AG Weißstörche

Ansprechpartner

Dietmar Meier

Hessisch Oldendorf OT Rohden

Tel.: 05152-51243

E-Mail: info@NABU-hamelnpyrmont.de


2022

Ein paar Tage früher als im letzten Jahr kehrten bereits Mitte Februar die ersten Störche aus den Winterquartieren heim zu ihren „Sommerresidenzen“. So nahm das Storchenmännchen in Hessisch Oldendorf bereits am 12.02.2022 das Nest hoch oben auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei in Besitz. Seine „Gemahlin" folgte nur drei Tage später am 15.02.2022. Es handelt sich um die altbekannte Störchin aus den Vorjahren. Ihr Ring mit den Kennziffern „DER AF 106“ wurde in den Weserauen im Zuge der Freilandbeobachtungen gleich nach ihrer Ankunft vom NABU sicher abgelesen. 


Die Störchin stammt aus Gundelfingen bei Freiburg und ist seit dem Jahr 2012 ununterbrochen Brutstörchin in Hessisch Oldendorf.  Im Jahr zuvor kehrten die Hessisch Oldendorfer Störche am 19.02. bzw. 21.02.2021 nach Hessisch Oldendorf zurück.

Im letzten Jahr wurde ein bis dahin unbekannter Fremdstorch, der mit der Störchin „Adele“ anbändelte, vom Brutstorch „Adebar“ nach kurzer aber heftiger Auseinandersetzung vertrieben.

Der unbekannte Storch trug einen schwarzen Kunststoffring mit den Kennziffern „DEW CT 226“ und wurde nach Auskunft der Beringungszentale der Vogelschutzwarte Helgoland im Jahr 2018 Nestjung in Soest im Lippetal, Region Arnsberg in NRW beringt.

So sorgen Fremdstörche immer wieder für Überraschungen und teilweise auch für neue Besitzer an den Neststandorten. Da die Brutstörche aber intensiver kämpfen, verbleibt den Fremdstörchen meist nur noch die Flucht. Auch am Neststandort in Wehrbergen trat eine in Bannetze bei Celle mit den Kennziffern DEW 7T 843 beringte bis dahin unbekannte Störchin zur Brut.

Störche trennen sich meist auf den Flug in die Überwinterungsgebiete. Nur die starke Bindung zum Nest lässt die Paare meist wieder zusammenfinden.

Ursache für die frühe Heimkehr vieler Zugvögel sind die milden Winter und die westlichen Winde, welche ihnen das Signal zum Aufbruch in die Brutgebiete geben. Die frühe Heimkehr der Störche kann mit größeren Problemen behaftet sein, wenn ein Spätwinter nach Ankunft der „Klapperstörche“ einsetzt. Letztgenanntes kann bei früher Kinderstube zu Verlusten führen, denn die kleinen Störche unterkühlen schnell. Die Witterung im Frühjahr 2022 war mit einigen Sturmlagen behaften, welche die Störche jedoch unbeschadet überstanden haben. 


Bei den Hessisch Oldendorfer- und den Bad Pyrmonter Störchen begann die Brut Mitte März. Aufgrund der späteren Ankunft des dortigen Storchenpaares in Wehrbergen erst Anfang April. Die Brut dauert ca. 32 Tage. Da die Störchin die Eier im Abstand von Tagen legt, schlüpfen die Jungen nicht gleichzeitig, sind somit unterschiedlich alt und kräftig. 


Mittlerweile haben alle drei Storchenpaare Nachwuchs. Die genaue Anzahl der Jungen kann erst in einigen Wochen ermittelt werden, wenn sie größer geworden sind und von den Altstörchen nicht mehr bewacht werden.

In Hessisch Oldendorf sind es mindestens zwei Junge, die eifrig nach Nahrung betteln. Die Jungen werden vier Wochen lang von den Störchen bewacht, denn noch immer kann es zu Nestkämpfen mit Widersachern kommen. 


Diese Art von Auseinandersetzungen fanden gegenüber vorherigen Jahren eher sporadisch statt. Wenn die Jungstörche größer werden, brauchen sie auch mehr Nahrung und so begeben sich dann beide Altstörche auf die Futtersuche. Es dauert etwa 8 Wochen bis die Jungen flügge werden.


Fotos: NABU Dietmar Meier

Problematisch ist allerdings mal wieder die große Trockenheit, welche so manches mal „Schmalhans“ Küchenmeister werden lässt. Sollte die Nahrung zu knapp werden werfen die Störche die schwächsten Zöglinge ab, da sie nicht alle ernähren können. Bleibt zu hoffen, dass der um den 15.05.2022 angekündigte mehrtägige Niederschlag auch einsetzt.



2017

In Hess. Oldendorf erfolgte die Ankunft des Storchenpaares bereits Ende Februar. Das Storchenmännchen nahm am 23.02.2017 das Nest auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei nur 3 Tage vor Ankunft der Störchin in Besitz. Bei der am rechten oberen Fuß mit den Kennziffern „DER AF 106“ beringten Störchin handelt es sich um das Storchenweibchen vom Vorjahr. Sie wurde in Gundelfingen bei Freiburg am 17.06.2010 Nestjung beringt. Erstmals schritt sie im Jahr 2012 in Hess. Oldendorf zur Brut und kehrte somit das 6. Jahr in Folge in die Weserstadt zurück. Die Herkunft des unberingten Storchenmännchens in Hess. Oldendorf konnte nicht geklärt werden. Bereits in den Vorjahren schritt die Störchin mit einem unberingten Storch zur Brut.


Das Brutgeschäft begann in der letzten Märzdekade. Fremdstörche waren am 03.05.2017 und am 11. 06. 2017 im Stadtgebiet zu beobachten. Es kam zu Nestkämpfen in der Brutzeit und in der Zeit der bewachten Jungenaufzucht. Das Brutpaar konnte sich jedoch den Angreifern erfolgreich widersetzten.


Erst am 28. Mai konnte die genaue Anzahl der Jungstörche Störche mit der stattlichen Anzahl von 4 Individuen ermittelt werden. Bereits einen Tag später wurde ein Jungstorch abgeworfen und von einem Vordach einer darunter liegenden Veranda tot geborgen werden.


Ende April wurde immer ein Storch stehend beobachtet. Die tatsächliche Anzahl der geschlüpften Jungen konnte aufgrund der mangelnden Einsicht in das hoch auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei befindliche Nest nicht bestimmt werden.


Fotos: NABU Dietmar Meier

Die anderen 3 Jungen entwickelten sich prächtig und gingen nach dem Flügge werden mit den Altstörchen auf Nahrungssuche.



2016

Am 26.02.2016 sind die Weißstörche angekommen. Das Storchenpaar in Hess. Oldendorf hat das Brutgeschäft aufgegeben.

 

Die Ursache dafür ist bis zum derzeitigen Zeitpunkt noch unklar.


Nach frühzeitiger Ankunft begannen die Störche Mitte März mit dem Brutgeschäft.

Die Kältewelle Ende April ließ keine Beobachtungen auf die Anzahl der Jungen zu, da noch immer ein Storch auf dem Gelege saß. Daher ist auch unklar, ob überhaupt Junge geschlüpft oder die Eier bei vorangegangenen teilweise schweren Nestkämpfen mit Landung von Fremdstörchen auf dem Horst in den Vormittagsstunden des 10. April 2016 zu Schaden gekommen sind.

An diesem Tag wurde das Storchenpaar von gleich zwei Fremdlingen attackiert.

Auch die Fremdstörche attackierten sich gegenseitig. Die Lage war lange Zeit unklar.

 

Einer der Fremdlinge wies Verletzungen im Brustbereich auf, was für wenige Momente im Fernglas beobachtet werden konnte. Immer wieder verließ das Storchenmännchen den Horst, um die Widersacher zu vertreiben, die nach kurzen Pausen immer wieder erneut einen Angriff auf den Horst starteten. 

Es liegt aber auch der Verdacht nahe, das es in der Zeit um den 30. April 2016 erneut zu schweren Nestkämpfen gekommen sein muss, da die Störche den Beobachtungen zufolge ein Verhalten aufzeigten, als wären die Jungen im Nest geschlüpft.

Das die Jungen der Kältewelle zum Opfer gefallen sind ist nicht auszuschließen den Beobachtungen zufolge jedoch unwahrscheinlich.

 

Seit dem 1. Mai 2016 verlassen nun beide Altstörche gleichzeitig das Nest zur Nahrungssuche und kehren nur in unregelmäßigen Abständen zum Nest zurück. Für eine zweite Brut ist es aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit fast schon zu spät. Erneut kündigt sich am Neststandort in Hess. Oldendorf ein Sommer ohne Nachwuchs bei den Störchen an.

Fotos: NABU Dietmar Meier

Der Ring beweist es. Es handelt sich um Adele. Am 27. Februar konnte von Dietmar Meier die Ringnummer abgelesen werden. Wenn die Störchin dieses Jahr zur Brut schreiten sollte, ist es das fünfte Mal in Folge, dass sie auf dem Schornstein der alten Molkerei Junge aufziehen würde.

 



2015

Das Brutgeschäft begann in der letzte Märzdekade. Das gegen Stürme gesicherte Nest in exponierter Lage hielt den mit Orkanböen durchsetzen Frühjahrsstürmen in der Zeit vom 30.03.2015 bis 02.04.2015 stand. Das Brutgeschäft konnte trotz des Naturereignisses fortgesetzt werden. Die ersten Fütterungen erfolgten Anfang Mai. Am Neststandort in Hess. Oldendorf ist im Jahr 2015 ein Junges ausgeflogen. Die tatsächliche Anzahl der geschlüpften Jungen konnte aufgrund der mangelnden Einsicht in das hoch auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei befindliche Nest nicht bestimmt werden. Abwürfe wurden nicht registriert. Ob die Frühjahrsstürme sich auf die Anzahl der Jungen auswirkten, ist unklar.


Die Störche haben in diesem Jahr einen Jungvogel großgezogen.

 

 


Am Sonnabendnachmittag, 15.8.2015 versammelten sich 12 Störche im Bereich des Steinbrinksweges unterhalb des gleichnamigen Gewerbegebietes. Es handelt sich vornehmlich um Jungstörche, welche als sogenannte Junggesellentrupps meist vor den Altvögeln in den Süden ziehen und sich vorab sammeln. Ein Naturschauspiel eines scheidenden Sommers.


Fotos: NABU Dietmar Meier

Die Oldendorfer Störche haben sich diesem Trupp bislang noch nicht angeschlossen. Das Trio hat Dietmar Meier nahezu zeitgleich auf einem Acker an der Zuckerfabrik gesehen.