhöhung der Mitgliederzahlen bei. Im Stadtgebiet kann ein Vogelschutzlehrpfad eingerichtet werden, zu dem auch eine Schautafel gehörte, die heute noch funktionsfähig ist und auch benutzt wird.

1977

  • Bei der Gruppe Hessisch Oldendorf findet der erste Dia-Vortrag mit dem Thema "Belauschte Natur im Weserbergland" statt. Hingegen konnten Pläne, den Erhalt der Natur an den Oldendorfer Kiesseen zu sichern, nicht realisiert werden - ein Angelverein kaufte die Teiche.
  • Die Gruppe Hameln wird am 12. März gegründet. Der Vorsitzende, Horst Wöhler, hielt Dia-Vorträge in Hameln und Hessisch Oldendorf.

1978

  • In Hessisch Oldendorf wird das erste Grundstück, ein 9 Morgen großer Weseraltarm im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Weibeck gepachtet.
  • Bei der Gruppe Hameln beschränkt sich die Hauptarbeit in den ersten drei Jahren auf den Vogelschutz, Kartierungen von schützenswerten Landschaftsteilen sowie die Bestandserfassung von Tier- und Pflanzenarten.

1979

  • In Hameln entstehen die ersten Arbeitsgruppen: Eulenschutz, Bachvogel- und Uferschwalbenschutz, Bestandserfassung von Greifvögeln, sowie eine Jugendgruppe.
  • Am Jahresende trennen sich der Vogelzucht- und der Vogelschutzverein Schaumburg und es entstehen zwei eigenständige Vereine. Der eine bleibt im Schaumburger Land und wird die DBV Gruppe Rinteln, der andere orientiert sich nach Hameln-Pyrmont und dort entsteht die DBV Gruppe Hessisch Oldendorf.

1980

  • Am 18. Januar wird die Gruppe Hessisch Oldendorf aus der Taufe gehoben. Es wurde sofort mit der Arbeit begonnen. Beim Artenschutz wurden Steinkauzöhren im gesamten Stadtgebiet angebracht und im OT Weibeck konnten Kopfweiden geschneitelt werden. Bei der Naturschutzlotterie verkaufte die Gruppe über 5 000 Lose und in der Stadtsparkasse wurde eine Ausstellung "Schutz der Tiere und Pflanzen in ihren Lebensräumen"
  • Die Arbeitsgruppe Kopfweiden- und Heckenpflege führte bei der Gruppe Hameln erste Einsätze durch.

1981

  • Zum ersten Mal erhält die Gruppe Hessisch Oldendorf ein Grundstück kostenlos von der Stadt - eine ehemalige Badeanstalt. Das ist der Anfang des Fließgewässer-Renaturierungsprogrammes. Dafür werden auch Kartierungen durchgeführt und eine Greifvogelerfassung rundete außerdem das Programm ab. Die Mitgliederzahl steigt auf über 200.
  • An der Remte bei Behrensen kann von der Gruppe Hameln ein erstes Betreuungsgebiet angepachtet werden und die Arbeitsgruppe Lurchschutz beginnt mit ihrer Tätigkeit.

1982

  • In Hess.Oldendorf wird damit begonnen, den Amphibien mit einem Krötenzaun zu helfen und in der Stadsparkasse wird eine Ausstellung über den "Vogel des Jahres" 1981, dem Schwarzspecht durchgeführt und mit dem Unterhaltungsverband "Exter-Wesertal" über 700 Erlen an zwei Bächen gepflanzt. Die Gruppe betreut sieben Schutzgebiete mit etwa 2,5 Hektar Fläche.
  • Zusammen mit der Gruppe Sünteltal (Bad Münder), die im Februar gegründet wird, entsteht am 10. Juni auch der Kreisverband Hameln-Pyrmont.
  • Als erste Maßnahme der neuen Gruppe Sünteltal wird eine Amphibienschutzmaßnahme an der K 61 bei Nienstedt durchgeführt.

1983

  • Am 24. Februar wird die Gründung in Bad Pyrmont durchgeführt und am 2. Dezember entsteht die Gruppe Ostkreis (später dann Coppenbrügge/Salzhemmendorf).
  • In Hameln beginnt die Arbeitsgruppe Fledermausschutz mit ihren Tätigkeiten.
  • In der Gruppe Sünteltal werden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet: Hecken und Feldgehölze, Vögel, Schmetterlinge und Insekten, Amphibien und bedrohte Pflanzen
  • Zum ersten Mal beteiligt sich die Gruppe Hessisch Oldendorf an der Sammlung der Deutschen Umwelthilfe. Es wurde ein Natur- und Umweltschutzpreis für Nichtmitglieder ausgelobt. Die Stadt Hessisch Oldendorf erhielt als erste den Preis für ihre Unterstützung der NABU Gruppe sowie für die Einführung einer Baum- und Heckenschutzverordnung im Stadtgebiet.
  • Der Kreisverband fordert vom Landkreis eine Gewässergütekarte.

1984

  • In Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung wird in Hessisch Oldendorf eine Ausstellung über das Waldsterben gezeigt. Unter der Schirmherrschaft von FOR Jürgen Bosse werden mehrere Exkursionen in bedrohte Teile unserer heimischen Wälder sowie Vorträge über das Waldsterben gehalten. Die Ausstellung wird im gesamten Landkreis gezeigt und findet viel Beachtung sowie Anerkennung. Eine Amphibienschutzaktion, sie wurde bereits zum drittenmal Mal durchgeführt, rettete 2. 300 Tiere und zusammen mit der Jägerschaft können mehr als 7 000 Sträucher und Bäume gepflanzt werden.
  • Die Gruppe Hameln pachtet ihr zweites Grundstück bei Grießem.
  • Der Landkreis Hameln-Pyrmont fördert erstmalig Naturschutzmaßnahmen der NABU Gruppen.

1985

  • In der Böbberbach-Niederung wird das erste Grundstück gekauft und von der Gruppe Sünteltal im heutigen Landschaftsschutzgebiet zwei Landschaftsteiche angelegt. Die Aktionen der Amphibienschutzmaßnahmen werden weiter ausgedehnt.
  • Die Gruppe Hameln erhält den "Feldschlösschen Naturschutzpreis" für ihr Pachtgebiet an der Remte und die Arbeitsgruppe Schmetterlingsschutz nimmt ihre Arbeit auf.
  • Bei der Straßenplanung zur B 83 hat die Gruppe Hessisch Oldendorf bereits 1980 eine Stellungnahme abgegeben und die Planungen bemängelt. Nachdem die Straßenbaubehörde ihre Planungen geändert hat, nachdem der NABU ihr schwerwiegende Fehler vorgeworfen hatte, wird die Trasse von der Nordvariante auf die Südvariante verlegt.

1986

  • Der NABU Landesverband veranstaltet seine Vertreterversammlung in der Stadthalle Hessisch Oldendorf. Die Gruppe kann die Zahl der Schutzgebiete auf 24 erhöhen und mit der ABM-Kraft Bernd Lampe werden die Fließgewässer untersucht. In Hemeringen beginnt am Osterholzer Bach eine Serie von Fließgewässer-Renaturierungen, die über den Höllenbach in Langenfeld bis ins Jahr 2010 mit dem Barkser Bach reicht.
  • Am 26. April tritt um 1:23 Uhr in Tschernobyl der Super-GAU ein.
  • Das NSG Kalkofen in Hameln wird der dortigen Gruppe zur Betreuung übertragen.
  • Von der Gruppe Sünteltal sind an den Ortsverbindungsstraßen über 300 Obstbäume gepflanzt worden.
  • Der Kreisverband veranstaltet erstmalig ein naturkundliches Wochenende in NABU Gut Sunder.

1987

  • Die Gruppe Hessisch Oldendorf veröffentlicht die Fliessgewässeruntersuchungen in einer 86-seitigen Broschüre - die 600 Exemplare werden in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland verteilt. Das Pilotprojekt eines privaten Naturschutzverbandes findet Anerkennung und große Beachtung in der Fachwelt.
  • Am 24. Juni findet die Gründung der Gruppe Emmerthal mit 14 Mitgliedern statt. Die Gruppe pachtet sofort Flächen in der Gemeinde, die sie auch heute noch pflegt.
  • In Hameln richtet die dortige Gruppe die NABU Landesvertreterversammlung im BHW aus und feierte damit ihr 10-jähriges Bestehen. Außerdem erhält die Gruppe erneut den "Feldschlösschen Naturschutzpreis" für die Arbeitsgruppe Fledermausschutz.
  • Im Raum Bad Münder werden in der Zeit von 1985 bis 1990 zahlreiche Grundstücke von der Gruppe Sünteltal gepachtet und auch gepflegt. Eine erste Feldhecke wird zwischen Eimbeckhausen und Egestorf gepflanzt. Der Vorsitzende Wolfgang Günther wird beratendes Mitglied im Umweltausschuss der Stadt Bad Münder.
  • Der Kreisverband mit seinem Vorsitzenden Hans Arend wird beratendes Mitglied im Kreis-Umweltausschuss.

1988

  • In Hessisch Oldendorf werden zwei Räume im "Werkhaus" angemietet, um den hauptamtlichen Mitarbeitern der Gruppe eine Bleibe zu schaffen. In der Volksbank wird eine Ausstellung über Orchideen gezeigt und im Herbst nehmen zwei Teilnehmerinnen am "Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)" ihre Arbeit auf.
  • Die Fledermausgruppe der Gruppe Hameln übernimmt die Betreuung eines künstlichen Fledermausstollen in Welliehausen.
  • Der Landkreis kauft ein Grundstück nur für Naturschutzzwecke und stellte es der Gruppe Hessisch Oldendorf kostenlos zur Verfügung.

1989

  • In Bonn erhält die Gruppe Hessisch Oldendorf einen Europäischen Umweltpreis für ihre Fliessgewässer-Untersuchungen. Es stehen weitere Renaturierungen an Bächen im Stadtgebiet an. Die Gruppe beteiligt sich erstmalig am "Birdwatch-Day" und führt vogelkundliche Wanderungen an den Kiesteichen bei Großenwieden durch.
  • Die Gruppe Hameln mietet am Berliner Platz zusammen mit dem BUND Räume und richtet dort ein Natur- und Umweltzentrum ein.

1990

  • Die Gruppe Hessisch Oldendorf feiert ihr 10-jähriges Jubiläum in der Stadthalle und als Krönung kehrte nach über 50 Jahren ein Weißstorchpaar zurück und beginnt auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei mit der Brut. Das Umweltministerium stellt der Gruppe 32.000 DM aus dem Gewässer-Randstreifenprogramm für den Kauf eines Grundstückes zur Verfügung, damit dort eine Bach-Renaturierung durchgeführt werden kann.
  • Am Eilenberg bei Bad Münder legt die Gruppe Sünteltal eine Streuobstwiese und pflanzt bis zum Jahre 2000 über 2.000 Meter Feldhecken und etwa 400 Hochstamm-Obstbäume an Feldwegen. Es wird erstmalig eine ABM-Kraft beschäftigt.
  • Die Arbeitsgruppe Fledermausschutz Hameln beginnt mit einer flächendeckenden Erfassung der Fledermausvorkommen in allen Kirchen des Landkreises.
  • In Worms wird der Deutsche Bund für Vogelschutz umbenannt in Naturschutzbund Deutschland N A B U.

1991

  • Mit Sonja Wissel stellt die Gruppe Hessisch Oldendorf eine neue ABM-Kraft ein. Sie soll eine Jugendgruppe aufbauen und mit den Kindern und Jugendlichen Aktionen durchführen.
  • Die Naturschutzjugend in Hameln veranstaltet ein erfolgreiches "Regenwaldjahr", mit einem Höhepunkt durch einen Dia-Vortrag von Rüdiger Nehberg, an dem 400 !!! Besucher teilgenommen haben.

1992

  • Umweltminister Klaus Töpfer löste sein Versprechen aus dem Jahr 1989 ein und pflanzte mit Kindern der Jugendgruppe einen Baum in Hessisch Oldendorf. Bei Rumbeck wird ein Schutzzaun der Krötenaktionen durch eine feste Einrichtung, einer ausgediente Straßenleitplanke, ersetzt.
  • Die Gruppe Hameln beschäftigt erstmalig zwei Teilnehmerinnen vom "Freiwilligen Ökologischen Jahr". Der Landkreis zeichnet die Gruppe mit einem zum ersten Mal verliehenen Umweltpreis aus. Der Preis war für die Bemühungen der Fledermausgruppe um die Unterschutzstellung des Klüttunnels als Fledermausquartier.
  • Die Mitgliederzahl der Gruppe Sünteltal hat sich auf inzwischen über 140 erhöht. Von Oktober bis März werden fast jeden Samstag Arbeitseinsätze zur Landschaftspflege vorgenommen. Zum 10jährigen Bestehen gibt es eine Jubiläumsschrift und eine Ausstellung in der Volksbank Bad Münder.
  • Der Kreisverband kann ebenfalls sein 10jähriges Bestehen feiern.

1993

  • Die AB-Maßnahmen der Gruppe Hessisch Oldendorf laufen aus, es kann jedoch eine neue Maßnahme mit dem Dipl. Ing. Michael Güttler durchgeführt werden. Dieser hat mit einer neuen Gewässeruntersuchung begonnen. Die Jugendgruppe macht einen Gegenbesuch bei Umweltminister Töpfer in Bonn und nimmt an einem Zeltlager sowie einer Fahrt von Lübeck entlang der Elbe zu den Meißendorfer Teichen und Gut Sunder teil.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe Hameln wird bei der Teilnahme am 1. Hamelner Ökomarkt praktiziert. Die AG Lurchenschutz kann große Erfolge verzeichnen, indem sie 1.900 Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander von den Straßen aufgesammelt haben. Die NABU Kindergruppe kann bei der Auftaktveranstaltung zur Agenda 21 der Niedersächsischen Umweltministerin Monika Griefhahn eine Bildersammlung zum Thema "Wie sich Kinder ihre Umwelt wünschen" vorstellen. Eine Fledermausgruppe wird gegründet.
  • In der Zeit zwischen 1990 und 2000 werden die Amphibienschutzmaßnahmen der Gruppe Sünteltal weiter intensiviert und ausgedehnt. In Nienstedt und Bad Münder werden Ersatz-Laichgewässer angelegt. Matthias Großmann wird neuer Vorsitzender der Gruppe und erste mehrtägige Exkursionen in die neuen Großschutzgebiete in den neuen Bundesländern finden statt.
  • Die Gruppe Bad Pyrmont feiert ihr 10-jähriges Bestehen.

1994

  • Bei der Gruppe Hameln wird durch die Fledermausgruppe im Stadtwald mit einer Hohlbaumkartierung begonnen.
  • Auf der ehemaligen Schule im Ortsteil Rumbeck wird zusammen mit der Hilfe des Landkreises, der Stadt Hessisch Oldendorf und einer hiesigen Dachdeckerfirma ein Kunsthorst für Weißstörche errichtet.
  • Die Gruppe Sünteltal legt eine Streuobstwiese an und pflanzt auf ihr 80 Hochstamm-Obstbäume an. Durch die Mitgliederwerbung erhöht sich die Zahl der Mitglieder auf über 350.
  • Der Kreisverband führt mit den Gruppen Bad Pyrmont, Emmerthal, Hameln und Sünteltal die erste Mitglieder-Werbeaktion durch. Die Werber waren halbprofessionell tätig und vorwiegend Studenten aus Österreich. Die Mitgliederzahl kann erheblich verbessert werden.

1995

  • Die Arbeitsgruppe Eulenschutz kann wieder aktiviert werden, nachdem sie 1991 ihre Arbeit eingestellt hatte. In Klein Berkel wird durch die Gruppe Hameln eine Auswilderungsaktion von Schleiereulen gestartet.
  • Die Schüler und Schülerinnen des Schiller-Gymnasiums in Hameln erhalten den Natur- und Umweltpreis der Gruppe Hessisch Oldendorf, den diese seit 1983 verleiht. Der Biologie-Leistungskurs pflanzte am Barkser Bach eine Hecke und entfernte dort Bongossi-Faschinen bei der Renaturierungsmaßnahme. Die Gruppe stellt Überlegungen an, was mit den 55 Naturschutzflächen geschehen soll. Mit 16 Hektar Größe können die erforderlichen Pflegemaßnahmen nicht mehr durchgeführt werden, weil auch die Bereitschaft der Mitglieder nicht mehr vorhanden ist.
  • Die Gruppe Sünteltal kann in der Zeit zwischen 1990 und 2000 weitere Feuchtwiesen- und Trockenrasenflächen in Bad Münder und Umgebung anpachten.

1996

  • Bei der beginnenden Renovierung des Schwimmbades in Hessisch Oldendorf werden auf Initiative des NABU 10.000 Amphibien gerettet und können an andere Standorte gebracht werden. Die Untere Naturschutzbehörde verfügt nach der Fertigstellung eine Sammelaktion für die Lurche, an der sich die Stadt und der NABU Hessisch Oldendorf beteiligten.

1997

  • Eine Studentengruppe der UNI Hannover präsentiert in Bad Münder ein Schutz- und Entwicklungskonzept für den Waltershagener Bach im Schullandheim Nienstedt. Die Gruppe Sünteltal erstellt einen Baumkataster für das gesamte Stadtgebiet der Stadt Bad Münder, der als ein Bestandteil einer Baum- und Heckenschutzverordnung eingeflossen ist.
  • Im Winter hat die Arbeitsgruppe Kopfweidenpflege über 70 Kopfbäume in der Stadt Hameln geschneitelt.
  • Im Ortsteil Großenwieden der Stadt Hessisch Oldendorf findet zum ersten Mal ein sogenannter "Bird-Watch-Day" statt, bei dem eine naturkundliche Wanderung an den dortigen Kiesteichen durchgeführt wird. Die erneuten Gewässeruntersuchungen werden wieder in einer Broschüre veröffentlicht und eine im Rahmen eines Tierartenerfassungs-Programmes von Dietmar Meier herausgegebenen Dokumentation über Kraniche wird von der Stadtsparkasse gefördert.

1998

  • 10 vom Landkreis und der Deutschen Umwelthilfe geförderte Steinkauzröhren werden im gesamten Stadtgebiet von Hessisch Oldendorf angebracht. Zusammen mit den Kindern, den Eltern, den Lehrern, dem Hegering und der NABU Gruppe Hessisch Oldendorf wird der Schulhof der Grundschule in Großenwieden naturgerecht umgestaltet.

1999

  • Das Storchennest auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei in Hessisch Oldendorf drohte herunterzufallen. Unter Mithilfe der Feuerwehr, der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem "Storchenvater" Dietmar Meier kann der Horst gesichert werden. Auf dem Wochenmarkt verschenkt die Gruppe 100 Nisthilfen während einer einstündigen Life-Sendung des Radiosenders "Radio Aktiv".
  • In Bad Münder begann die Beweidung einiger Pachtgrundstücke in der Böbberbachniederung mit Galloways.

2000

  • In der Zeit bis 2005 pflegt die Gruppe Sünteltal jedes Jahr Hecken und Kopfweiden und lässt auf einigen ihrer Grünlandflächen Galloway-Rinder weiden. Durch die erneute Mitgliederwerbung kann die Zahl der Mitglieder auf über 500 gesteigert werden.
  • Mit der Jahreswende beginnt ein neues Jahrtausend mit der Hoffnung auf mehr Verständnis für die Natur und eine bessere Welt für Menschen, Tiere und Pflanzen.
  • Die Gruppe Hessisch Oldendorf stellt 10 Jahre nach der Rückkehr der Weißstörche, eine Schautafel mit Hinweisen auf die Störche am Bahnhof. Die Gruppe nimmt erstmalig mit eigenen Detektoren zur Fledermausbestimmung an der bundesweiten "European Bat-Night" teil.
  • Im Kreisverband wird die zweite Werbeaktion zur Gewinnung neuer Mitglieder mit den Gruppen Sünteltal und Hessisch Oldendorf durchgeführt.

2001

  • Die Renaturierung des Barkser Baches kann in diesem Jahr beendet werden. Mit den Mitteln der Stadt Hessisch Oldendorf, der Bingo-Lotterie (25.000 DM), einem Zuschuss der Bezirksregierung und Eigenmitteln (10.000 DM) des NABU kann die Gesamtmaßnahme abgeschlossen werden.

2002

  • Eine Bestandsaufnahme der Oldendorfer Störche hat ergeben, dass im Durchschnitt 1,7 Jungtiere aufgezogen wurden. In diesem Jahr konnten die Weißstörche vier Jungstörche erbrüten und auch aufziehen. 
  • Hans Arend erhält aus der Hand des stellvertretenden Landrates, Klaus Arnold, den Niedersächsischen Verdienstorden für seine Verdienste im Natur- und Umweltschutz.

2003

  • Zusammen mit dem Forstamt Hessisch Oldendorf und der Fledermausgruppe Hameln wird in der Stadtsparkasse eine Ausstellung über Fledermäuse gezeigt, die neben vielen Besuchern auch 15 Schulklassen und zwei Kindergartengruppen besucht haben.

2004

  • Im Ortsteil Zersen der Stadt Hessisch Oldendorf wird eine etwa 50 Meter lange Ampibieneinrichtung fest eingebaut. Damit hat Gruppe Hessisch Oldendorf die letzte Schutzeinrichtung bei ihren Krötenaktionen fertiggestellt.
  • Die Gruppe Sünteltal ergreift die Initiative zur Renaturierung der Hamel im Bereich von Bad Münder. Mit der Unterstützung der Stadt soll die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische geschaffen werden
  • Der Kreisverband führt seine dritte Mitglieder-Werbeaktion mit allen Gruppen, außer Emmerthal, durch. Sie bringt über 1 500 neue Mitglieder für Hameln-Pyrmont und die den Kreisverband stärkten.

2005

  • Die Gruppe Hessisch Oldendorf feierte ihr 25jähriges Jubiläum mit einem Festakt in der Stadthalle. Zu Gast war unter anderem der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander.
  • In Hessisch Oldendorf hat die Gruppe im NSG Hohenstein das Wassertretbecken im Bereich des Blutbachtales mit Unterstützung der Sparkasse Weserbergland renaturiert.
  • In Coppenbrügge wird von der dortigen Gruppe eine Streuobstwiese angelegt, auf der Kinder aus der Umgebung alte Obstbaumarten gepflanzt haben.
  • In Bad Münder plant die Gruppe Sünteltal im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie eine Reihe von Renaturierungsmaßnahmen an der Hamel. Es soll ein Umgehungsgerinne geplant und gebaut werden.

2006

  • Das Weißstorchpaar in Hessisch Oldendorf hatte das letzte Mal auf dem Schornstein der Molkerei gebrütet und ist 2007 nicht mehr zurückgekehrt.
  • Die Gruppe Sünteltal startet mit der Renaturierung der Hamel und erhält vom Niedersächsischen Umweltmisterium ein großes Lob.
  • Der Kreisverband stellt sich und seine Gruppen ins Internet.

2007

  • Die Gruppe Sünteltal begeht ihr 25järiges Jubiläum mit einer Feierstunde und einer Ausstellung in der Kreissparkasse. Auch der Kreisverband kann ebenfalls auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken.
  • In Emmerthal kann das 20jährige Jubiläum gefeiert und verdiente Mitglieder geehrt werden.

2008

  • Der Kreisverband führt seine vierte Mitglieder-Werbeaktion mit allen Gruppen, außer Emmerthal, durch. Sie brachte über 500 neue Mitglieder für Hameln-Pyrmont und die den Kreisverband stärkten.
  • Die Gruppe Hessisch Oldendorf hat zum ersten Mal am Umwelttag im Bürgergarten in Hameln teilgenommen. Der Klimashop des Landesverbandes Niedersachsen kam zum Einsatz.
  • In Großenwieden errichtet die Gruppe Hessisch Oldendorf ein Insektenhotel, das dritte nach Barksen im Bereich der Bachrenturierung des Barkser Baches und der Grundschule in Hessisch Oldendorf.
  • Der Kreisverbandsvorsitzende Hans Arend erhielt einen Bürgerpreis des Landkreises in der Kategorie "Alltagshelden" für seine Verdienste im Natur- und Umweltschutz.

2009

  • Die Gruppen Hessisch Oldendorf, Hameln und Coppenbrügge/Salzhemmendorf beteiligten sich mit 3 Plakaten an der Bundesverbandsaktion "Fast weg...". Im Jahr 2010 sind es insgesamt 58 Plakate im gesamten Kreisverband.
  • In Großenwieden errichtet die Gruppe Hessisch Oldendorf auf einer Wiese im Wasserschutzgebiet einen weiteren Kunsthorst für Störche, der von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und den Stadtwerken Schaumburg-Lippe gefördert wird.

2010

  • In der Stadtsparkasse feierte die Gruppe Hessisch Oldendorf mit einer Ausstellung ihr 30jähriges Bestehen. Karl-Friedrich Alms aus Barksen wurde für seine 30jährige Vorstandsarbeit geehrt.
  • Die Gruppe Hameln wird aufgelöst und von Hessisch Oldendorf übernommen. Die neue Gruppe heißt nun "NABU Hessisch Oldendorf/Hameln".
  • Eine zweite Kindergruppe im Kreisverband wird bei der Gruppe Sünteltal eingerichtet.

2011

  • Die Gruppe Hessisch Oldendorf/Hameln hat zum ersten Mal ein zweitägiges Pilzseminar durchgeführt. Die Resonanz ist sehr groß.
  • Die Gruppe Sünteltal hat sich umbenannt in NABU Bad Münder.

2012

  • Nach sechs Jahren haben Weißstörche wieder das Nest auf dem Schornstein der alten Molkerei in Besitz genommen und einen Jungvogel großgezogen.Hans-Jürgen Wissel ist nach 12 Jahren als Vorsitzender aufgrund einer schweren Erkrankung zurückgetreten.
  • Der Kreisverband besteht seit 30 Jahren. Die Gruppe Bad Münder ebenfalls.
  • Der Kreisverband führt seine fünfte Mitglieder-Werbeaktion mit allen Gruppen, außer Emmerthal, durch. Sie brachte über 1.000 neue Mitglieder für Hameln-Pyrmont und die den Kreisverband stärkten. Außerdem veranstaltet er ein von insgesamt 5 Regionaltreffen in der Mensa des Schulzentrums in Hessisch Oldendorf, an dem 16 niedersächsische NABU-Gruppen mit 29 Mitgliedern teilnahmen.

2013

  • Der Kreisverband beteiligt sich am Projekt "Schwalben willkommen in Niedersachsen". In Hessisch Oldendorf sollen Großen- und Kleinenwieden zum "Dorf der Schwalben werden. Das Projekt läuft über drei Jahre und endet 2015.
  • In Hessisch Oldendorf/Hameln wird eine neue Arbeitsgruppe Vogelschutz gegründet.
  •  Für das Weserbergland (Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden und Schaumburg) wird eine Regionalgeschäftsstelle geplant.

2014

  • Günter Blötz hat Hans Arend (31 Jahre Vorsitzender) als NABU-Kreisvorsitzenden abgelöst.
  • Die Planungen für eine Natur-Erlebnis-Stätte (NEST) im Hamelner Ortsteil Wangelist in der Kleingärtneranlage Riepenbach sind angelaufen. Ein Antrag wird für die Bingo-Umweltlotterie erarbeitet.
  • In Hameln wird die Arbeitsgruppe Naturfoto gegründet.

2015

  • Im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Großenwieden wurde das erste Schwalbenhaus in Hameln-Pyrmont errichtet. Das Projekt wurde von der Niedersächsischen Bingoumweltstiftung gefördert. Auch die Sparkassenstiftung Weserberland und einige ansässige Firmen haben sich beteiligt.
  • Die Regionalgeschäftsstelle (RGS) Weserbergland nimmt am 1. Mai ihre Arbeit in Rinteln auf. Sie ist zuständig für die NABU-Gruppen in Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden und Schaumburg.
  • Der Kreisverband führt zum sechsten Mal eine Mitgliederwerbung durch, diesmal von der RGS Weserberland übernommen und alle Gruppen im Kreisverband haben teilgenommen. Sie brachte über 1.000 neue Mitglieder für Hameln-Pyrmont und die den Kreisverband stärkten.
  • In Hameln wird die Arbeitsgruppe NABU-Garten gegründet.
  • In Bad Pyrmont wird die dritte Kindergruppe gegründet. Für sie wird das Projekt "Zwergenwald" eingerichtet.
  •  Sonja Wissel hat im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Barksen ein neues Projekt ins Leben gerufen. Zur Einweihung ist Olaf Tschimke aus Berlin gekommen und hat das "Hans-Arend-Generationenprojekt" eröffnet

2016

  • Auf dem Gelände der Firma Archea (ehemaliges Berliner Kinderheim) wird ein Naturschutzentrum Hessisch Oldendorf eingerichtet.
  • In Hameln wird im Sommer auf dem Gelände des Kleingärtnerververeins Riepenbach eine Natur-Erlebnisstätte (NEST) eingerichtet werden. Auf über 20 Stationen können sich Besucher über eine natunahe Natur informieren.

2017