AG Amphibienschutz

Was für Amphibien gehen auf Wanderschaft?

Fotos: NABU Kathy Büscher

Bei den Amphibien handelt es sich im Wesentlichen um Kröten, Molche, Frösche und Salamander. Sie alle wandern zum Laichen in nahegelegene Gewässer, wobei die Erdkröte sogar bis zu über 2000 m zwischen dem Überwinterungsgebiet und dem Laichgewässer zurücklegt. Während die Molche bis zum Herbst in dem aquatischen Element verbleiben, wandern die Erdkröten bereits kurz nach dem Laichen zurück in die Landlebensräume.


Schutzmaßnahmen

Fotos: NABU Kathy Büscher

Die Sicherung der Amphibienwanderwege an Straßen und der Schutz ihrer Laichgewässer sind jedoch nur zwei Punkte eines umfassenden Schutzkonzeptes, um den Amphibien langfristig das Überleben in unsere Kulturlandschaft zu sichern.

Einige Amphibienarten, besonders die Erdkröte und die Teich- und Bergmolche haben neben ihrem angestammten Lebensraum im Wald auch die Gärten als "Ersatzlebensraum" besiedelt.

Eine naturnahe Gestaltung unserer Gärten ist daher besonders wichtig, um den Amphibien hier einen geeigneten Lebensraum zu schaffen. Totholz- oder Steinhaufen und Trockenmauern sind wichtige Rückzugs- und Überwinterungsräume. Gartenteiche ohne Fischbesatz können sogar hervorragende Laichgewässer sein.


Wie erfolgt die Koordination der Sammelaktion?

Auch die Logistik muss stimmen. Die Arbeiten erfolgen stets in Absprachen mit den Fachbehörden für Naturschutz der Landkreise und den zuständigen Kommunen. Zahlreiche E-Mails und Ortstermine sind Bestandteil der Vorbereitungen. Diese Arbeiten werden vom Vorstand der NABU-Gruppe oder besonders erfahrenen und sachkundigen Helfern durchgeführt. Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist sehr gut. Vor dem Einsatz ist festzulegen: Wer sammelt mit wem und wie können Fahrgemeinschaften gebildet werden? Auch hier sind vorab zahlreiche Terminvereinbarungen zu treffen und Meldungen über gesammelte Tiere in die Meldedatei einzupflegen. Die Helfer sammeln 2 bis maximal 3 Mal pro Woche entweder abends oder morgens. Interessenten werden in die Örtlichkeiten sorgfältig eingewiesen. Sie sammeln zunächst mit erfahrenen Helfern und sind sehr schnell mit großem Eifer dabei. Auf den Parkplätzen außerhalb des Straßenverkehrs werden die Erwachsenen von den Kindern oftmals unterstützt. Das Krötensammeln ist oft der Einstieg der Kinder in den Artenschutz.